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Hallo,

ich nehme zur Zeit nach ewigem Hin und Her mit dem Psychiater wieder Citalopram. Die ersten 2 Wochen nahm ich nur 5mg und die erst Woche war auch nicht so gut. Seit 4 Tagen nehme ich jetzt 10, seit gestern Abend geht es mir schlechter und heute habe ich ziemliche Kopfschmerzen, totale Derealisation/Depersonalisation, Übelkeit und Anflüge von Panik, die aber wieder gehen.

Der Arzt hatte mir aber gesagt, dass keine große Veränderung bei der Erhöhung zu erwarten wäre. Jetzt weiß ich nicht, was ich mir nur einrede und was jetzt "echt" ist. Die ganzen Zeit mit dem 5mg war jetzt hoffentlich nicht umsonst und es dauert jetzt wieder 2 Wochen, bis die NW weg sind. Ich bin schon wieder dabei zu überlegen, es abzusetzen, obwohl ich so stolz war, die 2 Wochen geschafft zu haben. Hatte gehofft, dass Aufdosieren wäre dann leichter.

Was meint ihr?

09.02.2014 23:14 • 21.02.2014 #1


13 Antworten ↓


Hallo Opossum,

das tut mir leid, das es dir heute nicht ganz so gut geht. Aber was du beschreibst können ja auch Symptome deiner Psyche sein, oder? Also muss ja alles gar nicht vom dem Medikament kommen. Du hast ja geschrieben das du es schon seit 4 Tagen nimmst. Und nun erst seid gestern es hast. das heißt 2 tage war gar nichts richtig. Erst seid gestern. Kann auch einfach ganz normale Panik und Angst sein. Gerade wenn du sowiso schon so probleme hast es zu nehmen kann es ja auch daher kommen, also das deine Angst dir da jetzt diese probleme bereitet.

ich würde es weiter nehmen an deiner Stelle. Als ich auf mein Medikament eingestellt wurde hatte ich auch unangenehme nebenwirkungen. Auch bei der Höherstufung. Die haben mir sogar gesagt das Panik und Angstsymptome erst einmal wieder schlimmer werden können und auch nebenwirkungen,das sollte dann aber nach 2 wochen sich gebessert haben. War es auch...

Setzte es lieber nicht ab. Überlege dir mal wie stolz du auf dich bist wenn du es weiter nimmst und es durchhälst! Und es wird dir damit, wenn du es durchgehalten hast, auch letztendlich bestimmt damit besser gehen!

Mit lieben Grüßen,
Delphin

14.02.2014 13:12 • #2



Citalopram- wieder Zweifel

x 3


Halte durch!es lohn sich!
Bei mir war es in den ersten Wochen auch schlimmer als vorher!
Teilweise unertraeglich!
Es lohnt sich aber!
Es wird besser!

15.02.2014 13:22 • #3


Hallo,
danke für eure Antworten!

Heute ist der 10. Tag mit 10mg und heute ist es am schlimmsten seit langem. Ich bekomme den ganzen Tag schon kaum Luft und bin nur am heulen, in Wellen hoch und runter, Todesangst, das Gefühl in Ohnmacht zu fallen. Ich habe ja schon vor den 10 Tagen 2 Wochen lang 5mg genommen, das müsste doch vorbei sein mit den NW. Vielleicht kommt es ja auch nicht vom Cita, da hast du vielleicht recht Delphin2. Aber hochdosieren traue ich mich jetzt auch nicht wirklich, weil es mir so schlecht geht.

Ich bin nur noch eine Woche in der Tagesklinik und es ist immernoch so schlimm, ich schaffe das alles nicht

15.02.2014 14:28 • #4


Doch das schaffst Du !
Bei mir waren es 5-6 Wochen..leider
Aber das schaffst Du!
Das sind nur Gefuehle!
Du faellst nicht in Ohnmacht!
Dir kann nix passieren...
Danach gehts Dir aber viel besseR

15.02.2014 14:34 • #5


Puh, 5 Wochen. Da hast du aber Mut bewiesen. Hast du da etwas zur Beruhigung bekommen? Ich habe nämlich totale Medikamentenangst und traue mich nicht Atosil u.ä. zu nehmen, was mir die Ärzte anbieten.
Nimmst du auch Citalopram?

Ich hoffe, das es mir helfen wird. Ende April muss ich es wieder schaffen, zur Uni zu gehen. Jetzt ist schon eine Stunde außerhalb der Wohnung ein Erfolg...

