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Hallo und Guten Tag,
nach jahrelangen Panikattacken z. B. auf dem Arbeitsweg in der U-Bahn und nach einigen Jahren ambulanter Verhaltenstherapie ohne wirkliche Besserung überlege ich aktuell mit den Beschwerden in eine Tagesklinik zu gehen. Entweder hier in HH-Eilbek oder in den Ulmenhof. Gibt es hier einen Leidensgenossen, der mir aus einer der beiden Kliniken aus Erfahrung etwas berichten kann? Hat es etwas gebracht und/oder gibt es überhaupt Hoffnung, dass das wieder ins reine kommen kann? Ich würde ja auch so gerne mal wieder in den Urlaub fliegen, aber daran ist seit 8 Jahren nicht mehr zu denken.......Hey, freue mich über jeden Kommentar Liebe Gruesse

27.03.2014 12:16 • 28.03.2014 #1


9 Antworten ↓


Hasengöttin
hallo itsypitzy
Ich komme nicht aus Hamburg deshalb kann ich zu diesen beiden Kliniken nichts sagen.Ich finde Tagesklinik nicht verkehrt.Vielleicht ist das nochmal ein neuer Weg in der Bewältigung oder besser gesagt im Umgang mit Panikattacken.Ich war selber 4 Wochen in einer Klinik. Mir hat es sehr viel gebracht. Dort sind viele viele Gleigesinnte mit Angststörungen oder Panikattacken und Phobien.Das muss jeder ausprobieren.Wenn du die Möglichkeit hast dort unter zu kommen,mach es. Was hast du zu verlieren?Vielleicht kannst du aber viel gewinnen.
LG Hasengöttin

27.03.2014 12:32 • x 1 #2



Panik in der U-Bahn, Tagesklinik Hamburg sinnvoll?

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Ich kenne die tagesklinik in eilbek (schön-klinik), würde dir jedoch eher das verhaltenstherapeutische ganztagsprogramm / verhaltenstherapeutische tagesklinik falkenried empfehlen.
http://www.vt-falkenried.de/
Der aufenthalt dort war für mich der wendepunkt in einer 3 jährigen leidensgeschichte.

27.03.2014 12:35 • x 1 #3


hallo itsypitzy,

das ist ja nicht so schön, das es dir da nicht so gut geht ! Aber super,das du probierst da raus zu kommen aus deiner Angst !
Das heißt du fährst seit jahren mit der u-bahn und hast immer panik zwischendurch? Stelle ich mir auch echt kraftaufreibend vor...vor was hast du genau dort angst?

Eine tagesklinik wäre bestimmt eine Chance dann für dich. Ich finde in tageskliniken oder stationär arbeitet man ja auch viel intensiver an sich und hat auch sofort jemanden an der Seite wenn es mal schwierig ist. ich kenne nur beide Kliniken nicht, da ich nicht aus der hamburger Ecke komme.
Ja, es gibt immer Hoffnung. Solange du sie nicht verlierst und dich nicht aufgibst, gibt es die ! Kämpfen lohnt sich immer und du schaffst es auch da mal raus zu kommen aus den Ängsten! Vertraue dir da ruhig ein wenig

Du kannst bestimmt mal irgendwann wieder in den Urlaub fliegen, wenn deine Angst besser ist. Ist doch ein schönes ziel wo du hinarbeiten kannst. immer ein kleines Stück weiter, du schaffst das!

Mit lieben Grüßen,
Delphin

27.03.2014 12:36 • x 1 #4


Hallo Ihr Lieben!
Vielen Dank für die Antworten. Hallo Ohn, das es auch eine Ganztagstherapie vom Falkenried gibt, wusste ich noch garnicht? Wo findet die Behandlung denn statt bzw. gibt es dorthin eine gute Busverbindung (Bahnfahren ist ja schlecht bei mir) oder gibt es dort Parkplätze, obwohl Autofahren in Hamburg zur Zeit ja auch eine einzige Katastrophe ist......Ich bin seit Anfang des Jahres krankgeschrieben. Bis Ende letzen Jahres bin ich nur noch Bus gefahren und habe damit doppelt soviel Zeit zum Job gebraucht wie mit der U-Bahn, bin aber immerhin dort irgendwie angekommen. Zwischendruch wenn der 5er mal wieder zum Platzen voll war bin ich natürlich auch die eine oder andere Haltestellt zu Fuss gegangen. Voll nervig, War schon ein totales Nervenbündel, wenn ich im Job ankam......Danke nochmal......

