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Hallo ihr Lieben,

ich bin mal wieder am Verzweifeln und möchte mich einfach mal ordentlich ausweinen.

Ich hatte in letzter Zeit zunehmend körperliche Beschwerden: starkes Krankheitsgefühl mit Gliederschmerzen, starke Müdigkeit und auch Ermüdbarkeit, selbst nach 10 Stunden Schlaf kann ich mich nach 1 Stunde Haushalt oder Essenkochen erstmal wieder schlafen legen, Fieber (bis 38,2), Halsschmerzen, Zungen- und Augenbrennen, Übelkeit, Herzrasen, tagelange extreme Kopfschmerzen, gegen die kein Kraut gewachsen ist, Druck auf dem Brustkorb und im oberen Rücken und zu guter Letzt: Nervosität.
Ich war vor Wochen schon einmal beim Hausarzt wegen immer wähender Müdigkeit und Schlappheit mit andauernder Temperaturerhöhung. Er hat Blut abgenommen, es war alles okay.
Ich habe dann heute mit meinem Terapeuten über meine Beschwerden geredet und ihm auch gesagt, dass es immer schlimmer wird, owohl ich angsttechnisch wirkliche Fortschritte gemacht hatte.
Er sagte mir heute, er hält es für notwendig, dass ich mich zu einer umfangreichen körperlichen Untersuchung in ein Krankenhaus einweisen lasse. Da hab ich wieder große Angst bekommen, denn offenbar glaubt er auch nicht, dass das Alles nur von meiner Psyche kommt. Als ich aber danach beim Hausarzt war, und ihm meine Bechwerden schilderte, hörte er mir nicht mal zu Ende zu, er sagte nur, dass das alles psychosomatisch sei, und ich mich endlich damit abfinden sollte, dass das nix organisches sein kann, je eher ich das einsehen wrde, desto schneller würde es mir besser gehen. Ich solle mal zum Psychiater gehen und mir Antidepressiva geben lassen, ich sei ja kein schlechter Mensch, aber ich würde unter Kleinigkeiten immer so schnell leiden und viel mehr leiden als normale Menschen. Außerdem solle ich eine Therapie machen. Als ich ihm sagte, dass ich seit vielen Jahren eine Therapie mache, und auch Antidepressiva nehme, die aber nix bringen, begleitete er mich nur zur Tür und gab mir eine Überweisung zum Psychiater.

Ich bin vollkommen am Ende, ich fühle mich körperlich, und dadurch auch wieder psychisch so ungaublich am Ende. Aber niemand nimmt mich ernst, immer wird man direkt wieder genervt als der Hypochonder abgespeist, und traut sich irgendwann auch schon nicht mehr zum Arzt zu gehen. Ich war deswegen schon ewig nicht mehr beim Arzt, aber was soll ich denn tun wenn es mir so arg schlecht geht? Ich habe nun große Angst davor wirklich etwas schlimmes zu haben, mir geht es auch jetzt gerade wieder extrem schlecht. Aber kein Arzt will mir helfen... Ich weiß wirklich nicht mehr weiter.... Was soll ich nun tun? selbstständig in ein Kranenhaus zu fahren traue ich mich nicht, da werde ich ja nur wieder abgespeist.

Liebste Grüße,
Perrrky

04.08.2014 18:54 • 05.08.2014 #1


15 Antworten ↓


Hi Perrrky

Hast du schon einmal daran gedacht den Hausarzt zu wechseln oder dir mal eine anderen Meinung zu holen?
Vielleicht verschleppst du da wirklich einen Infekt?! Ich möchte dir keine Angst machen, aber wenn dein Hausarzt dich so abspeist finde ich das nicht richtig
Allein schon, wenn dir das der Therapeut rät. Man sollte ja schon alles körperliche und organische abklären, vor allem, wenn du eine hohe Temperatur hast. Danach kann man erst sagen, dass das alles psychosomatisch ist.
Kenne deine Vorgeschichte nicht, trotzdem solltest du diese Möglichkeit mal in Erwägung ziehen.

Ganz liebe Grüße!

04.08.2014 20:20 • #2



Krankenhausaufenthalt notwendig?

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Was hast du für ein Fieberthermometer? Ein genaues oder so ein Stirnding wo man + / - 5 Grad rechnen kann?

