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levana
Hallo,

ich habe nach Rücksprache mit meinem Psychiater Cymbalta von 30 auf 20mg reduziert. Der Grund dafür sind Sehstörungen. Bisher nahm ich die 30mg für ca. 4 Jahre.
Die Reduktion erfolgte Anfang Oktober...also seit ca.11 Wochen. Anfangs wars ok, aber mittlerweile treten viele unangenehme Symptome in den Vordergrund:

- Unruhe
- Schlafstörungen
- teilweise Zwangsgedanken
- starke Stimmungsschwankungen innerhalb eines Tages
- Muskelzuckungen
- starke Tagesmüdigkeit
- das Gefühl, eine Erkältung zu bekommen (Schlappheit, leicht erhöhte Temperatur etc.)
- Verdauungsstörugen
- Übelkeit
- "brain zaps"

Können diese Symptome der Reduktion geschuldet sein, auch wenn sie SO zeitverzögert kommen?!
Hat jemand einen Rat dazu?

Lieben Dank!

17.12.2018 20:39 • 24.02.2019 #1


22 Antworten ↓


Hallo!
Ja, das können absetzerscheinungen sein, vielleicht hast du zu schnell reduziert?
Vorallem die Brain zaps passen sehr gut....
Liebe Grüße

17.12.2018 21:32 • #2



Reduktion Cymbalta - Absetzsymptome?

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levana
Hallo,
der Arzt ist sich nicht sicher bzw. ist den Absetzsymptome eh nicht so "zugewandt". Er höre nicht oft davon. Auch die zu schnelle Reduktion hält er für übertrieben. Bisher habe ich keinen Psychiater kennengelernt, der sich wirklich damit auskennt bzw. darauf eingeht.
Allerdings gibt es ja nicht weniger als 20 mg Duloxetin im Handel. Sollte ich vor einem Wechsel lieber noch weiter reduzieren (Kügelchenmethode) oder direkt switchen? Wie lang sollte man eig. auf der gleichen Dosis bleiben, bevor man wieder weniger nimmt?
LG

18.12.2018 18:36 • #3


Hallo!
Kügelchenmethode klingt gut. Ich reduziere escitalopram mit der wasserlösmethode, alle vier Wochen.
Am besten ist, du gehst auf eine Dosis, auf der du dich wohlfühlst. Dann wartest du, bis du stabil bist und ca. 2 Wochen später kannst du wieder reduzieren (wenn du vorsichtig sein möchtest, gehst du immer 10 % runter). Bei mir sind das immer ca. 4 Wochen.
Liebe grüße

18.12.2018 21:12 • x 1 #4


LakeSonne1
hallo,

ich kann mich nektarine nur anschließen. Das hört sich stark nach Absetzsymptomen an.
Bist du auf einmal von 30 auf 20mg runter? das wäre natürlich einen Riesenschritt, ca 30% auf einmal.
Die Empfehlungen von nectarine sind genau richtig.

lg lake

22.12.2018 19:37 • x 1 #5


levana
Hello,
Danke für eure Hilfe
Mittlerweile gehts noch schlechter...und ich habe Angst, dass es die Erkrankung selbst ist.
Um mich herum ist die Welt schief und schräg; alles kippt weg (so ähnlich, wie vor meiner ersten AD-Einnahme überhaupt). Sehr schwierige Zeit gerade.

Ja, ich bin in einem Schritt von 30 auf 20 mg gegangen, da der Arzt meinte, es sei kein Problem. Fühlte sich auch erst so an. Bis nach
zehn Wochen mit 20 mg sich die genannten Symptome einstellten. Warum aber erst so spät? Ich versteh das nicht
Also, wenn ich das so lese, sollte ich lieber warten, bis ich stabil bin, um zu switchen? Habe erst im März wieder einen Termin.

LG und einen schönen Jahreswechsel!

