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Zitterchen

28.11.2009 22:27 • 11.02.2020 #1


10 Antworten ↓


Christina
Hi,

hast du schon andere Medikamente als ein solches hochpotentes Neuroleptikum erfolglos ausprobiert? Falls nicht, würde ich es zuerst mit einem Antidepressivum versuchen, Risperidon ist zwar nicht das problematischste Neuroleptikum, aber vergleichsweise doch ein Hammer.

Liebe Grüße
Christina

29.11.2009 01:12 • #2



Erfahrungen mit Risperidon, bitte Melden!

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Zitterchen
hast du schon andere Medikamente als ein solches hochpotentes Neuroleptikum erfolglos ausprobiert? Falls nicht, würde ich es zuerst mit einem Antidepressivum versuchen, Risperidon ist zwar nicht das problematischste Neuroleptikum, aber vergleichsweise doch ein Hammer.

Hallo Christina,
Danke für deine Antwort!
Also ich nehme momentan citalopram 20mg und sollte noch Lamotrigin nehemen, was ich aber nicht nehme weil ich wieder angst vor den NW haben

Und wegen meiner ständigen grübeleien habe ich eben jetzt Risperidon0,5mg verschrieben bekommen!

Da ich aus der Altenpflege komme, kenne ich dieses Medikament auch, und weiß noch das dieses vor allem bei aggressiven und Dementen bewohnern verwendet wurde.

Aber ich bin doch nicht aggressiv im gegenteil eher hochsensibel

GLG Zitterchen

29.11.2009 15:03 • #3


Christina
Hi,

die Grübeleien haben Ähnlichkeit mit Zwangsgedanken, und da wird mitunter als Ergänzung zu SSRI mit Neuroleptika behandelt. Mit den ursprünglichen Einsatzgebieten der Neuroleptika hat das nichts zu tun, brauchst dir also wegen Aggressivität keine Gedanken zu machen. V.a. wird es die Unruhe runterfahren. Aber: Der Spielraum bei Citalopram ist längst noch nicht ausgeschöpft (die Höchstdosis liegt m.W. bei 80 mg/Tag) und auch bei Zwangsstörungen ist die Augmentation mit Neuroleptika eher für die Fälle gedacht, bei denen SSRI allein nicht reichen. Ich würde lieber an der einen Schraube (Citalopram) drehen, bevor ich ein zweites Medikament dazu nehmen würde. Zu Lamotrigin kann ich dir leider nichts sagen, außer dass es eben bei GAS eingesetzt wird.

Liebe Grüße
Christina

29.11.2009 19:08 • #4


Zitterchen
He Christina,
muss dich echt bewundern wieviel Ahnung du von allen hast!!
Du hast von hochpotentem Neuroleptikum gesprochen, kannst du mir das erklären, da versteh ich sicher besser als es zu googeln

Ja ich hatte einige Tage 40mg und hatte wieder mal angst das es doch zuviel ist und habs eigenmächtig wieder auf 20mg reduziert.

Citalopram vertrag ich recht gut, da werden mir 40mg über längere zeit wohl auch nix ausmachen, oder? obwohl genau kann man dies nie sagen denk ich!

Lamotrigin hab ich unter sanego geschaut, aber kann mich nicht überwinden es zu nehmen

Ganz liebe Grüße und ein GROßES Dankeschön!

29.11.2009 22:34 • #5


Christina
Zitat von Zitterchen:
Du hast von hochpotentem Neuroleptikum gesprochen, kannst du mir das erklären, da versteh ich sicher besser als es zu googeln ... Eigentlich sind Neuroleptika ja Mittel gegen Schizophrenie bzw. gegen Psychosen. Je nachdem, wie stark sie antipsychotisch wirken, unterteilt man in hochpotente, mittelpotente und niedrigpotente Neuroleptika - gemessen an dem ersten Neuroleptikum, das es überhaupt zur Behandlung von Schizophrenie gab. Blöd ist, dass bei den früheren Neuroleptika eine hohe Potenz immer auch mit Bewegungsstörungen einherging, und ganz blöd, dass die später zu sog. Spätdyskinesien führen konnten (= Bewegungsstörungen, die nach der Einnahme des NL u.U. erst auftraten und nicht mehr weggingen). Außer von der Potenz des NL hängt das aber auch von der Dosis und der Einnahmedauer ab. Es gibt moderne Neuroleptika, bei denen das mit den Bewegungsstörungen nicht so sein soll. Die heißen atypische Neuroleptika und Risperidon soll dazu gehören. Nur sind die alle noch nicht so lange auf dem Markt, dass man wirkliche Langzeiterfahrungen damit hat, und es mehren sich die Hinweise, dass auch atypische Neuroleptika zu Bewegungsstörungen führen können. So ganz auf der sicheren Seite ist man damit also nicht. 0,5 mg sind eine ausgesprochen niedrige Dosis, so dass du dir keine Sorgen machen musst. Dennoch finde ich, dass man nur so viel wie nötig an Medikamenten nehmen sollte, und das gilt auch für die Anzahl der verschiedenen Medikamente. Ich an deiner Stelle würde nochmal mit dem Arzt besprechen, ob nicht vielleicht eine simple Erhöhung des Citalopram besser wäre.

Liebe Grüße
Christina

30.11.2009 13:55 • x 1 #6


Hallo Zitterchen,

ich habe auch Risperidon wegen der Grübeleien verordnet bekommen. Hatte auch Angst wegen der Nebenwirkungen. Es wurde mir empfohlen, es abds. zu nehmen, weil es müde macht. Ich habe es tatsächlich genommen und ich muß sagen, die grüblerischen Gedanken waren wie weggeblasen. Aber der Schwindel und die Müdigkeit am nächsten Tag, waren schon relativ heftig. Aber ich habe auch niedrigen Blutdruck und deshalb reagiert mein Kreislauf relativ stark. Wie Christina sagte, sind 0,5 mg eine geringe Dosis. Ob Du davon eine Wirkung auf Deine Gedanken hast, wage ich zu bezweifeln.

Ich bin übrigens auch aus der Altenpflege und kenne das auch, dass agressive Bewohner mit Neuroleptika behandelt werden. Du kannst die Wirkung, die das auf die alten Leute hat, nicht damit vergleichen, wie das Zeug auf Dich wirkt. Du hast eine jüngere Leber und Nieren und bist auch nicht dement.
LG
cloudy

30.11.2009 21:00 • #7


Zitterchen
Danke nocmals wegen eurer Antworten,
Christina besser hättest nicht erklären können

Nehme jetz erstmal 30mg Citalopram

DANKE GLG
Zitterchen

13.12.2009 16:58 • #8


Ursula03060

10.02.2020 18:17 • #9


Ich nehme 1 mg Risperidon zur Nacht. Es dämpft ziemlich stark und man ist den nächsten Tag über auch eher gedämpft. Jedoch nimmt man auch stark zu. Für eine generalisierte Angststörung, meiner Meinung nach, sollte man es nur vorüber gehend nehmen und sich eher darauf konzentrieren solch starker Medikamente mit den Ängsten auf Dauer klar zu kommen.

Alles Gute.

10.02.2020 19:53 • #10


Ursula03060
Dankeschön

11.02.2020 20:43 • #11



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