Pfeil rechts
1

Liebe LeidensgenossInnen,

Kann mir jemand von euch ein Buch zur richtigen Ernährung bei Reizdarm empfehlen? Ich habe bei Amazon geschaut, aber es gibt so viele. Ich werde auch noch einmal mit meinem Arzt darüber sprechen, aber der ist jetzt eineinhalb Wochen nicht da.
Ich bin auch für praktische Tipps von euch dankbar. Was habt ihr ernährungstechnisch so unternommen, um die Symptome zu lindern? Habt ihr einfach herumprobiert, was ihr verträgt und was nicht oder wurdet ihr bei der Umstellung von einem Arzt oder Experten begleitet?
Mir ging es jetzt längere Zeit besser (auch dank Colofac-Tabletten), doch seit ein paar Tagen quälen mich die Symptome (v.a. Durchfall, Bauchkrämpfe, Blähungen) wieder verstärkt - daher möchte ich etwas unternehmen.

06.02.2014 13:18 • 04.03.2014 #1


25 Antworten ↓


London
Ist der Reizdarm denn diagnostiziert oder ist das nur ein Verdacht, den du hast?

Falls letzteres.. wurdest du schon mal auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Laktose, Fruktose, Histamin usw.) getestet? Das könnte nämlich auch ein Auslöser deiner Beschwerden sein. *das nur mal so in den Raum wirft*

Wenn es wirklich ein Reizdarm ist, kann ich dieses Buch schon mal NICHT empfehlen:

Genussvoll Kochen bei Reizdarm: 100 köstliche Rezepte nach den neuesten Erkenntnissen der medizinischen Forschung
von Braimbridge/Jankovich/Krabbe

Da sind ne Menge unbrauchbarer Rezepte drin (mit Bohnen, Paprika usw., was ja absolut unbrauchbar ist bei nem Reizdarm). Siehe auch die Rezensionen bei Amazon.

Ich hatte es mir damals gekauft, als ich auch noch nicht so recht wusste, was mit meinem Darm los ist und fand es absolut ungeeignet. Würde davon also zumindest schon mal abraten.

Die Bücher von der Trias/GU-Reihe sind generell ganz gut. Direkt auf Reizdarm bezogen kann ich aber keine Kritik abgeben, weil ich das Buch nicht habe.

06.02.2014 15:38 • #2



Buchtipp Ernährung bei Reizdarm?

x 3


Danke für den Anti-Tipp
Diagnose habe ich nicht direkt, sondern nur eine Vermutung, aber die stammt nicht von mir, sondern von dem Facharzt, der die Koloskopie gemacht hat. Auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten wurde ich nie getestet, aber die sind ja auch sehr unwahrscheinlich: Ich habe die Beschwerden in der Ausprägung nicht schon seit Kindheit an, sondern erst irgendwann im Erwachsenenalter bekommen und zwar verstärkt, seit ich psychisch krank bin. Darum dürfte die Vermutung Reizdarm schon hinkommen.
Mein Bauchgefühl (im wahrsten Wortsinn) sagt mir, dass ich den Kaffee weglassen soll. Aber das fällt mir so schwer! Und ich bilde mir ein, dass ich Tofu nicht vertrage. Wenn ich in einer Woche 1, 2x Tofu hatte, ist es schlimmer. Das kann kein Zufall sein. Obwohl Tofu ja als so gesund gilt. Mir schmeckt er nicht einmal, aber als Vegetarierin brauche ich ja irgendein Eiweiß. Bohnen usw. vertrage ich erst recht nicht. Schwierig.

06.02.2014 15:57 • #3


London
Uiuiui, verlass dich bitte trotzdem nicht auf 'Vermutungen' eines Arztes! (ist mir ja schleierhaft, wie sich das ein Arzt überhaupt erlauben kann!)

Die Unverträglichkeiten muss man nicht von Kindheit auf haben, war bei mir auch nicht so. Als ich um die 20 war hat es angefangen. Stress war sicher mit ein Auslöser, aber die Unverträglichkeiten sind bei mir klar und deutlich durch Tests nachgewiesen. Und wie gesagt, wenn du nicht den vererbten Typ hast, ist es ganz normal, dass sich die Unverträglichkeit ggf. erst später, durch das langsame 'Verlieren' der Enzyme, durch Stress usw. herausbildet.

An deiner Stelle würde ich mich da nicht auf Vermutungen von einem Arzt verlassen (wie gesagt, es ist mir sowieso schleierhaft, wie er so eine 'Diagnose' stellen kann!), sondern das beim Gastroenterologen abklären lassen. Dann kannst du dir sicher sein, was es ist und dem entsprechend handeln.