Bis auf das Fieber könnte das wirklich alles psychosomatisch sein. Ich hatte auch meine Phasen wo gar nichts ging und mir das Fernsehen schon zu anstrengend war. Ich weiss aber nicht ob die Psyche auch Fieber auslösen kann.

04.08.2014 20:31 • #3


Erstmal danke für eure Antorten.
Ich habe auch darüber nachgedacht morgen früh zu einem anderen Arzt zu gehen. Aber ich habe Angst davor wieder nur belächelt zu werden. Meine Mutter, der ich das eben erzählte sagte nur abgenervt, dass ich mal einsehen sollte nix zu haben und ja aaaaaaalles untersucht wurde. Gut, dass dem nicht so ist...
Auch habe ich Angst davor meinem Freund davon zu berichten. Er muss das alles in letzter Zeit ertragen, er ist so super lieb, aber ich weiß, dass ihn das alles sehr nervt, weil er das nicht verstehen kann.

Ich habe ein digitales Thermometer, welches ich in der Apotheke gekauft habe. Ich hab den Arzt auch gefragt ob man Fieber auch durch Angst bekommen kann, dazu meinte er nur: Nein kann man nicht, aber jeder normale Mensch hat ab und an mal Fieber ohne sich krank zu fühlen... Weiß nicht, was das für eine unqualifizierte Aussage war, da ich mich ja schlecht fühle.

04.08.2014 20:40 • #4


Vielleicht misst du einfach mal zu verschiedenen Tageszeiten mal über nen ganzen Tag verteilt.

Und Ärzte sind da sehr unterschiedlich. Der eine meint, die Psyche kann ALLES auslösen, der andere schickt einen wegen ner zuckenden Wade ins MRT... ^^

Was wurde denn bisher alles bei dir abgeklärt? Das wäre jetzt mal interessant zu wissen.

04.08.2014 20:42 • #5


Hab ich schon über längere Zeit gemacht. Morgens wenn ich aufstehe habe ich so 37,0°C. Also alles völlig normal. Nachdem ich mich dann fertig gemacht habe und gefrühstückt habe ist meine Temperatur bei etwa 37,4°C angelangt. Wenn ich dann meinen Tätigkeiten wie Haushalt, kochen oder arbeiten nachgehe, dann habe ich schnell bis zu 38,2°C, ich schwitze extrem, bzw. habe Schüttelfrost. Leg ich mich dann ins Bett, sinkt die Temperatur dann nicht weiter als auf 37,6/37,7°C.

Ich habe eine Blutuntersuchung gemacht, einen Bauchultraschall, beim Kardiologen war ich vor 2 Monaten, aber das war meine jährliche Vorsorgeuntersuchung, beim HNO Arzt war ich, der sagte ich hätte evtl. ne chronische Mandelentzündung, aber beim nächsten Besuch hatte er seine Meinung dann doch wieder geändert, eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse (Schilddrüse zu klein) und ansonsten habe ich nur einen Lungenfunktionstest gemacht bzw einen Atemtest um zu schauen, wie mein Asthma eingestellt ist.

04.08.2014 20:52 • #6


Entschuldige die Frage - aber wie alt bist du? Kämen eventuell die Wechseljahre in Betracht?

04.08.2014 20:53 • #7


Hattest du mal eine Zecke in den letzten Jahren. VVielleicht hast du ja Borreliose, denn viele deiner Symptome ähneln sich. Ich kenne auch Leute mit Borreliose, die immer wieder Fieber hatten. Und gerade Müdigekeit, Kopfschmerzen, Augenbrennen, etc. sind typisch bei einer Borreliose (neben Gelenkschmerzen).

04.08.2014 20:54 • #8


Ich bin 23, also zum Glück noch weit entfernt von den Wechseljahren.
Ich kann mich nicht an eine Zecke erinnern, ich bin zugegebenermaßen auch sehr selten draußen unterwegs.
Als Kid im ALter von vielleicht 12 Jahren hatte ich ab und an mal eine Zecke

04.08.2014 20:56 • #9


Vielleicht kannst du nochmal alle deine Symptome und was deswegen bisher untersucht wurde (mit Befunden) hier in einem Post reinschreiben. Das in den Texten immer zu suchen ist etwas mühsam^^

