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Hallo, ich habe so massive Muskelverspannungen am Rücken, das nichts mehr hilft. Deshalb möchte ich meine Ärztin fragen, ob sie mir ein Muskelrelaxans verschreibt. Ich habe aber gehört, daß die abhängig machen können. Deshalb meine Frage, machen alle Muskelrelaxans abhängig oder gibt es auch solche, die man bedenkenlos regelmäßig nehmen kann. Hat jemand Erfahrungen damit?

30.10.2017 16:59 • 01.11.2017 #1


7 Antworten ↓


petrus57
Muskelrelaxans gehen oft auf die Leber. Ich weiß ja nicht was jetzt so verschrieben wird. Ich bekam damals Musaril. Das wurde aber wegen massiver Nebenwirkungen vom Markt genommen.

Manchmal werden auch Benzos verschrieben. Die machen dann vielleicht abhängig. Musaril war ja auch ein Benzo. Hatte damit aber gar keine Probleme.

Würde es erst mal mit einer Black Roll (Mass.) probieren.

30.10.2017 17:06 • x 1 #2



Machen Muskelrelaxans abhängig?

x 3


Ich nehme Praxiten, welches auch Muskel entspannen soll, ist auch ein Benzo und macht, leider abhängig.

30.10.2017 17:08 • #3


Angor
Hallo

Das Muskelrelaxan, was ich damals wegen starker Verspannungen bekommen hatte (Tolperison) hatte so erhebliche Nebenwirkungen, sogar Todesfälle, dass es vom allgemeinen Markt genommen wurde und nur noch an Schlaganfallpatienten verschrieben werden darf.

Ich habe es damals aber nicht lange genommen, denn es hat bei mir die unerwünschte Wirkung gezeigt, dass auch die Muskulatur meiner Beine entspannt war, ich bin dann oft über meine eigenen Füße gestolpert und musste höllisch aufpassen beim Treppe laufen.

Ich rate dazu, erst was anderes auszuprobieren, das Zeugs ist wirklich nicht ohne.

30.10.2017 17:18 • x 1 #4


Früher wurde von den Ärzten meist Tetrazepam verschrieben, wie @petrus57 ja schon geschrieben hat (Musaril).

Alle Benzos sind muskelrelaxierend, die einen mehr, die anderen weniger.
Eine gleichwertige Alternative gibt es leider nicht.

Ich persönlich würde die Finger davon lassen, ebenso von Baclofen (auch ein GABA- Derivat).

Vielleicht kommen für dich Methocarbamol in Frage (entfaltet seine muskelrelaxierende Wirkung über eine Hemmung der polysynaptischen Reflexleitung im Rückenmark und subkortikalen Zentren), oder Orphenadrin (führt eine spezifische Blockierung des Förderzentrums in der Formatio reticularis tegmenti zur Entspannung des pathologisch erhöhten Muskeltonus herbei.)

Kommt natürlich ganz auf deine Art der Verspannungen an, aber ein kompetenter Arzt kann dir da helfen.

30.10.2017 17:20 • x 1 #5


Ach so, das hört sich ja nicht so gut an. Dann sollte ich vielleicht die Finger davon lassen. Ist nur so, dass ich fast jeden Tag starke Schmerzen habe, weil alles so extrem verkrampft ist. Schmerzmittel helfen zwar ein bißchen, aber nicht gegen die starken Verspannungen am gesamten Körper. Ich bin dann irgendwann so erschöpft davon, dass ich mich hinlegen muss und kann in dem Zustand auch nichts mehr machen.

31.10.2017 15:13 • #6


Gerd1965
Es gibt einen Wirkstoff, der angeblich keinerlei Suchtpotential hat und in Österreich gerne verschrieben wird. Und zwar Tizanidin.
Ich habe ihn auch schon genommen, hilfreich aber war er mir persönlich leider nicht.
Einen Versuch wäre dieser Wirkstoff wert, sprich mit deinem Arzt darüber.
Bei uns heißt das Medikament Sirdalud. Weiß nicht unter welchem Namen es in Deutschland verkauft wird.

31.10.2017 15:24 • #7


Zitat von Gerd52:
Es gibt einen Wirkstoff, der angeblich keinerlei Suchtpotential hat und in Österreich gerne verschrieben wird. Und zwar Tizanidin.
Ich habe ihn auch schon genommen, hilfreich aber war er mir persönlich leider nicht.
Einen Versuch wäre dieser Wirkstoff wert, sprich mit deinem Arzt darüber.
Bei uns heißt das Medikament Sirdalud. Weiß nicht unter welchem Namen es in Deutschland verkauft wird.


In Deutschland (zumindest im Großraum München ) heißt es auch Sirdalud, mehrere Generika sind erhältlich.
Ich hab es zwar nicht vertragen, war vollkommen erschöpft, und hatte Schwindel. Könnte für @Skyla77 aber tatsächlich einen Versuch wert sein.

01.11.2017 10:12 • x 2 #8




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Dr. med. Andreas Schöpf