15.02.2014 15:24 • #6


Habe Cipralex genommen.
Ja und Atosiltropfen.
Die fahren Dich runter!die habe ich dazu genommen.
Habe Cipra insgesamt 9 Monate genommen.
Jetzt nehme ich nix mehr.

15.02.2014 15:31 • #7


Ich konnte nicht einmal Duschen oder zum Briefkasten..
Danach konnte ich alles!
Das schaffst Du!
Glg und Kopf hoch!

15.02.2014 15:34 • #8


Hallo Opossum,

ich denke auch das du es schaffst, da bin ich mir ganz sicher !
Und du fällst bestimmt auch nicht um und so..und vielleicht hast du ja Glück und es dauert keine 5 Wochen.
Du machst dir aber auch viel Stress, oder? Du schreibst du musst es schaffen. Klar wäre es gut wenn du es schaffen würdest und du schaffst es bestimmt auch, aber wenn es jetzt noch so schwer ist eine Stunde außer Haus zu gehen, kann ich mir vorstellen das es ein enormer Druck für dich ist, das du es schaffen musst bis dahin wieder fit zu sein....
Aber vielleicht hilft dir ja das Medikament dann auch,das du es dann besser hinbekommst !
Wie lange warst du jetzt nicht mehr bei der Uni?

Wie lange warst du jetzt in der tagesklinik? hast du das gefühl es hat dir geholfen? Hast du dort viel für dich erreichen können?

Atosil ist wirklich ein gutes medikament. ich habe das als notfallmedikament sogar zu hause. Warum traust du dich nicht das einzunehmen? Was befürchtest du?
Es beruhigt einen sehr. Ich nehme im Moment davor manchmal am 2 am Tag und es hilft echt gut !
Nehme zusätzlich auch antidepressiva ein..

Mit lieben Grüßen,
Delphin

15.02.2014 18:14 • #9


Hallo.

Ich kann Atosil auch empfehlen.
Es beruhigt innerlich.
Nebenwirkungen hatte ich keine.
Das Absetzen nach regelmäßige Einnahme war absolut problemlos.

Gute Besserung wünscht
Marie

15.02.2014 19:38 • #10


Hallo,

meine größten Ängste beziehen sich auf Realitätsverlust, Psychosen etc. In den Nebenwirkungen steht z.B. auch Halluzinationen, das wäre das schlimmste für mich. Gerade beruhigende und schlaffördernde Mittel machen mir Angst, da ich es schwer aushalten kann, benommen zu sein. Ich habe eh schon immer das Gefühl "nicht richtig da zu sein, nicht in mir zu sein" und dann noch solche Medikament, die das verstärken (können). Nein, das traue ich mich nicht.

Aber danke, dass ihr mir Mut macht, das Cita nehme ich erstmal weiter.

Zum Klinikaufenthalt: Ich war 9 Wochen stationär und bin seit 3 Wochen tagesklinisch. Es hat mir schon geholfen, aber sehr wenig bzw. die Schritte sind miniminiklein, wie man ja merkt, es geht mir immernoch sehr schlecht. Ich habe mich allerdings auch 1,5 Jahre mit vollem Karacho in die Krise reingedreht, es ist also eh gerade ein ziemlich großes Loch, in dem ich stecke.

Ich habe zumindest wieder etwas Hoffnung gefasst und nicht mehr ständig quälende Suizidgedanken, ich habe dort Leute kennengelernt und erlebt, dass ich trotz der starken Angst soziale Kontakte pflegen kann und mich nicht isolieren muss, das ist sehr befreiend, weil ich vorher ziemlich einsam war und meine ganzen Freunde verloren habe, weil ich mich nicht mehr raus traute.

Das Studium habe ich seit November unterbrochen und steige im Sommersemester, also April wieder ein. Bis dahin muss ich aber noch stabiler werden. Eine ambulante Therapie mache ich aber auf jeden Fall.

15.02.2014 19:53 • #11


Hallo Opossum,

okay, ich kann deine Ängste verstehen. Aber du kannst da bestimmt keine Halluzinationen von bekommen. Da stehen natürlich alle schlimmen Nebenwirkungen drinne aber ich denke das bekommt man echt nur bei ganz viel pech und selten.
na gut, das andere leuchtet mir mehr ein. Wenn man sowiso immer sehr weit weg ist und so was noch dann nimmt..und es wirkt in der Tat das man müder von werden kann oder benommen. Aber ich habe es mehr am Anfang gehabt, mittlerweile nehme ich das ohne das ich benommen davon richtig werde. ich werde zwar ruhiger, also denke nicht mehr so viel nach und schaffe es damit meine Ängste runterzuschrauben aber ich werde davon nicht mehr so müde wie am Anfang.
Also es kann sich auch ändern..

