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meli83
Hallo Ihr Lieben.

Da es mir seit Wochen sehr schlecht geht, (innere Unruhe, Zittern, Angst, Herzrasen uwm) war ich in kurzer Zeit 3 mal beim Arzt und 3 mal im Notfall.
Jetzt wollte mir mein HA eine Spritze geben namens IMAP. Da ich aber panische Angst vor Medikamenten habe, hab ich abgelehnt. Er meinte ich soll es mir nochmal überlegen und jaaa nicht googlen!
Meine Schwester hat die Spritze schon 3 mal in einem Jahr bekommen und schwört darauf. Ganz im Gegensatz zu den AD die sich zuvor genommen hat. Sie gat aber keine Medikamentenangst.
Ich weiss nicht was ich tun soll. Au der einen Seite würde ich am liebsten sofort hin und spritzen lassen. Aber andererseits denke ich wieder an Nebenwirkungen. Nicht das es mir schlechter geht als jetzt schon

04.04.2018 14:13 • 18.03.2019 #1


18 Antworten ↓


Habe ich auch mal bekommen. Hat mir nicht so viel gebracht. Ich würde es ausprobieren.

04.04.2018 14:29 • #2



IMAP Spritze

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meli83
Hast du sie vertragen?

04.04.2018 14:33 • #3


Ja sehr gut.NW keine Hat die ersten male gut geholfen. Mzußte auch jede Woche hin.

04.04.2018 14:43 • x 1 #4


igel
Soll bei vielen Patienten zu teilweise schweren Leberschäden geführt haben.

04.04.2018 16:10 • x 1 #5


Ara
Zitat von igel:
Soll bei vielen Patienten zu teilweise schweren Leberschäden geführt haben.

Quelle?

04.04.2018 16:24 • #6


meli83
Zitat von igel:
Soll bei vielen Patienten zu teilweise schweren Leberschäden geführt haben.



Waaaas warum darf dass noch auf dem markt sein?

04.04.2018 16:34 • #7


petrus57
Zitat von meli83:
Waaaas warum darf dass noch auf dem markt sein?


Andere Medikamente die so was auslösen, sind ja auch noch auf dem Markt. Da geht man wohl nach Nutzen/Risiko.

04.04.2018 16:48 • x 1 #8


Ara
Zitat von meli83:

Waaaas warum darf dass noch auf dem markt sein?


War mir klar dass das natürlich sofort wieder jemand total ernst nimmt. Daher hab ich auch nach der Quelle gefragt...

Lt. Packungsbeilage kommt es SELTEN (das bedeutet 1-10 von 10.000!) zu "vorübergehende Leberwerterhöhung", s. https://www.ellviva.de/krankheiten/medi ... nwirkungen .
Der einzige Zusammenhang mit "Leberschäden" darin ist das es wenn man diese schon hat nicht nehmen sollte...
Liest sich gleich deutlich weniger bedrohlich, oder?

04.04.2018 17:40 • #9


meli83
Definitiv danke

04.04.2018 17:49 • #10


Verstehe deine Bedenken bzgl. solcher Medikamente sehr gut, deine Ängste sind mehr als berechtigt.

Diese IMAP Spritzen sind wirklich sehr stark in ihrer Wirkung. Genauso wie Haldol, löst auch Fluspirilen starke Nebenwirkungen aus, wie z.B Spätdyskinesien und Akathisie. Spätdyskinesien äußern sich in stereotypen, vom Patienten kaum oder gar nicht beeinflussbaren Bewegungen. Zudem kommt es zu irreparablen Schäden, selbst wenn die Medikamente abgesetzt werden, klingen die Spätdyskinesien in den meisten Fällen nicht mehr ab, manifestieren sich. Das ist äußerst quälend für den Patienten, hinzu kommt noch die Stigmatisierung der Gesellschaft, die viele in die Isolation treibt.

Ich habe schon einige Patienten in der Psychiatrie erlebt, die aufgrund von Haldol und IMAP Spritzen, den ganzen Tag wie ein Zinnsoldat, im Zombie-Modus, total apathisch, den Flur hoch und runter liefen. Das war ein sehr deprimierender Anblick, einfach schrecklich.

