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Aedan
Hallo liebe Leute
Wie die Überschrift schon aussagt, hat mein Partner Angst sich voll und ganz auf unsere Beziehung einzulassen.

Ich hoffe, ich bin hier richtig und suche Vorallem nach anderen direkt-Betroffenen, die mir vielleicht einen Rat geben können, wie ich mich meinem Partner gegenüber am Besten Verhalte ohne ihm das P wie Panik in die Augen zu drücken und ohne mich selbst dabei aufzugeben

Ich schreibe nicht oft in Foren und weiß nicht welche Infos ihr braucht um mit meinem Hilferuf etwas anfangen zu können ich werde also gern antworten wenn ihr mehr als das hier braucht

Danke im voraus

04.07.2017 10:35 • 26.07.2017 #1


27 Antworten ↓


Hotin
Hallo Aedan,

willkommen hier im Forum.
Zitat:
wie ich mich meinem Partner gegenüber am Besten Verhalte ohne ihm das P wie Panik in die Augen zu drücken und
ohne mich selbst dabei aufzugeben.


Für Dich finde ich das grundsätzlich sehr einfach. Am besten verhältst Du Dich
möglichst fair und wie man meistens so sagt, möglichst normal.
Keine Sonderbehandlung und keine Sonderrechte.

Eigentlich sollte Dein Partner genau diese Frage hier stellen, wenn er Dich halten möchte.
Schade, dass Du nicht schreibst, wie alt ihr beide seid.

Viele Grüße

Bernhard

04.07.2017 12:03 • #2



Partnerin eines Bindungsphobikers sucht Rat

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Luna70
Herzlich willkommen hier bei uns im Forum.

Hier sind einige Betroffene, ich hoffe du wirst noch viel Rückmeldung bekommen zu deinem Problem.

Was mir noch einfällt, welche Info vielleicht noch hilfreich wäre:

Wie lange seid ihr zusammen?
Ist dein Partner in therapeutischer Behandlung?

04.07.2017 12:11 • #3


Aedan
Hallo und Danke für die liebe Aufnahme und eure schnelle Antwort.

Ich habe eben per schnelle Antwort geschrieben aber bisher sind die Zeilen noch nicht aufgetaucht..


Also noch mal kurz zusammengefasst

Er (36) und ich (27) kennen uns seit über 7 Jahren und waren vor 3 Jahren bereits 2 Jahre liiert.
Nun sind wir es erneut nur mit der Hürde, dass er zwischen Nähe und Distanz pendelt, er keine Therapie möchte da es bedeuten würde, dass er ein Problem hat. Mir ist wichtig ihm auch als Freundin über unsere Beziehung hinaus zu helfen, da mir viel an seinem Wohl liegt.

04.07.2017 12:32 • #4


Hotin
Hallo Aedan,
Zitat:
Nun sind wir es erneut nur mit der Hürde, dass er zwischen Nähe und Distanz pendelt, er keine
Therapie möchte da es bedeuten würde, dass er ein Problem hat.

Findest Du, dass er eine Therapie haben muss, weil er sich zwischen Nähe und Distanz nicht entscheiden kann?
Oder gibt es andere Gründe, die Deiner Meinung nach bei ihm eine Therapie erforderlich machen?

Übrigens, wenn er nach einer Therapie einiges besser entscheiden kann, könnte er sich auch für die Distanz,
also Trennung entscheiden.
Macht Dir das keine Angst? Und welche Rolle spielst Du in der Beziehung, auf das Spiel Nähe und Distanz bezogen?
Hast Du keine Fehler? Machst Du nichts, was man als ungünstig oder als falsch bezeichnen kann?
Sprecht ihr gelegentlich fair und sachlich über dieses Thema?

Bernhard

04.07.2017 13:29 • #5


Aedan
Puh ich hoffe ich denke daran nu auf alles einzugehen

Also zur Therapie.. Ich glaube es würde ihm helfen, weil er dadurch mit jemandem reden und vielleicht auch ergründen kann, der nicht nur Objektiv sondern auch fachlich kompetent ist.

Ob er sich dadurch für eine Trennung sprich gegen mich entscheiden würde, ist ein 'Risiko' das ich bereit bin einzugehen auch wenn es schmerzlich ist.

