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P

pummeluff
Mitglied

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Guten Abend,

zur Zeit habe ich meine Familie über Weihnachten zu Besuch. In den letzten Tagen vorher hatte ich es viel mit innerer Unruhe und einer Panikattacke zu tun. Da ich wenigstens den Abend mit Ihnen verbringen wollte, habe ich vorher 3mg Lorazepam genommen. Darunter helfen sie mir nicht.

Ich werde davon auch viel ruhiger, trotzdem hatte ich eben Angstgedanken und leichte Angstanflüge, sodass ich mich erstmal wieder zurückgezogen habe. Ich nehme Benzos wirklich selten, daher besteht keine Toleranzgefahr bei mir. Aber wie kann es sein, dass ich mich mit 3mg immer noch nicht wohl fühle?

15.12.2024 #1


86 Antworten ↓
F

Flame
Gast

Zitat von alexK1985:
Es gibt Menschen wie mich, die gegenüber psychopharmaka schnell Toleranz entwickeln. Das kann laut Ärzten verschiedene Gründe haben und man weiß es nicht wirklich woran es liegt. Einer der Gründe kann eben ein schneller Stoffwechsel sein. Ein anderer, dass halt die chemischen Vorgänge im Gehirn übersättigt sind und man eben einfach keine Wirkung spürt

Verstehe.Übel.

Habe selbst das Glück,dass bei mir ein Medikament hilft,was laut Aussage des Oberarztes in der Psychiatrie spätestens in einem Jahr dazu führen würde,dass ich erneut wieder dort landen würde.

Ehrlichgesagt hab ich ihm geglaubt und auch mein Psychiater bestätigte mir auf Nachfrage,dass das Medikament in der Regel zügig eine Toleranz entwickelt.

Ich dachte nur okay,wenigstens ein Jahr ohne Angstzustände/Panikattacken,immerhin.

Im August 2017 bin ich entlassen worden und das Medikament wirkt noch immer.

Allerdings "warte" ich quasi drauf,dass es nachlässt aber eigentlich schon ein Wunder,dass es mir bisher über 7 Jahre Stabilität gebracht hat entgegen aller ärztlichen Aussagen.

Also es kann auch umgekehrt gehen und gib nicht auf.

Es gibt einen Haufen Medikamente und ich habe auch viele durch und nur weil eines aus einer bestimmten Wirkstoffgruppe nicht anschlägt,bedeutet das nicht,dass ein anderes (aus derselben Wirkstoffgruppe) nicht weitaus besser anschlägt!

14.12.2024 22:43 • #72


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Lorazepam 3mg

x 3


Wunsamin

Wunsamin
Mitglied

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Danke
Ihr habt alle das richtige gesagt. Was Ihr macht ist gut und vernünftig.
Es freut mich, dass Ihr mit der niedrigen Dosierung gut durch den Tag kommt.
Am Besten ist 0.5mg - selten genommen. In "Notsituationen".

Natürlich ist das bei mir extrem und nicht gewöhnlich.
Ich habe mit 6-7mg eine ca. 8 Wöchigen stationären Entzug gemacht. Hat nicht geklappt.
Ich bin rasch wieder auf ein hohes Level gekommen und habe natürlich eine Toleranz entwickelt.
Meine jetzige Dosis ist niemandem zu empfehlen.
Aber ich bin seit vielen Jahren auf demselben Level.
Ich bin bis auf etwas Cholesterin kerngesund.
53 Jahre alt und etwa 87kg schwer.
Vor 6 Jahren hab ich mit dem Rauchen aufgehört.

Würdet Ihr einen Entzug machen, mit dem Risiko zu sterben? ich hab so Dinge mitbekommen bei einem Kollegen. Am Erbrochenen erstickt...

Oder würdet Ihr mit dem Zeugs leben?
Wie ein Zuckerkranker mit Insulin. Ja; ich wiederhole mich.

Schöne Grüsse

14.10.2024 16:32 • x 1 #32


Zum Beitrag im Thema ↓


igel
Ganz einfach, weil Lorazepam auch kein Wundermittel ist, das in allen belastenden Situationen hilft. Leider.

x 1 #2


ichbinMel
Hast du die Dosierung von einem Arzt empfohlen bekommen? Ich kenne mich nicht so gut aus aber ist 3mg nicht ganz schön hoch? Vielleicht ist die Wirkung effektiver wenn du eine geringere Dosis nimmst. Natürlich mit Rücksprache mit dem Arzt. Nimmst du denn die 3mg als einmalige Dosis oder versetzt?

#3


igel
3,0 mg Lorazepam als Einmalgabe wäre heftig....

#4


ichbinMel
Ich habe die Dinger auch pro Tablette 1mg. Das wären ja drei davon das ist viel zu viel. Da würde ich ein paar Tage durchschlafen. Ich traue mich gar nicht die zu nehmen.

#5


P
3mg alle auf einmal. Ja, find das auch sehr viel, aber darunter geht nichts

#6


petrus57
Ich hatte einen in der Klinik der bekam 11 mg am Tag. Den einen hauen 0,5 mg um der andere braucht bedeutend mehr.

x 1 #7


P
Zitat von petrus57:
Ich hatte einen in der Klinik der bekam 11 mg am Tag. Den einen hauen 0,5 mg um der andere braucht bedeutend mehr.

