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hallo

wollte nur mal fragen da man citalopram ja nicht einfach absetzen soll habe ich mich ohne meinen neurologen dazu entschlossen von 20mg auf 10 mg runterzugehen
habe immer das gefühl das der schwindel von den tabletten kommt wenn ich sie mal vergessen habe gings mir besser
nun bin ich seit 4 tagen auf 10mg und es geht mir richtig gut habe jetzt ein jahr die tabletten genommen und versuche sie jetzt auszuschleichen
habe am 22 einen termin beim neurologen mal schaun was sie sagt

liebe grüße

03.12.2009 14:26 • 24.10.2020 #1


7 Antworten ↓


Hallo, also ich habe auch reduziert. Ganz weglassen kann ich nicht, da kommt die Panik wieder. Meine Schmerzen nehmen zu und mein Reizdarm flippt total aus. Ich habe reduziert. Bei besonderen Anlässen, bzw. anstrengenden Zeiten nehme ich auch zeitweise wieder mehr. Ich habe meinen Arzt gefragt und der meinte das wäre ok.
Grüße Giseng

04.12.2009 20:28 • #2



Reduzieren von Citalopram

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Hallo marni,

auch ich habe von 20 mg, die ich 1,5 Jahre genommen habe,
seit 6 Wochen auf 10 mg. angelangt ... kein Problem.

Wenn die dunkle Jahreszeit vorbei ist will ich das Medi im März
2010 absetzen; einen Fehlversuch im April 2008 (von 20 mg)
auf Null hatte ich schon hinter mir ... mal sehen.

Ich denke, es ist wichtig, dass wir leichten Sport betreiben u.
unsere Entspannung nicht vernachlässigen, dann geht das
Absetzen um so besser.

Lieben Gruß
Michael

06.12.2009 18:37 • #3


Hallo Leute,

Ich habe das Gefühl, dass 20mg citalopram zu viel für mich sind. Habe Empfindungsstörungen, Schwindel, Übelkeit und einen wirklich unbändigen Antrieb.
Habe mit RS mit meinem Neurologen jetzt erstmal auf 15 mg reduziert (er wollte direkt auf 10 mg runter)
Ich nehme das Medikament erst seit 3 Monaten wegen akuten Panikattacken und sie helfen sehr gut.

Hat jemand Erfahrung damit sein Citalopram nur reduziert zu haben ohne die Absicht es abzusetzen ?
Ging es euch nach dem reduzieren besser ?
Diese Nebenwirkungen die ich unter 20 mg hatte habe ich jetzt mit 15 mg nicht mehr, jedoch nehme ich sie so erst seit zwei Tagen und habe Furcht, dass die Panik wieder kommt.

Mein Arzt sagt ich soll so nicht denken

21.10.2020 09:27 • #4


Icefalki
Zitat von Tringi89:
Mein Arzt sagt ich soll so nicht denken


Stimmt. Denn damit befeuert du deinen Stress und wirkst negativ auf dein Befinden ein.

Immer daran denken, dass auch andere Medikamente so eingestellt werden müssen, dass sich der Patient wohl fühlt. Sei es Blutdruck, Schilddrüse, Diabetes, selbst Schmerzmittel ua.

Zusätzlich immer an deinen Ängsten arbeiten, wenn ein Mittel gut wirkt. Jetzt kann man ruhig über alles nachdenken, ohne Angst und Schrecken, bedeutet, Therapie kann nun gut greifen.

Es ist ein Trugschluss, zu meinen, dass unter AD die Probleme weg sind. Sind sie nicht, nur gedeckelt.

Das ist absolut ok, aber jetzt heisst es, sich mit der Problematik wirklich zu beschäftigen, damit später, ohne, oder mit weniger Medis, Resourcen vorhanden sind, damit der Umgang mit Ängsten möglich ist.

21.10.2020 10:42 • x 1 #5


Zitat von Icefalki:
Immer daran denken, dass auch andere Medikamente so eingestellt werden müssen, dass sich der Patient wohl fühlt. Sei es Blutdruck, Schilddrüse, Diabetes, selbst Schmerzmittel ua.

Ja, stimmt. So muss ich das sehen
Und nach 3 Monaten kann man schon noch in der Einstellungsphase sein. Die 20 mg waren ne Zeitlang okay, aber so vor 2 Wochen haben die oben genannten Symptome angefangen und da kann es ja schon sein, dass ich einfach nur eine geringere Dosis brauche.. aber letztendlich muss ich die Wochen abwarten um das beurteilen zu können.

Aber solche Beschwerden sind ja auch nicht normal nach 3 Monaten. Zumindest nicht, wenn alle Nebenwirkungen mal komplett verschwunden waren.

Zitat von Icefalki:
Zusätzlich immer an deinen Ängsten arbeiten, wenn ein Mittel gut wirkt. Jetzt kann man ruhig über alles nachdenken, ohne Angst und Schrecken, bedeutet, Therapie kann nun gut greifen.

