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Hallo zusammen,

ich brauche bitte euren Rat. Ich bin seit 2015 in Psychotherapie, habe eine PTBS, Zwangsstörung und Angststörung. Medikamente habe ich bisher noch keine genommen und mein Leben irgendwie gemeistert. Das Problem ist, dass meine Angststörung so ausgeprägt ist, dass ich sogar Angst vor den Medikamenten habe. Habe gestern von meiner Psychiaterin Opipram 50 mg verschrieben bekommen, und soll diese abends nehmen. Leider habe ich mich total abgespeist gefühlt von der Ärztin, das Gespräch hat nur 10 Min. gedauert - deshalb sind jetzt viele Fragen aufgetaucht. Ich soll abends vor dem Schlafen gehen 1 ganze Tablette nehmen. Wieso nur abends? Mein Problem ist, ich bin Alleinerziehende Mutter und berufstätig, kann ich mit den Tabletten überhaupt noch Autofahren morgens? Bin auf das Auto angewiesen, mit der Bahn muss ich 3 Stunden vorher aufstehen Was dann zum Problem wird wenn die Tablette mich total wegklatscht und ich nicht in die Gänge komme. Und mein Kind (4) wird momentan auch nachts wach, da es so heiß ist, habe Angst, dass ich nichts mehr mitkriege und ihn es nicht höre. Ich war bei der Psychiaterin, da ich seit Jahren nicht mehr in den Urlaub gehen kann. Ich kann woanders nicht schlafen, kriege Panikattacken und bin ein paar Tage am Stück ohne Schlaf wach. Allein schon die Gedanken an meinen letzten Versuch wo anders zu schlafen, lassen mich total ängstlich werden, zumal ich mit Kind verreise und mein Kind das nicht noch einmal mitkriegen soll, wie es mir so schlecht geht. Ich möchte Ende Juli in den Urlaub, alleine mit Kind und mit dem Auto fahren, ich habe Angst, dass ich das auf Grund der Medikamente nicht mehr schaffe (die Autofahrt) Seit Monaten schon habe ich Angst vor diesem Urlaub und denke 24/7 Nonstop dran. Ich wollte eigentlich ein Medikament, dass ich nach Bedarf nehmen kann, falls ich im Urlaub nicht schlafen kannn, da ich den Alltag ja bis jetzt auch gemeistert habe, aber die Ärztin meinte bei meiner Angst wäre eine Langzeitmedikation besser, da sich ein Spiegel aufbaut. Jetzt lese ich aber, das Opipram gar kein Stimmungsaufhellendes Medikament ist, nur ein Angstlösendes? Ich bin total verwirrt, und traue mich nicht, heute Abend dieses Medikament zu nehmen.

Bitte gebt mir Tipps.

Vielen Dank!

Viele Grüße

elkado

25.06.2019 10:45 • 22.07.2019 x 1 #1


12 Antworten ↓


Schlaflose
Zitat:
Habe gestern von meiner Psychiaterin Opipram 50 mg verschrieben bekommen, und soll diese abends nehmen. Leider habe ich mich total abgespeist gefühlt von der Ärztin, das Gespräch hat nur 10 Min. gedauert - deshalb sind jetzt viele Fragen aufgetaucht. Ich soll abends vor dem Schlafen gehen 1 ganze Tablette nehmen. Wieso nur abends? Mein Problem ist, ich bin Alleinerziehende Mutter und berufstätig, kann ich mit den Tabletten überhaupt noch Autofahren morgens? Bin auf das Auto angewiesen, mit der Bahn muss ich 3 Stunden vorher aufstehen Was dann zum Problem wird wenn die Tablette mich total wegklatscht und ich nicht in die Gänge komme.


Opipram ist ein ganz schwaches Medikament und 50mg eine extrem geringe Dosis (die Höchstdosis ist 300mg). Es wird meist abends genommen, weil es ein schlafanstoßende Wirkung hat (ich habe allerdings selbst bei 200mg nichts gespürt). Es kann sein, wenn du gut darauf ansprichst, dass du die ersten Tage etwas benommen bist, aber es ist kein Beruhigungsmittel, das einen ausknockt. Problere es am besten am Wochenende aus, wenn du morgens nicht früh aufstehen und arbeiten musst. Oder nimm dir ein paar Tage frei dafür.

25.06.2019 16:35 • x 1 #2



Opipram und Angststörung

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Jojula
Ich nehme 75 mg und du hörst deine kleine Nachts. Ich höre meine auch......

25.06.2019 17:29 • x 1 #3


Danke für eure Kommentare. Werde nächste Woche damit anfangen denke ich. Ich habe eigentlich keine Schlafprobleme, deshalb verstehe ich nicht wieso ich es abends nehmen muss. Vielleicht um bis zum Urlaub den Spiegel aufzubauen? Wirkt es bei euch auch Tagsüber (an diejenigen, die es abends nehmen...) die Angststörung hab ich ja vor allem tagsüber....

