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B
Hallo ihr Lieben
Ich brauche Hilfe, Tipps und Erfahrungsberichte!

Ich habe 2 Jahre lang Opipramol-neuraxpharm 50 mg genommen. Morgens 25 mg und Abends 25 mg. Bin super damit zurecht gekommen, hatte kaum Nebenwirkungen..war nur Müde, aber das hat mich nicht so sehr gestört.
Meine Therapeutin meinte es wäre nicht das richtige Medikament für meine Probleme (es würde bessere geben), hat mich dann weiter zur Ärztin geschickt. Dabei kam dann raus das ich Citalopram und Opipramol nehmen soll. Hab mich gegen das Citalopram gewehrt und dann nur noch abends 25 mg vom Opipramol genommen und dann einen Monat später gings mir immer schlechter...wurde total unruhig und die Panik- und Angstattacken haben wieder angefangen.
Diesen Monat hab ich mich dann mal an das Citalopram rangetraut weil nichts mehr ging - naja hab mich irgendwie besser gefühlt aber auch total merkwürdig und dann nach 4 Tagen aufgehört es zunehmen und 2 Tage ausgesetzt und dann wieder angefangen und nochmal 2 Tag ausgesetzt..ich weiß das ist nicht gut. Aber wenn man sich noch schlechter fühlt sollte man sich das doch nicht antun oder?
Hatte wieder einen Termin bei der Ärztin und ihr von meinem Mediakmentenversuch erzählt. Die war gar nicht begeistert und hat mir einen Vortrag gehalten der nicht sehr nett war und mir vorgeworfen ich würde nicht mitarbeiten. Ich hab mich überhaupt nicht verstanden gefühlt.
Dann meinte sie, ich soll sofort aufhören die Medikamente zunehmen und hat mir was anderes verschrieben...
Ich soll jetzt Venlafaxin AAA 37,5 mg Hartkapseln morgens und 10 Tropfen Promethazin-neuraxpharm abends einnehmen - traue mich aber nicht
Hat jemand von euch Erfahrungen mit eines der beiden Medikamente gemacht?
Ich bin total verunsichtert und traue dieser Ärztin auch nicht...bin jetzt ein Tag ohne Medikamente und mein Körper dreht irgendwie total durch (hat er zwar vorher schon aber es wird nicht besser).

Bin über jede Antwort dankbar!

23.02.2014 10:55 • 26.02.2014 #1


11 Antworten ↓


M
Hey

Also ich kann dir nur zu den Citalopram was sagen. Ich habe es selber zwei mal für ein halbes Jahr eingenommen und kann dir sagen, nach einer Woche Einnahme kannst du davon noch gar keine Verbesserung deines Zustandes fühlen. Ich habe aber oft gelesen, dass sich viele am Anfang schlechter fühlen wenn sie mit der Einnahme beginnen. Bei mir war das nicht so. Hab ungefähr nach einem Monat gemerkt, dass ich ruhiger werde. Mir ist damit ein dickeres Fell gewachsen. Jedenfalls reichen ein paar Tage Einnahme nicht aus um deinen Zustand zu verbessern..deine Körper muss sich erst auf das Medikament einstellen. Vertrau da deiner Ärztin ruhig, wenn du nach zwei Monaten keine Verbesserung merkst, dann kannst du ja immer noch etwas anderes ausprobieren. Diese Medikamente brauchen leider ihre Zeit, bzw ist es dein Körper der Zeit braucht. Mittlerweile hab ich selbst abgesetzt, aber um mich aus einem sehr tiefen Loch zu holen, waren diese Medikamente glaube ich ein Segen für mich.

Ich wünsche dir alles Gute!

23.02.2014 11:22 • #2


A


Neue Medikamente - nehmen oder nicht?

