Hallo ihr Lieben,
danke für eure Antworten!
@Tanja
Danke für die Glückwünsche. Es freut mich, wenn mein Posting dir Mut macht!
@Melli
Zu deinen Fragen:
Also Probleme mit dem Darm/Magen habe ich schon ewig, mindestens 15 Jahre. Allerdings hatte ich meist nur Probleme, wenn ich z.b. zu viel oder zu fett gegessen hatte. Die akute Phase mit den täglichen Schmerzen, egal was ich gegessen hatte, begann etwa vor 1 ½ Jahren.
Meinst du mit Selbstbehandlung, dass ich meine hom. Mittel selbst auswähle? Das tue ich nicht. Ich habe einen guten Homöopathen, den mir eine Kollegin empfohlen hat.
@ Zmilla
Ich nehme Lycopodium, also Bärlapp. Ich nehme es seit ca. 2 Monaten. Mein Homöopath gibt die Potenzierung in „Größen“ an. Zuerst nahm ich einige Wochen lang „M“, dann „XM“ und jetzt „LM“.
Zu meinem „Leidensweg“: wie oben bereits erwähnt, quäle ich mich seit 1 ½ Jahren mit starken Reizdarmsymptomen herum. Fast täglich aufgeblähter Bauch mit Schmerzen, teilweise sehr starke, krampfartige. Auf viele Lebensmittel, die mir zuvor nie Probleme bereiteten, reagierte ich mit Unverträglichkeit, z.B. alle Obstsorten (außer Bananen), alle möglichen Getränke (außer stilles Wasser und bestimmte Tees), Milchprodukte, Vollkornprodukte usw. Am besten gingen noch Nudeln, von denen ich mich zum Schluss hauptsächlich ernährte. Wenn ich abends eine normale Portion (egal von was) aß, bekam ich Schmerzen. Es gingen nur noch Miniportiönchen. Paradoxerweise bekam ich die Schmerzen auch, wenn ich längere Zeit nichts gegessen hatte. Nachts nahm ich meist eine Wärmflasche mit ins Bett, wachte aber trotzdem wieder auf und konnte wegen der Schmerzen stundenlang nicht mehr einschlafen.
Da mir früher einmal die Akupunktur bei Migräne geholfen hatte, probierte ich es zunächst damit. Diesmal half sie kein bisschen. Ich nahm alle möglichen Naturheilmittel, probierte es mit chin. Medizin. Zudem brauchte ich Lefax on masse. Ich fand raus, dass Buscopan mit ein bisschen half. Leider nur ein bisschen. Bei einer Darmspiegelung kam heraus, dass ich eine leichte Entzündung und Divertikel hatte. Ich bekam ein Medikament dagegen und freute mich schon, dass ich einen greifbaren Befund hatte. Ich nahm das Medikament acht Wochen, während denen ich als Nebenwirkung total müde war, doch es schlug nicht an. Ich ging zu einem anderen Internisten, der mir sagte, dass solche Schmerzen, wie ich sie hatte, nicht von dieser geringfügigen Darmentzündung herrühren konnten. Und dass das Medikament viel zu stark für einen solchen Befund gewesen sei. Er machte noch eine Magenspiegelung, bei der nur herauskam, dass meine Magenschleimhaut und Speiseröhre leicht entzündet waren. Dagegen bekam ich ein anderes Medikament. Die Diagnose lautete nun: Reizdarm. Der Internist verschrieb mir zunächst pflanzliche Tropfen, dann „Zelmac“. Zelmac verstärkte die Beschwerden nur noch mehr. Dann schrieb er mir Antidepressiva auf, da die angeblich auch auf den Darm wirken. Von denen nahm ich genau eine halbe Tablette, denn ich wurde davon benommen und müde ohne Ende.
Dazwischen versuchte ich noch manuelle Therapie (das kann man bei einer Krankengymnastin machen lassen) und Ostheopathie. Beides tat mir zwar insgesamt gut, hatte aber keine Auswirkungen auf meine Schmerzen.
Mittlerweile wirkte sich das Ganze auch auf meine Psyche aus. Ich traute mich nicht mehr, abends das Haus zu verlassen, traf meine Freunde immer seltener. Jeder „Anfall“ mit starken Schmerzen drückte auf meine Stimmung.
Man kann sich vorstellen, dass ich nicht mehr viel Hoffnung hatte, als ich zum Homöopathen ging. Ich glaubte nicht an einen Erfolg, schon gar nicht von so einem winzigen Globuli, das ich in Wasser aufgelöst über den Tag verteilt zu mir nehmen sollte. Die ersten zwei bis drei Wochen merkte ich gar nichts, dann wurden die Intervalle zu den Schmerzattacken immer länger.
Ich geniesse nun die schmerzfreien Abende und Nächte, denke nicht mehr ständig über meinen Reizdarm nach. Ab und zu habe ich noch Schmerzen, jedoch nicht mehr so starke.
Aber das kriege ich hoffentlich auch noch hin, und selbst wenn es so bleibt, kann ich damit einigermaßen leben.
Das ist jetzt ein wenig lang geworden, aber es hat gut getan, das alles mal aufzuschreiben. Und ich hoffe, dass einige durch meine Geschichte wieder Hoffnung schöpfen. Ich finde, es gibt nur sehr wenige Berichte von Leuten, die den Reizdarm besiegt haben. Ich suchte immer vergeblich danach.
Alles Liebe
Christine