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201207.09




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Nachdem ich heute dem Hausarzt von meinen Beschwerden geschildert habe, hat er mir nur Arlevert gegen Schwindel verschrieben. Seit Tagen habe ich Taubheitsgefühle im Gesicht und im Kopf und heute hatte ich so eine schlimme Schwächeattacke, dass mein Mann nach Hause kommen und mich zum Arzt bringen musste. Vielleicht kennt ja jemand das Medikament und kann mir was dazu sagen. Dass ich zum Therapeuten gehen sollte, war kein Thema. Ich ging eigentlich davon aus, dass der Arzt mich direkt weiter überweist. Ich nehme auch sehr viel Baldrian. Heute ganze 3 Tabletten (hochdosiert mit über 2000mg pro Tablette). Aber das hilft auch nicht gegen meine Attacken. Das Geld kann ich wohl auch in die Tonne kloppen.

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  07.09.2012 17:51  
Dir wird vermutlich auch das mittel gegen Schwindel nicht helfen, da der Schwindel ein Symptom der Angst ist und erst dann besser wird, wenn die Angst wenig wird. Wenn du das schon erkannt hast, was ist denn mit Therapie? Machst du eine oder stehst auf irgendeiner Warteliste oder wartest du bis irgendein Arzt von sich aus drauf kommt nachdem er alles andere ausgeschlossen hat?



  07.09.2012 19:33  
Das Komische ist, dass ich das Alles vor fast 10 Jahren schon mal hatte und von einem Tag auf den anderen beschwerdefrei war. Ich habe keine Medikamente genommen (außer ein paar Valium-ähnliche Tabletten, von denen ich nur geschlafen habe und die ich dann in die Tonne geschmissen habe) und auch keine Therapie gemacht. Nun habe ich seit ungefähr einem Jahr wieder den gleichen Mist. Jedenfalls denke ich das. Allerdings habe ich auch massive Rückenprobleme und wurde schon ein paar Mal eingerenkt. Der Schwindel könnte ja auch daher kommen. Ich habe mich mehrmals um Termine bei Orthopäden bemüht. Bei einigen wartet man zwei Jahre und andere, wo man einen Termin bekommt, nehmen einen nicht für voll. Außerdem habe ich letztes Jahr ungefähr 7-8 verschiedene Antibiotika genommen, die meinen Darm total kaputt gemacht haben. Wer sagt mir, dass es nicht damit zusammen hängen kann? Ausprobieren werde ich die Tabletten auf jeden Fall. Denn wenn der Schwindel dann weg wäre, wüsste ich ja, dass er außer der Angst noch eine Ursache haben muss. Denn Schwindel ist das Hauptsymptom bei mir. Ich dachte nur, hier hätte das Medikament schon mal jemand genommen.
Eine Therapie ziehe ich aber auch in Erwägung. Aber wenn der Streß bei mir daran schuld ist, dass ich das habe, kann ich es nicht ändern. Ich habe zwei anstrengende kleine Kinder. Lärm und Geschrei machen mich richtig krank. Außerdem habe ich wohl einen Putztick. Wenn ich irgendwo Staub oder Dreck sehe, regt mich das gleich auf. Und nun war ich auch noch drei Wochen im Kindergarten jeden Tag für mehrere Stunden. Das wühlt mich auf. Dieser Lärmpegel. Helfen würde mir sicher, wenn ich mich wochenlang hinlegen könnte. Nichts tun. Keinen Streß haben. Keine Termine. Dass das, wenn man eine Familie hat, aussichtslos ist, weiß wohl jeder.



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  07.09.2012 21:07  
Ein Alltag mit 2 Kindern muss ja nun wirklich nicht so chaotisch und laut sein, wie du das schilderst und genau daran kann man sehr viel tun. Ich weiß ja nicht wie alt deine Kinder sind, aber es scheint sie sind im kindergartenalter. Auch wenn du es momentan nicht sehen kannst, aber du kannst sehr viel tun um deinen Alltag zu verändern. Du bist der Situation nicht hilflos ausgeliefert. Das kommt dir jetzt so vor, weil du dich im Dauerstress befindest und kaum zu Atem kommst, aber es geht anders. Nur du kannst beeinflussen wie es läuft und deine Situation verändern. Vielleicht hilft es dir ja schon, wenn du für dich raus findest, warum du so einen Perfektionismus in dir trägst und den Putzwahn hast. Was dir das bringt, ob du dir davon Bestätigung oder so erhoffst. Davon etwas runter zu kommen könnte dein leben schon deutlich erleichtern.



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  07.09.2012 22:02  
Arlevert hatte ich auch mal bekommen. Innenohr war damals der Grund meines Schwankschwindels (Neuropathia vestibularis). Das Medikament machte mich so müde, und hab es nur kurz genommen, nach einigen Infusionen beim HNO-Arzt war die Sache mit dem Ohr wieder in Ordnung. Hin und wieder hab ich noch Schwindelgefühle, die kommen aber durch meine Angsterkrankung.
Also sollte man die Ursachen des Schwindels angehen, ihn nicht einfach unterdrücken.



