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ich nehme nun seit ca 3 jahren citalopram 40mg
doch es wirkt nicht mehr! ich habe starke innere unruhe und ein latentes angstgefühl.geht nun alles wieder von vorne los?

was ist da los? was soll ich tun?ich bin total verzweifelt

19.04.2014 10:47 • 16.06.2020 #1


40 Antworten ↓


charmander
Hallo annastasia

Variante I: Dosis erhöhen (nach Rücksprache mit dem Arzt).
Variante II: Absetzen.

Als ich damals Sertralin einnahm (25 mg) und sie nach einem halben Jahr nicht mehr wirkte, bzw. weil nach 'ner Zeit wieder Unruhe auftrat, entschied ich mich für Variante II. Ich dachte mir schon, dass ein Gewöhnungseffekt der SSRIs auftreten wird. Ich wusste auch, dass SSRIs nur die Symptome abschwächen und nicht 'heilen'. Dieses Ignorieren kann auf langer Sicht nicht gut gehen. Ich hab dann damit angefangen, bewusst Panikattacken über mich ergehen zu lassen und mir die dabei erlebten Gefühle einzuprägen. Bei Nervosität tritt bei mir zwar immer noch Durchfall auf (kann das einfach nicht kontrollieren ), deshalb nehme ich z.B. vor wichtigen Ereignissen (Klausuren) pflanzliche Dragées ein. Diese sind basierend auf Passionsblume und Melisse und beruhigen auch den Magen/Darm.

19.04.2014 11:08 • #2



Medikament wirkt nicht mehr (Citalopram 40mg)

x 3


Laut Google soll es aber wohl unwahrscheinlich sein das bei Citalopram Gewöhnungseffekte auftreten.
Dann wäre es wohl das beste zum Doc zu gehen.

19.04.2014 11:12 • #3


charmander
Nach 3 Jahren Einnahme kann es durchaus sein. Habe gerade eine Publikation über Citalopram gelesen. Diese können sehr wohl die Angstbereitschaft erhöhen. (Quelle: Browning, Reid et al., J. Psychopharmacology London, UK, 2007, Vol.21, Issue7, p. 684)

19.04.2014 11:51 • #4


Unwahrscheinlich bedeutet auch nicht unmöglich^^
Die Wahrscheinlichkeit das Sertralin eine Manie auslöst ist jetzt auch nicht sehr hoch...und dennoch hatte ich das „Glück“.

19.04.2014 11:57 • #5


ach ist doch alles schei..das einzige was hilft ist ein benzo ich hasse die dinger wegen der abhängigkeit.aber was soll ich sonst tun
ich will diese schei. nicht mehr.möchte leben wie ein normaler mensch

kennt ihr dieses brennen auf der brust? ich hasse es....

19.04.2014 12:13 • #6


charmander
hallo annastasia

wie geht es dir mittlerweile?
Hoffe besser!

Das Brennen in der Brust kommt mir sehr bekannt vor.. links stärker als rechts, richtig?

19.04.2014 16:51 • #7


levana
Hallo,

das kenne ich. Sogar der Arzt im KH hats mir bestätigt (oh Wunder) und mir eine Umstellung auf ein anderes AD empfohlen.

LG

19.04.2014 20:37 • #8


ich habe mir ein halbes benzo eingeschmissen.es wirkt noch.es ging nicht anders....

früher hab ich noch mirtazapin dazugenommen zu den citalopram.doch das macht so einen irren hunger.und wenn man keinen hunger hat dann eben apetitt.ich hab davon 15kg zugenommen.dieses brennen auf der brust verbunden mit latenter angst und hochrotem kopf durchgehend ist furchtbar ich hasse es.so fing es vor ein paar jahren an als ich völlig wie angeworfen aus der bahn geschmissen wurde.dann hab ich mit citalopram begonnen und mich von tag zu tag gehangelt und gewartet das es endlich wirkt.es ging dann ne weile gut mit 20mg aber nur ca 8wochen.dann musste ich auf 40mg erhöhen und es geht seither um einige besser.doch nun hab ich das gefühl es wirkt gar nicht mehr und alles beginnt wie damals damals hatte ich noch dieses deseralationsgefühl oder wie man das nennt......schrecklich

na toll und wie geht es nun weiter? bis ich einen termin bekomme das dauert nun auch wieder.was wird mein doc mir geben können ? was nimmt diese latente angst?und wenns schlimm ist mit diesem brennen!niemand in meinem job darf das merken!aber wenn ich da sitze mit hochrotem kopf ohne grund fällt das eben auf
ich will das nicht mehr haben.