Das stimmt auch. Ich bin bei einer guten Psychologin und hatte jetzt meine vierte Sitzung und wir kommen soweit gut voran.
Ohne Therapie wäre es zwar vielleicht jetzt gut aber ich würde mich dennoch im Kreis drehen.

21.10.2020 11:07 • x 1 #6


Icefalki
Zitat von Tringi89:
Aber solche Beschwerden sind ja auch nicht normal nach 3 Monaten. Zumindest nicht, wenn alle Nebenwirkungen mal komplett verschwunden waren


Du bist ja keine Maschine und durchaus am Beginn deines Weges zu dir selbst. Du wirst lernen, dass alles mit allem zusammenhängt und durch Akzeptanz, hihi, ich schreibe mal deiner kleinen Macke, durchaus ein gutes Leben führen wirst, weil du dich selbst kennenlernen darfst.

Noch bist du am Überbewerten, weil man Ängste und Depri nimmer fühlen möchte, aber so sind wir eben. Immer am Limit, und darüber hinaus. Aber deswegen lernt man und mit der Zeit weiss man eben, es gibt Höhen und Tiefen, und das ist eben so.

21.10.2020 11:21 • x 1 #7


Hallo Marni,

ich finde es sehr gut, dass du dich mit dem Thema zu hoch Dosiert befasst.

Ich nehme seit 14 Jahre Citalopram, meistens zwischen 20mg und 40mg. Habe zwei Mal versucht das Medikament auszuschleichen. Leider ohne Erfolg. Jetzt beim drittes versuch, bin ich schon lange Zeit beim 10mg und beschäftige mich auch viel mehr mit dem Thema.

Ich kann auf jeden Fall, deine Erkenntnis bestätigen. Viele Symptome von denen ich Jahrelang dachte, es sind Krankheits-Symptome (z.B. innere Anspannung die sich wie Angs anfüllt, verschiedene Missempfindungen auf der Haut, in den Muskel oder Knochen), eigentlich nichts anderes als Citalopram Nebenwirkungen waren. Also war die Dosis über den ganzen Jahren bei mir zu hoch. Diese Symptome habe ich ab 20mg. Bei 10mg verschwinden sie.

Ich beschreibe dir mal mein Ausschleichverlauf.

Die erste zwei Fehlversuche sind schnell erklärt. Beide habe ich unternommen, weil ich der Meinung war, ich brauche das Medikament nicht mehr. Beides male mit keinen bzw. nur geringes wissen über dem Ausschleichprozess.
Ich habe beides mal nach dem gleichen Schema ausgeschlichen (40mg-30mg-20mg-10mg-0mg). An die Zeitabstände kann ich mir nicht mehr erinnern. Jedenfalls waren sie viel kürzer als die allgemeine Empfehlung (alle 4 bis 6 Wochen - 10% von der letzte Dosis).

Folgende zwei Punkte sind mir gut in der Erinnerung dabeigeblieben:

- Bei dem beide Ausschleichversuche gab es überhaupt keine Probleme. Außer Brain Zaps sind mir keine Symptome in Erinnerung geblieben bzw. nicht als Symptome damals erkannt.
- Beides Male finden die richtigen Probleme an, erst nach ca. 5 Wochen nachdem ich auf 0 war. Dann aber so heftig, dass ich innerhalb vor Tagen abgebrochen haben.

Der dritte Ausschleichversuch läuft z.Z.
Hier habe ich auch zum dritten Mal, den selber Fehler begangen. Von 10mg direkt auf 0mg. Warum? Weil mir einfach ganz gut ging. Gar nichts mehr von irgendeiner Krankheit gespürt. Und viel besser als mit einer höheren Dosis. Ging total schief (Horrotrip) und ich musste wieder Eindosieren .

08.03.2019 - 27.06.2019 (16 Wochen) 30mg - keine Symptome
28.06.2019 - 06.02.2020 (32 Wochen) 20 mg - keine Symptome
07.02.2020 - 16.06.2020 (19 Wochen) 10 mg - keine Symptome
17.06.2020 - 06.08.2020 (7 Wochen) 0 mg

erste zwei Wochen - Brain Zaps
letzte Woche - u.a Aggressivität, Müdigkeit, Depressionen, Panikattacken, Nervosität, Konzentration Störungen

07.08.2020 - 24.09.2020 (7 Wochen) - 40 mg -- 10 mg (Panik-/Kurzschluss Reaktion) - das Wiedereinschleichen war ein Horrortrip
24.09.2020 - Heute 10 mg

Ich werde in ein paar Wochen weiterreduzieren. Dieses Mal nach der allgemeinen Empfehlung. Und ich werde mir die notwendige Zeit nehmen, die mein Körper braucht. Auch wenn das Ausschleichen noch zwei oder drei Jahre dauert.

Schönen Gruß
Nikko

24.10.2020 08:51 • #8




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