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Hallo,

Ich, 23 männlich, bin seit meinem Umzug nach Augsburg vor 11 Jahren sehr einsam. Suche auf diesem Wege Gleichgesinnte um sich per PN oder persönlich auszutauschen.

Grüße

11.11.2017 16:29 • 11.11.2017 #1


13 Antworten ↓


Herzlich willkommen!

Gleichgesinnte? Unter welcher Krankheit leidest du denn?

11.11.2017 19:30 • #2



M 23 Suche Kontakte in Augsburg

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TheNiceLife
Hey ich bin auch 23 und wohne in Augsburg. Kannst dich gerne melden

11.11.2017 19:36 • #3


Danke.

Zu deiner Frage, sofern man das als Krankheit abtun kann: starke Stimmungsschwankungen und plötzlich auftretende Depressionsphasen

11.11.2017 19:54 • #4


Yes, rezidivierende Depressionen sind eine Krankheit. So lautet nämlich auch meine Diagnose. Und genau wie bei dir, gesellt sich bei mir die emotionale Instabilität hinzu.

11.11.2017 19:56 • #5


Wie gehst du damit im Alltag um? Wie lange geht es dir bereits so?

11.11.2017 20:00 • #6


Ich leide schon seit ich denken kann darunter, kann aber nach der Diagnose wesentlich besser damit umgehen.

Wenn ich bspw. an der Bushaltestelle stehe und merke, meine Gedanken und Gefühle drehen sich nur noch darum, wie schei. ich bin und dass das Leben keinen Sinn hat, erkenne ich diese als Depression. In dem Moment weiß ich, ich muss den Zustand nur aushalten, da es bald wieder besser wird (leichter gesagt als getan). Ich weiß auch, dass ich in diesem Zustand keine wichtigen Entscheidungen treffen sollte, da meine Wahrnehmung verzerrt ist.

Ich befinde mich in Therapie. Du?

11.11.2017 20:07 • #7


Seitdem ich 20 geworden bin, treten bei mir (so nenne ich sie zumindest) Depressionsphasen auf. Wie lange diese anhalten ist total unterschiedlich, mal 2 Tage mal 3 Wochen. Ich schätze das hängt mit Zukunftsängsten zusammen die ich schon immer mit mir rumgeschleppt habe, die mir aber erst richtig mit 20 bewusst geworden sind. Davor habe ich mir immer gesagt "es wird besser wenn du älter wirst. Du wirst schon Freunde und eine Partnerin finden", und so sind die Jahre vorbeigezogen.

In Therapie war ich nie.

11.11.2017 20:18 • #8


Jap, ich habe früher auch oft gedacht: Wenn dies und jenes passiert, wirst du glücklich werden. Aber dauerhaft ist das Glück nicht geblieben. Hatte mir vorgestellt, eine glückliche Partnerschaft zu führen und eine Familie zu gründen. Dachte, irgendwann kann ich anfangen, richtig zu leben. Mittlerweile bin ich 28 und sehe langsam ein, dass dies nie passieren wird. Es ist eine Illusion, mithilfe derer ich in jüngeren Jahren überlebt habe.

Nun versuche ich, auch mithilfe der Therapie, mein Glück nicht von äußeren Umständen abhängig zu machen. Das ist mir bisher nicht gelungen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Vllt wäre eine Therapie für dich auch sinnvoll?

11.11.2017 20:25 • #9


An Therapie habe ich auch bereits gedacht, doch leider kann ich mich nicht dazu überwinden. Im Endeffekt bezahlt man einen fremden, der sich deine Probleme anhört. Dafür habe ich einen viel zu stolzen Charakter. Das bedeutet aber nicht, dass ich auf andere, die sich in Therapie begeben herabsehe. Jeder Mensch ist anders gestrickt und ich kehre generell erst vor meiner eigenen Tür bevor ich andere verurteile.

Wie steht es bei dir mit Freunden, Familie, Beziehungen, Arbeitskollegen etc?

11.11.2017 20:37 • #10


Du bist noch jung. Wenn dein Leben ähnlich verläuft wie meins, wirst du früher oder später deinen Stolz über Bord werfen

Ich habe fast alle Freunde nach und nach abgestoßen - entweder durch Schweigen oder, bei engen Freunden, durch die ehrliche Aussage, dass ich Abstand brauche.

Zu meiner Mutter habe ich den Kontakt abgebrochen. Mit ein paar anderen Familienmitgliedern halte ich Kontakt über WhatsApp, drücke mich aber schon seit einigen Jahren vor einem Treffen.

Mit Arbeitskollegen habe ich kein Problem, weil ich umgänglich und fleißig bin. Aber ich scheue mich davor, etwas aus meinem Privatleben preiszugeben.

Meinen letzten Partner habe ich vor einem Jahr in den Wind geschossen. Seither bin ich allein und oft einsam.

Wie ist deine Situation?

11.11.2017 20:43 • #11


Ich lebe noch bei meiner Mutter, und Woche für Woche steigert sich meine Wut auf sie. Ich gebe ihr die Schuld an meiner Situation, Weil wir damals nur umgezogen sind weil sie einen Mann kennengelernt hat. Das Zusammenwohnen hat ein ganzes Jahr gehalten

Freunde habe ich noch 2 in NRW aber sehen tu ich sie vielleicht eine Woche im Jahr wenn es sich ergibt (sind viel am arbeiten)

Mache gerade mein Abitur nach und in der Klasse bin ich eigentlich recht normal und witzele gerne.

Bei der Arbeit bin ich stets höflich und hilfsbereit und lasse mir nichts anmerken. Für Smalltalk bin ich auch immer offen. Bin eh nur 1 oder 2 mal die Woche da.

Eine richtige Beziehung hatte ich noch nie. Habe nur stetig Abweisungen erfahren obwohl ich mich teilweise echt angestrengt habe. Das lies eine meiner größten Schwächen, nämlich die Angst vor Zurückweisung, über die Jahre ziemlich stark anwachsen.

11.11.2017 20:55 • #12


Es ist bemerkenswert, dass du Arbeit und Abi unter einen Hut bringst.

Wo ist denn dein Vater?

11.11.2017 20:58 • #13


Meine Eltern haben sich 2 Jahre nach meiner Geburt scheiden lassen, ich kenne meinen Vater nicht.

11.11.2017 20:59 • #14



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