Pfeil rechts
6

Hodges
Huhu Leute. ich hab echt mist gebaut und frage mich jetzt wie ich da mit einem blauen auge rauskomme.

Ich habe an Silvester 20 ne richtig fiese Panikattacke bekommen und konnte mich nicht mehr beruhigen.
3 tage quälte ich mich seitdem mit Angstzuständen.
Dann bekam ich einen zitteranfall und wieder eine Panikattacke, ich erinnerte mich das ich Tavor 1.0mg als notfallmedi da hatte.
Also eine genommen und der abend war ok.
Am nächsten tag merkte ich schon das es nicht damit getan war. Die Angstzustände waren permanent da und gegen Nachmittag gingen Panikattacken wieder los. Also wieder ne Tavor.

Gesteigert wurde innerhalb von 14 Tagen auf 2mg am tag, direkt an tag 14 auf 0,5mg runter, damit sich der kopf nicht zu sehr dran gewöhnt.
Seitdem bin ich auf 0,5mg am tag manchmal 0,75mg.

Ich merke aber zusehends das es mir seit der reduzierung extrem schlechter geht und das ist nicht die eigentliche Erkrankung die durch kommt.
Die angst ist um wenigstens 100 prozent gesteigert.
Ich schlafe schlecht, wache mit Panikattacken auf, mein mund brennt, mein kopf ist heiß, bin getrieben und renne nur auf und ab.

Die Reduzierung ist jetzt 16 tage her, also von 2mg aif 0,5/0,75mg.

Liegt das daran das ich zu abrupt reduziert habe und das ich deswegen so abdrehe?


Wer von euch hat genauso wie ich den fehler gemacht und die tavor länger genommen?
Wie seit ihr davon losgekommen, und gabs große Entzugserscheinungen wie bei mir?

Insgesamt nehme ich das tavor jetzt 1 monat.
Davon 14 tage bis 2mg und 16 tage jetzt in niedrigerer dosis.

Können das jetzt nach 16 tagen noch Entzugserscheinungen sein oder mach ich mir da was vor? Nicht das ich jetzt aus angst wieder auf die 2mg gehe und es waren gar keine Entzugserscheinungen, dann waren die letzten 16 tage reduktion für die katz.

Danke euch!

Achso an anderen medikamenten nehme ich noch :

Pregabalin 3x100mg
Venlafaxin 185mg 1x täglich
L-thyrox 175ug
Bisoprolol 1,25mg

01.02.2021 16:44 • 02.02.2021 #1


7 Antworten ↓


gefuehlsmensch
Geh dem auf die Spur, was dich so in Panik versetzt. Nach 14 Tagen müsstest dich ans niveau gewöhnt haben. Du bist wohl insgesamt zu erregt, als das die jetzige dosis reicht.

01.02.2021 20:16 • #2



Wer hat 4 - 8 Wochen Lorazepam genommen?

x 3


Natürlich können das Entzugserscheinungen sein. Du scheinst dich selbst mit einem Benzodiazepin zu behandeln, ohne in Kontakt mit einem Facharzt zu sein. Nach einem Monat täglicher Einnahme ist eine Abhängigkeit wahrscheinlich. Eine niedrige Dosis verhindert das keineswegs. Gerade die Niedrigdosis-Abhängigkeit ist die am weitesten verbreitete Form der Benzodiazepinabhängigkeit. Du solltest schnellstens einen Arzt aufsuchen und mit ihm gemeinsam planen, wie du dir hilfst und die Angstzustände in den Griff bekommst. Der ausschließliche Griff zum Medikament reicht nicht bzw. kann noch viel mehr Leiden schaffen.

01.02.2021 20:27 • x 1 #3


portugal
Ruf Deinen Arzt an, der schimpft nicht. Du solltest immer nur nach Ruecksprache mit dem Arzt ab oder aufstufen, nicht im Alleingang.

01.02.2021 20:30 • x 1 #4


Ja, ich kenne Lorazepam und habe es auch als Bedarfmedikament genommen. Jedoch niiee am Stück über einen längeren Zeitraum. Naja, nach 4 bis 8 Wochen können schon Entzugssymptome auftreten und man sollte da auch nicht gleich abrupt absetzen. Ob es sich bei dir tatsächlich um Entzugserscheinungen? Gut möglich. Ich würd immer weniger davon nehmen und ausschleichen. Dabei ist es wichtig, dass man nicht zu schnell u. zu stark absetzen tut, um starke Entzugssymptome zu vermeiden. Wer verantwortungsvoll mit Benzodiazepinen umgeht, hat eigentlich nichts zu befürchten. Eben halt nicht häufig nehmen und das kann durchaus schneller passieren als man denkt. Ich bin froh u. dankbar, daß es diese Medikamente gibt.

01.02.2021 23:00 • x 2 #5


Hodges
Huhu danke für eure antworten..

Hm ok ich wollte nicht direkt alles erzählen, sonst wäre es noch länger geworden.

