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201211.06




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oh mann....

mir geht es echt schlecht. ich bin wohl mitten in den nebenwirkungen von fluoxetin.. mir ist so dermaßen übel - schon fast permanent. in der erstan tageshälfte geht es mir immer weitaus schlechter. in der zweiten schaffe ich es dann raus, spazieren zu gehen.
gestern wollte ich einkaufen: hab es bis zum gemüsefach geschafft, mir möhren genommen und gleich an die kasse. ich dachte nur: "ich muß hier raus!!"
aber ich muß vor allem meine tiere versorgen.. das ist das hauptproblem.

da mir so übel ist, kann ich fast gar nichts essen und wenn, dann erst abends. durchfall habe ich dazu. das schwächt mich dermaßen, daß ich auch langsam körperlich immer schwächer werde. ich habe auch oft eine art schüttelfrost und eine innere unruhe. das kenne ich vom venlafaxin damals ein wenig, aber da war das nach 2 tagen wieder weg..

ich habe vor ca. 5 jahren angefangen mit medikamenten. damals noch trevilor - venlafaxin. als das nicht mehr half gewechselt zu cymbalta - auch keine großen veränderungen und dann zu fluoxetin. dadurch mußte ich trotzdem vor vielen situationen würgen, aber danach war die angst wie weggeblasen.

also hab ich mich vor 6 wochen entschlossen, die medikamente abzusetzen, weil ich dachte, daß es ja nicht viel schlimmer werden kann...
daraufhin bin ich aber auch in ruhephasen nicht mehr runtergefahren und versuche mich nun seit ca. 10 tagen wieder reinzuschleichen.

ich hab erst 1/4 tablette für 4 tage genommen, dann 3 tage 10mg und seit 3 tagen 20mg..

in der ersten tageshälfte und vor allem kurz nach dem aufwachen bricht irgendwie alles zusammen...
ich müßte eigentlich heute zu meiner hausärztin, weil ich unbedingt eine krankschreibung brauche und sie auch über meinen zustand informieren möchte. aber diese übelkeit fesselt mich dermaßen an meine wohnung.

auch weiß ich nicht, wie ich das mit dem einkaufen schaffen soll.. ich bin hier langsam am verzweifeln..

wie lange haben bei euch die nebenwirkungen von fluoxetin angehalten? wann wurde es besser?

ich danke ich schon sehr für eure antworten..

Auf das Thema antworten


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  12.06.2012 23:35  
Kenne mich jetzt nicht so aus mit deinem Medikament ,
Aber Ruf doch deine Ärztin an , schildere der Sprechstundenhilfe dein Problem und bitte darum, dass sie einen Hausbesuch bei dir macht ?! Und wegen der Tiere, frag Freunde, Eltern oder deine Nachbarn , ob sie dir helfen können oder evtl . Das Futter kaufen können.
Und evtl hole dir was gegen den durchfall, bevor dein ganzer Mineralstoff Haushalt auch noch aus den fugen Gerät, und dann Ruf deinen Neurologen an und frag um Rat.

Gute Besserung ,
Amy



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  12.06.2012 23:49  
Hallo liebe Seyra!Das klingt ja gar nicht gut. Konntest du denn in der Ruhepause der Medikamente einkaifen gehen? Oder waren da deine angstzustände auch zu hoch?
Ich ahbe mal vor einigen Jahren Fluoxetin genommen..Habe es, im Gegensatz zu anderen AD recht gut vertragen....Hatte aber auch nur eine minimale Dosierung....War erst bei einer Vierteltablette und das mindestens drei Wochen lang und bin dann auf eine halbe hoch...Etweder verträgst du das Medikament einfach nicht oder aber , was ich vermute, hast du die Dosis viel zu schnell erhöht...Der Körper mus sich an die neuen Stoffe erstmal gewöhnen....Die ersten zwe Wochen kamen bei mir vermehrt Panikattacken.Übel war mir weniger....Der Durchfall bei dir kann auch an deinen Panikattacken liegen....
Ich habe Flu jetztz hier liegen, falls es irgenwann mal wieder ganz schlimm ist...Habe aber für mich erstmal beschlossen, keine Medis mehr zu nehmen, wenn es auch manchmal mehr als unangenehm ist,,..Kenne auch die Unruhe und angst , nur um die Ecke zur Hausärztin zu fahren....steigere mich dann auch sehr gern in meine Übelkeit und unruhe hinein....
Kann dich aber auch sehr gut verstehen, dass du wieder angefangen hast,....kenne diese innere Unruhe selbst im Ruhezustand nur zu gut....
Frag doch bitte morgen mal deine Hausärztin, was du machen sollst,....und halt uns auf dem Laufenden...
Ganz liebe Grüße Darleen