Mir hat mein damaliger unfähiger Hausarzt auch erst weißmachen wollen, ich würde Ei, Nüsse und noch irgendwas nicht vertragen. Diese Diät hab ich ein halbes Jahr gemacht und danach war mein Darm noch schlimmer dran als vorher. Ein, zwei simple Tests beim Facharzt, und du hast Gewissheit.

Bitte überleg es dir. Ich bin da so 'energisch' weil ich durch unfähige und unwillige Ärzte 3 Jahre lang nicht wusste, was ich habe und u.a. auch deswegen die Ängste entwickelt habe (man traut sich generell ja nicht mehr raus, wenn man ständig Angst hat, Durchfall o.ä. zu bekommen). Deshalb wirklich mein Tipp, das nochmal bestätigen zu lassen bzw. die Unverträglichkeiten zumindest ausschließen zu lassen.


Was den Kaffee angeht.. wenns deinem Darm nicht gut geht, solltest du den erstmal weglassen. Auch scharfe Sachen und blähende Sachen.
Und wenn du dich da näher informieren willst, kann ich dir das Forum libase.de nur wärmstens empfehlen. Du findest dort viele viele Tipps zum richtigen Umgang mit deinen Beschwerden und auch ganz konkret Einkaufs- und Kochtipps.

06.02.2014 16:18 • #4


Nochmals danke, London! Dann werde ich meinen Hausarzt mal auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten ansprechen. Mal sehen, wie aufgeschlossen er dem Thema gegenüber ist und ob er mich tatsächlich überweist. Ich selbst bin ja zugegebenermaßen auch eher skeptisch und habe diese ganzen Laktose-, Fruktose- usw. Intoleranzen, die seit einigen Jahren durch die Medien geistern, bisher für Modediagnosen gehalten. Weil es mir nicht logisch erscheint, dass ein Erwachsener plötzlich die Fähigkeit, z.B. Laktose zu verarbeiten, verliert. Aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren. Irgendwas muss ich ja versuchen. Mich mit der Diagnose Reizdarm abzufinden und die Symptome mehr schlecht als recht mit Tabletten zu bekämpfen, kann keine Dauerlösung sein.

07.02.2014 10:55 • #5


London
Kein Thema Bin ja ne Leidensgenossin

Dein Hausarzt muss dich auch nicht überweisen 'wollen' Wenn du zum Facharzt möchtest, kannst du da schon mehr oder weniger drauf bestehen, ne Überweisung zu bekommen. Deswegen heißt der Facharzt ja Facharzt Wenn du zum Gynäkologen willst zur Vorsorge oder wegen nem anderen Problem, dann musst du das dem Hausarzt ja auch nicht erst erläutern Aber klar, sprich erstmal normal mit ihm, vielleicht sieht er das ja sowieso genauso wie du.

Dass erwachsene Menschen keine oder nicht mehr viel Laktose vertragen ist sogar normal. Dass wir als Kinder Laktose vertragen kommt daher, dass wir Säugetiere sind und gestillt werden. Wie bei Tieren auch ist es aber so, dass wir dann irgendwann feste Nahrung zu uns nehmen können und daher die Muttermilch nicht mehr brauchen. Deshalb ist es eigentlich normal, dass wir Milch und Milchprodukte nicht mehr so gut vertragen. Soweit ich weiß hat laut Studien ca. jeder 7. Deutsche Probleme mit Laktose. Nur manche eben nicht so schlimm, dass es ihr Leben total einschränkt.

Aber wie gesagt, es ist ja erstmal nur ne Vermutung. Deine Beschwerden können natürlich auch ne andere Ursache haben, ich bin ja kein Arzt Aber bevor du versuchst, dich selbst zu kurieren, ist es einfacher, ein zwei Atemtests zu machen und dann hast du wenigstens Sicherheit. Ist der Test positiv, wirst du auf jeden Fall lernen können, damit zurecht zu kommen. Und ist er negativ, hast du zumindest schon mal was ausgeschlossen.

Zitat:
bisher für Modediagnosen gehalten

hehe, dann müsstest du mal sehen, wies mir geht, wenn ich in nen Apfel beiße Also, das ist dann schon ziemlich..öhm..eindeutig dass ich gewisse Sachen nicht vertrage
Von daher - die Unverträglichkeiten gibts schon. Auch ganz objektiv.

