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Yasmon
Hallo meine Lieben,

heute bräuchte ich mal eure Erfahrungen bzgl. Trazodon.
Für mich ist dieses Zeug ein Produkt der Hölle

Am besten ich hole mal ein bißchen aus.

Ich habe meine Therapeutin gebeten, mir Antidepressiva zu verschreiben. Sie hat mit 10mg Citalopram verschrieben, welche ich auch gut vertragen habe. Mir ging es seit langem wieder sehr gut, ich hatte Antrieb und keinerlei Spur von Angst oder Panik. Der einzigste Haken an der ganzen Sache war, das ich eine sexuelle Störung durch das Histamin hatte.
Also habe ich das mit meiner Therapeutin besprochen und sie empfahl mir stattdessen Trazodon. Gesagt, getan - ich bin in die Apo gegangen und haben mir diese geholt.
Ich sollte mit 100mg anfangen, das der pure Horror war. Ich hab die Taletten genommen und ca. 1/2 Stunde später hab ich kaum noch was gesehen, mir war schwindelig und dadurch bekam ich Angst und noch ne fette Panikattacke als Dankeschön.

Ich hab am nächsten morgen gleich meine Therapeutin kontaktiert und ihr mein Leid geschildert. Sie sagte ich soll mit 25mg erstmal weitermachen und dann nach ca. 2-3 Tagen auf 50 mg hoch und die Dosis bis zum nächsten Termin beibehalten. Der ist am 19.12.

So...Die 50mg traue ich mich gar nicht zu nehmen und hänge immernoch bei den 25mg. Mir ist dauernd schwindelig und ich hab das Gefühl mich zieht einer hinten an den Haaren runter. Dazu kommt noch eine ständige Müdigkeit und meine Angstzustände sind auch wieder da. Meine letzte "halbe" Panikattacke eben auf der A7 BRAVO....

Jetzt möchte ich morgen wieder meine Therapeutin kontaktieren und ihr das Problem schildern und trotz der kleinen Nebenwirkung des Citalopram dieses wieder nehmen.

Könnt ihr vielleicht eure Erfahrungen berichten? Kennt jemand das Problem?

Achso, ja ich habe im Netz viel gelesen das die Menge, die ich am Tag von dem Trazodon nehme viel zu wenig ist, aber ich weigere mich mittlerweile schon mehr zu nehmen weil ich den kompletten Mut verloren habe und nur noch Angst davor habe.

Vielen Dank schonmal für Eure Erfahrungen

Liebe Grüße
Yasmon

11.12.2016 23:14 • 16.12.2016 #1


12 Antworten ↓


Hallo!
ich nehme escitalopram(15mg) und trazodon (75mg).
bei mir funktioniert diese kombi sehr gut.
Das escitalopram macht mich in der früh antriebsstärker und das trazodon am abend lässt mich ohne alpträume schlafen.
Ich hatte vom trazodon eigentlich nie nebenwirkungen, die ersten tage war ich vielleicht ein bisschen müde, sonst nichts.
vielleicht ist deine dosis für den anfang zu hoch und dein körper braucht noch ein bisschen zeit, sich daran zu gewöhnen.
Liebe grüße

12.12.2016 00:14 • x 1 #2



Trazodon oder auch Teufelszeug

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Yasmon
Danke für deine Antwort.

Es ist echt eigenartig. Ich träume auch verstärkt und nicht nur schöne Sachen. Davor hab ich fast nie geträumt bzw. wusste nicht was und wurde auch davon nicht wach.

Ich bin total hin und hergerissen.

12.12.2016 00:37 • #3


Hallo!
wie lange nimmst du es jetzt insgesamt?
könnte noch die erstverschlimmerung sein.
liebe grüße

12.12.2016 09:00 • #4


Vennezia
Hey

Ich kenne ähnliche Symptome von Opipramol bei mir. Ich habe für mich gelernt, dass ich Medikamente sehr, sehr langsam einschleichen muss, denn diese oft extremen Nebenwirkungen am Anfang machen mir auch große Probleme in Sachen Angst und Panik.

Ich habe mich deshalb auch sehr, sehr lange gewehrt, überhaupt Medikamente zu nehmen, denn nach der Ersteinnahme hatte ich oft so eine Angst vor den Medis, dass ich nichts mehr angefasst habe.

Zum Glück habe ich aber inzwischen einen medizinisch versierten Partner an meiner Seite und eine Freundin, die es mit dem sehr langsamen Einschleichen von Opipramol auch geschafft hat und die mir zur Seite stand in der Anfangszeit. Heute bin ich froh, dass ich dieses Medikament nehme!

