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Hallo Leute,

Hoffe geht euch allen gut. Mal ne frage. Ich war lange Zeit auf Paroxetin 40 mg. Wechsel jetzt auf Escitalopram. Hab Paroxetin in 3 Tagen halbiert also auf 20 mg und nehme dazu 10mg Escitalopram. Nebenwirkungen sind aushaltbar nur habe ich vermehrt diese Brain Zaps also diese bekannten Stromschläge bei Augenbewegungen. Hattet das noch jemand bei Mediumstellung ?

Lg Pyro

27.01.2018 21:24 • 30.01.2018 #1


8 Antworten ↓


la2la2
Hey,
ist ein ziemlich schneller und heftiger Wechsel.
Habe grad mal nen Blick in deine alten Posts geworfen: Die Brainzapps hast du demnach schon vor dem Wechsel gehabt oder?

Auch hier scheint ein Hinweis auf den Zusammenhang mit Folsäure und der Wirksamkeit von SSRIs angebracht zu sein:
Die Wirkung von SSRIs wird stark herabgesetzt, wenn ein Folsäure Mangel vorliegt. Damit Folsäure wiederum überhaupt wirksam werden kann, muss ausreichend B12 vorhanden sein. Wann wurden zuletzt B12 und Folsäure bei dir im Blut bestimmt? Wie hoch sind die Werte (inkl. Angabe der Referenzwerte)?
Hier ein Link zu einer Studie diesbezüglich:
https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... -folsaeure

27.01.2018 21:34 • #2


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Brain Zaps bei Umstellung

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Folsäure und B12 hab ich nie bestimmen lassen. Hab nie daran gedacht. Aber hast recht, die Zaps hätte ich auch schon vorher, dennoch nicht so stark wie jetzt seit der Reduzierung.

27.01.2018 21:41 • #3


la2la2
Zitat von Pyrojay:
Folsäure und B12 hab ich nie bestimmen lassen.

Wäre auch die PFLICHT des Arztes gewesen, dich mal gründlicher zu untersuchen, statt nur irgendwelche Rezepte auszustellen.....
Prinzipiell müsstest du eigentlich mal durchsetzen, dass man dich wirklich gründlich untersucht - nicht nur B12 und Folsäure. Gerade bei extrem Behandlungsresistenten Symptomen ist die wahrscheinlichkeit groß, dass es KEIN psychisches Problem ist, sondern irgendwas anderes dahintersteckt, dass mit den Psychopharmaka nur unterdrückt wird.

27.01.2018 21:49 • #4


Spreadhunter
Bei einer einigermaßen normalen Ernährung sind eigentlich keine Mangelzustände zu erwarten.

Ja es stimmt, Mangelzustände könnten auch Angst und Depression auslösen. Dann reden wir aber auch von Magnesium und Vitamin D3. Ich hatte das auch Mal probiert. Den Durchbruch gab es nie. Außer bei Vitamin D3 war die Stimmung einen Tick besser.

Meistens verordnen die Psychiater nur Medis. Wenn man einer Untersuchung braucht geht man zum Internist. Der kann dann auch mal ein EKG schreiben und Blut inkl. SD, Leber und Nierenwerten. Wenn man will noch CRP und Ferritin. Gerade bei langen Medikonsum kann man sich das ruhig mal machen lassen. Mache ich einmal jährlich.

29.01.2018 23:51 • #5


la2la2
Zitat von Spreadhunter:
Bei einer einigermaßen normalen Ernährung sind eigentlich keine Mangelzustände zu erwarten.

Das trifft leider nur beim Durchschnittsmenschen zu. Diese Aussage stimmt schon bei kleinen Abweichungen von der Norm nicht mehr - Beispiele: einseitige Ernährung, Stress, Aufnahmestörung (B12) oder genetische Anomalien. Bei Folsäure gibts z.B. bei 10-20% der Bevölkerung die MTHFR Genmutation. Da ist die Umwandlung von B9 in die im Körper aktive Form um etwa 50-80% herabgesetzt. Gibt noch zig weitere Beispiele.

Zitat von Spreadhunter:
Dann reden wir aber auch von Magnesium und Vitamin D3. Ich hatte das auch Mal probiert. Den Durchbruch gab es nie. Außer bei Vitamin D3 war die Stimmung einen Tick besser.