Dennoch muss auch gesagt werden, dass es Patienten gibt, die die Wirkung nicht als unangenehm empfinden. Wahrscheinlich reagiert da jeder Patient individuell verschieden drauf, die meisten leiden allerdings unter starken Nebenwirkungen.

Solche Medikamente verabreichen Psychiater eigentlich nur in Akutphasen, also wenn die Patienten sich nicht mehr beruhigen können, unter starken Wahnvorstellungen, Halluzinationen und Erregungszuständen leiden, und dann auch nicht langfristig. Danach wird oft auf Seroquel, Zyprexa oder Risperdal umgestellt, weil diese Medikamente nicht ganz starke Nebenwirkungen haben.

Gibt wahrscheinlich Patienten, da haben solche Medikamente tatsächlich ihre Berechtigung, dass möchte ich gar nicht abstreiten, z.B wenn sich jemand in einer akuten Psychose befindet, synthetische Mittel konsumiert hat. Sobald sich der Patient aber wieder stabilisiert hat, sollten Medikamente verabreicht werden, die deutlich weniger Nebenwirkungen haben.

Das nebenwirkungsärmste Antipsychotika was es derzeit auf dem Markt gibt ist übrigens Seroquel, ein sogenanntes atypisches Antipsychotikum. Dennoch hat auch Seroquel Nebenwirkungen, die sind im Vergleich zu hochpotenten Neuroleptika aber eher gering, wenn auch nicht ohne. In den ersten Wochen sediert Seroquel ziemlich stark, macht sehr müde. Doch mit der Zeit schwindet die Müdigkeit, danach hat es einen eher stabilisierenden Effekt. Zudem hat Seroquel eine schlafanstoßende Wirkung, die viele als angenehm empfinden. Seroquel hat jedoch wie erwähnt auch seine Schattenseiten. Seroquel legt das Gefühlsleben ziemlich lahm, dann macht es lethargisch und auch das denken verlangsamt sich. Sehr wichtig ist es auch auf seine Kalorienzufuhr zu achten, denn durch Seroquel nimmt man rasch zu. Seroquel wird bei Schizophrenie, bipolaren Störungen, aber auch bei emotional instabilen Störungen angewendet. Bei starken Psychosen, sollte die Dosierung im Bereich zwischen 600 und 800 mg liegen, alles was darunter liegt hat eher einen sedierenden, statt antipsychotischen Effekt.

Dann gibt es auch noch Abilify, dass soll ebenfalls gut verträglich sein. Viele beklagen jedoch die Bewegungsunruhe, dass sogenannte Restless Legs Syndrom.

Zur Info: Seroquel ist ein Downer (sediert), Abilify hingegen ein Upper (wirkt antriebsfördernd und stimmungsaufhellend).

Ich finde Psychopharmka sollte man nur einnehmen, wenn es wirklich nicht mehr anders geht, der Leidensdruck unerträglich wird, jemand wirklich krank ist. Gibt auch viele Menschen, die durch Psychopharmka wieder ihre Lebensqualität zurückerlangen, was ohne die Verabreichung von Medikamenten nicht möglich gewesen wäre. Dennoch sind es keine Smarties, sondern Medikamente mit teils starken Nebenwirkungen, dass sollte man nicht außer Acht lassen. Die Medaille hat halt immer 2 Seiten.

Zwar bin ich kein Arzt, aber an deiner Stelle, würde ich nochmal mit deinem behandelnden Arzt sprechen und ihn fragen ob er dir nicht ein milderes Medikament verschreiben kann, dass weniger Nebenwirkungen hat. Solange du dich nicht in einer hochpsychotischen Phase befindest, sehe ich keinerlei Grund, warum du so starke Spritzen bekommen solltest.

Das sind jedoch alles Dinge die du lieber mit seinen behandelnden Arzt besprechen solltest, ich bin da wie gesagt nur Laie.

Dir alles Liebe und gute Besserung!

05.04.2018 02:34 • x 3 #11


Ich glaube nicht, daß Fluspi schwere Leberschäden verursacht. Die Leber ist unser Entgiftungsorgan, das es gewohnt ist, Gifte abzubauen. Von regelmäßigen FluSpigaben Leberschäden bekommen? Neeee...

