Hallo ihr Lieben

'Welches Leben ich lebe' ist tatsächlich eine gute Frage..
Ich fang jedoch mal woanders an.
Bin nicht besonders "probierfreudig" was Beziehungen angeht, bisher hatte ich genau zwei und beide waren.. nicht unbedingt 'leicht'
In meiner ersten Beziehung habe ich mich recht schnell abhängig gemacht. Mein Partner war 13 Jahre älter und ich war noch sehr jung, naiv und so absolut unerfahren. Habe teilweise erst angefangen 'zu leben' wenn er wieder bei mir war. Es war eine ordentliche Zerreißprobe für mein Selbstbewusstsein.
Ich habe da also ganz klar nicht mein Leben geführt sondern führen lassen.
Aber alte Geschichte, diente nur zum Vergleich

In dieser hier, ist das anders aber auch nicht völlig.
Darüber habe ich die letzten Tage nachgedacht...
Um meinen Partner halten zu können, muss ich ihn loslassen.. Das widerspricht jedoch meiner Vorstellung bzw. meinem Wunsch von einer Partnerschaft. Ich möchte ihn so fest aber doch so sanft wie möglich halten, ein Team bilden das sich gegenseitig ergänzt, einander vertrauen und natürlich dass beide absolut hintereinander stehen...
Er 'braucht' jedoch das Gefühl von absoluter Freiheit.
Ich klammere nicht, lege ihm keine Ketten an, er bestimmt über sich und trotzdem hat er das Gefühl von Freiheitsverlust.. Ich bin ratlos.
Ich weiß nicht wie weit ich meine Vorstellungen verrücken/verändern kann um ihm entgegen zu kommen und mir dennoch treu bleiben zu können.
Ich bin mir nicht sicher welche Interessen ich zur Zeit stärker vertrete.. Aber ich spüre, dass mein Selbstschutz beginnt zu wachsen, ich ziehe mich mehr zurück obwohl ich eigentlich gern "einfach nur mit ihm zusammen sein möchte"
Aber seine regelmäßige Distanzierung schmerzt, nervt und lässt mich sauer werden. Dann Äußerungen wie "ich stehe nicht ganz hinter uns" verletzten.
Ich mag ihn sehr, schätze ihn als Freund, als Mensch und als Partner, aber obwohl ich immer dachte dass ich sehr ausdauernd und geduldig bin, habe ich Angst mich unbewusst wieder in eine ähnliche Abhängigkeit wie damals zu bewegen.
Ich will ihm nach wie vor helfen, so oder so.. Aber ich fürchte innerlich steh ich vor der Entscheidung "gehen" oder "bleiben"...
Wie kann ich ihm helfen und mir dabei treu bleiben?
PS: Zukunftspläne sind leider nicht möglich. Er meidet es darüber zu reden, weicht aus oder fühlt sich unter Druck gesetzt. Bei sowas bekommt sein Gesicht den selben Ausdruck als würde ich ihm eine 9mm zwischen die Augen halten ^^ (zumindest in meiner Vorstellung)