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M
Achja, ich hab noch etwas vergessen. So wie dein Körper Zeit braucht sich an die Medikamente zu gewöhnen, braucht er auch Zeit sich zu entwöhnen. Wenn du von einem Tag auf den anderen nichts mehr nimmst, kann es dir nur schlecht gehen. Habe ich auch versucht und mir ging es hundeelend. Du musst schleichend die Dosis verringern wenn du wirklich absetzen willst.

23.02.2014 11:26 • #3


Schlaflose
Zitat von broken_angel:
Hab mich gegen das Citalopram gewehrt und dann nur noch abends 25 mg vom Opipramol genommen und dann einen Monat später gings mir immer schlechter...wurde total unruhig und die Panik- und Angstattacken haben wieder angefangen.


25mg Opipramol ist so gut wie gar nichts. Es ist überhaupt das allerschwächste AD, das es gibt, und die normale Dosis, die bei Ängsten genommen wird, ist 150-200mg. Man kann auch ambulant bis 300mg nehmen. Es ist kein Wunder, dass es dir nicht geholfen hat.
Die anderen Medikamente, die man dir verschrieben hat, sind alle viel stärker. Wenn du aber die Einnahme nicht konsequent machst (2 Tage nehmen, 2 Tage aussetzen) funktioniert gar nichts. Bei ADs ist es so, dass im Körper ein Spiegel aufgebaut werden muss, der dann immer gleich bleiben muss, damit das Medikament wirkt. Und bei allen ADs gilt die Regel, dass die Wirkung erst nach 3-4 Wochen eintritt und in den ersten 1-2 Wochen gibt es Nebenwirkungen wie Schwindel, Benommenheit, Übelkeit, Sehstörungen u.a. Da muss man durch.

23.02.2014 13:43 • #4


B
@ moeweX

Ich danke dir trotzdem für deine Hilfe Es ist gut zu wissen wenn jemand auch Positive Erfahrungen gemacht hat und einem Mut zureden kann. Das ein Medikament nicht nach einer Woche hilft und eine Besserung eintritt weiß ich selbst, es steht ja in jeder Packungsbeilage und es wird auch vom Arzt erklärt. Mein Körper reagiert aber sehr empfindlich und ich war dem Medikament immer etwas abgeneigt, wahrscheinlich kam es mir deswegen so merkwürdig vor. Ich werde es ausprobieren und meiner Ärztin vertrauen auch wenn es mir sehr schwer fällt und dann muss ich mal weiter schauen.

Ich wünsch dir auch noch alles Gute und sage noch mal vielen lieben Dank!

24.02.2014 17:40 • #5


B
@ Schlaflose

Ich danke auch dir für deine Erklärung!
Ich verstehe mittlerweile wie das ganze Funktioniert und ich weiß auch das ich da durch muss...egal wie schlimm die erste Zeit sein wird. Ich hab nur das gefühl von der Ärztin falsch beraten oder eingestellt zu werden und bin deswegen so verunsichert und traue mich nicht das konsequent durchzunehmen.

24.02.2014 17:45 • #6


M
Hallo.

Wenn dir doch das Opipramol vorher so gut geholfen hat.... warum wird dann an deiner Medikation überhaupt etwas geändert?

Zu dem Promethazin kann ich sagen, dass es mir oft gute Dienst geleistet hat.
Ich habe es unter der Bezeichnung Atosil genommen.

Atosil ist auch als Akutmedikament einzusetzen, weil es quasi sofort beruhigt.
Du kannst es auch nur Bedarfsweise nehmen.

Es gehört eigentlich zu den Neuroleptika, mein Psychiater meinte aber, das es in erster Linie ein Antihistamin sei.

Vor Atosil brauchst du dich nicht fürchten. Auch das Absetzen nach auch regelmäßiger Einnahme war bei mir völlig Problemlos.

Ich wünsche dir gute Besserung.

Lieben Gruß
Marie

P.S. Warum belässt du es nicht bei deiner früheren erfolgreichen Medikation?