07.02.2014 14:21 • #6


hi juwi

es könnte Dich interessieren was ich ninchen-bienchen geschrieben habe in ihrem Thread Mittel für Reizdarm?!
reizmagen-reizdarm-f2/mittel-fuer-reizdarm-t55369.html

ich finde es auch wichig, als erstes die Atemtests zu machen bei manchen Internisten werden die bei uns angeboten Lactose, Fructose oder Sorbit
Histamin gibt es nicht als Atemtest

wegen Eiweiss als Vegetarierin brauchst Du Dir finde ich keine Gedanken zu machen, ich lebe selbst vegan seit fast zwei Jahren und mit viel Rohkost und fühle mich schon wesentlich BESSER als zuvor
der Körper braucht gar nicht so fürchterlich viel von allem wie einem oft Glauben gemacht wird
alles Gute Dir

07.02.2014 16:05 • #7


Schlaflose
Zitat von London:
Dein Hausarzt muss dich auch nicht überweisen 'wollen' Wenn du zum Facharzt möchtest, kannst du da schon mehr oder weniger drauf bestehen, ne Überweisung zu bekommen. Deswegen heißt der Facharzt ja Facharzt


Man braucht doch keine Überweisung zum Facharzt, seitdem die Praxisgebühr vor einem Jahr wieder abgeschafft wurde. Selbst mit der Praxisgebühr brauchte man nicht unbedingt eine, dann musste man die Praxisgebühr eben beim Facharzt nochmal zahlen.

08.02.2014 08:39 • #8


Zitat von Schlaflose:
Zitat von London:
Dein Hausarzt muss dich auch nicht überweisen 'wollen' Wenn du zum Facharzt möchtest, kannst du da schon mehr oder weniger drauf bestehen, ne Überweisung zu bekommen. Deswegen heißt der Facharzt ja Facharzt


Man braucht doch keine Überweisung zum Facharzt, seitdem die Praxisgebühr vor einem Jahr wieder abgeschafft wurde. Selbst mit der Praxisgebühr brauchte man nicht unbedingt eine, dann musste man die Praxisgebühr eben beim Facharzt nochmal zahlen.


In Österreich ist das anders. Praxisgebühr hatten wir nie und ohne Überweisung vom Hausarzt kann man nur zu wenigen Fachärzten, darunter Zahnarzt, Augenarzt und Frauenarzt.

08.02.2014 18:31 • #9


Danke für deinen Beitrag und den Link, Cichysp. Ich werde sehen, dass ich die Unverträglichkeitstests gemacht bekomme. Bei Rohkost bin ich etwas skeptisch, aber vielleicht nur, weil ich sie nicht mag. Mit Salat Co kann man mich jagen

08.02.2014 18:35 • #10


und wie ist es mit raw food juice? Hast Du sowas schon mal probiert? Vielleicht schmecken Dir die Säfte ja besser als Du vielleicht vermutest
alles Gute Dir

09.02.2014 08:13 • #11


London
Das mit der Rohkost würde ich aber erst probieren, wenn die Fruktose ausgeschlossen ist Es sei denn, du willst nen Selbsttest durchführen
Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen, dass du die Tests bald machen kannst und sie dir auch Klarheit bringen!

10.02.2014 13:20 • #12


hier hab ich noch eine Info darüber gefunden, ich meine über Fructoseintoleranz und dass sie oft mit Reizdarmsyndrom verwechselt wird

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/fr ... nz-ia.html

bye

10.02.2014 13:52 • x 1 #13


London
Danke für den Artikel! Da habe selbst ich auch nochwas dazu gelernt! Schwindel und Wetterfühligkeit, da kann ich ein Liedlein von singen..

10.02.2014 14:03 • #14


gerne
nichts zu danken wusste ich auch nicht, dass Schwindel mit Fructoseintoleranz zusammenhängen kann
braucht mich aber auch nicht zu wundern, s gibt ja scheinbar fast nichts was nicht mit Schwindel verbunden sein kann

10.02.2014 14:59 • #15


London
Hehe das stimmt wohl
Aber irgendwie fügt sich da nach und nach schon ein passendes Bild zusammen.. hach, wäre ja auch furchbar langweilig ohne die ganzen Zipperlein.. /ironie

10.02.2014 15:35 • #16


Zitat von cichysp:
und wie ist es mit raw food juice?


