App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

2

M

manuel23
Mitglied

Beiträge:
5
Themen:
4
Danke erhalten:
1
Mitglied seit:
Wie erklärt man dem Psychiater am besten, dass man gerne im Notfall Benzos nehmen möchte?

Ich bin derzeit auf Arbeitssuche und habe vor Vorstellungsgesprächen immer eine Riesenangst kombiniert mit diversen Symptomen wie Übelkeit, Schlaflosigkeit, Zittern und starker Nervosität.

Aber immer wenn ich sowas wie Tavor erwähnt habe, hat er einen Rückzug gemacht und wollte es mir nicht verschreiben. Obwohl ich immer gesagt habe das ich es nur im Notfall nehmen würde und nicht mehrmals wöchentlich.

Mein Hausarzt wollte es mir erst Recht nicht verschreiben, aber das sich der Psychiater auch so dagegenstellt hätte ich nicht erwartet. Was muss man denn sagen das es einem verschrieben wird? Das man kurz vor dem Selbstmord steht oder was?

28.02.2014 #1


53 Antworten ↓
K

krok
Mitglied

Beiträge:
596
Themen:
6
Danke erhalten:
6
Mitglied seit:
Zitat von Peppermint:
.....kommt immer drauf an was man daraus macht.....
Für viele sind sie ein Segen und so soll es auch bleiben.....,


@Peppermint und Manuel und alle die mich hier wohl nicht verstehen oder verstehen wollen:

Für die einen ist es ein Segen aber bitte nicht vergessen, für die anderen ist es gelegentlich ein Fluch.

Ich möchte gerne noch mal betonen, dass meine Aversion aus meiner eigenen Geschichte und dem Leid meiner Bekannten entstanden ist.
Nichts von dem hat hier mit Usern zu tun die eigenverantwortlich, erwachsen und mit Verstand Benzos oder was auch immer nehmen.

Ich will mit meinem Beitrag wirklich niemandem von seinem Glück abhalten. Wem es hilft, wer es im Griff hat, OK, das ist doch dann super für denjenigen.

Ich selber bin ein extremer Suchtmensch, das ist mein Problem. Wenn also einem Suchtmensch von einem verantwortungslosen Arzt süchtig machende Medikamente verschrieben werden, ohne dementsprechende Aufklärung wohlgemerkt, ohne sich erstmal mit dem Mensch zu befassen, dann kann jemand wie ich, ganz schnell in eine Situation kommen, die nichts mehr mit der Angst zu tun hat, sondern eben ganz andere Folgen hat.

Ich selber habe vor mehreren Operationen jeweils Tavor bekommen, 1 Tablette und gut war´s.
Die Angst und Anspannung unmittelbar vor der OP war auszuhalten, ich bin schon im Dämmerschlaf gewesen eh die Narkose wirkte und das war absolut gut für mich.

Letztendlich hat mich meine Angst vor einer Sucht bewahrt. Ich bin mir 100% sicher, dass ich ohne die Angst vor einem Psychopharmaka dieses Kalibers, hochgradig abhängig geworden wäre.

Aber es kann mir doch von euch keiner ausreden wollen, dass es nicht sehr viele Menschen egal welchen Alters gibt, die gedankenlos Medikamente in sich reinstopfen ohne die Folgen zu erahnen, bzw. wahrnehmen zu wollen.

@Manuel23
Ich nehme an, dass du 23 Jahre alt bist. Wenn ich lese, dass Leute in deinem Bekanntenkreis Benzos immer wieder mal einwerfen, dann mußt du mir bitte zugestehen, dass ich mir darüber ohne die Beweggründe der Leute zu kennen, meine Gedanken mache.

@Schlaflose
Du bist 50 Jahre alt und wirst wissen was wann und wieviel für dich gut ist und was nicht und dann ist das doch OK!!

Ich sehe das Medikamentenproblem übrigens genauso extrem wie das Alk. vieler Menschen und bitte versucht mich jetzt nicht davon zu überzeugen, dass das ja gaaaaanz was anderes ist.