24.02.2014 18:28 • #7


B
Hallo Marie

Das gleiche habe ich mich auch gefragt...meine Therapeutin meinte halt es wäre nicht das richtige für mich und man würde andere Medikamente nehmen die viel besser wirken würden. Sie fand mich macht das zu müde und mir würde etwas fehlen was mich etwas lebendiger macht und sowas halt.
Aber mit dem Opipramol hatte ich keine Anspannung mehr im Körper, war auch ganz ruhig und Panikattacken hatte ich fast garkeine mehr...nur die Angst vor gewissen Situationen und sowas wie meine soziale Phobie war noch da, aber die wollte ich mit Übungen und daran arbeiten so langsam in den Griff bekommen.

Danke das du mir Infos über Promethazin geben konntest und du gute Erfahrungen gemacht hast, das ist schon wieder eine Erleichterung für mich.

Vielen Dank!

Liebe Grüße zurück

P.S. Ich bin momentan so verunsichert und weiß nicht was ich machen soll, ich weiß nicht ob ich der Ärztin vertrauen soll und es einfach mit den neuen Medikamenten versuchen soll. Hab etwas Angst davor wieder doof angemacht zu werden nur weil ich nicht auf sie höre. Außerdem habe ich seit Dezember einen Rückfall und alles wurde etwas schlimmer...vor einigen Tagen und Wochen war ich auch sehr Depressiv und bin in so ein blödes Loch gefallen, da habe ich mich dann auch gefragt ob ich etwas anderes brauche. Jetzt nehme ich seit 3 Tagen gar nichts und fühle mich etwas besser auch von der Stimmung her, es ist so merkwürdig was momentan mit meiner Seele und meinem Körper los ist. Ich wende mich am Mittwoch an meine neue Therapeutin und bespreche mit ihr noch mal alles in ruhe und ganz überlegt.

25.02.2014 00:28 • #8


U
Es wundert mich ehrlich gesagt das du mit der geringen Dosis Opipramol überhaupt eine positive Wirkung feststellen konntest. Mein Arzt hat mir gleich die 50er verschrieben, er meinte alles darunter hat höchstens einen Placeboeffekt. Na gut, nun reagiert da jeder etwas anders. Wenn du für dich selbst meinst, dass du gut mit Opipramol fährst würde ich dabei bleiben, zumal du bezüglich der Dosis noch extrem viel Spielraum hast.

25.02.2014 09:39 • #9


B
@ Uhudler

Danke für deine Antwort

Nachdem was du sagst traue ich den Ärzten immer weniger...naja aber wie du schon sagst jeder Körper reagiert auch anders. Es kann auch sein das ich zu Beginn etwas mehr mg genommen hab, mir fällt es schwer mich zu erinnern.

25.02.2014 17:23 • #10


U
Das Vertrauen in Ärzte möchte ich dir nicht nehmen, der Therapeut bzw. Arzt hat sich wohl etwas dabei gedacht. Aber wenn es um AD's geht ist das eigene Empfinden denke ich auch wichtig und wenn du gut mit Opipramol fährst und dir eine Umstellung Probleme bereitet bzw. dich verunsichert würde ich das beim Therapeuten ansprechen. Es gibt ja immer eine Lösung und der Therapeut wird sicherlich Verständnis haben.

26.02.2014 09:14 • #11


B
Keine Sorge das Vertrauen in Ärzte hast du mir nicht genommen.
Das eigene Empfinden ist in meinen Augen sehr wichtig, sonst quält man sich ja nur und wird zu nem anderen Menschen. Ich hatte heute ein gutes Gespräch mit meiner Therapeutin und sie versucht mich so gut es geht zu unterstützen, bei dieser Medikamentensache. Sie hat gesagt sie redet nochmal mit der Ärztin und versucht eventuelle Unstimmigkeiten zu klären.
Ich muss auch sagen das ich jetzt 5 Tage ohne Medikamente bin und es mir einigermaßen wieder gut geht, naja bis auf die psychosomatischen Beschwerden, aber die sind auszuhalten.

26.02.2014 14:50 • #12


A


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Dr. med. Andreas Schöpf