Bei der ersten Einnahme habe ich mal ganz mutig gleich 50mg genommen. Böser Fehler, das war mir auch zuviel. Ich hasse dieses extrem sedierte, benommene Gefühl und ich hatte ständig den Drang, die Zähne aufeinander zu beissen. Am nächsten Tag hatte ich den totalen Hangover mit Kreislaufproblemen und Übelkeit!
Zum Glück hat mein Partner mich überredet, durchzuhalten und erstmal mit einer halben Tablette, also 25 mg weiter zu machen. Das hat deutlich besser funktioniert. Ich habe zwar die ersten zwei Wochen unheimlich viel geschlafen, aber ich habe gut geschlafen, durchgeschlafen, mich mal erholen können. Heute nehme ich mittags 25 mg und am Abend auch. Das ist eine geringe Dosis, aber es hilft mir schon sehr und ich vertrage es gut. Eine ganze Tablette auf einmal traue ich mich bisher allerdings noch immer nicht zu nehmen, auch wenn es garantiert inzwischen ginge.

Ich denke, so ca. 14 Tage dauert das Einschleichen auf alle Fälle und bei manchen Patienten kann es noch länger dauern, bis die Nebenwirkungen verschwinden. Aber wenn du es nur noch unter Panik nimmst und es nicht besser wird, ist es vielleicht nicht das Richtige für dich. Frag deine Ärztin doch mal, ob Opipramol für dich geeignet wäre. Gegen die Ängste hilft es mir wirklich gut und ich kann es gut in den Alltag integrieren. Dauert eine Weile, aber angstlösend wirkt es recht schnell und nach gut 6 Wochen hab ich auch die stimmungsaufhellende Wirkung gespürt.
Es ist nicht so, dass ich dadurch ein neuer Mensch geworden bin und gar keine Probleme mehr habe, aber es geht mir damit viel, viel besser.

Alles Liebe

Vennezia

12.12.2016 15:18 • #5


Schlaflose
Zitat von Yasmon:
Also habe ich das mit meiner Therapeutin besprochen und sie empfahl mir stattdessen Trazodon. Gesagt, getan - ich bin in die Apo gegangen und haben mir diese geholt.


Ist deine Therapeutin denn auch Ärztin, dass sie dir das empfehlen kann? Oder wer hat es dir denn verschrieben und dir diese viel zu Anfangsdosis vorgegeben?

Trazodon ist ein sedierendes AD und wird in erster Linie bei Depressionen und Ängsten verschrieben, wenn auch noch Schlafstörungen bestehen. Wenn man nicht schon vorher ein AD mit gleicher Wirkungsweise genommen hat, sollte die Anfangsdosis 25mg betragen, die man ein paar Tage nimmt und wenn die Nebenwirkungen nachlassen um weitere 25mg erhöht, bis man bei der Menge angelangt ist, die man dauerhaft nehmen soll.

Du musst schon etwas Geduld haben und die Nebenwirkungen hinnehmen, bis dein Körper sich vollständig dran gewöhnt hat. Das kann 2-4 Wochen dauern. Und dann erst setzt die positive Wirkung ein.

12.12.2016 17:06 • #6


Yasmon
Zitat von Schlaflose:
Zitat von Yasmon:
Also habe ich das mit meiner Therapeutin besprochen und sie empfahl mir stattdessen Trazodon. Gesagt, getan - ich bin in die Apo gegangen und haben mir diese geholt.


Ist deine Therapeutin denn auch Ärztin, dass sie dir das empfehlen kann? Oder wer hat es dir denn verschrieben und dir diese viel zu Anfangsdosis vorgegeben?

Trazodon ist ein sedierendes AD und wird in erster Linie bei Depressionen und Ängsten verschrieben, wenn auch noch Schlafstörungen bestehen. Wenn man nicht schon vorher ein AD mit gleicher Wirkungsweise genommen hat, sollte die Anfangsdosis 25mg betragen, die man ein paar Tage nimmt und wenn die Nebenwirkungen nachlassen um weitere 25mg erhöht, bis man bei der Menge angelangt ist, die man dauerhaft nehmen soll.

Du musst schon etwas Geduld haben und die Nebenwirkungen hinnehmen, bis dein Körper sich vollständig dran gewöhnt hat. Das kann 2-4 Wochen dauern. Und dann erst setzt die positive Wirkung ein.


Vielen Dank für deine Antwort. Ja, meine Therapeutin ist auch Ärztin und versucht mit mir eine Lösung zu finden. Ich habe ihr bescheid gesagt und sie bat mich noch ein paar Tage es zu versuchen. Doch leider wird es als schlimmer anstatt besser. Ich habe auch mittlerweile eine richtige Abneigung gegen diese Tabletten.
Sie sagte mir sobald es nicht besser oder schlimmer wird, soll ich mich nochmal melden. Dann schauen wir nach einer Alternative.
Es ist auch blöd, das die Tabletten eine schlaffördernde Wirkung haben, da ich egal wann und wo immer schlafen kann und generell ziemlich oft müde bin.
Daher haben mit die Citalopram auch so gut gefallen. Die haben mich aktiv gemacht.
Ich schaue mal was daraus wird.