Aber ich sage ja, dass ich ihm über die Beziehung hinaus helfen möchte. Vor und nach unserer Zeit hatte er 'kleinere' Beziehung zwischen 2 bis 3 Monaten. Ich möchte einfach nicht, dass er sich ein Leben lang im Kreis dreht und nirgendwo ankommen kann.

Jetzt muss ich nochmal nachlesen was du noch geschrieben hast

04.07.2017 13:48 • x 1 #6


Aedan
Fair und sachlich über eine emotionale 'Sache' zu sprechen gestaltet sich schwierig aber ja, das haben wir zu genüge. Aber damit ich bei solchen Gesprächen durch meine fehlende Objektivität nicht ständig emotional zerfleischt werde, ist es meiner Meinung nach vernünftiger mit einer geschulten Person darüber zu sprechen.

Natürlich habe auch ich meine Fehler ganz klar, allerdings haben diese wenig bis gar keinen Einfluss auf unsere derzeitige Situation.

Wir wollen verschiedene Dinge..
Während er den 'schwebezustand' unserer Beziehung sehr genießt, weil er so immer schnell flüchten kann falls was anders läuft als er möchte..

strebe ich nach mehr Stabilität. Ich will nicht ständig aufpassen was ich sage oder mache aus Angst er könnte darin eine feste Zukunftsplanung erkennen.

04.07.2017 13:56 • x 1 #7


Hotin
Zitat:
Ob er sich dadurch für eine Trennung sprich gegen mich entscheiden würde, ist ein 'Risiko' das ich bereit bin
einzugehen auch wenn es schmerzlich ist.
Zitat:
Aber ich sage ja, dass ich ihm über die Beziehung hinaus helfen möchte.
Ich möchte einfach nicht, dass er sich ein Leben lang im Kreis dreht und nirgendwo ankommen kann.


Alle Achtung. Wenn Du wirklich zu dem, was Du hier geschrieben hast stehst,
dann ist das wirklich toll.
Zitat:

Fair und sachlich über eine emotionale 'Sache' zu sprechen gestaltet sich schwierig aber ja, das haben wir zu genüge.
Aber damit ich bei solchen Gesprächen durch meine fehlende Objektivität nicht ständig emotional zerfleischt werde,
ist es meiner Meinung nach vernünftiger mit einer geschulten Person darüber zu sprechen.

Zitat:
Wir wollen verschiedene Dinge..
Während er den 'schwebezustand' unserer Beziehung sehr genießt, weil er so immer schnell flüchten kann falls
was anders läuft als er möchte..


Ich habe zweimal eine Beziehung versucht aufzubauen, wo die Situation meiner
Meinung nach ähnlich war, wie Du es hier schilderst.

Kann es sein, das Du Deinem Partner gegenüber gefühlsmäßig etwas zu stark und deshalb überlegen bist?
Fühlt er sich gelegentlich überfordert? Falls ja, könnte es schwierig werden.

Es sei denn, ich beurteile es falsch. Das wünsche ich für Euch.

Bernhard

04.07.2017 14:16 • #8


Aedan
Ich stehe absolut hinter dem was ich sage bzw. schreibe. Lieber einen glücklichen Freund als einen unglücklichen Partner

Ich vergleiche ihn gern mit einem Reh
Bewege dich zu schnell und es läuft weg..

Vermutlich bin ich oft zu forsch, es macht mir nichts aus auszusprechen was ich denke und ihn direkt in meine Zukunftsplanungen mit einzubeziehen. Er wird bei solchen Äußerungen schnell nervös, weil er das Gefühl meinem Tempo nicht mithalten zu können.

Dabei meine ich mit solchen Sätzen wie ok Wohnung zu klein, lass uns ein Haus kaufen oder das und das Datum eignet sich super als Verlo ungsdatum, leicht zu merken nicht halb so ernst wie sie dann vermutlich für ihn rüber kommen.

Wenn ich nach solchen 'unbedachten' Äußerung die Angst in ihm hochkriechen sehe, ärgert es mich nicht einfach mit ihm Luftschlösser bauen zu können ohne das er bereits eine Kette um seinen Hals hängen sieht ^^

04.07.2017 14:30 • x 1 #9


Luna70
Zitat von Aedan:
Dabei meine ich mit solchen Sätzen wie ok Wohnung zu klein, lass uns ein Haus kaufen oder das und das Datum eignet sich super als Verlo ungsdatum, leicht zu merken nicht halb so ernst wie sie dann vermutlich für ihn rüber kommen.