Ich bin aktuell in ambulanter behandlung bei den landeskliniken (psychiatrie). Und das tavor habe ich genommen im wissen von meinem psychiater.
Er hat mir das vor 6 Monaten verschrieben und sagte (bei bedarf immer rein damit).
Der bedarf war dann an silvester da.

Am 12.01 war ich bei ihm zum termin um die weitere vorgehensweise abzusprechen, und habe auch drauf hingewiesen das ich tavor zu dem Zeitpunkt seit 12 Tagen nehme.
Das hat ihn nicht erschreckt, er sagte ich soll das mal abwechseln mit pipamperon, und ansonsten ist tavor ja zum nehmen da wenn mans braucht. Dafür hat er es aufgeschrieben.

7 tage später war Kontrolltermin und ich sagte ihm das ich tavor von 2mg auf 0,5 reduziert hätte, was er gut fand, aber damit war das thema für ihn erledigt.

Nächster termin ist am 08.02 da wäre ich dann 5 wochen auf tavor und so geht das nicht weiter.

Ich weiß ja auch nicht was ihr für psychiater habt, aber meiner ist telefonisch nicht zu erreichen, und wenn doch verweist er immer auf die Gesprächstermine. Wenn man was zu reden hat, dann nur mit termin.

Ihr seht also, so wirklich ist die ärztliche Unterstützung nicht gegeben. Und das ist schon der vierte psychiater wo ich bin, weil die anderen noch schlimmer waren.

Bin schon am überlegen es einfach so zu belassen.. Nehm ich halt 0,5 tavor bis zum lebensende.
Meine angst phasen oder depri phasen gehen eh immer nur wenige wochen und dann ist wieder normales leben angesagt. Ob die tavor dann irgendwann die wirkung verliert ist dann im prinzip egal, da keine wirkung mehr benötigt wird.
Hauptsache die Entzugserscheinungen kommen dann nicht. Naja gut entzug setzt ja voraus das man weglässt.. Ohne weglassen kein entzug.
Nehme eh schon soviele tabletten, auf die eine mehr kommts bald auch net mehr an.

Meine letzten sätze sind sicher nicht so ernst gemeint wie sie klingen, aber bei der heutigen lage an göttern in weiß, kann man nur noch den kopf in den sand stecken.

02.02.2021 00:18 • x 1 #6


Also ich weiß nicht, aber dein Psychiater scheint schon irgendwie etwas seltsam zu sein Und sonst sagt er rein gar nichts?
Kannst du denn mit ihm überhaupt über deine Ängste und Sorgen sprechen? Mir scheint er einfach desinteressiert zu sein

02.02.2021 00:33 • x 1 #7


Hodges
Also mein psychiater ist schon nett und hört sich meine Probleme an, aber die Antwort darauf ist meist ne pille.... Ich habe ja eigentlich nicht mal unterdrückte ängste oder sowas, in meiner verhaltenstherapie 2017 wurde das alles besprochen, auseinander genommen usw.. Ich hab es immer Phasen von ein paar wochen, dann sind die wie sie gekommen sind, schnell weg.

Diese phase widme ich dem stress, das es dadurch mich aus der bahn geworfen hat.

Die frage ist halt, wer hat tavor auch 4 wochen genommen und dann erfolgreich abgesetzt?
Oder wie hoch stehen meine Chancen nach 4 wochen das Zeug noch relativ harmlos los zu bekommen?
In meinem jetzigen zustand traue ich mir das nicht zu sie einfach wegzulassen und zu schauen was passiert.

Im jahr 2016 musste ich schonmal tavor 1mg täglich nehmen für 14 tage knapp wegen einer op die ich ohne nicht überstanden hätte. Da war auch das go von meinem damaligen psychiater da.
Er sagte, nach den 14 tagen aber direkt auf 0..wenn beschwerden kommen 0,5 nehmen und schauen obs besser ist.
Kamen aber keine. Bis auf das ich ein wenig aggressiv wurde nach ein paar tagen, kam da nix mehr.

Wohl gerade wegen dieser positiven absetzgeschichte, habe ich dann dieses jahr wieder zum tavor gegriffen und gedacht "nach 14 tagen brauchst das bestimmt nicht mehr". Nun jetzt steh ich hier.
Mitten in meiner phase voll angst, und wenn ich das tavor jetzt absetze mit Entzugserscheinungen...
Ich bin da wirklich ratlos, deswegen sollte dieser thread eher mal entstehen, damit andere leidende die internet rumsuchen, einen thread vorfinden wo auch leute reingeschrieben haben das sie es nach 4,6 oder 8 wochen noch geschafft hatten.
Denn das internet ist zwar voll von threads "nach 4 wochen absetzen" aber nach lesen der ganzen threads ist nur ein verschwindender anteil davon zuende geführt.

02.02.2021 14:08 • #8




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. med. Andreas Schöpf