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G
Hallo,

ich hatte früher jahrelang escitalopram 10mg und Alprazolam (1,25mg) genommen.
Nach der Hypnosebehandlung konnte ich das Alprazolam( Benzo) mit ERfolg ausschleichen!

Mir ging es danach wunderbar - bis ich auf die Idee kam, auch das Antidepressivum ausschleichen zu wollen. Anfangs machte ich es ohne Zustimmung meines Psychiaters, später mit halbherziger Zustimmung des Psychiaters. ER wies mich allerdings darauf hin, auf irgendwelche Anzeichen einer Verschlechterung zu achten.

Es gab die Verschlechterung! Aber anstatt Rückspracjhe mit meinem Arzt zu halten, habe ich alles auf meine Hashimoto geschoben!
Und dann kam der grosse Rückfall und jetzt geht es mir schlimmer als vorher!

Zuerst wurde das escitalopram erhöht auf 10mg -ohne Erfolg!
Dann auf 20mg escitalopram - auch ohne Erfolg!
Im Krankenhaus wurde ich dann auf citalopram umgestellt (20mg). Da das nicht reichte, um moch ruhig zu stellen, bekam ich noch 1,5mg Alprazolam.

Diese Medikation nehme ich jetzt seit Mitte Januar, also gute 6 Wochen.
Aber trotz dem alprazolam bekomme ich immer wieder Angstzustânde und bin zusätzlich sehr depressiv. Ich habe das Gefühl, die Medikamente wirken bei mir überhaupt nicht mehr!!

Kennt das jemand von Euch??
Kann es sein, dass das so lange dauert und es mir schlechter geht als zuvor?

LG,
Gauloise

02.03.2010 11:30 • 02.03.2010 #1


2 Antworten ↓


Christina
Hi,

ich kriege echt 'ne Krise, wenn ich das lese! Wie können die dich im Krankenhaus auf Alprazolam einstellen, nachdem du eine Abhängigkeit davon überwunden hattest? Und eine Umstellung von Escitalopram auf Citalopram ist auch nicht der Hit - haben die gehofft, dass die Abfallstoffe, die bei Escitalopram aus Citalopram rausgefiltert wurden, bei dir eine angstlösende Wirkung erzielen? BTW hätte man den Dosisspielraum doch auch ausreizen können, bei Cipralex sind das 40 mg, bei Citalopram 80 mg.

Geh' schleunigst zum Arzt... Wenn man ein angstlösendes AD braucht und die üblichen SSRI nichts gebracht haben (oder aus welchen Gründen auch immer nicht mehr greifen), bietet sich Trevilor an (Wirkstoff Venlafaxin, gibt's inzwischen auch als Generikum). Falls das wegen der Angstzustände nicht reicht, kann man Buspiron dazu geben. Beides macht nicht abhängig.

M.E. ist es sch...egal, ob bei deiner jetzigen Medikation noch irgendwann mit einer Wirkung zu rechnen ist. Sechs Wochen Benzo-Einnahme sind arg lang, da ist so mancher ehemalige Abhängige wieder voll drauf. Das halte ich für ein völlig inakzeptables Risiko.

Liebe Grüße
Christina

02.03.2010 12:57 • #2


G
Hallo Christina,

ich nahm zwar jahrelang Alprazolam (insges. 1,25mg pro Tag), aber ich hatte keinerlei Anzeichen von Abhängigkeit!
Mir ging es nach der Hypnose ja auch so gut, dass ich das Benzo schrittweise ausschleichen durfte - und OHNE PROBLEME konnte!!
Danach nahm ich nur noch das escitalopram.

Und nach dem Reduzieren des ESCITALOPRAM bekam ich diesen enormen Rückfall! NICHT von dem Alprazolam!!
Mein PSYCHIATER versuchte daraufhin ja die Erhöhung des escitalopram auf 20mg, was aber nicht half. DEshalb hat er mich ins Krankenhaus geschickt, aber als Belegarzt dort selbst bestimmt, welche Medikamente ich dort bekomme.
Auf Citalopram hat er deshalb umgestellt, weil er mittlerweile der Ansicht ist, dass das escitalopram doch nur ein Instrument war, um ein neues Patent zu ergattern.
Im KH wurde dann auf seine Veranlassung hin mit 10mg citalopram per Infusion angefangen, zwei Tage später auf 20mg erhöht - aber danach gung es mir wieder schlechter, ich reagierte mit Angstsymptomen und starken Depressionen.
DESHALB bekam ich wieder Alprazolam - von meinem Psychiater - verabreicht.
Das Citalopram wurde wieder auf 10mg reduziert und stattdessen zusâtzlich 15mg Mirtazapin (nur für die Dauer von drei Wochen) in Tablettenform verabreicht.
Zu Hause kann ich aber 20mg Citalopram nehmen, da es in Tablettenform ja nicht direkt ins Blut geht, so wie bei einer Infusion. Aber mehr als 20mg vetrage ich halt nicht!

Und: ich bin auf jeden Fall unter Psychiatrischer Aufsicht.
Ich bin jetzt nur mal gespannt, ob er die Medikamentation ändert....

Liebe Grüsse,
Gauloise






Zitat von Christina:
Hi,

ich kriege echt 'ne Krise, wenn ich das lese! Wie können die dich im Krankenhaus auf Alprazolam einstellen, nachdem du eine Abhängigkeit davon überwunden hattest? Und eine Umstellung von Escitalopram auf Citalopram ist auch nicht der Hit - haben die gehofft, dass die Abfallstoffe, die bei Escitalopram aus Citalopram rausgefiltert wurden, bei dir eine angstlösende Wirkung erzielen? BTW hätte man den Dosisspielraum doch auch ausreizen können, bei Cipralex sind das 40 mg, bei Citalopram 80 mg.

Geh' schleunigst zum Arzt... Wenn man ein angstlösendes AD braucht und die üblichen SSRI nichts gebracht haben (oder aus welchen Gründen auch immer nicht mehr greifen), bietet sich Trevilor an (Wirkstoff Venlafaxin, gibt's inzwischen auch als Generikum). Falls das wegen der Angstzustände nicht reicht, kann man Buspiron dazu geben. Beides macht nicht abhängig.

M.E. ist es sch...egal, ob bei deiner jetzigen Medikation noch irgendwann mit einer Wirkung zu rechnen ist. Sechs Wochen Benzo-Einnahme sind arg lang, da ist so mancher ehemalige Abhängige wieder voll drauf. Das halte ich für ein völlig inakzeptables Risiko.

Liebe Grüße
Christina

02.03.2010 13:53 • #3





Dr. med. Andreas Schöpf