  08.09.2012 09:35  
Zu welchem Arzt soll ich denn noch gehen? Ich war beim Hausarzt, beim Internisten, beim Orthopäden, beim Neurologen, beim hausärztlichen Notdienst, in der Notaufnahme im Krankenhaus und in einer Neurologie.Ich war im MRT; hatte ein Langzeit-EKG, normale EKG´s, Blutuntersuchungen, ein EEG. Mehr wird wohl kein Arzt machen, wenn man 29 ist. Also wie soll man das dann angehen mit dem Schwindel? Manchmal denke ich, dass ich auch eine Depression habe. Denn ich bin lichtempfindlich und abends geht es mir viel besser als morgens. Morgens wache ich mit Angst auf. Wenn ich nicht nachts schon hoch geschreckt bin und wach gelegen habe. Dann bemerke ich Symptome und lebe den ganzen Tag in Angst, dass ich wieder eine schlimme Attacke bekomme. Die Ohnmachtsangst macht mich so fertig, dass ich ständig darüber nachdenke, was mit meinen Kindern passiert, wenn ich umfalle. Und natürlich denke ich auch, dass ich irgendeine Krankheit haben muss und dass die Ärzte sich bloß nicht für einen interessieren. Akutell stopfe ich mich mit Baldrian voll und nehme Kreislauftropfen. Ich kann mich irgendwie nicht zu einer Therapie aufraffen, da ich denke, dass ich organisch krank bin.

Danke1xDanke


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  08.09.2012 16:25  
derhimmelmusswarten hat geschrieben:
Zu welchem Arzt soll ich denn noch gehen?


Da bleibt nur noch der Psychotherapeut (der ja eigentlich gar kein Arzt ist). Du musst dir die Zeit dafür nehmen, denn was haben deine Kinder davon, wenn ihre Mutter ständig Ängste hat, ausgelaugt, genervt, müde usw. ist Du hast vorhin geschrieben, dass du mehere Stunden am Tag mit deinen Kindern im Kindergarten verbringst. Wieso denn das?? Der Kindergarten ist doch dafür da, dass die Mütter während der Zeit, wo die Kinder dort betreut werden, auch Zeit für sich haben können, Zeit zum Ausruhen, zum Entspannnen, um seine eigenen Bedürfnissen nachzugehen.
Du köntest auch eine Reha in einer Klinik beantragen, wo man die Kinder mitnehmen kann, und die tagsüber im klinikeigenen Kindergarten betreut werden, währen die Mütter ihre Therapieveranstaltungen haben.

Viele Grüße



  11.09.2012 17:24  
Das ist nur im Moment, da meine Kleine in der Eingewöhnung ist. Die geht in eine Gruppe mit zehn kleinen Zwergen unter 3 Jahren und da müssen die Mütter mehrere Wochen mit kommen, um sie einzugewöhnen... Ich habe nun für den 24.9. einen Termin bei einer Therapeutin. Ich bin gespannt, ob mir das hilft. Ich habe schon Angst, dass das irgendeine Schrulle ist, die mich runter macht, wenn ich ihr meine Symptome erzähle...



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  12.09.2012 21:29  
Hallo,

also eigentlich ist Dir klar, dass Deine Beschwerden psychosomatisch sind und Du glaubst an Pflanzenextrakte wie Baldrian. Geht mir genauso. Klar kann man von Angst sprechen, aber Stress klingt nicht so dramatisch. Ich bin den Schwindel erst losgeworden, indem ich mich allen angstbesetzten Situationen stelle. Immer und ohne Ausnahme. Auch jetzt holt mich der Schwindel manchmal ein, aber er wird nicht schlimmer eher besser.
Auch wenn ich mich so gebe wie ich wirklich bin, handele, rede und meine Meinung vertrete wird der Schwindel besser. Oft ist er gar nicht da.

Wenn Du auf Pflanzenextrakte stehst habe ich 2 Tipps (selbst ausprobiert)
Lavendel (wenn es beruhigend sein soll)
Rosenwurz (wenn es belebend sein soll)

Beides kann gegen diesen psychosomatischen Schwindel helfen.



  13.09.2012 18:18  
Von Lavendel habe ich auch schon gehört. Das ist dieses Lasea, oder? Aber das soll ja auch recht teuer sein. Oder gibt es da noch andere Tabletten, die Lavendel enthalten? Ich habe mir nun noch einen Termin beim Osteopathen geholt. Ich hoffe, dass der mir helfen kann.
Psychopharmaka schlucke ich bestimmt nicht. Ich habe zwei kleine Kinder und ich habe keine Lust, irgendwann abhängig zu sein und das nächste Problem zu haben. Psychopharmaka übertünschen die Probleme ja nur. Was hat man davon?


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