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  13.06.2012 03:13  
Wenn Du das Medikament ca. 3 Wochen nimmst und die Nebenwirkungen dann noch nicht aufhören, solltest Du es absetzen.
Kann sein das Du es nicht verträgst und dann schadet es Dir nur. Ich hatte Fluoxetin auch mal genommen. 80 mg am Tag, hatte keine Nebenwirkungen gespührt. Allerdings auch keine Positive.





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  13.06.2012 10:50  
vielen vielen dank für eure antworten!!

am montag ging es mir plötzlich so gut, daß ich tatsächlich bei meiner ärztin einfach vorbei gegangen bin. 1h im wartezimmer hab ich überstanden. bei ihr drin kam allerdings eine menge panik auf - aber diesmal mehr schwindel. war wohl auch vom fluoxetin.

sie hat sehr lange mit mir geredet. sie meint auch, daß fluoxetin nicht so das richtige für mich ist. ich nehme das ja schon seit ca. 6 monaten mit mäßigem erfolg in streßsituationen. deswegen wollte ich ja auch weg davon. ich werde sie nachher nochmal anrufen, um eine andere lösung zu finden - vielleicht doch wieder venlafaxin. damit hab ich zwei jahre normal leben können.

gestern kam aber wieder ein einbruch. ich hab es erst nach 18h raus aus meiner wohnung geschafft und auch nur zum spazieren gehen. gott sei dank hab ich montag, in der euphorie-stimmung einkaufen können. war wie früher, als ob ich nichts hätte...

momentan wache ich auf und es geht mir schlecht. mir ist übel und ich zittere innerlich und bin so unruhig. dann zweifel ich natürlich alles an.
nachmittags, so ab 16/17h geht es mir dann besser, bis ich mich abends gar nicht mehr an meinen zustand vom morgen erinnern kann und vollkommen symptomfrei bin...
dieses hin und her an einem tag macht einen echt fertig. wenigstens hat sich der durchfall erledigt.

heute geht es halbwegs, aber das aufwachen ist immer ein graus. und einkaufen? mal sehen, wie sich das heute entwickelt.
ich hab die dosis relativ schnell erhöht, weil ich ja
1.) fluoxetin vor dem ausschleichen vor 6 wochen schon 6 monate genommen habe und
2.) ich zumindest meine ruhe im normalen leben haben wollte..
ich kannte die nebenwirkungen vom venlafaxin damals. die waren aber nur die ersten beiden tage extrem. daher hab ich auch einen enormen willen, das durchzustehen, weil ich weiß, daß es eigentlich vorbei geht.

tja... das problem ist, daß eigentlich mein ganzes leben eine verhaltentherapie ist. mit unterstützung der medikamente bin ich in alle situationen gegangen. auch wenn ich vorher vor aufregung würgen mußte im auto und das jedesmal, bin ich trotzdem immer wieder zur arbeit. das absetzen war einfach eine blöde idee... dennoch weiß ich nicht so recht weiter.

ohne medikamente geht es wirklich nicht. das habe ich jetzt gemerkt, aber das macht mir auch nicht so viel aus, weil ich vor allem mit dem venlafaxin sehr gute erfahrungen gemacht habe. bis ich dann eine extreme attacke mit würgen hatte trotz medis...



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  13.06.2012 15:39  
Woher kommen Deine Reaktionen denn? Vielleicht hast Du es ja schon geschrieben und ich hab`s nur nicht gelesen. Das es Dir ohne Medikamente so geht muß doch eine Ursache haben. Ich nehme zur Zeit "Clomipramin" um besser in Angstsituationen gehen zu können. Das soll ein altbewährtes Mittel ein. Leider mit den meißten Nebenwirkungen ( von denen ich kaum was gespürt habe ), aber auch mit dem meißten Erfolg. Wieso geht es Dir morgens schlechter und abends besser? Wenn das Mittel auf einem Level ist, wirkt es doch normalerweise gleichmäßig.
LG, Nachtschatten



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  14.06.2012 08:48  
Kenne mich jetzt nicht so aus mit deinem Medikament ,





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  14.06.2012 11:14  
puh... ich hab gestern mit meiner ärztin telefoniert und sie schickt mir jetzt die rezepte für venlafaxin 37,5 und 75..

dh. ich werde fluoxetin ausschleichen und venla einschleichen. sie sagt, man muß sich nicht quälen und die übelkeit und das nicht essen können ist beim fluoxetin ja auch ein wenig beabsichtigt, damit man abnimmt.

fluoxetin ist eben das medikament damals gewesen, weil es keine anderen gab. aber heute gibt es bessere angstlösende. wirkt aber eben auch bei jedem anders.

das heißt allerdings auch, daß ich wieder eine phase der ersten nebenwirkungen durchzustehen habe. ich muß das ein wenig planen, weil ich damals beim venlafaxin eigentlich gar nicht rausgegangen bin. ich konnte in den ersten tagen auch nicht auto fahren, was ich mit den nebenwirkungen des fluo ja doch noch schaffe. vielleicht liegt es auch daran, daß ich einfach schlecht um hilfe bitten kann und daher auch mit schwindel fahre. große strecken sind das allerdings eh nicht. ich will niemanden gefährden und wenn es gar nicht geht, dann lasse ich es.

ich nehme momentan das fluoxetin dabends. vielleicht ist das der grund, warum es mir morgens schlechter geht.

warum es ohne medikamente gar nicht geht.. tja, das ist eine gute frage..

kurz und gut:
meine eltern haben angst vor der ganzen welt und hassen die ganze welt. ich bin seeehr behütet aufgewachsen, allerdings hatte ich überhaupt keine entscheidungsfreiheit. es wurde das gemacht, was meine eltern sagten. es wurde das gegessen, was meine eltern sagten. es wurde soviel gegessen, wie meine eltern sagten. weshalb ich jetzt auch nur noch alleine für mich essen kann.
da sie angst hatten, ihre kontrolle über uns (hab einen bruder) zu verlieren wurde viel druck ausgeübt. mit schimpfen, auch mal ne backpfeife..
mein vater ist sehr jähzornig und kann vom einen moment auf den anderen explodieren. da reicht ein falsches wort - die tür offen gelassen - das falsche licht angemacht - die heizung nicht ausgestellt...

dennoch sind meine eltern keine unmenschen und haben uns auch viel liebe entgegengebracht. was mich nun in diese situation bringt. wären meine eltern einfach nur unmenschen gewesen, dann könnte ich das abhaken. aber so bin ich innerlich zerrissen..

ich habe gelernt, daß jeder einen über den tisch ziehen will, dir was böses will und du immer aufpassen mußt, was hinter der nächsten ecke lauert.

da braucht man sich nicht wundern, wenn beide kinder eine angststörung entwickeln..

wie das alles weitergehen soll, weiß ich momentan auch nicht. was für einen job könnte ich überhaupt machen...all das kommt jetzt dazu. ich hab klassische musik studiert (instrument). damit kann man mit angst vor menschen eigentlich nicht viel anfangen...