31.12.2018 15:09 • #6


Hallo!
Von welchem Medikament auf welches möchtest du genau wechseln?
Liebe grüße

31.12.2018 23:24 • #7


Brina84
Zitat von nektarine:
Hallo!
Kügelchenmethode klingt gut. Ich reduziere escitalopram mit der wasserlösmethode, alle vier Wochen.
Am besten ist, du gehst auf eine Dosis, auf der du dich wohlfühlst. Dann wartest du, bis du stabil bist und ca. 2 Wochen später kannst du wieder reduzieren (wenn du vorsichtig sein möchtest, gehst du immer 10 % runter). Bei mir sind das immer ca. 4 Wochen.
Liebe grüße



Hallo und guten Abend
Wie funktioniert die wasserlösmethode?

31.12.2018 23:31 • #8


@Brina84 Hallo! Gib wasserlösemethode in Google ein, da findest du alles dazu. Als Beispiel bei mir, ich nehme momentan 3 mg escitalopram, dazu gebe ich eine 5mg Tablette in 50 ml Wasser. Dann nehme ich 20 ml Wasser mit einer Spritze weg. Im restlichen Wasser (30ml) sind 3 mg escitalopram, das trinke ich dann. Dazwischen immer gut umrühren, escitalopram löst sich zwar gut, aber es bleiben flöckchen.
Welches Antidepressiva nimmst du, diese Methode funktioniert nicht bei allen Medis.
Liebe grüße

01.01.2019 00:10 • x 1 #9


Brina84
Hallo und gutes neues !
Ich nehme keine antidepressiva.
Ich hab vor zwei Jahren welche genommen.
Citalopram und dann gewechselt auf paroxedin
Hab mit der Kügelchen Methode ausgeschlichen
Was sich aber sehr umständlich zeigte.
Ich interessiere mich seitdem sehr für psychopharmaka usw.
habe auch sehr viele Bücher gelesen rund um Psychologie , darunter auch ein Lehrbuch.
Mein psychischer Zustand hat das quasi alles in die Wege geleitet. Bin seit 2,5 Jahren in Therapie aber versuche auch viel selbst zu lesen und zu lernen. Meine Therapeutin findet das klasse.
Manche Dinge besprechen wir in der Therapie wenn es Unklarheiten gibt damit ich eben nicht in die falsche Richtung gehe wegen Unwissenheit.

01.01.2019 11:54 • x 1 #10


levana
Hi,
gesundes Neues!
In welchem Zeitraum fand der Wechsel von Citalopram zu Paroxetin statt und wie ist es dir bekommen?

01.01.2019 13:01 • #11


levana
@nektarine: sorry, übersehen

ich möchte von Duloxetin zu Sertralin wechseln.
Übrigens, die Symptome werden immer schlimmer. Wie muss es Leuten gehen, die sofort abrupt absetzen? Ich habe wahnsinnige Körperschmerzen (keine Ahnung ob Muskeln o. Gelenke) und kann nachts nur zw. 3-4h schlafen. Dabei hatte ich noch niiie Schlafstörungen.
Es ist hart an der Grenze, mich nicht krank schreiben zu lassen

03.01.2019 17:02 • #12


Wie genau machst du den Wechsel?

03.01.2019 17:06 • #13


levana
Weiß ich noch net ^^ Arzt meinte, Cymbalta komplett ausschleichen, zwei Tage nix, Sertralin einschleichen. Keine Ahnung, ob ich den Nullpunkt <<ausschleichen>> überhaupt erreiche.

03.01.2019 17:22 • #14


Gerd1965
Zitat von levana:
Weiß ich noch net ^^ Arzt meinte, Cymbalta komplett ausschleichen, zwei Tage nix, Sertralin einschleichen. Keine Ahnung, ob ich den Nullpunkt <<ausschleichen>> überhaupt erreiche.