Zitat von Vennezia:
Hey

Ich kenne ähnliche Symptome von Opipramol bei mir. Ich habe für mich gelernt, dass ich Medikamente sehr, sehr langsam einschleichen muss, denn diese oft extremen Nebenwirkungen am Anfang machen mir auch große Probleme in Sachen Angst und Panik.

Ich habe mich deshalb auch sehr, sehr lange gewehrt, überhaupt Medikamente zu nehmen, denn nach der Ersteinnahme hatte ich oft so eine Angst vor den Medis, dass ich nichts mehr angefasst habe.

Zum Glück habe ich aber inzwischen einen medizinisch versierten Partner an meiner Seite und eine Freundin, die es mit dem sehr langsamen Einschleichen von Opipramol auch geschafft hat und die mir zur Seite stand in der Anfangszeit. Heute bin ich froh, dass ich dieses Medikament nehme!

Bei der ersten Einnahme habe ich mal ganz mutig gleich 50mg genommen. Böser Fehler, das war mir auch zuviel. Ich hasse dieses extrem sedierte, benommene Gefühl und ich hatte ständig den Drang, die Zähne aufeinander zu beissen. Am nächsten Tag hatte ich den totalen Hangover mit Kreislaufproblemen und Übelkeit!
Zum Glück hat mein Partner mich überredet, durchzuhalten und erstmal mit einer halben Tablette, also 25 mg weiter zu machen. Das hat deutlich besser funktioniert. Ich habe zwar die ersten zwei Wochen unheimlich viel geschlafen, aber ich habe gut geschlafen, durchgeschlafen, mich mal erholen können. Heute nehme ich mittags 25 mg und am Abend auch. Das ist eine geringe Dosis, aber es hilft mir schon sehr und ich vertrage es gut. Eine ganze Tablette auf einmal traue ich mich bisher allerdings noch immer nicht zu nehmen, auch wenn es garantiert inzwischen ginge.

Ich denke, so ca. 14 Tage dauert das Einschleichen auf alle Fälle und bei manchen Patienten kann es noch länger dauern, bis die Nebenwirkungen verschwinden. Aber wenn du es nur noch unter Panik nimmst und es nicht besser wird, ist es vielleicht nicht das Richtige für dich. Frag deine Ärztin doch mal, ob Opipramol für dich geeignet wäre. Gegen die Ängste hilft es mir wirklich gut und ich kann es gut in den Alltag integrieren. Dauert eine Weile, aber angstlösend wirkt es recht schnell und nach gut 6 Wochen hab ich auch die stimmungsaufhellende Wirkung gespürt.
Es ist nicht so, dass ich dadurch ein neuer Mensch geworden bin und gar keine Probleme mehr habe, aber es geht mir damit viel, viel besser.

Alles Liebe

Vennezia


Danke für deine Antwort. Opipramol habe ich mal als Erstes verschrieben bekommen von meinem Neurologen. Ist aber schon lange her. Bei denen hatte ich null Komma null Wirkung. Ich habe wirklich nichts davon gemerkt. Weder Nebenwirkungen, noch Müdigkeit oder ein anderes Gefühl. Daher kommen die für mich nicht mehr in Frage. Aber ich bin froh das sie dir helfe. Wenn man "sein" Medikament gefunden hat, dann hat man erstmal Ruhe. Aber ist anscheinend nicht so einfach

13.12.2016 23:48 • #7


Vennezia
Welche Dosis Opipramol hast du denn genommen? Weißt du das vielleicht noch? Und wie lange?

Ich hab schon ein paar Tage gebraucht, bis sie mir in Sachen Ängsten etwas gebracht haben und ich nehme aber generell immer sehr, sehr wenig Medikamente und habe festgestellt, dass bei fast Allem bei mir schon ganz kleine Mengen anschlagen. Auch bei Schmerzmitteln etc..

Du hast Recht, wenn man ein Medikament gefunden hat, welches wirkt und man es auch noch gut verträgt, ist das wirklich wunderbar. Aber es kann natürlich leider echt nervenaufreibend sein, das für sich richtige Medikament dann auch zu finden... Dabei wünsche ich dir ganz ganz viel Erfolg und drücke dir die Daumen!

