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Hallo,

ich habe mich hier angemeldet, weil mein Phsychologe bei mir eine Angst- und Panickstörung festgestellt hat. Die Beschwerden habe ich schon im Vorstellthread geschildert. Nun lese ich hier Eure Beiträge und finde zwar einige Ähnlichkeiten, aber bei mir ist es gerade umgekehrt. Ich will bei solchen Anflügen von Unruhe einfach nur raus, Bewegen und unter Leute. Diese Hyperventilation habe ich zweimal gehabt, das war dann jeweils zu Hause. Bisher habe ich die Medikamente (Lyrica) auch noch nicht eingenommen. Bei mir kommt auch nicht erst die Angst sondern ich bin irgendwie angespannt, unruhig und kribbelig, völlig ohne Angst. Die Angst kam dann meist wenn ich meinen Blutdruck gemessen habe und dieser völlig außer Kontrolle geraten ist. Dann kann ich eigentlich darauf warten, dass es mir völlig mies geht. Mittlerweile vermeide ich das Messen des Blutdrucks. Ich glaube der Phsychologe hat es sich da sehr einfach gemacht, einfach Tabletten verschreiben, keine Erklärung wie es mal weitergehen soll, Therapie oder so und woher das alles kommen könnte und wie man damit umgehen kann. Einfach nur der Hinweis, wenn die Tabletten alle sind soll ich mich wieder melden. Hat jemand von Euch auch bei den Anflügen von Unruhe und wenn sich solche Angstattacken ankündigen auch das Bedürfnis rauszugehen? Meist lese ich ja eher das Gegenteil.
LG Blackangel

15.09.2009 08:15 • 15.09.2009 #1


3 Antworten ↓


Hallo Blackangle,
erstmal herzlich willkommen im Forum.

Nun zu deiner Frage. Ich kenne es, dass ich manchmal angespannt werde, bevor ich in Panik verfalle. Dann habe ich zwar nicht unbedingt den Drang nach draußen zu stürzen, aber ich habe festgestellt, dass Bewegung (bei mir Joggen) hilft, diese Anspannung abzubauen. Vielleicht reagiert dein Körper da anders und sagt: "Ich habe hier gerade einen riesen Adrenalincocktail, lass uns den doch mal abbauen." Wenn es dir hilft, dann sei froh und nehme diese Möglichkeit wahr.
Zu deinem Psychiater (das sind die, die Tabletten verschreiben dürfen). Such dir zusätzlich noch einen Verhaltenstherapeuten (die arbeiten mit dir an solchen Problemen ohne dass sie Tabletten verschreiben dürfen). Es gibt auch Ärzte, die beides machen. Die Krankenkassen zahlen normalerweise eine Therapie und die Medikamentierung. Um einen Therapeuten kennenzulernen darfst du (ich glaube 5 ) konsularische Sitzungen in Anspruch nehmen. Passt es nicht, kannst du noch wechseln.

Viel Erfolg auf deinem Weg und gut dass du die Sache angehst.

15.09.2009 09:06 • #2



Zweifel

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Ich will auch meistens raus. Inzwischen hilftmir der Tapetenwechsel meistens auf andere Gedanken zu kommen. Vorallem wenn ich dann Sport mache ist das ein recht gutes Mittel einer Angstattacke zu begegnen.
Es kam aber auch schon vor, dass mich die Angst selbst rausgetrieben hat. Letztens hatte ich mal wieder Angst, dass mein Herz plötzlich stehen bleibt und ich um kippe. Da ich alleine daheim war wollte ich möglichst schnell raus in den Parkt, weil da Leute sind die mich in dem Fall retten könnten.
diese Anspannung und Unruhe ohne Angst kenne ich auch. Auch als Vorbote einer Hyperventilation, was glaub ich nichts ungewöhnliches ist.
Bei mir ist meistens der Bereich um den Magen oder das Zwerchfell irgendwie "verspannt". Selbst beim bewussten versuche schaffe es irgendwie nicht ganz entspannt und völlig frei in den Bauch zu atmen.
Ich hab herausgefunden, dass etwas Training dabei echt helfen kann.

Ich hab im Forum häufiger etwas von so einer Muskelentspannungstechnik gelesen. Hab damit keine Erfahrung weil ich autogenes Training mache. Aber für diese Zwerchfell/Bauchgegend-Entspannungssache ist es sehr geeignet kann ich mir vorstellen.

Zitat:
keine Erklärung wie es mal weitergehen soll, Therapie oder so und woher das alles kommen könnte und wie man damit umgehen kann. Einfach nur der Hinweis, wenn die Tabletten alle sind soll ich mich wieder melden


Wenns echt so abläuft glaub ich, dass er dich nicht ganz ernst nimmt. Hast du mal darüber nachdedacht mitihm zu sprechen oder den Therapeuten zu wechseln?

15.09.2009 09:20 • #3


Hallo,
vielen Dank für Eure Informationen bzw. Eure Tipps. Ich hatte heute einen Termin bei der Frauenärztin und wie ich schon leise vermutete sind meine Beschwerden durch ein Ungleichgewicht der Hormone, also Wechseljahresbeschwerden ausgelöst. Nun habe ich naturidentische Hormone verschrieben bekommen und werde sehen, ob dies die gewünschte Wirkung bringt. Auch der Nephrologe (Facharzt für Nierenerkrankungen) hatte ja schon hormonelle Störungen vermutet, die eindeutige Auswertung der Blut und Urinanalyse bekomme ich aber erst nächste Woche. Schon komisch was Hormone mit einem so anstellen können.
LG Blackangel

15.09.2009 13:41 • #4




Dr. Hans Morschitzky