05.04.2018 15:27 • #12


meli83
Ich hab sie jetzt gestern doch bekommen. Sass beim arzt und hab nur geheult weil ich einfach nicht mehr kann mit meinen unzähligen Symptomen.
Leider merke ich überhauot nichts. Aber zum glück keine Nebenwirkungen. Hatte gestern nach der Spritze panik weil ich erwas im Körper habe wo ich nichts dagegen unternehmen kann. Aber zum Glück ist alles ok. Zwar keine besserung oder zumindest merke ich (noch) nichts. Immerhin gehts mir nicht schlechter.
Muss in 2 wochen noch mal hin und dann schauem wir weiter. Bin so froh hat er meine Medikamentenangst ernst genommen und gesagt ich müsse mich nicht Schämen dafür. Er kennt das von vielen Patienten

26.04.2018 12:39 • #13


Das freut mich dass du das Medikament verträgst, keine Nebenwirkungen verspürst. Ist bei jeden halt individuell verschieden, aber auch von der Dosierung abhänig. Die Medikamente brauchen auch eine gewisse Zeit, bis sich ein Spiegel aufgebaut haben, ihre volle Wirkung entfalten.

Ich reagiere auf Antipsychotika z.B sehr empfindlich, habe schon so einige ausprobiert, doch die meisten hatten alle unangenehme Nebenwirkungen zur Folge. Seroquel ist dass einzigste Medikament, dass ich vertrage. Sicher hat Sero auch seine Nebenwirkungen, aber diese sind recht mild im Vergleich zu anderen Psychopharmka wie z.B Zyprexa oder Solian. Doch ich kann nur von mir sprechen, jemand anderes kommt wieder mit einem anderen Medikament besser zurecht.

Der Diabetiker ist auf sein Insulin angewiesen, um den Blutzucker zu senken. Und genauso gibt es Menschen, die Psychopharmka benötigen, entweder weil sie unter depressiven Zuständen, Stimmungsschwankungen, Angstzuständen oder psychotischen Symptomen leiden.

Stimmt, dein Arzt hat vollkommen Recht, du brauchst dich keinesfalls zu schämen, im Gegenteil, du hast dir Hilfe gesucht als es dir schlecht ging und darauf kannst du Stolz sein.

Du solltest das mit den Medikamenten auf jeden Fall deinen behandelnden Arzt überlassen, dir nicht von Laien da reinreden lassen.

Ich wünsche Dir alles Gute!

26.04.2018 17:29 • #14


LakeSonne1
hallo Meli83,

ich habe auch einmalig in einer Krise eine IMAP Spritze bekommen.
War damals auch gut so. Unerwünschte Nebenwirkungen hatte ich keine.

Für einen Dauergebrauch ist das Zeug vielleicht eher nicht gedacht, aber in einer akuten Krise hat es seine Berechtigung.

Gruß,
lake.

26.04.2018 20:58 • #15


meli83
Danke euch. Ja er meinte auch ist jetzt mal ne einmalige sache und in 2 Wochen schauen wir weiter. Hab mir schon etwas davon erhoft. Hattw heute wieder ne kleine Panikattacke.

26.04.2018 22:09 • #16


LakeSonne1
hallo meli83,

Zitat:
Hattw heute wieder ne kleine Panikattacke

das imap kann keine Wunder bewirken. Es kappt aber die massiven Erregungszustände.
Heilung kannst du nicht erwarten, nur eine vorübergehende Deckelung der übelsten Symptome.

denk dran:
-eine PA ist nichts schlimmes, nur SEHR unangenehm.
-Sie geht IMMER vorbei.

Gruß,
lake

27.04.2018 19:00 • #17


meli83
Ja das weiss ich. Danke für die lieben worte. Dachtw erst ist ne Nebenwirkung. Und dann auch noch reingesteigert

27.04.2018 19:22 • #18


Honigbiene83
Ich bin inzwischen in einer gesprächstherapie bei einer Psychiaterin. Die hat mir geraten mir die spritze nicht meh geben zu lassen. Es sei kein zuckerwasser. Schade. Ich wäre soooo froh mal wieder ne Dosis zu bekommen.

18.03.2019 15:58 • #19



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