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Loot
Hallo ihr Lieben,

da ich leider in anderen Beiträgen keine befriedigende Antwort gefunden habe, hier mein Anliegen:

Nach einer 2 jährigen Pause nehme ich seit 9 Monaten wieder Venlafaxin 75 mg. Leider wirkt es bei mir nicht mehr so wie früher. Das mag an anderen Lebensumständen liegen oder was auch immer, aber die Nebenwirkungen (ständig hoher Puls, hoher Blutdruck, extreme Unruhe) überwiegen derzeit den Nutzen des Medikaments.

Mein Hausarzt hat mir stattdessen Escitalopram empfohlen, nächste Woche habe ich deshalb einen Termin bei meiner Neurologin. Da sie es mir schon einmal angeboten hat, gehe ich davon aus dass sie es mir verschreiben wird.

Kennt sich jemand mit dem Umstieg von Venlafaxin auf Escitalopram aus? Muss ich den ganzen "Horror", der beim Einschleichen von SSRIs ja durchaus nicht unüblich ist, nochmal durchleben? Oder werde ich davon eigentlich nicht viel mitbekommen, da ich ja schon auf Venlafaxin eingestellt bin? Und wie sieht es mit den Absetzsymptomen von Venlafaxin aus wenn ich gleichzeitig das neue Medikament nehme?

Bin für jede Antwort sehr dankbar, zerbreche mir darüber echt den Kopf....

Viele liebe Grüße!

Loot

03.07.2015 14:32 • 04.07.2015 #1


2 Antworten ↓


Venlafaxin ist ein antriebssteigerndes Medikament, escitalopram eher schwach sedierend.

Dein bluthochdruck etc. dürfte mit escitalopram besser werden.

Absetzerscheinungen bei Venlafaxin sind nicht selten.

03.07.2015 15:36 • #2


..mit schlimmen Absetzsymptomen solltest du bei einem zügigen wechsel nicht zu rechnen haben. 75mg venlafaxin ist nicht viel. in dieser dosis wirkt es auch lediglich serotonerg, das heißt, ein wechsel zu escitalopram sollte ohne große probleme erfolgen können, oder reagierst du auf alles extrem empfindlich? gibt ja solche patienten, die sich da gerne auch mal hineinsteigern.
wie soll der wechsel ablaufen? abrupt von 75mg venlafaxin auf 10mg escitalopram?

04.07.2015 08:37 • #3




Dr. med. Andreas Schöpf