Also ehrlich gesagt habe ich beim Lesen gerade mal geschluckt. Ihr seid ja offenbar diesmal noch nicht so lange zusammen, dann wäre etwas weniger Tempo vielleicht ganz gut?

Ihr seid offenbar sehr verschieden und natürlich macht das auch die Kommunikation schwierig. Du sagst etwas, was du halb im Scherz meinst, für ihn ist das Wort Verlobung aber womöglich ein Trigger und schon kann er den scherzhaften Unterton nicht mehr hören.

Was wäre denn, wenn Heirat und/oder gemeinsames Eigenheim für ihn gar nicht in Frage kommt?

04.07.2017 15:07 • x 1 #10


Aedan
Da wir uns nicht grad erst kennengelernt haben und bereits damals zusammen wohnten ist mein 'Tempo' (für mich) nicht verwunderlich im Gegenteil. Wir sind uns alles andere als Fremd, kennen die jeweiligen Familien als wäre es die eigene, haben den selben Freundeskreis und auch während wir getrennt waren, sahen wir uns sehr regelmäßig

Und nach 7 Jahren der Bekanntschaft bzw. Freundschaft, darf man sich (wie ich finde) etwas schneller voran wagen ich setzte schließlich kein Zeitraum in dem wir die u. die Ziele abgearbeitet haben müssen.

Mir ist wichtig, dass wir nicht in diesem Schwebezustand stagnieren sondern uns bewegen (ob gemeinsam in eine Richtung oder getrennt in zwei verschieden sei dahin gestellt) aber nicht zu wissen ob es überhaupt weiter geht, ist ein äußerst unbefriedigender Zustand für mich.

04.07.2017 15:23 • x 1 #11


Hotin
Zitat:
Wenn ich nach solchen 'unbedachten' Äußerung die Angst in ihm hochkriechen sehe, ärgert es mich nicht einfach
mit ihm Luftschlösser bauen zu können ohne das er bereits eine Kette um seinen Hals hängen sieht


Deine Art dies zu beschreiben gefällt mir sehr, sehr gut.
Zitat:
Wenn ich nach solchen 'unbedachten' Äußerung die Angst in ihm hochkriechen sehe,...

Genau da liegt in den meisten Beziehungen ein sehr großes Problem.
Du kannst aber schlecht immer versuchen, ein Leben lang jeden Satz auf unbedachte Äußerungen zu überprüfen.
Dann hast Du Dir nämlich freiwillig selbst eine Kette um den Hals gelegt.

Er sollte kämpfen und fair streiten lernen. In eurem Alter glaube ich sollte das noch problemlos möglich sein.
Nur er muss es wollen. Vielleicht geht es leichter, wenn er sich darüber klar wird, dass der Weg zum Therapeuten
nicht sein Selbstbild schwächt, sondern nach der Einsicht deutlich stärker machen wird.
Vor allem soll er nicht das Gefühl haben, er macht eine Therapie, weil Du es willst,
sondern, weil er darüber zu Dir auf Augenhöhe findet.

Aber! Kannst Du Dir vorstellen, wie schwierig das ist? Wer kann ihn davon überzeugen?

Viel Glück für Euch.

Bernhard

04.07.2017 15:23 • #12


Aedan
Vor allem soll er nicht das Gefühl haben, er macht eine Therapie, weil Du es willst,
sondern, weil er darüber zu Dir auf Augenhöhe findet.

Das hast Du wirklich schön formuliert u. Ich bedanke mich erneut für deine schnelle Antwort und die lieben Worte

Aber! Kannst Du Dir vorstellen, wie schwierig das ist? Wer kann ihn davon überzeugen?

Ich bin mir nicht sicher ob ich 'wirklich' verstehen kann, was in ihm vorgeht wenn ich ihn mit Äußerungen überfalle oder ihm professionellen Rat empfehle.. Ich glaube dass ich ihn oft unbewusst überfordere..
Aber manchmal, in Momenten wo ich mich ärgere, möchte ich ihn so gern schütteln und sagen ker Schluss damit, ich tu dir nichts, also hör auf zu zweifeln und sei meiner Meinung
Und dann wäre alles gut ;D

Ich werde wohl noch einmal das Gespräch suchen und ihm versuchen bewusst zu machen, dass es bei einer Beratung um ihn und nicht um uns oder mich geht..

