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boomerine
Wer kennt ihn ? den Morbus Crohn mit seinen Begleiterscheinungen ? ich suche gleichgesinnte mit Morbus Crohn, ich mache einen erneuten Schub durch. wer steckt in ähnlicher Situation boomerine

20.04.2014 20:02 • 24.04.2014 #1


10 Antworten ↓


boomerine
Ist der Crohn tatsächlich immer noch ein Tabu Thema ? Ich versteh es nicht, wie aufgeklärt sind wir ? Da wird ja tatsächlich mit Aids besser umgegangen, mit Aids hat sich jeder auseinander gesetzt, als mit dem Crohn, er ist keine ansteckende Krankheit, es herrschten etliche Zugriffe aber keine Antworten ? Warum ? In diesem Forum kennen wir uns nicht persönlich hier könnten wir uns tatsächlich austauschen es braucht sich keiner zu schämen, der ihn hat, wenn auch die Ursachen noch nicht hundertprozentig geklärt sind wieso und warum, wir / ich ihn bekommen haben, von meiner Seite aus weiß ich hundertprozentig das es seelisch bedingt ist, ich habe ihn mit seinen Ganzen begleiterscheinigungen kennengelernt, von den OP`s her mit Darmverengungen / Fisteln / blinde Fisteln / Rückenprobleme bis zum künstlichen Ausgang der zurück verlegt wurde, Gott sei Dank, hat man da wirklich Angst die Hände sich schmutzig zu machen oder angesteckt zu werden. Wie ich mit der Krankheit anfing wurde mir das deutlich in dieser Weise gezeigt, man hat sich zurück gezogen, zu dem Zeitpunkt war es wirklich noch Neuland ( vor ca. 35 Jahren ) aber heut ? es kann sich keiner anstecken und sich die Hände schmutzig machen, aber wie kann man das erklären ? gebt euch einen Ruck und setzt euch bitte damit auseinander, denn es gibt viele, die gar nicht sagen wollen welche Krankheit sie haben, weil jeder von uns Angst hat das sich wieder jemand zurückzieht. boomerine

21.04.2014 12:31 • #2



Morbus Crohn mit Begleiterscheinungen

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nostromo
Ich habe bis vor ca 1 Jahr nicht gewußt, dass es diese Krankheit gibt, aber dann habe ich innerhalb einer relativ kurzen Zeit 2 mal davon gelesen und mich via Wikipedia informiert. Letztens war bei Domian eine Anruferin mit schwerem MC. Die eigenen Probleme kommen einem dagegen lächerlich vor ... sie sind es auch, nur hilft diese Denke nicht weiter ... den Berg der Probleme sehen und vergleichen, hilft nicht weiter. Was vielleicht hilft ist: den Berg der Möglichkeiten sehen lernen. Für sich und Andere. Alles Gute.

21.04.2014 13:07 • #3


kalina
Hallo boomerine,

auch wenn es viele Zugriffe gegeben hat, so wird es wahrscheinlich nicht viele hier geben, die Morbus Crohn haben.

Die meisten hier haben Ängste, Depressionen etc.

Wieso glaubst Du, dass die Leute Angst vor Ansteckung haben? Hab ich noch nicht gehört.

Morbus Crohn ist doch nicht ansteckend. Eine schlimme Erkrankung, aber viele kennen sie vielleicht gar nicht.

Ich kenne die Erkrankung durch einen Verwandten, der daran erkrankt ist. Dadurch weiß ich, dass es schon schlimm sein kann.

Er hatte noch keine Operation, aber es geht ihm manchmal sehr, sehr schlecht.

Du kannst mir gern schreiben, aber leider kann ich nicht soviel dazu sagen, weil ich nicht selbst darunter leide.

Ich leide unter teilweise heftigen Ängsten, das ist auch nicht gerade schön.

Liebe Grüße

kalina

21.04.2014 15:11 • x 1 #4


boomerine
hallo kalina, ich weiß aber der Crohn sucht sich seine Schwachstellen wenn er seelisches Leid erfährt, bei mir war es in der Vergangenheit so und jetzt auch wieder. zum anderen hab ich mein Umfeld so kennen gelernt, für die, des es wussten, haben sich zurück gezogen, haben mich auch nicht mehr eingeladen weil sie wussten das ich vermehrt die Toilette brauchte und die Hand wurde mir auch nicht mehr gereicht. Gut das war vor gut 30ig Jahren, heute weiß man es , aber auch sehr viele auch nicht. Leider. Weil darüber nach wie vor die Aufklärung fehlt. Das tut mir leid bei dir, weil die Ängste kann man leider auch schlecht heilen. Nimmst du Medikamente ? Ich wünsch dir noch einen schönen Abend boomerine

21.04.2014 18:57 • #5


kalina
Hallo boomerine,

nein, zur Zeit nehm ich keine Medikamente. Hatte ich schon, allerdings auch ziemliche Nebenwirkungen und der positive Effekt war zu gering.

Die Leute sind manchmal komisch, wenn sie nicht wissen, wie sie mit jemand erkrankten umgehen sollen (bzgl. des Rückzugs etc. was Du geschrieben hast.

So lange leidest Du schon unter Morbus Crohn? Wie kommst Du jetzt damit zurecht? Hast Du noch Schmerzen etc.?

Wieweit das ganze psychisch ist, weiß ich nicht, ich glaub man weiß gar nicht so genau, wo das herkommt, oder? Eine Autoimmunerkrankung. Aber Stress verstärkt sie. Das ist das einzige, was ich weiß.