19.04.2014 21:34 • #9


charmander
Hey annastasia,

Was du gerade durchmachst ist frustrierend, ganz klar.
Zitat von annastasia:
was nimmt diese latente angst?

Du musst der Angst zeigen, dass "da nichts ist" um Angst zu haben. Dies kannst du erreichen, indem du all deine Gefühle und unangenehme Symptome über dich ergehen lässt. Falls du durchdrehst, dann drehe durch. DU musst die Einstellung haben, dass dich diese Angst erdrücken darf. Das geht nicht von heute auf morgen, aber es funktioniert. Wir sind nichts anderes als biologische Wesen die trainiert werden können. Ich kann mir gut vorstellen, wie das für dich vielleicht rüberkommt... vielleicht versuchst du es trotzdem. Zur Not hast du sonst noch die Benzodiazepine, aber vielleicht beruhigt allein die Tatsache, dass du für Akutfälle überhaupt etwas einnehmen kannst. Lass dich einfach nicht zu stark von Psychopharmaka steuern.

Wie stehst du eigentlich zu Sport?

Geht es dir heute etwas besser?

Liebe Grüsse
charmander

21.04.2014 11:36 • #10


Guten Morgen,
du bei mir ist/war es leider genau so, nachdem ich nach Medis durchtesten (Manie durch Citalopram und so "Späße") endlich "mein" Medi gefunden hatte, nämlich Sertralin, und ein Jahr Symptom-frei war, ging alles wieder von vorne los. Mein Doc meinte auch, dass manche einfach das Pech habe (und natürlich gehör ich dazu...), dass ihre Rezeptoren sich umbilden und so das AD seine Wirkung verliert. Genau erklären oder vorhersagen kann man den Vorgang wohl leider noch nicht...

22.04.2014 05:35 • #11


Becci
Eure posts sind zwar schon eine weile her aber ich hab momentan dasselbe problem mit citalopram. Ich hatte auch schon sertralin vor vielen jahren und es hatte mir auch geholfen. Doch irgendwann fall ich dann doch wieder ins loch. Meine ärztin meint es gibt kein gewöhnungseffekt. Umstellen möchte ich aber auch ungern.

30.01.2020 17:46 • #12


Hallo Becci,
Ich nehme seit 6 oder 7 Jahren Citalopram. Erstmal 20 mg, dann 40 mg nach 2 oder 3 Jahren. Verdammt lange her, hab vergessen seit wann ich die einnehme. Es ging mir sehr gut damit. So das ich vor 3 Jahren es versucht habe abzusetzen und bin gescheitert. Hab dann eine Weile nur 20 mg eingenommen und seit Weihnachten 2019 nehme ich wieder 40 mg. Ich hab das Gefühl das es nicht mehr wirkt, denn meine Panikattacken sind zurück und ich hin und wieder in ein tiefes Loch falle. Ich kann es nicht beschreiben. Einen Termin beim Psychiater hab ich mir leider noch nicht geholt.

30.01.2020 19:28 • #13


Hallo Flor,
ich kenne das Gefühl sehr gut. Ich habe 9 Jahre 20 mg Citalopram eingenommen und muss sagen 6 Jahre ging es gut und dann entwickelte ich aufeinmal eine Migräne mit Aura sodass die Ärzte mich auf Escitalopram umgestellt haben. Mit dem Präperat fuhr ich aufeinmal kein Aufzug mehr Migräne blieb also habe ich beschlossen das Escitalopram natürlich mit Ärztlicher Rücksprache auszuschleichen und habe dafür Valdoxan 25mg bekommen. 2 Monate ging es gut und seit 4 Woche gehe ich durch up and downs so eine krasse unruhe jeden Tag, Bluthochdruck, so eine difuse Angst die über mich kommt hatte sowas noch nie. Sollte wieder Escitalopram einschleichen 3 Tropfen waren schon zuviel für mich ich war nicht ich selber hatte absolut kein Appetit habe am ganzen Körper gezittert Ängste Ängste Ängste.. Dann wieder nach 13 Tagen abgesetzt und ich merkte klar die abrupten Absetzsymptome. Es ist ein Teufelskreis mit Medikament Angst wegen den Nebenwirkungen und ohne auch. Versuch mal mit deinem Arzt zu sprechen bei mir war es so dass ich einen Serotonin Überschuss hatte und aufgrunddessen ich eine Migräne mit Aura entwickelte seit absetzen keine Migräne mehr. Lass dich beraten beim Arzt.