Würde ich nicht machen. Wenn du mit Cymbalta schon niedrig vor dem aufhören bist, solltest du bereits Sertralin niedrig dosiert einschleichen.
Höhere Dosen haben eventuell Wechselwirkungen, da beide auf das Serotonin wirken. Jedoch geringe Dosierungen können zu keinem Serotonin Syndrom führen, es könnte sein, dass es dir etwas schwindelig ist oder etwas Übelkeit, jedoch kann man diverse NW abfangen, indem man es abends beginnt, einzunehmen. Erst dann der Wechsel zu der Tageszeit, was der Arzt empfiehlt. Bei Sertralin meist morgens.

03.01.2019 17:35 • #15


levana
Hallo Gerd,
lieben Dank für den hilfreichen Rat. Ich werde mal mit dem Arzt drüber sprechen.
Was meinst du, könnte denn niedrig genug Cymbalta sein?

03.01.2019 18:00 • x 1 #16


Gerd1965
Zitat von levana:
Hallo Gerd,
lieben Dank für den hilfreichen Rat. Ich werde mal mit dem Arzt drüber sprechen.
Was meinst du, könnte denn niedrig genug Cymbalta sein?


Bei mir war es so..

habe Pregabalin (Lyrica) 2x200 mg genommen, mangels Wirkungslosigkeit ausgeschlichen.
Dann Duloxetin (Cymbalta) eingeschlichen 1 Woche 30 mg dann 60 mg.
Leider habe ich jetzt nur unter Übelkeit gelitten, deshalb wieder ausgeschlichen, mit 1 Woche 30 mg und gleichzeitig wieder Pregabalin einschleichen.
Bin zur Zeit auf 2x75 mg, soll auf 2x tägll. 250 mg aufdosieren. Wird noch etwas dauern, bis ich auf dieser Erhaltungsdosis bin.

Ich denke, dass man bei dir ohne weiteres schon Sertralin dazugeben kann. Ich würde mit 25 mg anfangen für eine Woche, dann auf 50 mg gehen und dann mal bleiben und schauen, ob es reicht, wenn nicht dann auf 75 mg bzw. 100 mg. Das musst du mit deinem Arzt dann besprechen.

Gutes Gelingen!

03.01.2019 18:23 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

levana
Pregabalin zeigte bei dir keine Wirkung? Ich war schon in niedrigster Dosierung platt davon. Sehr müde; wackelige Beine, aber eben auch sehr ruhig. Das Medikament hat mir schon in manchen Situationen geholfen (besonders bei kurzfristiger Aufdosierung). Auch aktuell nehme ich etwas mehr, um die Absetzsymptome von Cymbalta zu "deckeln". Sonst würde ich gar nicht in den Schlaf finden.

Ich bin gespannt, wie ich den Wechsel überstehe und ob ich es diesmal ohne KH-Aufenthalt schaffe. Jetzt muss ich mich erstmal stabilisieren, ehe ich weiter reduziere. Hoffentlich dauerts nicht zu lange :-/ Die Reduktion versuche ich dann lieber mit der Kügelchenmethode....die aktuelle Phase muss ich nicht nochmal haben.
Könnte ich schon bei 5 oder 10 mg Cymbalta mit Sertralin einsteigen oder isses zu gefährlich?
Danke dir übrigens für die prima Tipps! Ich werde immer mal schreiben, wie es so läuft.....kann aber dauern ^^

04.01.2019 20:28 • #18


levana
Hat noch jmd ne Idee, wie weit ich Duloxetin abdosieren sollte, wenn ich Sertralin einschleiche?

07.01.2019 17:36 • #19


Gerd1965
Zitat von levana:
Hat noch jmd ne Idee, wie weit ich Duloxetin abdosieren sollte, wenn ich Sertralin einschleiche?

Wie schon erwähnt, mit dieser Cymbalta Dosis ist das gleichzeitige Einschleichen von Sertralin gar kein Problem.

07.01.2019 17:41 • #20



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