Lieber Gruß, kalina

21.04.2014 19:13 • #6


boomerine
hallo kalina, mit deinen 2.ten Absatz hast du hundertprozentig recht. Im Moment komme ich gar nicht klar weil er wieder aktiv ist, aus diesem Grunde habe ich dieses Thema angeschrieben. Ich kenn die Ursache das ist wieder einmal das fatale, der ganze Stress und Ärger mit meinen Vater und meinen Geschwistern und natürlich auch mein Mann der es mir auch nicht gerade leicht macht, das hat sich jetzt hingezogen seit November und jetzt habe ich die Rechnung bekommen. Von meinem Prof. höre ich nur, sie müssen sofort mit dem Rauchen aufhören, ich weiß das es nicht gut ist aber das Rauchen ist nicht die Ursache. Ich kenne mich und meinen Körper mit dem Crohn seit meinen 18.ten Lebensjahr und immer wenn etwas schlimmes passiert ist oder ich massiven Stress oder Ärger hatte, hat es niedergeschlagen. Leider, hinterher ist man immer schlauer, das passiert mir nicht mehr, es ist fast 6 Jahre gutgegangen ( letzte OP ) Jetzt werde ich meine Spiegelung am 9.Mai abwarten und dann sehen wir weiter, wie das Innenleben aussieht. Sollte es bescheiden ausgehen dann werde ich das auch noch packen, lieben Dank für deine Worte und Zeit boomerine

22.04.2014 18:51 • #7


kalina
Wieviele Operationen hattest Du denn bereits?

Also ich kann nur von mir sagen, dass sich nach dem Rauchen aufhören, mein Magen-Darm-Trakt über mehrere Monate, fast ein Jahr völlig umgestellt haben. Ich war selbst sehr überrascht darüber, obwohl ich kein Darmproblem habe (höchstens mal ein bisschen Durchfall bei Angst, oder Übelkeit, ansonsten aber nichts).

Ich finde, das Rauchen aufhören nach über dreißig Jahren hat meinem Körper sehr, sehr gut getan. An den Darm dachte ich da vorher überhaupt nicht, aber es hatte auf jeden Fall eine sehr positive Auswirkung auch darauf.

22.04.2014 19:12 • #8


boomerine
Hallo Kalina, es waren leider schon mehrere, ich kann sie gar nicht mehr zählen, weil auch so viele kleine OP`S dabei waren ( bedingt durch die blinden Fisteln ) Als ich deine Zeilen las, über 30ig Jahre geraucht, gut da bin ich auch dabei, nun meine Fragen warum und wie hast aufgehört ? Der Kopf muss ja auch umschalten, denn wenn der nicht mitspielt kannst du es vergessen, obwohl ich jetzt müsste, ich rauche gerne, zum Kaffee, nach dem Essen und eben in Stress Situationen und da hab ich mehr als genug, für gute Tipps bin ich dankbar, schlicht und einfach. boomerine

23.04.2014 17:50 • #9


kalina
Das mit dem Rauchen aufhören ist bestimmt keine leichte Sache.

Ich hab auch immer gern geraucht und dachte, dass ich die letzte wäre, die den Ausstieg jemals schaffen könnte.

Deshalb hab ich es eigentlich so gut wie nie probiert, aufzuhören, es wäre sowieso nur halbherzig gewesen.

Aber die letzten Jahre vor dem Aufhören hat es mich doch irgendwie innerlich immer mehr gestört und mir wurde klar, dass ich nicht wirklich mein ganzes Leben lang rauchen wollte, weil ich auch Angst vor einer Lungenerkrankung oder die Auswirkungen auf Herz-Kreislauf hatte, die man einfach nicht wegdiskutieren kann.
Als erstes rauchte ich jahrelang schon nicht mehr in der Wohnung, nur am Balkon, weil mich der Geruch mehr und mehr störte.

Dann hab ich ziemlich viel über Lungenerkrankungen gelesen (was ich vorher niemals tat, weil ich es einfach verdrängen wollte). Und dann hab ich in kurzer Zeit reduziert und daraufhin ganz aufgehört. Als Ersatz hab ich Bonbons gelutscht. Das hat mir ziemlich geholfen. Ich glaubte eigentlich gar nicht daran, dass ich es tatsächlich schaffen könnte. Ich hab mich von Tag zu Tag gehangelt. Drei Wochen ging es mir echt schlecht, ich war total unruhig und genervt. Mein ganzer Körper stellte sich in den Wochen und Monaten total um. Aber langsam ging es mir immer besser. Das ist jetzt ca. vier Jahre her, ich kann mir kaum mehr vorstellen, dass ich so lange geraucht habe und vermisse es überhaupt nicht. Ich denke so gut wie nie daran.

Meine Haut, die Durchblutung, alles wurde viel, viel besser, ein paar Kilo hab ich zugenommen, aber nicht viel, vorher war ich sowieso zu dünn. Ich finde, ich sehe gesünder als vorher aus., wahrscheinlich bin ich das auch.

Man muss es ganz stark wollen, und bereit sein, ein paar schwere Wochen durchzuhalten. Wenn man das schafft, dann wird es von Tag zu Tag leichter und besser.

Ich bin auf keinen Fall durch das Nichtrauchen nervöser geworden, eher bisschen weniger.
Der Bonbon-Ersatz war für mich hilfreich.

24.04.2014 16:40 • #10


boomerine
hallo Kalina, lieben Dank für deine Zeilen, ich werde mich dieses Wochenende mal damit beschäftigen, nur wenn mir gesagt wird , du musst, dann ist bei mir Essig, denn bei MÜSSEN schaltet mein Gehirn total auf stur, irgendwie möchte ich es auch, und aus diesem Grunde werde ich mich damit auseinander setzen, ob ich es schaffe ist offen ? lg boomerine

24.04.2014 18:25 • #11



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