30.01.2020 19:47 • x 1 #14


Vielen Dank für deine Worte. Das werde ich glaub ich machen. Hab Weihnachten selber auf 40 mg hochdosiert, da ich nicht mehr wusste wohin mit mir. Ich weiß das es Verantwortungslos ist, aber damit ging es mir besser. Jetzt merk ich wieder, diese verdammten schwarzen Wolken. Ich versuche es gelingt mir nicht. Hab seit 2 Wochen wieder mal Bauchschmerzen. Von 1-10, sind die Schmerzen bei 4 ungefähr. Es lässt mir keine Ruhe. Es wird schlimmer statt besser. Vormittags Verstopfung und Nachmittags Durchfall. Heute zusätzlich Brechreiz. Eig.ist mir bewusst das meine Verdauungsorgane "beschädigt" sind, aber trotzdem bleiben meine Gedanken bei Bauchaorta. Es ist zum verrückt werden.
Früher waren die Gedanken an das schlimme Weg durch Citalopram. Jetzt sind die permanent da.
Ich muss definitiv zum Psychiater.

30.01.2020 20:14 • x 1 #15


Also diese kreisenden Gedanken wenn man sich befestigt in etwas sind echt nervig und dafür braucht man Training. Mache das auch in einer Art und Weise im Moment mit den Ängsten durch. Es ist schon sehr interessant was die Psyche alles anrichten kann.
Wichtig ist das du zum Psychiater gehst und das unbedingt abklärst denn 40 mg ist echt sehr hoch vielleicht ist es nicht das richtige Medikament und das kann der Arzt mit dir besprechen. Da würde ich nie eigenhändig herum Jonglieren. Hast du Therapien hinter dir bereits?

30.01.2020 20:26 • x 1 #16


Habe vor 3 Jahren eine 6 wöchige Reha gehabt und anschließend 1 Jahr war ich beim Psychologen. Es geht mir nicht schlecht mit Ängsten, Panikattacken hab ich gut im Griff, aber wenn es mal Schmerzen gibt, dann ist die Hölle los. Bzw.das Grübeln hört nicht auf. Anstatt das ich zum Arzt gehe, ne ich ertrage lieber die Schmerzen. Nicht weil ich den Ärzten nicht vertrauen, sondern weil die ja ohne zu untersuchen mich direkt als Hypochonder abstempeln. Zu mind.mein Hausarzt.

30.01.2020 20:38 • #17


Becci
Ja das kommt mir alles bekannt vor. Herzrasen bei jeder kleinsten bewegung und Bluthochdruck hab ich auch. Ich hab schon angst vor die tür zu gehen. Es macht einen fertig. Wie schafft ihr es denn zum arzt? Bis zum 7.2. Ist noch lange hin. Ich dreh noch durch

30.01.2020 20:40 • x 2 #18


Hallo Becci,
Leidest du unter Angst und Panick Attacken und wie lange nimmst du das citalopram schon?
@Flor ach die Ärzte hör mir auf die nehmen sich keine Zeit mehr nur sehr wenige und wenn man sagt dass man Angstpatient ist dann ist man schon durch alles wird darauf geschoben. Bleib hartnäckig oder Wechsel den Hausarzt mach ich auch immer wenn ich mich dann nicht verstanden fühle..

30.01.2020 20:47 • #19


Becci
Zitat von LULU83:
Hallo Becci,Leidest du unter Angst und Panick Attacken und wie lange nimmst du das citalopram schon?@Flor ach die Ärzte hör mir auf die nehmen sich keine Zeit mehr nur sehr wenige und wenn man sagt dass man Angstpatient ist dann ist man schon durch alles wird darauf geschoben. Bleib hartnäckig oder Wechsel den Hausarzt mach ich auch immer wenn ich mich dann nicht verstanden fühle..


Das cita nehm ich schon 5 jahre. Hab angst und panikattacken sowie depressionen und postt. Belastungsstörung.

30.01.2020 20:50 • #20



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