04.08.2014 20:59 • #10


- Fieber und Müdigkeit: Blutuntersuchung -- nichts gefunden, soweit alles okay, gering erhöhte Leukozyten
- Cholesterinerhöhung wg. vererbtem Gendefekt, deswegen erhöhte Gefahr von kradiovaskuläären Erkrankungen - Kardiologe: Ruhe-/Belastungs EKG und Herzultraschall -- alles i.O.
- Bauchkrämpfe und ständige Übelkeit: Bestimmung der Leber-,Galle-, und Bauchspeicheldrüsenwerte mit Bauchultraschall -- alles i.O.
- Halsschmerzen und Lymphknotenschwellung: HNO - Arzt: nur eine normale Untersuchung -- Verdacht auf chronische Mandelentzündung, Mandeln geschwollen, zerkluftet und vernarbt, aber nicht eitrig enzündet, Mandelentfernung von einem Arzt nach Blick auf die Mandeln empfohlen, von 2 anderen Ärzten allerdings nicht, da sie diese für nicht sinnvoll halten.

weitere Beschwerden, die bisher nicht untersucht wurden:

- Augen und Zungenbrennen
- tagelange extreme Kopfschmerzen
- Gliederschmerzen
- Druckgefühl auf der Brust / im oberen Rücken
- ich hab auch oft starke Verpannungen im Rücken und deswegen auch oft Blockaden, Mass. haben aber keine Linderung gebracht


Das war es dann eigentlich auch, ich hatte wie gesagt noch einen Schilddrüsenutraschall, weil ich immer ein Kloßgefhühl hatte, da wurde festgestellt, dass die Schilddrüse zu klein ist, meine TSH-Werte schwanken immer im Normalbereich, ab und an sind sie aber auch erhäht (um die 4)

04.08.2014 21:11 • #11


tsh von 4 ist nicht gut..
neuer normbereich geht bis 2,5

04.08.2014 21:20 • #12


Erhöhte Leukozyten spricht für eine Infektion, was viele deiner Symptome erklären könnte. Würde ich evtl nochmal überprüfen lassen ob wieder im Normbereich.

Cholesterin - einfach cholesterinärmer ernähren denke ich.

Bauchkrämpfe und Übelkeit - Allergien oder Unverträglichkeiten ausgeschlossen? Verzichte mal eine zeit lang auf Laktose, wenns nicht besser wird dann auf Gluten usw... das kann auch viele andere Symptome auslösen.

Halsschmerzen / Lymphknotenschwellung: Hier wären wir wieder beim Theme Infektion / Entzündung. Eventuell die Mandeln doch rausnehmen lassen? Vielleicht noch eine weitere Meinung in einer HNO-Klinik einholen.

Augen- und Zungenbrennen: Allergien? Unverträglichkeiten?

Kopfschmerzen: Verspannungen? Falsche oder gar keine Brille obwohl du eine brauchst? Trinkst du genug? Gerade bei dem Wetter momentan kriegt man schnell Kopfschmerzen wenn man zu wenig trinkt.

Gliederschmerzen: Wären auch mit einer Infektion oder Entzündung vereinbar.

Druckgefühl Brust und Verspannungen: Könnten zusammen gehören.

Und auch der Schilddrüsensache würde ich nochmal auf den Grund gehen. Die Schilddrüse kann einen Haufen Symptome verursachen, wenn da was nicht ok ist. Meine Mutter hat so ne Hyperthyreose und der gehts manchmal richtig, richtig schlecht. Ist jetzt aber ganz gut eingestellt und sie lebt gut damit.

Also ich denke man sollte weiter nach einer Infektion oder Entzündung suchen (Vielleicht liegts wirklich an den Mandeln... meine mussten damals auch raus weil ständig entzündet). Dann das mit den Nahrungsmittelallergien mal im Selbsttest versuchen und die Schilddrüse nochmal von nem Experten untersuchen lassen. Und mal nen Augenarzt oder zumindest Optiker aufsuchen.

Wenn da überall nichts rausgekommen ist kann man langsam sagen es ist psychisch. Aber es ist eben wichtig alles abklären zu lassen.

04.08.2014 21:20 • #13


Ich danke euch echt so sehr für eure Mühe, die ihr euch macht.
Mein Vater ist leider vor 2 Jahren wegen der Cholesteringeschichte an einem Herzinfarkt gestorben, im Alter von 45. Meine Geschwister und ich haben einen Gendefet von meinem Vater geerbt, irgendwas an einem Apo - Gen, so genau weiß ich das nicht mehr. Seitdem muss ich 2 Medikamente pro Tag nehmen, denn auch mit cholesterinarmer Ernährung (lebe vegearisch, teilweise sogar vegan) sind die Werte nicht in den Normbereich zu bekommen und jährlich zum Kardiologen.
Laktoseintoleranz wurde bisher nicht untersucht, ich werde es mal ausprobieren.

