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23

N

Nicome
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Hallo liebe Gruppe
Ich bin abhängig von diazepam.
Ich war vor kurzem in einer Klinik und dort wurde ich von 37mg binnen einer Woche auf 16mg runter gefahren.
Dann musste ich abrechnen da der entzug nicht auszuhalten war.
Jetzt habe ich wieder auf 18mg zu Hause auf dosiert und möchte jetzt zu Hause langsam entziehen.
Ich habe immer noch starke Entzugserscheinungen.
Sollte ich noch höher auf dosieren oder was meint ihr?

14.09.2024 #1


39 Antworten ↓
F

Fynnimaus
Mitglied

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Ja klar kannst du fragen.

Ich habe 20 Jahre Tavor genommen; bei Bedarf. Als mein Mann 2018 dann vom Kirschbaum fiel und dann nur noch in Krankenhäusern und Pflegeheim dahinvegetierte, nahm ich erhöhte Dosen von Tavor und wurde abhängig.
Ich hatte in allen Einrichtungen ,wo mein Mann war nur noch.gekämpft um ihn bzw. um halbwegs ordentliche Behandlung zu erlangen.
Zum Schluss habe ich meinen Mann tot in seinem Bett aufgefunden.
Das war mein Rest.
Habe ein halbes Jahr nur noch Tavor genommen und dann im Juni 23 in eine Klinik zum Entzug gegangen..21 Tage Entzug ist viel zu kurz. Insgesamt war ich 9 Wochen dort. Es war furchtbar.
Man wird dort wie der letzte Dreck behandelt.
Anfang Sept.23 hin ich heim , jedoch mit vielen Entzugssymptomen, die sich.nicht verbesserten

Ich habe mich auch mit Suizidgedanken herumgeschlagen.

Bin nicht mehr richtig auf die Beine gekommen.
Januar 24 bekam ich die Diagnose Makuladegeneration am Auge bekommen.
Das hat mein aufgewühltes Nervensystem nicht verkraftet und nahm die restlichen Tavor, die ich noch hatte

Es kam, wie es kommen musste und ich habe den ambulanten Psychater schriftlich gebeten, mir weiterhin Tavor kontrolliert zu geben, damit ich es mit einer niedrigen Dosis weitergehen kann.
Ich bin nämlich bereits 78 Jahre.
Er hat nicht darauf reagiert und ich hatte keine Wahl und ging wieder in diese sch. Klinik, was dann noch schlimmer war als 2023.
Es war eine Geschlossene.
Der reinste Horror.
Unwürdig; unmenschlich.

Ich bin dann Mai 2024 heim und seitdem nur noch ein.Wrack.
Angst und viele Symptome, wie beschrieben. Ich kann nicht mehr mal bis zu einem naheliegenden Disconter laufen
Habe einen Pflegegrad und.jeder Tag ist eine Qual. Kann mich nicht mehr selbst versorgen.
Ich bin wieder.am Überlegen, den unaushaltbaren Zustand mit Suizid zu beenden.
Der Psychater hat ausser der Medikation von 3 verschiedenen Psychopathen zu verschreiben, die eine höhere Toxizität hat, als Tavor.
Ich bekomme keine echte Hilfe.

Ich bin total verzweifelt; meine Söhne wohnen weit weg und ich weiss nicht , wies weiter geht.

Bis bald

12.09.2024 22:35 • #28


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Diazepam abhängig

x 3



auchda
OhOh.
Ich hab von NUR 15 mg Tranxilium/Tag, in der Klinik, entzogen.
4 Wochen.
Wenn du es selbst machst, sehr langsam und wenn möglich nicht mehr hoch. Nur runter. Alle 3-4 Tage. Diazepam hat eine Halbwertszeit von 24 Std. Nicht lustig.
Falls dein HA mitmacht, lass dir noch Krampfschutz verschreiben.

Wenn möglich auf ein kurzwirksamens Medi umsteigen. Sprich, Valium weg, kurzwikrsames rein. Dein HA kennst sich evtl aus.

#2


N
Warum meinst du soll ich auf ein kurz wirksames Medikament umstellen?
Ich dachte diazepam ist da das beste Mittel.
Mit meinem Hausarzt kann ich da nicht drüber sprechen. Er ist ja schuld das ich davon abhängig bin.
Einen arzt zu finden der davon ahnung hat ist sehr schwer

#3


auchda
@Nicome Zum ruhig machen ist es kurzfristig gut.
Zum Entzug MUSST du auf ein anderes umsteigen. Sonst packst es nicht oder du bist lange, sehr lange beschäftigt.
HWZ ca 6 Std. für dein neues Medi. Dafür 2 x täglich plus Krampfschutz.

Ich gebe nur meine Erfahrung wieder. Dies ist kein Medizinischer Ratschlag.

Es gibt im Internet übrigens Umrechnungstabellen von Diazepam auf ein anderes Medi.

#4


H
Diazepam ist gut zukommen entziehen. Es ist Quatsch auf ein kurzwirksames umzustellen ! Da man Zwischenentzüge dringlich vermeiden sollte. Selbst in der Klinik wird in der Regel auf Diazepam oder Rivotril umgestellt.
Außerdem gibt es Diazepam Tropfen um Kleinteilig abzudosieren.

Habe ambulant mit Rivotril entzogen. Schau mal nach Benzo Entzug Rüdiger Holzbach.

Wie lange hast du Benzos genommen. Wenn weniger als ein Jahr würde ich jede Woche reduzieren.

