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LakeSonne1
hallo,

mir ging es fast ein Jahr lang ziemlich gut mit 7,5 mg (ganz früher nahm ich mal 20mg) Citalopram. Ich wußte schon gar nicht mehr was eigentlich Panikattacken sind . Da kam der Gedanke auf Abzusetzen, natürlich in Absprache mit meinem Doc.
Nach einen erfolglosen Absetzversuch von Citalopram (von 7,5mg über 5mg auf 2,5mg innerhalb 3 Monaten) mit massiven Absetzsymptomen (Verwirrung, Kribbel am ganzen Körper, Heiße Hände, Matschbirne, Schwindel, Schwitzen ohne ende bei eiskalte Gliedmaßen, Watte im Kopf, Konzentrationsstörungen, Gedächnisprobleme), bin ich seit 2 Wochen wieder dabei auf 7,5 mg einzudosieren, da das die letzte Menge war bei der über fast ein Jahr lang alles super war.
Die meisten der o.g. Absetzsymptome gingen dann auch zügig zurück.
Das war jetzt ein kleiner Erfahrungsbericht über das Absetzen von Citalopram.

So weit so gut.
Leider setzte nach ca 1 Woche nach der erhöhung auf 7,5mg massive Panik und Angst wieder ein, die ich so seit 2 Jahren nicht mehr kannte.
Richtig übel ist allerdings folgendes: Sobald ich die Augen schließe und mich ein wenig beruhigen will (z.b in der Mittagspause) komme ich mir vor wie auf einer Luftmatraze im Meer: alles schwankt und ich habe das Gefühl zu fallen. Ich kann meinen Herzschlag/Puls am ganzen körper fühlen. sehr unangenehm.


Ich hab jetzt 2 Fragen, vielleicht weiß ja jemand was:

1. Kann diese wieder aufflammende PA /Angst durch das wiederhochfahren des Citaloprams kommen?
2. Kennt jemand diesen Schwindel/Luftmatratzenschwankeffekt beim geschlossenen Augen und kann mir dazu was sagen?

17.10.2013 08:16 • 18.09.2017 #1


7 Antworten ↓


Hallo LakeSonne,

ich habe im Frühjahr Citalopram nach 4 Jahren abgesetzt. Absetzerscheinungen hatte ich eigentlich nicht. Nach 3 Wochen habe ich gemerkt, dass z. B. auf einem Konzert plötzlich Panik hochkroch. Und dann wurde es von Woche zu Woche schlimmer mit der Angst, bis ich nichts mehr machen konnte. Von morgens bis abends Angstzustände. Also wieder mit Citalopram angefangen (40 mg). Sonst hatte ich immer 20 mg und zuletzt vor dem absetzen 7 Monate 10 mg. So nach 4 Monaten Wiedereinnahme bin ich immer noch in einem sehr kritischen Zustand. Ich leide unter starkem Schwindel und Anspannung. Kopfschmerzen und Unruhe kommen dazu und ich spüre einfach meine Angst und meine nervliche Anspannung kommt nicht mehr runter. Eigentlich müsste ich mir eine Auszeit von der Arbeit nehmen, damit ich endlich mal relaxen kann, aber ich will nicht allein zuhause rumsitzen.

Meine Erfahrung ist nun also...ich brauch das Medikament und nur das Medi nehmen ist nicht genug. ich muss wieder runterkommen. Ich merke, dass es viel Anstrengung in der Arbeit und Freizeit zu diesen Zuständen führt.

17.10.2013 18:02 • #2



Citalopram absetzten/wieder eindosieren: Nebenwirkungen

x 3


Ich nehme seid 7 Jahren Cipralex-und niemand will mich diese Absetzen! Warum?
Ich verstehe das nicht!
Medis helfen dabei - Gesund zu werden!

17.10.2013 18:05 • #3


Mir ging es einfach darum zu sehen wo ich stehe. 10 mg sind nicht viel und ich habe kaum noch an meine Krankheit gedacht. Naja und dann wollte ich es mal probieren, aber dass ich nach 7 Wochen ohne so abkacke, hätte ich auch nicht gedacht. Naja jetzt hab ich draus gelernt.

17.10.2013 18:07 • #4


kyra96
Krausix,
na, Du machst mir ja Mut
Dann will mal hoffen, dass ich nicht "Rückfällig" werde.
Bin froh wenn diese Stoffe raus aus dem Körper sind.
Ich drücke Euch die Daumen, dass es Euch schnell wieder besser geht.
Die Citas sind toll, aber wehe man hört auf

17.10.2013 18:29 • #5


Hallo!

Bei mir ist es exakt genauso wie bei Krausix: Habe dreieinhaklb Jahre lang 20mg genommen, dann ein halbes Jahr 10mg und nach dem ausschleichen auf 0 gings mir innerhalb von acht Wochen wieder dermaßen mies dass ich in ner Tagesklinik wieder einschleichen musste weil ich mich ned mal getraut hab allein daheim zu bleiben und obwohlk der zeitraum ohne das Medi so kurz war hab ich das Einschleichen wieder genauso gemerkt wie beim ersten Mal. Bei mir ist es auch so, dass die 20mg die früher ausreichend waren nicht mehr die gleiche Wirkung haben und ich wahrscheinlich weiter raufdosieren muss damit ich mal stabil werde weil momentan fahr ich noch Achterbahn.
Also all deine Beschwerden kommen durch die Erstverschlimmerung beim Einschleichen bzw. Aufdosieren und es wird wie beim vorherigen Mal auch einfach zwei/drei Wochen dauern bis die positive Wirkung anfängt sich richtig zu entfalten und alles andere zu überwiegen

LG

18.10.2013 10:54 • #6


kleiner
Zitat:
Kennt jemand diesen Schwindel/Luftmatratzenschwankeffekt beim geschlossenen Augen und kann mir dazu was sagen?


Ja ich kenne das! Ich hatte das beim Einschleichen von Sertralin! Vor allem beim Einschlafen im Bett.
Bei Citalopram ist es mir nicht aufgefallen.

Ich kann dir nur noch berichten dass ich bei der Aufdosierung von Sertralin auch Verschlimmerungszustände hatte.

Citalopram hat mir persönlich besser geholfen als Sertralin, aber leider vertrage ich das Citalopram nicht mehr.

lg

18.10.2013 20:34 • #7


Hallo

Ich leide unter starken Depression inkl. Selbstzweifel, Heulerei und Durchfall..

Ich habe bereits früher 10mg Citalopram genommen, es ging mir gut. Aus diesem Grund habe ich diese nach Monaten abgesetzt. Dies ist ungefähr 2-3 Monate her.

In den letzten Wochen habe ich wieder Heulkrämpfe bekommen, bin unglücklich. Ich habe Angst, das ich etwas falsch gemacht habe.

Seit letzte Woche Montag nehme ich wieder Citalopram 10mg + morgens und Abends 1x opipram 50mg. Die ersten Tage waren sehr schwer, die Ängste haben sich verstärkt. Samstag ging es bisschen besser. Innere Unruhe fast weg.

Heute sollte ich 20mg nehmen und merke wieder eine extreme Unruhe, meine Hände zittern, meine Ängste sind wieder da, mein Hirn denkt sich wieder irgendeinen Müll aus - diese Gedanken kreisen in meinem Kopf..

Ichhabe aktuell auch wieder leichte Probleme beim reden (Wort weg, stottern?)

Ist es normal, das durch die Dosiserhöhung das zittern usw. wieder verstärkt ist?

18.09.2017 13:06 • #8




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Dr. med. Andreas Schöpf