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Hallo ihr Lieben,

von November bis Januar wurde ich auf 20 mg Citalopram eingestellt. Seit Januar sind es 40 mg. Vor zwei Wochen hab ich eigenhändig auf 20 mg reduziert, da mir die Nebenwirkungen überhand nahmen.

War jetzt gestern bei meiner (einer neuen) Psychologin die mir selbst die Wahl lies zwischen Medikment absetzen oder Medikament wechseln.
Da es mir erst seit wenigen Wochen gut geht, wollte ich das Risiko nicht eingehen, wieder einen Rückfall zu bekommen und zog das wechseln vor.

Nach ettlichen Erfahrungsberichten im Internet bekam ich allerdings mächtig Angst vor den Nebenwirkungen. Habe Heute die erste genommen.
Nehme jetzt zum Ein- Ausschleichen 20 mg Citalopram und Trevilor 37,5 mg.

Nun zu meinen Fragen:

- Ab wann sind bei euch Nebenwirkungen aufgetreten?
- Wie lange haben diese angehalten?
- Treten diese jedes mal, auch beim erhöhen der Dosis, auf?
- Habt ihr Nebenwirkungen dauerhaft behalten?

Danke für eure Antworten und liebe grüße

09.07.2009 15:53 • 01.09.2009 #1


6 Antworten ↓


Christina
Hallo Jessey,

was hattest Du denn für Nebenwirkungen unter Citalopram? Wenn es Dir nämlich an sich gut geht, halte ich einen Medikamentenwechsel für nicht sonderlich geschickt - es sei denn, die Nebenwirkungen rechtfertigen ihn...

Ich nehme Trevilor und habe auch mit 37,5 mg angefangen. Die Nebenwirkung Übelkeit hatte ich beginnend ca. eine halbe Stunde nach Einnahme der ersten Tablette. In den ersten zwei, drei Tagen habe ich deswegen Domperidon genommen. Libidoverlust setzte wie bei SSRI auch sofort ein. In der Anfangsphase hatte ich auch eine ziemliche "Matschbirne" (Benommenheit, ein bisschen Schwindel etc.), die sich nach ein paar Tagen gebessert hat. Außerdem hatte ich regelrechte Hitzewallungen. Bei Dosiserhöhungen kam es wieder verstärkt zu Benommenheit und Schwindel, bis ich auf Retardkapseln umgestiegen bin. Die anderen Nebenwirkungen haben sich bei Dosiserhöhungen nicht bemerkbar gemacht. In den ersten Monaten hatte ich deutlich vergrößerte Pupillen. Das machte zwar keine Probleme, fiel mir aber auf. Das hat sich alles normalisiert, Libido nicht ganz (immerhin gebessert). Als einzige dauerhafte Nebenwirkung habe ich - im Vergleich zu früher - stärkeres Schwitzen, aber keine Hitzewallungen mehr. Mein sonst eher niedriger Blutdruck hat sich auf niedrig-normalem Niveau stabilisiert.

Liebe Grüße
Christina

09.07.2009 16:14 • #2



Wechsel von Citalopram auf Trevilor

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Hallo Christina,

danke für deine Antwort, du machst mir schon etwas Mut.

Ich leide an Agoraphobie und mein größtes Problem hierbei ist die Angst vor einer Thrombose.

Folgende Nebenwirkungen hatte/habe ich bei Citalopram:

- starkes Kribbeln in den Beinen
- häufiges, starkes Muskelzucken im ganzen Körper
- Ohrgeräusche
- ausbleiben des Sättigungsgefühls und somit starke Gewichtszunahme
- starkes Träumen, immer wieder aufwachen in der Nacht, Morgens bin ich dann nicht ausgeschlafen
- Müdigkeit
- Antriebslosigkeit
- sexuelle Unlust

Seit ich reduziert habe, sind die Symptome etwas abgeschwächt, halten jedoch immernoch an. Gerade die Muskelzuckungen und das Kribbeln verstärken meine Angst vor der Thrombose und waren daher regelrechte Panikauslöser.

Dein Bericht hört sich wirklich erfreulich an. Ich denke das kann man in Kauf nehmen Vielen Dank nochmals

09.07.2009 16:39 • #3


Falls mal jemand die gleiche Antwort sucht:

Tag 1 verging ohne Probleme

ab Tag 2 hatte ich folgende Nebenwirkungen:

- den ganzen Tag lang Kopfschmerzen
- das Gefühl benebelt/betrunken zu sein
- ständige Übelkeit
- konnte Nachts überhaupt nicht mehr schlafen
- Schwindel

Nach 5 Tagen Einnahme setz ich das Medikment heute eigenständigab und bleib weiterhin erstmals bei 20 mg Citalopram. Hab am Dienstag einen Termin bei meiner Ärztin, mal schaun, was sie empfiehlt.

Liebe Grüße

13.07.2009 08:08 • #4


Hatte die gleichen Nebenwirkungen, aber nach knapp 2 wochen wars weg..denke hast zu früh abgesetzt.
Habe mittendrin auch mal eigenhändig abgesetzt und auch das geht, wenn man wirklich ausschleichen lässt.

Verwende Retardkapseln..

01.09.2009 11:31 • #5


den schwerwiegenden Nebenwirkungen konnte ich nicht anders. Hab nen 1-jährigen Sohn, mit dem ich ständig alleine bin. Das wäre nicht gut gegangen.

Bin jetzt weiterhin bei 20 mg Cita. Mir geht es bestens. Hab die Angst im Griff

01.09.2009 11:44 • #6


na dann war die entscheidung ja doch goldrichtig !schön, dass es dir so gut geht damit!!

01.09.2009 12:56 • #7




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Dr. med. Andreas Schöpf