Das freut mich das du jetzt Mut hast es weiter zu nehmen !

Ich finde, es hört sich gut an wie dir die Klinik geholfen hat. Minimale Schritte sind aber völlig okay. Was willst du alles schaffen?! Vielleicht erwartest du von dir ein wenig zu viel in dieser Hinsicht? ich kenne das leider auch. ich sage immer allen bin nur ein ganz kleines stück weiter gekommen, dabei ist es dann für die anderen ein ganz schön großes stück weiter gekommen. das kommt dann manchmal mit meiner und deren wahrnehmung nicht so hin..ich erwarte immer zu viel von mir. Sollte eher mal zufrieden sein was ich kann, und nicht schon auf das schauen was ich noch nicht kann. Das muss ich irgendwie noch lernen.

Das ist gut das du in ambulanter Therapie bist. Mit ihr kannst du dann ja auch weitersehen. Also wie und ob du das mit dem Studium weiter hinbekommst ect.

Mit lieben Grüßen,
Delphin

15.02.2014 23:05 • #12


Hallo Opossum,

wie geht es dir? Was studierst du denn? Ich studiere auch und habe ein Semester nur ein Seminar belegen können aufgrund meiner Ängste, da hat die Krankheit begonne, im letzten WS habe ich wieder das Studium aufgenommen, es klappt soweit gut. Meine Ängste bin ich noch nicht los, es ist ein ständiger Kampf, aber kein Vergleich wie es die ersten Wochen der Erkrankung im letzten Jahr war. Auch ich habe eine Medikamentenphobie, habe mich noch nicht mal getraut die Citas zu nehmen,also Hut ab,dass du dich das getraut hast.
Ich habe auch Angst, dass die medis mich total benebeln, dass ich nicht mehr Herr meiner Sinne bin. Auch das Atosil traute ich mich nicht zu nehmen, obwohl alles positiv davon berichten. Ich war auch im September für 5 Wochen in der Schön Klinik, das tat mir sehr gut, als ich da raus war habe ich sofort mein Studium angefangen, es hat mir sehr geholfen. Natürlich bin ich noch weiterhin in ambulanter Behandlung seit Mai 2013.

21.02.2014 18:44 • #13


hallo,

@hoperful,

das ist doch gut, das es mit deinem Semester jetzt wieder ein wenig besser klappt!
Ich glaube, die Ängste wird man auch nicht sofort los, man muss immer leider weiter kämpfen, bis sie ein Stück weniger werden. Nur das regelmäßige auseinandersetzten mit den Ängsten bringt uns was..

Aber es benebeln dich nicht alle Medikamente. Bei Atosil kann ich es total nachvollziehen, da sie wirklich müder machen und man damit weniger nachdenken kann, aber ein normales Antidepressiva macht nicht unbedingt benebelt. Vielleicht erst mal in den ersten 2 Wochen, wenn man damit anfängt. Aber dann soll es einen ja raus aus dem trott holen damit man besser mit den Ängsten klar kommt!
ich hatte am Anfang auch angst ein Antidepressivum zu nehmen, habe angst gehabt das ich dann andere Charakterzüge oder so bekommen könnte, aber dies stimmte nicht. ich habe mich getraut es zu nehmen und habe es nicht bereut.
hat dir denn ein Arzt es mal vorgeschlagen ein Medikament zu nehmen? Du könntest es ja anfangen und dann halt sofort absetzten wenn es gar nicht klappt..es gibt ja immer die Möglichkeit es abzusetzten wenn es gar nicht klappt. Ein Zurück geht immer, aber man muss sich erst einmal überwinden es zu nehmen!

Ah, auch in der Schön Klinik gewesen?! Ja, die sind da gut. War auch schon häufiger in einer Schön Klinik . ich habe da jedesmal viel über mich lernen können!
Ja, ambulante Therapie ist auch immer wichtig, damit man weiterhin auch Schritte angehen kann und Hilfe im Alltag noch hat!

Mit lieben Grüßen,
Delphin

21.02.2014 22:29 • #14



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Dr. med. Andreas Schöpf