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K

Kowatz
Mitglied

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Hallo zusammen,
ich brauche mal eure Einschätzung oder vielleicht ähnliche Erfahrungsberichte.
Ich kämpfe seit zwei Jahren mit den Folgen einer Panikstörung. Mein Hauptproblem aktuell: Mein Sympathikus ist völlig überreizt. Ich bin extrem schnell gestresst, besonders bei Besuchen, in Menschenmengen oder wenn ich mit vielen Leuten gleichzeitig reden muss. Mein Körper schaltet dann sofort auf "Alarm", was sich in extremer Anspannung, schwitzen und einem Pochen, in den Beinen äußert.
Das Ganze wirkt sich massiv auf meinen Schlaf aus. Aktuell bin ich deswegen krankgeschrieben, aber das ist für mich kein Dauerzustand. Ich will wieder zurück ins Leben.
Zu meiner Medikamenten-Reise:
Ich habe in der letzten Zeit öfter die Medikamente gewechselt, meistens aus Angst vor Nebenwirkungen oder weil die Wirkung nicht passte (Mirtazapin hat bei mir z.B. das Schlafen eher verhindert als verbessert).
Aktuell habe ich ein Rezept für Venlafaxin hier. Allerdings habe ich große Bedenken, da es ja auch auf Noradrenalin wirkt und somit antriebssteigernd ist. Des Weiteren soll es höllisch abzusetzen sein. Ich habe Angst, dass mein ohnehin schon überreiztes System dadurch noch mehr "unter Strom" gesetzt wird.
Im Nachhinein denke ich, dass meine allererste Verschreibung, nach einer langen Pause, also Escitalopram, eigentlich die logischste war, weil es ja eher als "Filter" wirkt und den Sympathikus nicht noch zusätzlich pusht.
Meine Fragen an euch:
• Hatte jemand von euch eine ähnliche Symptomatik (totale Reizüberflutung, körperliche Unruhe, Schlafstörungen)?
• Hat euch Escitalopram dabei geholfen, wieder einen "Filter" aufzubauen und den Schlaf zu verbessern?
• Ist hier jemand von einem antriebsstarken SNRI (wie Venlafaxin) zurück auf ein SSRI (wie Escitalopram) gewechselt, weil er zu nervös wurde bzw. welche Wirkungen kann ich bei Escitalopram und welche bei Venlafaxin erwarten?

Ich habe eine KI (Gemini) diesbezüglich gefragt und die kam auch zum Entschluss, dass hier Escitalopram ratsamer sei anstelle von Venlafaxin.

01.01.2026 #1


5 Antworten ↓


N
Hallo, ich habe auch eine Angststörung und bin schnell überreizt. Deshalb hat Escitalopram und Venlafaxin bei mir nicht geklappt weil sie beide antriebssteigernd sind (Venlafaxin besonders). Die Unruhe konnte ich nicht aushalten, derzeit habe ich Opipramol hier liegen und mich noch nicht richtig getraut durchzuziehen.

LG Nicky

#2


A


Empfehlung/Erfahrung zu Escitalopram?

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K
@Nicky78 hast du escitalopram morgens oder abends eingenommen? Ich schränke mich total ein, seit dieser Krankheit ist nichts mehr wie vorher. An sich habe ich aber keine Ängste mehr.
Opipramol hatte mir nicht geholfen

#3


N
@Kowatz ich habe es vormittags genommen.

#4


O
@Nicky78 wobei die NOR-adrenerge Wirkung von Venlafaxin ja eigentlich erst ab 150mg startet. Darunter ist es eher ein SSRI. lg

#5


Greta__
Guten Morgen.
Escitalopram hat mir nicht bei Angst und Panikattacken geholfen. Es hat mich extrem müde gemacht, Erschöpfung extrem schlimm, auch fühlte ich mich immer benommen. Von Antrieb keine Spur.

Escitalopram wurde reduziert und Bupropion 150 eingeschlichen. Die Müdigkeit, Erschöpfung ist fast gänzlich verschwunden. Allerdings bin ich emotional sehr weak geworden. Weine viel, Emotionen kommen ungefiltert durch, d. h. schnell aus der Fassung zu bringen etc. Da hat Escitalopram sicher seinen Anteil gehabt, das es gedeckelt war.

Allerdings bin ich ja immer noch am ausschleichen, derzeit bei 2 mg (2 Tropfen), das spielt sicher auch eine Rolle.

Bei mir waren die Nebenwirkungen schlimmer als die Wirkung, leider.

Bupropion hilft mir sehr gut bzgl. Antrieb, Erschöpfung, vielleicht wäre es eine Option für dich dieses Medikament statt Venlafaxin auszuprobieren.

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Dr. med. Andreas Schöpf
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