Wegen den Mandeln habe ich auch immer das Gefühl, dass ich einen dicken Hals habe, habe ständig Halsschmerzen, aber nie mehr als 1x im Jahr ne eitrige Mandelentzündung. Nur entzündete, geschwollene Mandeln, die öfter mal Tonsillensteinchen auswerfen. Meine HNO Ärztin sagte mir dass eine Mandeloperation zu gefährlich sei, wegen eventueller Nachblutungen, und meine Freundin, die ihre Mandeln erst vor wenigen Monaten entfernt bekommen hat, rät mir davon ab, wegen unerträglicher Schmerzen. Sowas zu erwähnen ist bei mir ja immer arg schlecht...

Meine Schilddrüsenwerte schwanken nur immer so, meistens sind sie im Normbereich, aber ich habe bei meinem letzten KHbesuch im Arztbrief die Blutwerte von den letzten 2 Jahren mitbekommen und da war zu sehen, dass das TSH fast jedes 2. mal zu hoch war. Aber immer wenn ich bei meinem Hausarzt Blut lasse, sind sie wieder okay. Die wollen mich ärgern...
Meine Mutter hat ihre Schilddrse damals entfernen lassen müssen wegen einem Knoten, aber das is ja bei mir ausgeschlossen worden mit dem Ultraschall. Seitdem muss sie auch Medikamente nehmen, wenn die schlecht eingestellt sind, dann gehts der auch echt mies..
Habe mir deswegen schon vor geraumer Zeit einen Termin bei einem Endokrinologen gemacht, aber erst im Oktober einen Termin bekommen. Nur was mach ich bis dahin?

04.08.2014 21:32 • #14


marcel_man
Also als 1. den Hausarzt wechseln, denn der ist Sch****!
Mal eine Blutsenkung machen lassen, kleines Blutbild und CRP bestimmen lassen.
Außerdem würde ich Dir empfehlen, eine Infektionsserologie zur Ausschlußdiagnose vornehmen zu lassen.
- Borrelien
- FSME
- Chlamydien
- Coxsackivirus
- EBV
- Toxoplasmose
- HSV/VZV

um nur einige zu nennen.

Hattest Du vor kurzem einen Auslandaufenthalt?

Gruss

05.08.2014 12:42 • x 1 #15


So, Ich war heute bei einem anderen Arzt. Dieser hat mich endlich mal ernst genommen. Ich habe ihm eine Liste mit all meinen Symptomen geschrieben, die wollte er auch behalten.

Morgen früh habe ich einen Termin zum Blut abgeben, dort wird ein großes Blutbild gemacht, mit Entzündungszeichen, ALS-Titer, Blutgerinnungsfaktoren und TSH-Werten. Außerdem ein EKG, ein Ultraschall vom Bauchraum und der Schilddrüse, außerdem so Sachen wie Blutdruck und sowas. Dieser neue Arzt hat sich außerdem auf Psychosomatik spezialisiert. Das wusste ich gar nicht, aber als ich ihm sagte, dass mir der Besuch unangenehm sei, weil ich von anderen Ärzten immer direkt abewiegelt und in die Hypochonder Schublade gesteckt wurde, sagte er nur, dass er das sehr wohl ernst nehmen würde und man das zurecht untersuchen müsse.

Ich denke ich werde dieses mal hartnäckiger sein, was meine Schilddrüse angeht. Ich habe meine Werte aus den letzten Jahren mal angeschaut, und da der Richtwert für TSH damals noch mit 4,0 angegeben wurde, wurde dort nie etwas gemacht. Viele der Werte lagen über 3,7, teilweise auch über 4.

Mir fällt noch ein, dass ich vor Jahren eine heftige Infektion mit dem EBV hatte, also Pfeiffersches Drüsenfieber, mit zusätzlicher Leberentzündung und Milzvergrößerung. Vor 1,5 Jahren hatte ich eine Reaktivierung, die sich durch eine schlimme Mandelentzündung bemerkbar machte. Aber da sahen meine Mandeln echt übel aus, echt anders als jetzt...

05.08.2014 13:38 • #16



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