Ich bin jetzt ein halbes Jahr mit meiner Freundin zusammen und nach und nach hat sie mir sehr viel aus ihrem Leben erzählt. Sie hat mir unter anderem erzählt, dass sie früher an Depressionen gelitten hat, so sehr dass sie vor ein paar Jahren Suizid begehen wollte, wozu es aber - aus Zufall, dass ihr damaliger Freund früher vom Arbeiten heim kam - dann nicht kam. Danach war sie mehrere Monate stationär in einer Klinik und inzwischen sei sie sehr stabil, wie sie meint.
Warum ich hier schreibe ist, dass ich mir natürlich Sorgen um sie mache. Ich hätte gerne ein Auge auf sie. Könnt ihr mir vielleicht sagen / Tipps geben, auf was ich besonders achten muss? Soweit ich das weiss, kommt diese ja meist nicht plötzlich, sondern schleichend. Gibt es da wichtige Warnsignale?
denke, die ersten Signale sind im Bett liegen bleiben wollen; sich zu nichts mehr aufraffen können usw. Liest sich so, als könnte sie heute damit umgehen.
Weißt Du, wenn jemand einen Suizid macht, ist es meistens ein Hilfeschrei. Die Wenigsten wollen sich wirklich umbringen. Es ist dann eine Art Hoffnungslosigkeit, Ohnmacht. Sei einfach für sie da und achte ein wenig auf ihr Verhalten, aber nicht ständig und überall.
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#2
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Partnerin / Depressionen
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Sers Mitglied
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Danke für deine Antwort.
Ich habe eigentlich auch den Eindruck, dass sie eher stabil ist und damit umgehen kann. Aber manchmal trügt auch der Schein. Was sie mir so erzählt hat mich einfach verunsichert. Ich will sie ja auch nicht "überwachen" oder sowas. Ich will eben nur merken, falls die Depression wieder aufkommt. Die Hinweise mit dem im Bett bleiben wollen und sich nicht mehr aufraffen sind schon mal ein guter Hinweis. Danke.
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#3
Vergissmeinicht Mitglied
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Gerne Sers.
Melde Dich einfach hier, wenn sie sich verändert oder Dir was komisch vorkommt. Sei für sie da, berücksichtige aber auch Deine Wünsche.
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#4
Heino99 Mitglied
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Hallo zusammen,
Wie soll ich anfangen? Ich hoffe ich kann mich kurz halten..
Ich habe die Befürchtung dass meine Freundin in einer Depression steckt.
Wir sind jetzt seit 6 Monate zusammen, sie ist 17 und sehr oft schlecht drauf.
Sie hatte nach 2 Monaten im Affekt für einen Tag Schluss gemacht, weil ihr alles zu viel wurde und meinte es ist besser, wenn wir uns nie mehr sehen usw. - Das war nach knapp 24 Stunden dann aber schon wieder bereut.
Heute hatten wir zum ersten Mal in diesem Jahr wieder ein komplettes Wochenende zusammen geplant, also heute über Nacht und morgen noch etwas. Ihr schulstress ließ ein ganzes Wochenende nicht zu und ich habe ihr vorgeschlagen ihr entgegenzukommen und wir dann nicht großartig was vornehmen, sondern nur bei ihr sind. War sie auch mit einverstanden, bis sie gestern Abend nach Hause kam und meinte sie wär traurig und mir 10 Minuten später sagte, dass sie das Wochenende lieber für sich hätte. Mich verletzt sowas natürlich, weil ich die Zeit für sie geplant hatte und mich gefreut hatte. Sowas passiert öfters, dass sie sich dann zurückzieht.
Sie hat 1x die Woche Therapie, also sie weiß das bei ihr etwas nicht stimmt.
Ich hatte mal angeboten, dass wir ja mal in eine Klinik gehen - zusammen - und sie sich das einfach mal anhört und sich durchchecken lässt, von ihrer Therapeutin hat sie nämlich keine Diagnose bekommen.
Sie ist wie gesagt oft traurig, übergibt sich freiwillig weil es ihr Zuviel wird (in meinem Beisein nie) und hat allgemein viele Launen, allerdings auch seit knapp nem Monat erst die Pille abgesetzt...
Habt ihr Tipps wie ich damit umgehe? Soll ich nichts mehr erwarten? Wenn sie ihre Ruhe will gebe ich sie ihr auch.
Ich bin einfach etwas überfragt und traurig.
Liebe Grüße, Heino
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#5
Safira Mitglied
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Das Du traurig darüber bist, ist absolut verständlich und nachvollziehbar. Eine Diagnose können wir hier aber auch nicht stellen.