25.06.2019 18:25 • x 1 #4


Jojula
Zitat von elkado:
Danke für eure Kommentare. Werde nächste Woche damit anfangen denke ich. Ich habe eigentlich keine Schlafprobleme, deshalb verstehe ich nicht wieso ich es abends nehmen muss. Vielleicht um bis zum Urlaub den Spiegel aufzubauen? Wirkt es bei euch auch Tagsüber (an diejenigen, die es abends nehmen...) die Angststörung hab ich ja vor allem tagsüber....


Es macht müde ist aber kein Schlafmittel. Einige nehmen 3x täglich eine gewisse dosis. Ich bin froh es abends zu nehmen

25.06.2019 19:49 • x 1 #5


Lunaa
Weil es ein schlafanstoßendes Medikament ist sollst du es Abends nehmen.
Wenn sich erst mal ein Spiegel aufgebaut hat wird es 24h in deinem Körper wirken. Aber der Spiegel muss ja erst mal über Wochen aufgebaut werden.
Keine Angst, du wirst weckbar bleiben. Ist nicht so dass es dich komplett k.o. macht.

Wenn du dich nicht traust dann fange erst mal mit ner halben Tablette an. Kann sein dass du am Anfang einen leichten Überhang am nächsten Tag verspürst. Wenn du dir ganz sicher sein willst dann kannst auch erst mal mit einer viertel anfangen und dann nach paar Tagen wieder um ein viertel usw. erhöhen.

Dein Körper muss sich erst an den Wirkstoff gewöhnen daher können am Anfang Nebenwirkungen auftreten (diese kannst du eben reduzieren indem du in kleinen Dosen anfängst). Nach und nach lassen die Nebenwirkungen auch nach.

25.06.2019 19:52 • x 2 #6


Guten Morgen,

ich sage nochmal Danke für eure Kommentare.

Ich habe mich gestern Abend (nach 6 zermürbenden Tagen, ob ich es machen soll oder nicht) nun endlich durchgerungen und eine halbe (also 25mg) genommen. Es war alles okay, ich habe mich mal wieder total reingesteigert. Ich habe nur bemerkt das ich extrem müde werde, habe die Tablette um 00:00 genommen und bin um 08:15 aufgewacht. Bin zwar leicht müde, sonst ist alles ok. Lasse mich dennoch die Woche krankschreiben, weil ich die Tage die Dosis erhöhen werde.

Liebe Grüße

elkaridi

01.07.2019 10:45 • x 1 #7


MilaMilkaMia
Hallo zusammen,
und @elkado bist du immer noch zufrieden mit dem Opi-AD?

Gruß Mila

04.07.2019 18:58 • x 1 #8


Hallo an Alle,
Danke für die Nachfrage!

Also ich muss ehrlich sagen, ich bin super zufrieden. Ich habe fast keine Nebenwirkungen - nur Mundtrockenheit, und bin bissi mehr Müde als sonst.

Habe die Dosis bereits am dritten Tag auf die mit dem Arzt vereinbarten 50 mg erhöht. Alles in Ordnung!

Kann damit super gut schlafen, lege mich hin und Zack weg bin ich. Habe auch keine ängstlichen Gedanken mehr, zB keine Angst mehr wo anders zu schlafen, das probiere ich vielleicht am Samstag aus.

LG

elkado

04.07.2019 19:08 • x 1 #9


Hey! Ich nehme Opi morgens, mittags und abends je 50mg. Ich habe von der schlafanstoßenden Wirkung GAR NIX gemerkt. Und außer ab und an einer verstopften Nase gar keine Nebenwirkungen gehabt. Lg

05.07.2019 09:05 • x 1 #10


MilaMilkaMia
Zitat von Nothingbeatsme:
Hey! Ich nehme Opi morgens, mittags und abends je 50mg. Ich habe von der schlafanstoßenden Wirkung GAR NIX gemerkt. Und außer ab und an einer verstopften Nase gar keine Nebenwirkungen gehabt. Lg


Helfen die auch bei Angst und Unruhe?

05.07.2019 09:06 • x 1 #11


Zitat von MilaMilkaMia:
Helfen die auch bei Angst und Unruhe?


Also ich sag mal so.. vor der Opi einnahme ging ich kaum aus dem Haus. Nach 2 Wochen Einnahme Sitz ich 1200km weit weg von daheim in Italien und mache Urlaub!

05.07.2019 09:09 • x 3 #12


carohoney
Zitat von elkado:
Hallo an Alle, Danke für die Nachfrage! Also ich muss ehrlich sagen, ich bin super zufrieden. Ich habe fast keine Nebenwirkungen - nur Mundtrockenheit, und bin bissi mehr Müde als sonst. Habe die Dosis bereits am dritten Tag auf die mit dem Arzt vereinbarten 50 mg erhöht. Alles in Ordnung!Kann damit super gut schlafen, lege mich hin und Zack weg bin ich. Habe auch keine ängstlichen Gedanken mehr, zB keine Angst mehr wo anders zu schlafen, das probiere ich vielleicht am Samstag aus.LG elkado




Huhu dass freut mich so zu lesen! Ich muss am Freitag anfangen und hab schlimme Angst vor den Nebenwirkungen und auch vor der Müdigkeit. Dein Post gibt mir unglaublich Kraft!

22.07.2019 09:07 • x 2 #13



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Dr. med. Andreas Schöpf