27.03.2014 13:06 • #5


Hallo Itsypitzy,

falkenried hat eine tagesklinik, sie nennen es wohl eher ein verhaltenstherapeutisches ganztagsprogramm, weil es eben eins ist. Standort der tagesklinik ist jarrestraße, also winterhude / barmbek. EIne bushaltestelle ist direkt vor dem gebäude, ein parkhaus ist auch direkt dort.
Im gegensatz zur tagesklinik eilbek, in der das ganze eher die tendenz zu einer tagestrukturierenden beschäftigungsmaßnahme hat (die meisten patienten der tagesklinik dort sind patienten, die gerade aus der stationären psychiatrie im selben haus kommen und die tagesklinik dazu nutzen, sich leichter wieder an ihr leben zu hause zu gewöhnen), wird in der tagesklinik falkenried sehr intensiv therapeutisch gearbeitet. Neben regelmäßigen einzelgesprächen mit dem bezugstherapeuten, in denen die ursachen der erkrankung, das therapeutische konzept, mögliche veränderungen im denken und verhalten u.ä. besprochen werden, gibt es zahlreiche weitere therapeutische angebote und gruppentherapien, wie depressionsbewältigungsgruppe, angstgruppe, achtsamkeitsgruppe, diverse entspannungsverfahren (imagination, progressive muskelentspannung, meditation), problemlösegruppe, fertigkeitengruppe, soziale interaktionsgruppe usw. Sportliche angebote wie Qi Gong, Yoga, Tai Chi und ähnliches wird ebenso angeboten wie körpertherapeutische interventionen (tanztherapie, biofeedback, Mass.). Der tag beginnt mit einer morgenmeditation und einer gemeinsamen morgenrunde, in der jeder seine tagesziele der gruppe mitteilt usw.
Hausaufgaben gehören auch zum therapieprogramm, z.B. konfrontations/expositions übungen im alltag, die dann mit dem bezugstherapeuten nachbesprochen werden. Wenn man es will / braucht kann man sich natürlich auch fachärztlich behandeln lassen / mit medikamenten versorgen lassen.
Insgesamt ein tolles verhaltenstherapeutisches zentrum, in dem man auch neueren, akzeptanz und achtsamkeitsbasierenden ansätzen der kognitiven verhaltenstherapie (Akzeptanz- und Commitment Therapie) aufgeschlossen ist.

27.03.2014 13:28 • x 1 #6


Hallo Ohn, vielen Dank für die ausführliche Info. Habe noch eine letzte Frage: Meinst Du es ist möglich den Tagesaufenthalt dort zeitlich zu verändern? Ich bin nämlich alleinerziehend, arbeite normal nur 6 Stunden und schaffe damit so gerade meinen Alltag. Wenn ich jetzt zukünftig für 8 Stunden Aufenthalt nach Winterhude müsste, bin ich ca. 10 Stunden ausser Haus. Dann habe ich hier zu Hause soviel Stress (mit Haushalt und Kind), dass ich mir die ganze Behandlung dort wohl auch schenken kann. Ist ja nur eine Frage; werde ich wohl aber direkt mit den Leuten klären können......Also, danke nochmal und weiterhin alles GUTE!

27.03.2014 13:34 • #7


Das kann ich dir leider nicht sagen, musst du mal mit den leuten dort abklären.
Die normalen zeiten sind afaik 8:30 bis 16:30

27.03.2014 13:43 • #8


Ich glaube mich zu erinnern, dass es patienten gab, als ich dort war, die mit kürzeren zeiten angefangen und sich dann langsam gesteigert habe. Belastbarkeit steigern wäre ja für dich vielleicht auch ein therapieziel. Denke schon, dass die da mit sich reden lassen. Wünsche dir auch alles gute!

27.03.2014 14:06 • #9


Hallo itsypitzy,

ich hoffe du hast da die Möglichkeit es anders zu machen. Also das die mit sich sprechen lassen, hoffe ich für dich !
hast du dir denn sonst mal überlegt, dir sonst für diese Zeit hilfen zu holen? Hier bei uns gibt es so was. Entweder beim Jugendamt oder über so sozialverbunde..also die dir dann helfen in der zeit mit dem Kind und dem haushalt. das versteht ja jeder das du da nicht alles schaffen kannst. Und es gibt ja so was, die dir dann helfen und versuchen etwas abzunehmen. Hier gibt es zum beispiel menschen, die dann kommen und tagsüber für Kind und haushalt sorgen. das geht dann so lange wie du in der Klinik oder tagesklinik bist. Wäre das eine Option noch?

Mit lieben Grüßen,
Delphin

28.03.2014 11:43 • #10



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