Entweder man testet alles systematisch im Labor (zahlt keine Kasse - kostet mehrere hundert Euro), oder man probiert die Sachen do-it-yourself für Wochen bis Monate systematisch in sehr hoher Dosierung durch, ob es zu Verbesserungen kommt. Mit Magnesium und D3 hast du nach dem Zufallsprinzip einfach mal 2 Sachen ausprobiert. Wieviel Vitamin D3 hast du denn genommen und über welchen Zeitraum?


@Spreadhunter Ich habe den Eindruck wir beide haben komplett gegensätzliche Ansichten zu einigen Themen. Könnte sicher noch zu der einen oder anderen Diskussion zwischen uns kommen.

30.01.2018 00:14 • #6


Spreadhunter
@la2la2 das macht ja nichts, dass wir unterschiedliche Ansichten haben. Wenn man sachlich diskutiert ist das doch in Ordnung.

Natürlich spreche ich von den Normalos, die eben keine B12 Aufnahmestörung haben. Es macht schon Sinn, gerade B12 und Folsäure mal checken zu lassen. Hat mein Psychiater auch gemacht. Ein Tuning dieser Werte gab es allerdings nicht.

Zu D3 habe ich mich erhöht auf einen Wert von 80.
Diesen hab ich über einige Monate gehalten. Sagen wir mal so, ich habe mir eingebildet, dass es positive Auswirkungen hat, kann aber auch Einbildung gewesen sein.
Magnesium habe ich ohne Bluttests genommen. 1g/d. Muss man ja aufpassen mit dem Magen.
Wild ausgewählt habe ich es sicher nicht, sondern mich auf die Werte konzentriert denen nachgesagt wird, Auswirkungen auf die Psyche zu haben.

Ich habe schon des öfteren mal Orthomol Vital M probiert und nehme täglich eine Centrum. Substituiert hab ich auch schon Omega 3 und Vitamin D3. Aus meiner Sicht hat es nicht viel gebracht. Mag sein, dass andere da empfindlicher reagieren.

30.01.2018 09:11 • #7


la2la2
Zitat von Spreadhunter:
Natürlich spreche ich von den Normalos, die eben keine B12 Aufnahmestörung haben.

Die Normalos haben auch keine Symptome. Insofern muss man immer davon ausgehen, dass irgendwas von der Norm abweicht, wenn es zu Symptomen kommt.

Zitat von Spreadhunter:
Zu D3 habe ich mich erhöht auf einen Wert von 80.

80 nmol/l oder 80 ng/ml?

Zitat von Spreadhunter:
Ich habe schon des öfteren mal Orthomol Vital M probiert und nehme täglich eine Centrum.

Das sind ja auch eher Nahrungsergänzungsmittelchen mit ner eher niedrigen Dosierung. Wenn man wirklich Symptome behandeln will, muss man schon zu viel höheren Dosierungen greifen.....

30.01.2018 12:23 • #8


Spreadhunter
Zitat von la2la2:
Die Normalos haben auch keine Symptome. Insofern muss man immer davon ausgehen, dass irgendwas von der Norm abweicht, wenn es zu Symptomen kommt.

Ich würde dennoch auch hier die meisten als Normalos bezeichnen. Es ist mir nicht bekannt, dass durch Substitution eines Vitamins o.ä. die Symptome plötzlich verschwunden sind.

Zitat von la2la2:
80 nmol/l oder 80 ng/ml?

Hier meinte ich 80 ng/ml.

Zitat von la2la2:
Das sind ja auch eher Nahrungsergänzungsmittelchen mit ner eher niedrigen Dosierung. Wenn man wirklich Symptome behandeln will, muss man schon zu viel höheren Dosierungen greifen.....

Ja das sind Nahrungsergänzungsmittel. Daher sehe ich das eher unter dem Punkt beruhigtes Gewissen. Mir sind keine Daten bekannt, die eine Effektstärke auf unsere Störungen darlegen (ich meine damit die von dir angesprochene Hochdosistherapie mit Vitaminen o.ä.). Wenn sprechen wir hier immer nur von sehr kleinen Studien, die manchmal findings haben, manchmal auch nicht. Mir persönlich - auch aus meinen persönlichen Erfahrungen - reicht das nicht. Erfahrungsmedizin ist sowieso so eine Sache. Menschen die verzweifelt sind, krallen sich oftmals an sowas und geben viel Geld für Scharlatane aus.

30.01.2018 20:05 • #9





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Dr. med. Andreas Schöpf