Das stimmt wohl. Als Notfallmedikament Benzodiazepine bekommen ist ja auch völlig legitim.
Für Leute die krampfen oder unter Schock stehen oder bei einem Herzinfarkt z. B.
Doch wie wir alle wissen wird bei Angst und Panikattacken sowie bei Angst vor Krankheiten usw. durch solche Medis nicht die Ursache geklärt, sondern nur die Symptome unterdrückt.
Warum viele Ärzte eher Medis verschreiben statt Therapien ist auch klar. Verschreiben wird bezahlt und Benzos oder Antidepressiva sind billiger als Therapien.
Alles was der KK hilft zu sparen wird getan. Frage mich manchmal ob die Ärzte dafür bezahlt werden von den KK wenn sie eher verschreiben statt in Therapie zu überweisen

Von den Benzodiazepinen jemals wieder weg zu kommen dauert oft viel länger, manchmal Jahrzehnte im Gegensatz zu einer oder mehreren Therapien.
Es ist ja nicht nur die körperliche Abhängigkeit sondern auch die psychische . Man weiss wie es wirkt und welche warmen weichen angstftreien Gefühle die "so" gut tun diese Medikamente auslösen.
Für manchen das Wunder der Heilung die jedoch keine ist. Denn je länger man das Zeug nimmt auch in verschriebener Dosis, desto schwerer wird der Entzug .
Das sollte man eben wissen. Das fängt bei zittern Ängsten Schlaflosigkeit an und kann bei Halluzinationen Krampfanfällen und im Zusammenhang mit Alk zu Atemstillstand führen bis hin zum Tod. Vielfach dokumentiert .
Deshalb so einen Entzug bitte nur in einer Klinik machen unter Beobachtung von fachkundigen Personal.
Alleine zu Hause bei langer Einnahmezeit und wo möglich plötzlich von einem Tag auf den anderem empfehle ich niemandem.
Denke aber das dies hier vielen egal ist weil einige wohl eh gar nicht von den Tabletten weg wollen. Schließlich hilft es ja.
Nur hat man eben nach längerer Einnahme 2 Probleme statt nur eins.
Erstens die Grunderkrankung wird nur gedeckelt durch solche Medis und zweitens kommen beim absetzen zu den Ängsten der Grunderkrankung dann noch die Entzugsängste hinzu.
Auch bei Antidepressiva heißt es oft sie machen körperlich nicht abhängig. Frage ist warum sich dann jedoch Absetzphänomene einstellen.
Anderes Wort für Entzugserscheinungen

Den das sind sie nunmal. Egal ob körperlich abhängig oder nicht . Der Hirnstoffwechsel muss ja irgendwie das fehlen des Stoffes ausgleichen.
Oft gehört bei Antidepressiva die die Blut Hirnschranke schnell überwinden und die über Jahre eingenommen wurden das irreparabelle Schäden aufgetreten sind und die Leute derart Probleme bekommen haben das sie nicht mehr arbeiten konnten .
Wie gesagt. Die Medikamente haben alle ihre Berechtigung
Man sollte sich nur vorher vernünftig erkundigen und dann abwägen ob es da nicht andere Möglichkeiten gibt.
Jeder reagiert anders auf bestimmte Stoffe. Nur wie, weiss man vor der Einnahme ja nicht .
In diesem Sinne. Diese Medis um Gottes Willen nicht verteufeln. Nur vernünftig einnehmen. Nie eigenmächtig die Dosis erhöhen und Benzodiazepine wenn überhaupt nur im Notfall anwenden und nicht etwa um die Angst vor der Angst im Vorfeld zu überwinden obwohl man gar nicht weiss ob denn überhaupt die Panikattacke kommt. Wenn sie gekommen ist, erst versuchen ohne Medikamente da durch zu kommen. Geht es gar nicht kann man solche Medis mal.... nehmen
So viel wie nötig und so wenig wie möglich ist meist nicht verkehrt.
Letztendlich bis auf einige Ausnahmen hilft meist nur eine gute Therapie.