Ja das habe ich auch schon gelesen. Dann müsste ich wohl noch höher mit der Dosis gehen.

#8


Wunsamin
Meine Dosierung 10-15 mg pro Tavor pro Tag.
Seit 20 Jahren konstant auf dem Level.
Eine Wirkung spüre ich nicht mehr, aber ich habe auch keine negativen Effekte.
Ich arbeite, ich lebe, ich liebe und bin mit mir in Frieden.
Entzug bei der Dosis wäre zu Krass.

x 1 #9


Islandfan
Zitat von Wunsamin:
Deine Dosierung 10-15 mg pro Tavor pro Tag.

Bist du dir sicher, dass du nicht Diazepam meinst? Lorazepam in der Dosis wäre extrem überdosiert, ich glaube das Maximum wären 8 mg, was auch schon eine Elefantendosis ist.

#10


Wunsamin
Tavor 10-15 mg
Es geht mir gut!

#11


Islandfan
Zitat von Wunsamin:
Tavor 10-15 mg Es geht mir gut!

Um Gottes Willen. Ich nehme 0,5 momentan dauerhaft, steigere es nicht. 10-15mg ist absolut überdosiert. Welcher Arzt macht das mit? Meine Ärzte verschreiben es mir nur, weil sie wissen, dass ich es nicht steigere. Ich würde das dringend reduzieren. Hab nachgelesen, die absolute Höchstdosis, die nicht überschritten werden darf, sind 7,5 mg.
Bist du dir absolut sicher, dass du nicht Diazepam nimmst, das hat nämlich eine andere Dosis.

#12


F
Mal unabhängig vom Medikament: mehr hilft nicht immer mehr.

Unabhängig davon find ich 3 mg pro Einnahme auch schon nicht wenig,es zeigt aber auch,wie unterschiedlich (ausgeprägt) die Wirkung sein kann.

@pummeluff
Medikamente sind nur Krücken,man kann/darf/sollte sie auch beanspruchen,wenn es ohne (oder in geringerer Dosierung) nicht geht.

Langfristig ist aber auch wichtig zu schauen,dass man die Basisprobleme (für sich selbst) in den Fokus nimmt.
Meistens geht das ab einem gewissen Leidensdruck auch nicht ohne therapeutische Begleitung.

Das ist in der heutigen Zeit schwer zu bekommen,schwerer noch als noch vor einigen Jahren.
Aber Aufgeben ist keine Option.

#13


Wunsamin
@Islandfan
Zum 3.
10-15 mg Temesta pro Tag. ich sage nicht das es optimal ist. Aber es ist meine Krücke. Wie eine Prothese für eine Person der ein Arm fehlt.
Ich vertrage das, ich lebe absolut ein normales Leben. Mit Angst und Freude, Arbeit, Urlaub, Stress, Sex und Stolz.
natürlich hat sich das über die Jahre von 0.5 auf max.15mg gesteigert. Aber es ist auf dieser 10-15 mg Dosierung auch schon 15 Jahre gleich geblieben.
Ich will sicher keine Werbung für meinen Lebensstil machen, aber für mich passt es.

Warum sollte ich eine monatelangen Entzug machen? Job verlieren? Psychisch Zusammenbruch bekommen?
Warum?

#14


Sonnenzauber
@Wunsamin du nimmst 10-15mg Lorazepam pro Tag? Wie kommst du denn seit 20 Jahren an so eine hohe Dosierung bist du Arzt?

#15


Wunsamin
@Sonnenzauber Rezept von Hausarzt.

#16


M
@Wunsamin Welcher Arzt macht sowas mit? Hört sich unglaubwürdig an.

#17

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Wunsamin
@mogul
Ich lebe ganz Normal.
Wie ein Diabetiker mit Insulin. Das würde auch niemand in Frage stellen.

x 1 #18


Islandfan
Ich bin die letzte, die was gegen Lorazepam sagt, nehme ja selbst seit über einem Jahr 0,5 und die Dosis bleibt stabil und vor allem wirkt noch. Aber das ist ein meilenweiter Unterschied zu 10-15 mg, zumal es die Maximaldosis bei weitem übersteigt. Meine Ärzte verschreiben es mir auch nur, weil ich bei den 0,5 bleibe, eine Dosissteigerung machen sie nicht mit, was ich gut finde.

x 1 #19


Wunsamin
@Islandfan
Das freut mich für Dich. Wenn Du mit 0.5 mg zurechtkommst ist das wunderbar.

Mein Körper hat sich an die extreme Dosis gewöhnt und reagiert nicht mehr mit spürbarer Entspannung.
Auch nicht bei 10mg in 2h.

... und trotzdem kann ich ganz normal Leben mit dem Medi. Auch wenn die Dosis erschreckt. Wenn ich aber 2 Tage kein Temesta nähme, dann würde ich den Verputz ab den Wänden kratzen. Das ist mir schon bewusst.

Ich sehe das Pragmatisch. Es funktioniert so. Wiese diese Leben mit einem Entzug auf Hölle Level tauschen, mit offenem Ausgang?

x 2 #20


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Dr. med. Andreas Schöpf
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