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M
Ich habe demnächst einen Vortrag vor mir und hab mir Tavor 1mg (kann man aufspalten in 2x0.5mg) verschreiben lassen.

Ich merke eine Wirkung so ca. nach 30min, die sich nach 1h stabilisiert. Ich würde dann ca. 2h vor dem Vortrag nur 0.5mg nehmen. Das wirkt bei mir eigentlich auch schon.

Wie würdet ihr dabei vorgehen?

28.04.2023 17:45 • 02.05.2023 #1


10 Antworten ↓


Reconquista
Ich würde für einen Vortrag kein Tavor nehmen, sondern mich besonders gut inhaltlich vorbereiten und eine gute Dramaturgie skizzieren. Zu einem Vortrag gehören Lampenfieber und Aufregung. Das wissen die Leute im Publikum alle und hören Dir gerne zu und tragen Dich mit. Du darfst die Aufregung nur nicht zum Thema machen á la: „ich bin so aufgeregt, Entschuldigung, es wird sicher ein ganz schlechter Vortrag“. Das killt das positive Mitgefühl im Publikum.

28.04.2023 18:07 • x 1 #2


A


Wie lange Tavor vor Vortrag einnehmen

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G
@Reconquista Das klingt alles sehr schön wie du es beschreibst, aber du kennst ja auch alle möglichen Arten von Ängsten.

Also ich habe auch mal vor einem wichtigen Gespräch Alprazolam genommen. Natürlich war ich dann total entspannt. Aber ich konnte überhaupt keine Emotionen rüber bringen. Das war dann alles so, halbherzig. Also je nachdem, was es für ein Vortrag ist, würde ich auch keine Benzodiazepine nehmen. Wenn ich das Publikum irgendwo mitreißen möchte, bewegen und inspirieren möchte, dann geht das glaub ich nicht mit den Tabletten. Aber wenn es nur eine Powerpoint Präsentation ist, die ich einfach abhandle, ja dann geht das.

29.04.2023 00:51 • x 2 #3


Islandfan
Ich habe es auch mal vor einem Vortrag genommen und vor einer mündlichen Prüfung. Ich habe 1 mg eine Stunde vorher genommen, hat optimal gewirkt und ich konnte super abliefern.

29.04.2023 06:19 • #4


M
@Islandfan

Vielen Dank! Mir reicht eigentlich 0.5mg schon vom Gefühl her, allerdings habe ich es nur unter mittlerem Stress versucht und noch nicht unter großem.

29.04.2023 09:54 • x 1 #5


D
Würden persönlich auch 2 - 2 1\2 Stunden vor Vortrag nehmen (0,5 mg)

30.04.2023 20:18 • x 1 #6


M
@Dom78 Dankeschön. Hast du damit auch schon Erfahrung gemacht?

02.05.2023 06:19 • #7


Lina60
Wenn ich einen schwierigen Termin vor mir habe, nehme ich 1mg Tavor. Das entspannt mich, so dass ich nicht vor lauter Angst kapituliere. Bei Prüfungen handhabte ich es genauso wie @Islandfan , und es ging auch immer gut.

02.05.2023 08:03 • x 1 #8


Flame
Manchmal reicht auch schon hochdosiertes Baldrian,um etwas mehr Ruhe in sich zu spüren in besonderen Stressituationen.

Sich intensiv vorzubereiten ist aber auch beruhigend,wie hier bereits geschrieben wurde.
Am besten so intensiv,dass Du den Vortrag quasi im Schlaf halten könntest,ohne weiter darüber nachzudenken.
Und einen Zettel dabei haben mit den wichtigsten Stichpunkten,an denen Du jederzeit gut anknüpfen kannst,falls Du wirklich mal den Faden verlierst.

Ein Stück weit auch akzeptieren,dass es nicht ausbleibt,etwas aufgeregt zu sein vorher.
Fühlt sich zwar nicht toll an in dem Moment aber diese Form von hellwach sein kurz vorher fördert schliesslich die Konzentration,ist also nichts schlechtes sondern sogar eher zuträglich.

Also: bestmögliche Vorbereitung,ggf. jetzt die Tage vorher regelmässig Baldrian einnehmen (wirkt Versagensängsten entgegen) und was auch hilfreich ist (besonders,wenn Versagensängste hochkommen,die übrigens auch normal sind):

Dir den Moment des Vortrages vorstellen und wie Du ihn gut meisterst.
Sich positiv ausrichten denn die innere Erwartungshaltung (bewusste positive Fokussierung) spielt eine wichtige Rolle.

Und schliesslich:
Wenn man sich mal verhaspelt,tut das der Sache keinen Abbruch.
Wichtig ist der Inhalt und dass Du den überzeugend präsentieren kannst.

02.05.2023 08:35 • x 1 #9


G
Die bestmögliche Vorbereitung nützt nichts, wenn du unter Angst- und Panikattacken leidest. In dem Moment wo du mit dem Vortrag beginnst und alles wird ruhig, alle Blicke richten sich auf dich, dann ist es vorbei. Also ich bin auch pro Tavor. Hat noch niemanden umgebracht als Bedarfsmedikation.

02.05.2023 13:16 • x 1 #10


D
Zitat von Mak30:
@Dom78 Dankeschön. Hast du damit auch schon Erfahrung gemacht?

Hi,

ja habe ich. Die max. Plasmakonzetration wird irgendwann zwischen 1 bis 2 Stunden erreicht. Also bis du mit 2 - 2 1\2 Stunden gut aufgehoben.

Aber:

1. Benzos wirken bei jedem Unterschiedlich. Das musst du wissen und dementsprechend agieren.
2. Mit einem vollen Magen, kann sein dass die Wirkung verzögert auftritt. Also lieber 1 Stunde bevor du sie einnimmst letztes Mal essen.

btw. Ich erkläre dir wie sie wirken, heißt aber nicht ich finde es gut Das schlimmste was man machen kann ist, Benzos proaktiv zu benutzen. Zum einem lernst du nicht mit der Situation umzugehen, zum zweiten - es wird immer mehr Situationen geben wo du denkst „ach, könnte Stressig werden, ich sorge mal vor“. Benzos sind dafür da um im Notfall sich helfen zu können und nicht den möglichen Notfall zu unterbinden.

Sei gewarnt! Ein Benzos Abhängigkeit kommt selten über Nacht und sie kommt (meistens) schleichend durch ein solches Verhalten.

Und fast jeder hält es für unmöglich. Mir passiert es sowas nicht… Ich bin vernünftig und kenne die Gefahr Überschätze dich nicht. Du wärst nicht der erste

02.05.2023 17:56 • x 1 #11


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