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Hallo liebe Leute,

habe nun immer schon mal im Forum geschnuppert und mich endlich mal angemeldet. Vor 3 1/2 Jahren, nachdem ich eine Menge Antibiotika schlucken musste, ging es bei mir los. Zuerst der Magen, der leider zu spät vernünftig behandelt wurde, und dann der Darm mit Durchfall, Blähungen, Krämpfen. Die üblichen Untersuchungen waren negativ, so dass die Diagnose "Reizdarm" gestellt wurde. Ich habe aber, anders als viele andere hier im Forum, weder Ängste oder Phobien noch besonderen Stress, so dass ich für mich diese psychische Komponente ausschließe. Eher behaupte ich, dass mich der Reizdarm manchmal runterzieht, denn die Lebensqualität ist manchmal besch...
Mich interessiert nun, ob andere eine ähnliche Geschichte haben wie ich, denn ich glaube schon, dass man bei psychischen Problemen die Sache doch sicher anders angehen muss. Ich nehme seit mehreren Monaten "Medacalm", hat am Anfang super geholfen, aber die Wirkung scheint langsam nachzulassen. Bei bestimmten Lebensmitteln bekomme ich innerhalb von wenigen Minuten Durchfall (Olivenöl, Sahne, Sauerkraut), so dass ich auch schon mal an eine Lebensmittelunverträglichkeit gedacht habe. Hat jemand schon Erfahrung mit größeren Allergietests? Nützen die in solch einem Fall überhaupt was?
Ich hoffe auf Eure Antworten und wünsche Euch möglichst viele Tage ohne Schmerzen!

13.12.2005 22:02 • 19.12.2005 #1


3 Antworten ↓


Erstmal willkommen im Forum, hoffe dir kann hier auch ein wenig geholfen werden!
Bei mir war es ähnlich wie bei dir,- hab nach Antibiotika die Durchfälle bekommen, diese wurden mit den Wochen immer schlimmer und ich dachte anfangs wie so oft bei Antibiotika ich müsste "nur" meine Darmflora wieder aufbauen. Nach 3Monaten waren die Durchfälle dann so schlimm dass ich endlich zum Arzt ging, bis dahin hatte ich schon knapp 10kilo abgenommen da ich mich nicht mehr traute normal zu essen. Als es mit den Durchfällen anfing ging es mir psychisch gut, merkte aber schon wie mich die Durchfälle langsam wortwörtlich zum verzweifeln brachten. Hab dann auch körperlich bemerkt wie es mir immer schlechter ging und hab die ganzen Untersuchungen hinter mich gebracht u.a. auch einen Nahrungsmitteltest und bin zur Ernährungsberaterin gegangen um einen Suchtest zu machen. Teilweise stimmten die Nahrungsmittel die ich herausfand mit denen des Suchtests überrein und es geht mir besser wenn ich bestimmte Nahrungsmittel weglasse, aber die Durchfälle sind mir immer noch erhalten geblieben, zwar nicht mehr so schlimm aber noch vorhanden.
Ich würde dir empfehlen zu einer Ernährungsberatung zu gehen und einen Auslass/ oder Provokationstest zu machen, frag auch mal bei der Krankenkasse nach in manchen Fällen werden die kosten von der Krankenkasse bezahlt. Der Nahrungsmitteltest ist sehr teuer und umstritten ob er wirklich zuverlässig ist. 60 Lebensmittel zu testen kostet schon bis 200¤!
Die Depressionen oder Einstürze die man durch die Erkrankung bekommt nennt man übrigens Reaktive Depression.

Alles gute wünscht dir Steffi

14.12.2005 11:49 • #2



Reizdarm ohne psychische Ursachen?

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Hallo Steffi,

vielen Dank für deine Antwort. Ich habe mich schon mit einer Freundin darüber unterhalten, die ist Ökotrophologin, konnte mir aber auch nicht wirklich weiterhelfen. Diesen Nahrungsmitteltest sollte ich vielleicht noch mal mit meinem Arzt besprechen, der hatte mir auch gar nicht gesagt, dass man den selbst bezahlen muss. Ich habe mich bisher immer vor diesem Suchtest gedrückt, weil ich es doch recht eintönig finde (das ist doch die Variante, wo man am Anfang nur eine Sorte Brot, Marmelade und eine Sorte Fleisch essen darf, oder?). Aber in diesem Jahr nicht mehr...Nächstes Jahr sollte das wohl mal anstehen. Was die Depressionen angeht, die habe ich zum Glück nicht, aber an manchen Tagen bin ich schon niedergeschlagen. Vor allem, weil ich jedes Mal, wenn ich etwas nicht vertragen habe, drei Tage Darmschmerzen und Blähbauch habe, egal, was ich dann esse. Unsere Betriebsfeier endete dann letzte Woche für mich ne halbe Stunde nach dem Essen. Aber gerade auswärts ist es einfach immer ein Risiko, und mir ist es auch unangenehm, nach einer "Extra-Wurst" zu verlangen. Das muss ich für mich noch lernen. Ich werde berichten, wie ich mich weiter durchschlage, vielleicht sehe ich ja in ein paar Wochen klarer.

15.12.2005 21:43 • #3


Hallo suse!
Ja, der Suchtest beginnt mit Reis und Nudeln trocken....nicht sehr schön aber danach gings mir viel besser.
Das mit der extra Wurst ist so eine Sache... bei mir ist die Erfahrung dass in Restaurants die Bedienung und die Köche sehr bemüht sind drauf einzugehen wenn man sagt man vertägt best. Sachen nicht. Ich war jetzt schon bei 3versch. Restaurants und bin kein einziges mal schräg angeschaut worden!
Anders in Bäckereien....egal wo ich hingehe ich werd jedesmal angeschaut wie ein Alien. Wenn ich dort sagte ich vertrage kein Ei, kamen Antworten wie "es ist überall Ei drin" oder "das weiss ich nicht". Und das u.a. auch in Backstuben,- wo die Teilchen ja morgens selbst gebacken werden. Naja....
Berichte mir auf jeden Fall weiter,- wünsch dir frohe Weihnachten!

19.12.2005 21:24 • #4