Hmmmmm, interessantes Thema.
Also... ich hab überwiegend negative Erfahrungen damit gemacht, darüber zu sprechen.
Folglich lasse ich es großteils bleiben, komme damit aber auch ganz gut klar.
Ich kann auch irgendwie verstehen, dass das Nicht- Betroffene schwer nachvollziehen können, allerdings kotzt mich die fehlende Toleranz anderer Menschen schon oft an. Ich urteile doch auch nicht über das Befinden anderer, das ist doch eine absolut individuelle Sache und kann man ohnehin nie vergleichen.
Jedenfalls: Ich habe, wenn ich darüber offen gesprochen habe, sowohl im beruflichen Bereich als auch im privaten, fast nur negative Erfahrungen gemacht.
Allerdings sehe ich es nicht so wie Axel @Blues63
Die gesellschaftliche Akzeptanz psychischer Erkrankungen wird nicht wachsen. Zwar wird die Anzahl der Betroffenen steigen, nicht aber die öffentliche Akzeptanz. Dafür ist unser System das Falsche.
Das betrifft übrigens auch andere Erkrankungen, von denen immer groß behauptet wird, sie wären mittlerweile gesellschaftlich akzeptiert. Aber bekomm mal in München auf dem Hauptbahnhof einen Krampfanfall... Du hast mindestens zwanzig Gaffer um dich herum, wirst erst mal wie ein Junkie oder Alk. behandelt und den Leuten steht das Entsetzen auf dem Gesicht (Hallo Mittelalter). Wenn Du auf dem Dorf wohnst, geht am nächsten Tag das Geschwätz los. Hast Du als Frau noch lange rote Haare, hast du verloren
So gibt es noch zig andere Erkrankungen.
Letztlich hilft nur, sich selbst zu lieben und ein dickes Fell.