Wie man damit umgehen soll ist auch schwer zu raten. Das sie allerdings Probleme hat ist absolut der Fall. In der Regel spricht man schon über Probleme in einer Therapie und arbeitet daran. Also müsste Deiner Freundin schon klar sein was ihr Problem ist. Sich freiwillig übergeben könnte eine Bulemie sein. Stimmungsschwankungen alles mögliche. Alles zuviel = überforderung.
Habt ihr denn ansonsten ein Harmonisches Verhältnis?
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#6
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xstarx1 Mitglied
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Hat meine Partnerin eine Depression?
Hallo ihr lieben, ich bin mit meiner Partnerin (18) jetzt ungefähr 2 Jahre glücklich zusammen , nur in den letzten Monaten geht es ihr garnicht gut, der Grund dafür sind ihre Eltern da sie noch bei ihren Eltern zurzeit wohnt. Ich schildere aber erstmal ihre Merkmale , sie kann abends oft nicht schlafen weil sie zu viele Gedanken in ihrem Kopf hat die sie nicht abschalten kann , es sind Gedanken die immer in Fragen auftauchen z.b : Warum ihre eltern so zu ihr sind ( genauere Informationen kommen später), außerdem wird sie schnell agressiv. Sie sieht zudem auch immer unterschiedliche Schatten in ihrem Augenwinkel die kommen und gehen.Ihr ist oft Schwindelig oder schlecht weil sie sich es einbildet, ihr ist oft Müde egal wie viel sie schläft zudem schläft sie jeden Tag nur 6 Stunden wegen ihren Einschlaf und Durchschlaf Probleme.
Trigger
Sie hat Suizidgedanken und war einmal kurz davor sich das Leben zu nehmen hat aber dann beschlossen das es ein Fehler war
, sie hat sehr oft negative Gedanken die sie runtermacht und wodurch sie dann immer schlechte laune bekommt , sie hat zudem sehr oft und starke Stimmungsschwankungen, außerdem hat sie Soziale Ängste und denkt das sie nichts schafft oder auf die Kette bekommt , sie ist den ganzen Tag nur zuhause und macht nichts. Nun zu ihren Eltern , ihre Eltern behandeln sie sehr schlecht , sie ziehen sie runter beleidigen sie und geben ihr sehr viele Kommentare darüber wie sie aussieht und sonstiges , sie muss außerdem auch oft weinen da sie so etwas von ihren Eltern erfährt , ihre Eltern sind sehr Schlimm , Krank und sehr Streng und sind leicht gewalttätig , ihre mutter hat sie einmal geschlagen und ihr Vater droht ihr oft etwas schlimmes zu machen. Es sind leider und das ist Traurig wie Ich vermute Kulturelische und Religöse umstände. Ich selber kann mit ihren Eltern nicht reden da sie mich hassen obwohl Ich es gerne würde. Wir beide wissen nicht mehr weiter was wir noch machen können da ihre Eltern ihr verbieten zum Arzt zu gehen oder zu einem Psychologen sowie Psychotherapeuten , da es soetwas bei ihenn nicht gibt , dies ist eine sehr schwierige und ernste lage daher fragen wir euch was man noch machen könnte und ob man eine Lösung finden kann.
Mit Freundlichen Grüßen Lars
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#7
fourofour Mitglied
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Es gibt nicht "leicht gewalttätig" - Gewalt ist Gewalt. Ob nun körperlich oder psychisch. Die Art der Gewalt kann "leichter" oder schwerwiegender sein.
In dem Fall rate ich dir dringend eine Beratungsstelle anzurufen - z.b.:
Google -> "Beratungsstelle häusliche Gewalt (dein landkreis)" Google -> "PIA (dein landkreis)" -> PIA = Psychiatrische Institutionsabulanz Google -> "SpDi (dein landkreis)" -> Sozial-Psychiatrischer Dienst
Gewalt gegenüber einem Familienmitglied ist auch eine Straftat. Das Verbot auszusprechen zur Therapie zu gehen möglicherweise auch.
Das was deine Partnerin erlebt sind vermutlich Traumafolgestörungen.
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fourofour Mitglied
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Wenn ihr weitere Fragen habt, meldet euch bitte hier ok?
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xstarx1 Mitglied
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Vielen Dank Ich werde auf jedenfall dies hier notieren !
LG Lars
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fourofour Mitglied
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Das ist gut. Drück euch die Daumen das ihr das gut bewältigen könnt
Deine Freundin ist 18 und somit volljaehrig. Um des Friedens willen wuerde ich mit ihr zusammen erst den Hausarzt aufsuchen und wenn er entscheidet, sie sollte mal zum Psychologen, dann kann sie das doch heimlich machen, ohne dass die Eltern es wissen und sie luegt nicht einmal.
Gesundheit geht vor! Nimm sie an die Hand und unterstuetze sie.