04.07.2017 15:43 • x 1 #13


Hotin
Zitat:
Ich werde wohl noch einmal das Gespräch suchen und ihm versuchen bewusst zu machen, dass es bei einer Beratung
um ihn und nicht um uns oder mich geht..


Ich habe damals meiner Partnerin gesagt, dass sie eine unabhängige und völlig fremde Person (einen Therapeuten) suchen
soll, da sie mit dieser Person ihre innersten Sorgen und Probleme besprechen kann.
Ich glaube nicht, dass man mit dem Lebenspartner immer unbedingt über seine tiefsten Gedanken und vor allem
seine größten Schwächen reden sollte.
Spätestens, wenn die Liebe nach Jahren nachlässt oder in eine Krise gerät, könnten meiner Meinung nach,
total offengelegte Gedanken zum Bumerang werden.

Bei meiner Partnerin hatte seinerzeit mein Rat eine Psychologin um Rat zu fragen, funktioniert.
Für unsere Beziehung hatte ihre Toleranz nach meiner Ansicht nicht gereicht.
Zitat:
Ich bin mir nicht sicher ob ich 'wirklich' verstehen kann, was in ihm vorgeht


Vermutlich werden wir nie wirklich verstehen, was in unserem Lebenspartner vorgeht. Gerade deshalb ist es wichtig,
nicht nur darauf zu achten, was jemand sagt.
Viel wichtiger ist, was jemand macht. Wie er auf persönliche Angriffe reagiert,
wie er mit anderen Menschen kommuniziert und was er für Lebensziele nennt.

Die Bereitschaft, akzeptieren zu können, dass ein Partner oft so ganz anders zu funktionieren scheint,
finde ich sehr bereichernd in einer Beziehung. Natürlich vorausgesetzt, dass beide ihre unterschiedliche
Art gegenseitig akzeptieren lernen.
Zitat:
Mir ist wichtig, dass wir nicht in diesem Schwebezustand stagnieren sondern uns bewegen (ob gemeinsam
in eine Richtung oder getrennt in zwei verschieden sei dahin gestellt)


Auch für mich war das immer wichtig. Es ist etwas sehr wesentliches, die Geschwindigkeiten und die Richtungen
von Bewegungen in der Partnerschaft häufig zu überprüfen und wo möglich gegenseitig anzupassen.


Bernhard

04.07.2017 16:44 • x 1 #14


Ich würde dir auch raten, sich normal zu verhalten Bin da jetzt kein spezialist, aber was euch vielleicht zusammenschweißen würde, wären gemeinsame Ziele im Leben, welche ihr gemeinsam veruscht zu verwirklichen
Viel Erfolg!

12.07.2017 10:41 • x 1 #15


Hallo liebe Aedan.
ich habe Deine Geschichte gelesen.Und frage mich, welches Leben lebst Du? Lebst Du Dein Leben,
sein Leben oder von jedem ein bißchen?

LG Heike

12.07.2017 11:31 • x 1 #16


Aedan
Hallo ihr Lieben

'Welches Leben ich lebe' ist tatsächlich eine gute Frage..

Ich fang jedoch mal woanders an.
Bin nicht besonders probierfreudig was Beziehungen angeht, bisher hatte ich genau zwei und beide waren.. nicht unbedingt 'leicht'

In meiner ersten Beziehung habe ich mich recht schnell abhängig gemacht. Mein Partner war 13 Jahre älter und ich war noch sehr jung, naiv und so absolut unerfahren. Habe teilweise erst angefangen 'zu leben' wenn er wieder bei mir war. Es war eine ordentliche Zerreißprobe für mein Selbstbewusstsein.

Ich habe da also ganz klar nicht mein Leben geführt sondern führen lassen.
Aber alte Geschichte, diente nur zum Vergleich

In dieser hier, ist das anders aber auch nicht völlig.

Darüber habe ich die letzten Tage nachgedacht...

Um meinen Partner halten zu können, muss ich ihn loslassen.. Das widerspricht jedoch meiner Vorstellung bzw. meinem Wunsch von einer Partnerschaft. Ich möchte ihn so fest aber doch so sanft wie möglich halten, ein Team bilden das sich gegenseitig ergänzt, einander vertrauen und natürlich dass beide absolut hintereinander stehen...

Er 'braucht' jedoch das Gefühl von absoluter Freiheit.

Ich klammere nicht, lege ihm keine Ketten an, er bestimmt über sich und trotzdem hat er das Gefühl von Freiheitsverlust.. Ich bin ratlos.

Ich weiß nicht wie weit ich meine Vorstellungen verrücken/verändern kann um ihm entgegen zu kommen und mir dennoch treu bleiben zu können.

Ich bin mir nicht sicher welche Interessen ich zur Zeit stärker vertrete.. Aber ich spüre, dass mein Selbstschutz beginnt zu wachsen, ich ziehe mich mehr zurück obwohl ich eigentlich gern einfach nur mit ihm zusammen sein möchte
Aber seine regelmäßige Distanzierung schmerzt, nervt und lässt mich sauer werden. Dann Äußerungen wie ich stehe nicht ganz hinter uns verletzten.

Ich mag ihn sehr, schätze ihn als Freund, als Mensch und als Partner, aber obwohl ich immer dachte dass ich sehr ausdauernd und geduldig bin, habe ich Angst mich unbewusst wieder in eine ähnliche Abhängigkeit wie damals zu bewegen.


Ich will ihm nach wie vor helfen, so oder so.. Aber ich fürchte innerlich steh ich vor der Entscheidung gehen oder bleiben...
Wie kann ich ihm helfen und mir dabei treu bleiben?

PS: Zukunftspläne sind leider nicht möglich. Er meidet es darüber zu reden, weicht aus oder fühlt sich unter Druck gesetzt. Bei sowas bekommt sein Gesicht den selben Ausdruck als würde ich ihm eine 9mm zwischen die Augen halten ^^ (zumindest in meiner Vorstellung)

14.07.2017 16:59 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Aedan
Es wäre super wenn dass hier ein Bindungsphobiker ließt, der mir sagen kann, ob ich an der Beziehung festhalten soll oder ob das eine aussichtslose Schlacht ist..

14.07.2017 17:42 • #18


Hotin
Zitat:
Es wäre super wenn dass hier ein Bindungsphobiker ließt, der mir sagen kann, ob ich an der Beziehung festhalten
soll oder ob das eine aussichtslose Schlacht ist..


Liebe Aedan,

was für eine Antwort erwartest Du von jemandem, der diese Bindungsängste hat.
Für denjenigen ist seine eigene Unsicherheit ein großes Hindernis.

Einen Menschen kannst Du nicht verändern. Er kann aber sein Verhalten anpassen und zu Dir mehr Vertrauen gewinnen.
Ob es aussichtslos sein wird hängt also sehr stark davon ab, welche Erwartungen Du hast. Wie steht es denn mit
Deinen Ängsten? Kannst Du ihm etwas Halt bieten,
oder brauchst Du ehern jemand, der Dich auch mal auffängt?

Bernhard

15.07.2017 08:46 • #19


Aedan
In einer Beziehung ist es für mich völlig normal, dass man sich gegenseitig Halt gibt wenn es erforderlich ist. Ich werde mich auch für keine Bindung mehr aufopfern.

Ich habe keine Ängste in diesem Sinn, vielleicht nur die eine, dass wohl keine Zukunft mit dem Mann möglich ist, der mir sehr viel bedeutet.

Trennungen passieren meiner Meinung viel zu häufig. Eine Partnerschaft sollte doch mehr bedeuten als sich nur über einen gewissen Lebensabschnitt nah zu sein.

Ich nehme mir viel Zeit um mich überhaupt auf jemanden einzulassen, vielleicht finde ich es deshalb so bedauerlich wenn dann solche 'Probleme' auftauchen, denen man scheinbar völlig machtlos gegenüber steht.

Es nervt und macht mich sogar sauer.. Es gibt keinen Grund Angst zu haben. Beziehungen sind weder Ketten noch Gitter, aus jeder Bindung gibt es einen Weg. Aber grenzt es nicht auch an Respektlosigkeit, wenn Betroffene zurückschrecken weil sie geliebt werden und denjenigen einfach zurücklassen? Ist 'geliebt zu werden' nicht eigentlich das was ein Mensch will?!

Einfach ätzend.. Ich bin nicht sauer auf ihn sondern auf die Situation. Denn sie zwingt mich in eine Lage in der ich nicht handeln kann.

15.07.2017 09:13 • #20



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