Was ist das? Frisch gepresster Gemüsesaft oder eher smoothie-artig? Könnte mir schon vorstellen, dass mir das schmeckt. Früher habe ich mir öfters (abgepackte) Gemüsesäfte gekauft, mit Vollkornbrötchen als Mittagssnack in der Arbeit.
Danke für den Link! Auf der Seite steht viel Interessantes, aber auch Komisches (Krebsheilung mit Backpulver und so...).
Ich bin gespannt, was mein Hausarzt zum Thema Unverträglichkeiten meint. Nächste Woche will ich ihn fragen.

12.02.2014 20:14 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

man kann beides machen, Gemüsesaft frisch gepresst oder man kann auch Smoothies machen, es gibt so viele videos und seiten mit rezepten, wenn Du eingibst raw food, oder juicing

also auf dieser Seite hab ich nicht alles gelesen, bzw. wenn ich ehrlich bin sehr wenig
das was Du schreibst über Krebsheilung mit Backpulver (!?) Welcher Krebs soll damit geheilt werden können?
Hab ich noch nie gehört ich weiß nichts darüber, aber spontan würde ich dazu sagen, dass es Quatsch ist
ich habe keinen Krebs und hab auch keine Angst, Krebs zu bekommen, weil ich mit veganer Ernährung gut fahre
ich denke, hätte ich Angst, Krebs zu bekommen, hätte der Krebs eine Chance bei mir
so als eine Art von self fulfilling prophecy: mit hoher Wahrscheinlichkeit trifft das ein, wovor man große Angst hat
ja, denke dass auch die Gedanken eine große Rolle spielen bei der Krebsentstehung und die Ernährung natürlich und Bewegung
Schönen Abend Euch

13.02.2014 18:02 • #18


Danke, werd ich gleich googeln! Süße Smoothies mag ich recht gern, mache ich mir ab und zu im Sommer mit dem Stabmixer. Ich bin auf die Gemüsesmoothie-Rezepte gespannt. Hoffentlich gibt es nicht nur welche mit Tomaten, von rohen Tomaten bekomme ich nämlich Ausschlag.

Das mit der Krebsheilung mit Backpulver (klar ist das Quatsch!) ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Die Seite dieses Zentrums für Gesundheit berichtet über jemanden, der seinen fortgeschrittenen Prostata- und Knochenkrebs mit Backpulver geheilt haben soll. - Ich wollte mit meiner Randbemerkung aber gar nicht das Thema Krebs aufwerfen, das betrifft mich gar nicht und macht mir keine Angst; es war nur ein wahllos herausgegriffenes Beispiel, mit dem ich sagen wollte, dass mir diese Seite nicht recht vertrauenswürdig erscheint.

13.02.2014 19:08 • #19


Zitat von juwi:
Danke, werd ich gleich googeln! Süße Smoothies mag ich recht gern, mache ich mir ab und zu im Sommer mit dem Stabmixer. Ich bin auf die Gemüsesmoothie-Rezepte gespannt. Hoffentlich gibt es nicht nur welche mit Tomaten, von rohen Tomaten bekomme ich nämlich Ausschlag.

ne, bestimmt nicht nur mit Tomanten

Zitat von juwi:
Das mit der Krebsheilung mit Backpulver (klar ist das Quatsch!) ist nicht auf meinem Mist gewachsen.
weiß ich,
hab nur dazu geschrieben, was mir einfiel
ob die Seite insgesamt gut ist oder nicht, dazu sage ich nichts, weil ich sie nicht weiter kenne
dass Krebs geheilt werden kann allein durch Ernährung und Bewegung, Entspannung, daran glaube ich durchaus, doch mit Backpulver allein? Hört sich für mich provokativ und plakativ an,
vielleicht zusätzlich zur speziellen Ernährung/ Bewegungs- und Entspannungsprogramm ... doch in dem Fall könnte man bestimmt auf das Backpulver verzichten - aber gut, mag ja sein, das Backpulver irgendwas bewirken kann, wovon ich keine Ahnung habe

Zitat von juwi:
Die Seite dieses Zentrums für Gesundheit berichtet über jemanden, der seinen fortgeschrittenen Prostata- und Knochenkrebs mit Backpulver geheilt haben soll. - Ich wollte mit meiner Randbemerkung aber gar nicht das Thema Krebs aufwerfen, das betrifft mich gar nicht und macht mir keine Angst; es war nur ein wahllos herausgegriffenes Beispiel, mit dem ich sagen wollte, dass mir diese Seite nicht recht vertrauenswürdig erscheint.

ich weiß, es waren nur meine Gedanken, die mir einfielen

14.02.2014 01:13 • #20



x 4


Pfeil rechts


Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag