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Hallo ... ich habe mich heute hier angemeldet ... weil ich momentan wegen Angst- und Panikattacken ... und einer mittelschweren Depression krankgeschrieben bin. Meine Neurologin hat mir Mirtazapin 15 mg verordnet. Ich sollte mit einer halben Tablette ... also 7,5 mg anfangen. Hab ich auch gemacht. Ich muss dazu schreiben ... dass ich zu diesem Zeitpunkt sehr schlecht schlafen konnte und auch schon einige Nächte nur sehr kurz ... für drei bis 4 Stunden schlafen konnte ... immer gegen 02:00 - 03:00 Uhr munter geworden bin.
Ich habe dieses Mirtazapin nur einen Abend genommen ... weil mir eigentlich diese Nebenwirkungen schon voll gereicht haben. Eine halbe Stunde nach Einnahme bekam ich (schon im Bett liegend) Ohrensausen ... schlief dann auch gleich ein ... hatte aber nachts die schlimmsten Alpträume (ich träume sonst sehr selten) ... mit Panikattacken ... Angst ohne Ende und lag wie gelähmt und regungslos ... einfach nur furchtbar. Gegen Mittag des darauffolgenden Tages war ich immer noch am schlafen ... aber ein unruhiges Schlafen (immer wieder wach geworden) ... trockener Mund ... konnte kaum sprechen und hatte auch Schwierigkeiten überhaupt auf Fragen zu antworten bzw. zu kommunizieren. Also quasi wie "abgeschossen" ... mal einfach ausgedrückt. Ich habe den ganzen Tag bis zum Abend nichts mehr auf die Reihe bekommen ... nur auf der Couch gelegen und schlapp ... müde ... Ist das normal ? Ändert sich das im Laufe der Zeit ? Ich stell mir grad vor ... wenn ich eine ganze Tabl. genommen hätte Ich finde das echt krass ! Wer hat Erfahrungen mit diesem Wirkstoff ? ... kann davon berichten. Ich habe jetzt am 16.11. wieder einen Termin ... meine Neurologin wird nicht sehr erfreut sein ... dass ich dieses Medikament nur einmal genommen habe. Hättet Ihr es weiter eingenommen ?

12.11.2015 23:46 • 16.11.2015 #1


10 Antworten ↓


CompanionCube
Ich nehme das Mirtazapin jetzt schon...hmm...ein 3/4 Jahr ein denke ich, die Wirkung wurde meiner Meinung nach deutlich abgeschwächt in der Zeit. Anfangs war ich bereits eine halbe Stunde nach der Einnahme sehr müde, mittlerweile ist da kaum noch etwas.

Ich träume auch sehr schlecht und schlafe sehr unruhig, ob das aber am Mirtazapin allein liegt kann ich leider nicht sagen.
Sprech es auf jeden Fall mit deiner Neurologin durch, eventuell wäre bei den starken Nebenwirkungen etwas anderes sinnvoller.

13.11.2015 00:53 • x 1 #2



Mirtazapin ein Teufelszeug ?

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Die von dir beschriebenen Nebenwirkungen sind schon sehr heftig und dürften mit Sicherheit in die Kategorie selten bis sehr selten fallen
Bei so einer heftigen Reaktion auf ein Medikament sollte man zuerst seinem Arzt informieren und vorerst keine weitere Tablette nehmen.
Ob deine Neurologin meckert oder nicht kann dir erstmal wurscht sein.
Du mußt mit dem Medikament klar kommen und nicht sie

13.11.2015 01:20 • x 1 #3


Schlaflose
Zitat von Maxi_08:
Ich habe dieses Mirtazapin nur einen Abend genommen ... weil mir eigentlich diese Nebenwirkungen schon voll gereicht haben. Eine halbe Stunde nach Einnahme bekam ich (schon im Bett liegend) Ohrensausen ... schlief dann auch gleich ein ... hatte aber nachts die schlimmsten Alpträume (ich träume sonst sehr selten) ... mit Panikattacken ... Angst ohne Ende und lag wie gelähmt und regungslos ... einfach nur furchtbar. Gegen Mittag des darauffolgenden Tages war ich immer noch am schlafen ... aber ein unruhiges Schlafen (immer wieder wach geworden) ... trockener Mund ... konnte kaum sprechen und hatte auch Schwierigkeiten überhaupt auf Fragen zu antworten bzw. zu kommunizieren. Also quasi wie "abgeschossen" ... mal einfach ausgedrückt. Ich habe den ganzen Tag bis zum Abend nichts mehr auf die Reihe bekommen ... nur auf der Couch gelegen und schlapp ... müde ... Ist das normal ?


Dann sprichst du wohl sehr gut auf das Medikament an und die Dosis war für deine Verhältnisse für den Anfang zu hoch. Ich habe schon von Leuten gehört, dass sie mit 1,5-3mg auskommen. Ich würde an deiner Stelle erstmal ein paar Tage nur ein Krümelchen nehmen.
Ein Teufelszeug ist es auf keinen Fall, denn es hat Millionen von Leuten gut geholfen.

13.11.2015 10:37 • x 1 #4


@ ***Schlaflose*** ... da könntest Du recht haben ... darüber hab ich noch gar nicht nachgedacht. Weißt Du vielleicht ... ob es im Handel noch kleinere Dosierungen gibt ? Habe jetzt 15 mg gehabt und sie zur Hälfte geteilt. Bei ein paar Krümelchen ... also vielleicht ein Viertel ... besser wäre eine kleinere handelsübliche Dosis ... Danke für Deine Antwort und Danke an alle für's antworten ...

13.11.2015 13:02 • #5


Schlaflose
Ich weiß nicht, ob es eine kleinere Dosis gibt. Aber ich teile mein Doxepin einfach mit einem Messer in kleine Krümel, wenn ich es so brauche.
Es gibt es aber als Tropfen unter dem ursprünglichen Namen Remergil.

13.11.2015 13:13 • x 1 #6


Also die Tabletten gibt es nur in 15 und 30 mg.
3,75 mg wäre also die niedrigst mögliche Dosierung um sich an das Medikament zu *gewöhnen*
Da man die Tabletten leider nur schlecht durch vier teilen kann wirst du wohl nie genau auf die 3,75 mg kommen.
Leider baut sich bei 3,75 mg wohl auch kein stabiler Plasmaspiegel auf und deshalb solltest du vorher deine Ärztin fragen,ob so eine Aktion überhaupt Sinn macht.

13.11.2015 21:42 • #7


Stabiler Plasmaspiegel ? ... und der wird dann sicher noch getestet ? Hast Du Erfahrungen mit diesem Medikament ?

14.11.2015 00:47 • #8


Schlaflose
Zitat von Faultier:
Also die Tabletten gibt es nur in 15 und 30 mg.
3,75 mg wäre also die niedrigst mögliche Dosierung um sich an das Medikament zu *gewöhnen*
Da man die Tabletten leider nur schlecht durch vier teilen kann wirst du wohl nie genau auf die 3,75 mg kommen.
Leider baut sich bei 3,75 mg wohl auch kein stabiler Plasmaspiegel auf und deshalb solltest du vorher deine Ärztin fragen,ob so eine Aktion überhaupt Sinn macht.


Es muss ja nicht genau 3, 75 sein. Und die Vierteltablette kann man mit einem Messerr noch weiter teilen. So mache ich es mit Doxepin auch. Und es es geht nur ums Einschleichen, nicht um dauerhaft so niedrig zu bleiben. Nach ein paar Tagen kann man erhöhen. Und wie gesagt, gibt es die auch als Tropfen, da kann man viel gezielter dosieren.

14.11.2015 08:34 • x 1 #9


Zitat von Maxi_08:
Stabiler Plasmaspiegel ? ... und der wird dann sicher noch getestet ? Hast Du Erfahrungen mit diesem Medikament ?


Der wird nur getestet,wenn es dir nach einer gewissen Zeit und entsprechender Dosierung mit dem Medikament noch nicht besser geht.
Wenn man so heftig bereits nach 30 min und auf die hälfte der üblichen Tagesdosis reagiert,KANN es das falsche Medikament für dich sein.
Und wie ich oben bereits geschrieben habe,frag bitte deine Ärztin was sie von einem einschleichen mit 3,75 mg hält.

Mirtazapin wird eigentlich nur bei Depressionen verschrieben und hat nur eine Off Label Zulassung bei Angst und Panikerkrankungen.
Ob man bei dir damit jetzt beide Erkrankungen in den Griff kriegt muß man sehen.

Ich persönlich habe keine Erfahrung mit diesem Medikament,aber meine Freundin nimmt es schon gut 2 Jahre und ist gerade dabei es in Schritten von 15<7,5<3,75mg abzusetzen.
Ihr wurde davon abgeraten mit 3,75 mg zu beginnen.

14.11.2015 10:39 • x 1 #10


So ... nur mal so zur Info
Ich war bei meiner Ärztin ... hab ihr von den Nebenwirkungen erzählt. Ihre Antwort war ... dann vertrage ich den Wirkstoff absolut nicht und es war gut ... dass ich ihn gleich abgesetzt habe. Habe mich auch so halb gerechtfertigt ... dass ich ihr nicht gleich ne Info gegeben habe. Nicht schlimm ... hab jetzt ihre Email-Addy ... soll mich einfach melden ... wenn ich mit dem neuen Medikament nicht klar komme.
Habe ihr die Atosiltropfen (vielleicht 20 Tropfen raus) und die Packung Lorazepan (1 1/2 Tabletten raus) auf den Tisch gelegt und ihr erzählt ... wie ich die letzten 2 Wochen ohne medikament hingekriegt habe ... und sie fand das ganz toll und hat sich gefreut wie ein Kind. Man kann auch Psychiater glücklich machen
Jetzt hab ich Trimipramin in Tropfenform und soll mit 3 bis 5 Tropfen anfangen ... und nein ... ich will die Nebenwirkungen gar nicht wissen !
Euch allen einen schönen Montag !

16.11.2015 13:07 • #11



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Dr. med. Andreas Schöpf