18 mg ist nicht viel. Wenn duTabletten hast jede Woche 2.5mg runter bis auf 10 dann Tropfen jede Woche 1mg runter bis auf 5 mg. Dann alle 2 Wochen 1 Tropfen reduzieren.

Wenn du die länger als 1 Jahr nimmst dann am besten alle 2 Wochen reduzieren.

x 2 #5


N
Ich war letztes Jahr ca 9 Monate abhängig von alprazolam. Dann 3 bis 4 Montag clean.
Danach habe ich idiot mir benzos aus dem Internet bestellt.
Ich hasse mich dafür.
Nun war ich heute morgen beim Psychiater und er meinte ich sollte versuchen schneller ab zu setzen.
0,5 bis 1mg am TAG.
Ich habe promathzin zur Beruhigung bekommen.
Jetzt bin ich verzweifelt und weiß nicht was ich machen soll

#6


H
@Nicome zunächst hast du den Entzug doch schonmal geschafft, daher weißt du das es geht. Das ist doch schonmal positiv.

Diazepam jeden Tag zu reduzieren ist Schwachsinn. Da es mindestens mal 4 bis 5 Tage braucht bis sich die Reduzierung zeigt. Diazepam kummuliert wegen der langen Halbwertzeit. Daher sollte man dem Körper die Chance geben sich an die Reduktion zugewöhnen.

18 mg ist nicht wirklich viel.
Gehe doch erstmal alle 4 Tage ein mg runter. Und schau mal wie es dir geht.
Ab 10 mg gehst du jede Woche 1 mg runter
Ab 5 alle 2 Wochen.

Machbar doch keinen Stress. Zu schnell bedeutet automatisch Entzugserscheinungen und erhöhtes Rückfallrisiko.

Ich helfe dir gerne habe es auch geschafft. Ohne Entzugserscheinungen.

x 1 #7


N
Danke für deine Antwort.
Nur kann meine Depression nicht behandelt werden solange ich noch Benzos ein nehme.
Meinst du 0,5 mg am tag sind dann auch noch zuviel?

Wieviel hast du denn genommen und wie lange hast du zum absetzen gebraucht?

#8


H
@Nicome wie gesagt es macht keinen Sinn jeden Tag zu reduzieren. Die Halbwertszeit ist zu lang. Du schaffst max 2 mg in einer Woche. Und das auch nur bis 10 mg. Und das ist extrem ambitioniert.

Ich habe 5 Monate Zopiclon genommen und dann 5 Monate Rivotril.

Wegen Schlafproblemen

glaub mir das ist viel schwerer davon loszukommen als wegen einer Depression

Gegen eine Depression wirken Benzos nämlich nicht

#9


H
Deine Depression kann man auch während des absetzen behandeln. Sollte man sogar.

Wie lange nimmst du denn jetzt das Diazepam.

x 1 #10


N
Die Ärzte sagen alle eine Behandlung von Depressionen während man benzo abhängig ist würden sie nicht machen.
Ich war letztes Jahr ca. 9 Monate süchtig und der Rückfall ist jetzt ungefähr 2 bis 3 Monate her.

x 1 #11


H
Ich habe mit dem Schema was ich dir gesagt habe in 8 Wochen von 0.75 mg Rivotril entzogen.
1 mg Clonazepam sind 10 bis 20 mg Diazepam je nach Äquvivalenztabelle.

Da Rivotril potenter ist als Diazepam sind die Schritte etwas schwerer zu dosieren

x 2 #12


H
@Nicome warum nimmst du denn die Benzos...welche Symptome bekämpft du damit

x 1 #13


H
Hier kannst du mal etwas recherchieren.


https://www.benzo.org.uk/german/contents.htm

Ich habe das Schema etwas modifiziert weil es für mich besser funktioniert hat.

Aber im Kern steht da das selbe drin wie ich dir aufgeschrieben habe.

Es gibt noch ein Schema von Rüdiger Holzbach mit Clonazepam. Allerdings funktioniert das aus meiner Sicht nicht im ambulanten Setting. Da werden alle 3 Tage 0.1 mg Rivotril reduziert.

x 1 #14


N
Ja laut diesem report soll man ja recht langsam absetzen

#15


N
@hman20 ich habe die letztes Jahr genommen als es meiner mittlerweile verstorbenen Mutter nicht gut ging.
Und der Hausarzt hat mir dann direkt diese mist Dinger verordnet.
Alprazolam
Was für ein Fehler.
Und ich denke ich wurde rückfällig durch meine Depressionen.
Und jetzt hänge ich viel tiefer drin als vorher.

#16


H
@Nicome jetzt reduzier erstmal mit den Fortschritten kommt auch der Mut. Du nimmst das ja jetzt auch keine Jahre. Da kommt man wieder von los

x 1 #17

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F
Und wirklich so langsam wie nur möglich.
Es treibt Dich keiner,je langsamer Du reduzierst,desto erträglicher wird es und desto geringer ist die Rückfallwahrscheinlichkeit.

Unabhängig davon ist es gut,ein Medikament zu haben,das den Entzug parallel weiter abfedert.
Ob Promethazin dafür ausreicht,weiss ich nicht.
Es gibt auch potentere Neuroleptika,die einer intensiver Wirkung haben und (wie Promethazin auch) ein geringes Abhängigkeitspotenzioal aufweisen,z.B. Perazin (mittelpotentes Neuroleptikum).
https://flexikon.doccheck.com/de/Neuroleptische_Potenz

x 1 #18


N
Meinen nächsten Termin habe ich leider erst im August

#19


N
@Flame macht Prometazin auch süchtig

x 1 #20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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