Liebe Grüße

Vennezia

14.12.2016 15:08 • x 1 #8


Yasmon
Liebe Vennezia,

vielen Dank =)

Wie viel ich damals genommen habe weiß ich leider nicht mehr. Aber ich habe sie bestimmt zwei Monate genommen. Will mich aber nicht drauf festlegen.
Ich soll jetzt die Trazodon absetzen und sie bespricht am Montag mit mir alles weitere.
Ich werde ihr auch wieder sagen, das sie mir eins für morgens gibt.
Muntermacher finde ich persönlich besser.

Mal schauen, was es noch für Alternativen gibt.

Ich berichte mal auf was wir geswitcht sind =)

15.12.2016 01:54 • #9


Grashüpfer
Hallo Yasmon,

Unterschreibe ich sofort - Trazodon IST Teufelszeug! Ich hab damals mit Remergil angefangen. Leider haben sich die Blutwerte verändert und ich musste es absetzen. Das darauffolgende AD habe ich nicht vertragen und so machte ich wieder einen Termin. Ich war damals im Studium und während der Sommersemesterferien bei meinen Eltern. Die Psychiaterin verschrieb mir Trazodon - und es war die Hölle! Ich war so benommen, dass ich nicht mal aufstehen konnte, tagelang! Mir war schwindelig und es ging mir schlechter als vorher.
Wieder zum Semester zurück, ging ich zu meinem Arzt. Der schlug die Hände über dem Kopf zusammen! Ihn wundere nicht, dass es mir so mies ging. Seine Begründung: Trazodon zielt auf den Stoffwechsel älterer Menschen und eignet sich nicht für junge Menschen.
Ich war damals im selben Alter wie du. Er verschrieb mir was anderes, und innerhalb weniger Tage ging es mir deutlich besser!

Lass dir was anderes verschreiben, denn wenn das tatsächlich der Grund ist, wird sich dein Zustand nicht wirklich verbessern.

LG Grashüpfer

15.12.2016 02:43 • x 1 #10


Schlaflose
Zitat von Grashüpfer:
Unterschreibe ich sofort - Trazodon IST Teufelszeug!


Kann ich aber gar nicht bestätigen. Ich probierte es wegen meinen Schlafstörungen aus und habe selbst 100mg absolut nichts davon gemerkt. Aber ein Gutes hatte es: ich bin auf der Suche nach Informationen dazu auf dieses Forum gestoßen

15.12.2016 11:21 • #11


Grashüpfer
Naja, jeder reagiert ja auch anders. Ich reagiere sowieso sehr sensibel auf ADs , und mir reicht meistens schon eine geringe Dosis, um ausreichende Wirkung zu erzielen. Ich war damals Mitte 20 - wenn der Arzt recht hat mit seiner Begründung zu unterscheidlichem Hormonhaushalt, kann das den Unterschied schon erklären. Der Körper arbeitet mit Mitte 20 eben anders als mit 50.
Ich fand diese Erklärung damals sehr plausibel .

Aber dass du deshalb hier im Forum gelandet bist, umso besser

15.12.2016 13:36 • #12


Yasmon
Zitat von Grashüpfer:
Hallo Yasmon,

Unterschreibe ich sofort - Trazodon IST Teufelszeug! Ich hab damals mit Remergil angefangen. Leider haben sich die Blutwerte verändert und ich musste es absetzen. Das darauffolgende AD habe ich nicht vertragen und so machte ich wieder einen Termin. Ich war damals im Studium und während der Sommersemesterferien bei meinen Eltern. Die Psychiaterin verschrieb mir Trazodon - und es war die Hölle! Ich war so benommen, dass ich nicht mal aufstehen konnte, tagelang! Mir war schwindelig und es ging mir schlechter als vorher.
Wieder zum Semester zurück, ging ich zu meinem Arzt. Der schlug die Hände über dem Kopf zusammen! Ihn wundere nicht, dass es mir so mies ging. Seine Begründung: Trazodon zielt auf den Stoffwechsel älterer Menschen und eignet sich nicht für junge Menschen.
Ich war damals im selben Alter wie du. Er verschrieb mir was anderes, und innerhalb weniger Tage ging es mir deutlich besser!

Lass dir was anderes verschreiben, denn wenn das tatsächlich der Grund ist, wird sich dein Zustand nicht wirklich verbessern.

LG Grashüpfer


Hallo Grashüpfer,

vielen Dank für deine Antwort.
Ich habe heute keine Trazodon genommen und warte bis Montag, um über ein anderes Medikament mit meiner Ärztin zu sprechen.
Es wird glaube ich auch nichts bringen es noch zu versuchen, da es ja als schlimmer wurde. Mal schauen was sie mir geben wird.
Welches Medikament hast du dann bekommen?

Liebe Grüße

16.12.2016 02:28 • #13



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