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  15.06.2012 13:10  
Hallo,
ich habe lange Erfahrungen mit Fluoxetin und eigentlich keine Negativen, zumindest nicht schlimmer als ohne AD.
Fluoxetin ist ja sehr, sehr antriebssteigerend - auch ich war wochenlang wie unter Strom. Das hat bei 2. bis 5 Mal einschleichen etwas nachgelassen, als hätte der Körper es wiedererkannt. Mir hat es gut geholfen, leider hat es bei der 5 Einnahme aufgehört zu wirken. Sertralin war bisher das NW ärmste was ich eingenommen habe, sowie Cipralex das ich aktuell jetzt seit einer Woche nehme. Ohne geht es einfach nicht. Bei dir vielleicht auch nicht? Wichtig ist dem Medi HOffnung einzuräumen und es wirken zu lassen, nicht nur die NW zu sehen. Meine Erfahrung: wenn keine NW da sind wirkt es meist auch nicht. Aber es muss im Rahmen bleiben. Deine NW (grade drin bei der Ärztin etc. ) sind glaube ich eher typische Paniksymptome, gemöß jetzt genau darf es mir nicht schlecht gehen hier darf ich mich nicht übergeben etc. Hatte ich auch stark. Jetzt mit Cipralex ist es als hätte icheinen Puffer, aber auch NW: mir ist übel, magenschmerzen, vestopfung, kopfweh, augen brennen, heiss im gesicht, manchmal müde und dann wieder ganz aufgedreht.
Aber ich lasse es zu - denn ohne ist es VIEL schlimmer. Irgendwann war ich von der ständigen Angst und den Depressionen so erschöpft das ich nix mehr konnte, kaum spazieren, kein sport, nix.

Hoffe es klappt bei dir nochmal mit Venla, sont versuch doch einen anderen SNRI. Duloxetin?



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  12.01.2014 23:09  
Hey,
ich hatte auch vorher Venlafaxin in der Dosierung morgens 150mg und abends 75 mg. Musste nun auch auf Fluoxetin umgestellt werden. Nehme sie seit 5 Tagen und ich habe die gleichen Hammernebenwirkungen wie Du! Fürchterlichen Durchfall mit richtigen Schweißausbrüchen, Übelkeit, Schwindel, ich lauf wie auf schwammigen Wolken. Das ist echt die Hölle. Ich hab ne 6-jährige Tochter, einen Hund und 2 KAninchen zu versorgen. Hammer. Aber da musste durch. Geb nicht auf, nach ein paar Wochen ist alles gut. Mach nicht den Fehler und setz die Dinger ab. Habe ich mal gemacht. Der Horror wird noch schlimmer! Es wird, Kopf Hoch!



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  19.02.2014 08:17  
Guten Morgen!

Habe den Beitrag gelesen und der trifft genau auf mich zu. Nehme seit 2012 das Medikament "Fluoxetin" (20mg) und es hat eigentlich sehr gut geholfen, so das ich es im September 2013 auf Raten des Neurologen ausschleichend abgesetzt habe. Nach 8 Wochen (Dezember) merkte ich langsam wie meine Symptome zurückkamen und ich habe in meiner Verzweiflung direkt wieder mit 20mg am Tag angefangen es einzunehmen. Vor 12 Tagen hatte ich dann nach vier Tassen Kaffee eine starke Panikattacke auf der Arbeit, habe aber noch geschafft bis zum Ende durchzuhalten und bin dann Samstags zu Hause geblieben. Seitdem habe ich starke innere unruhige Gefühle, indem ich zittere, der Magen krampft sich zusammen, ich kann schwer einschlafen und wache morgens schon direkt mit starken Schuldgefühlen und schwitzigen Händen auf. Kann auch nicht länger wie bis 6 Uhr schlafen. Wache automatisch auf und dann ist Ende. Habe auch schon des öfteren überlegt den Krankenwagen zu rufen, da ich diesen inneren Druck und den täglichen Stimmungsschwankungen nicht mehr gewachsen bin. Was kann ich tun?


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