LG krok

05.01.2013 12:53 • #39


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Benzos nehmen / wie dem Psychiater erklären?

x 3


K

krok
Mitglied

Beiträge:
596
Themen:
6
Danke erhalten:
6
Mitglied seit:
Zitat von RainerSkeptiker:
Schon lächerlich. Kaum geht es um Benzodiazepine, hier Tavor, reagieren einige Leute so, als hätten sie den Satan leibhaftig gesehen!
Es gibt keine Todesfälle, keine Leber- oder Nierenschädigungen, kein Herzjagen. Also die Symptome, welche bei den hochgelobten Antidepressiva auftreten.
Da scheint eine Lobbyarbeit und Hetzkampagne der Pharmaindustrie gut gewirkt zu haben.


Ich nehme an lieber Skeptiker, dass du mich meinst mit "einige Leute".

Wenn ja, kann ich dir gerne zwei Todesanzeigen von Bekannten schicken. Leute, die von ihren Ärzten niemals eine ordentliche Aufklärung in Bezug auf die Suchtgefahr bekommen haben.

Zwei von den Leuten haben sich das Leben genommen und zwar deswegen, weil sie nicht von ihren Ärzten in der Anfangsphase von Tavor begleitet wurden. Es kann unter Umständen bei eh schon depressiv veranlagten Menschen den Wunsch Selbstmord zu begehen, erhöhen. Ich weiß ja nicht, wann du das letzte mal den Beipackzettel von Tavor gelesen hast, dort kannst du es nachlesen. Bei den beiden hat es auf alle Fälle funktioniert.

Der dritte Mensch hat jahrelang ! von seinem Psychiater Tavor verschrieben bekommen. Seine Frau holte regelmäßig das Rezept in der Praxis ab. Nie mußte der Mann selber zum Arzt. Es interessierte ihn einfach nicht. Niemandem war aufgefallen, dass der Mann täglich eine viel zu hohe Dosis schluckte.

Als dieser Arzt dann selber das Zeitliche segnete hat sein Nachfolger dem Patient Tavor verweigert. Einfach verweigert, ohne sich um den Mann zu kümmern, ohne offensichtilich auch nur einen Blick in die Karteikarte zu werfen.

Der Ehefrau von der Arzthelferin ausrichten lassen, es gäbe kein Tavor mehr. Basta.

Der Patient hat sich vor einen Zug geworfen, seine Beine wurden ihm abgefahren und er hat überlebt.
Ich schiebe ihn öfter mal mit seinem Rollstuhl durch unser Dorf.
Niemand hat ihm bei seinem kalten Entzug geholfen. Niemand hat ihn in eine Klinik eingewiesen. Erst durch seinen Suizidversuch bekam er die Hilfe die er längst gebraucht hätte.

Vielleicht verstehst du jetzt meine extreme Haltung bzgl. Benzos und ADs.

Du kannst sie gerne lächerlich finden, ich kann über den Umgang mit Psychopharmakas schon lange nicht mehr lachen.

krok

04.01.2013 21:36 • #32


Zum Beitrag im Thema ↓


K
Muß es denn unbedingt ein Benzo sein? Ich kenne niemanden der vor oder in einem Vorstellungsgespräch nicht aufgeregt wäre. Na und? Dann schläfst du halt mal die Nacht davor nicht oder wenig.

Wie wäre es denn mit Neurexan z.B.? Das hilft vielen und die Gefahr in eine Sucht zu schlittern ist wohl absolut nicht gegeben.

Ganz ehrlich mal, ich finde die Reaktion deiner Ärzte beachtlich, scheinen verantwortungsvoll zu sein. Meiner Meinung nach werden Benzos viel zu schnell verschrieben, auch wenn du das jetzt bestimmt nicht hören willst.

Und mit der Äußerung beim Doc du würdest kurz vor einem Selbstmord stehen, wäre ich persönlich sehr sehr vorsichtig.
Eingeliefert ist man ganz schnell .

Gruß
krok

#2


W
Krok hat Recht. Die Aufregung vor einem Vorstellungsgespräch stellt keine Indikation für ein Benzodiazepin dar.

#3


Schlaflose
Zitat von krok:
Und mit der Äußerung beim Doc du würdest kurz vor einem Selbstmord stehen, wäre ich persönlich sehr sehr vorsichtig.
Eingeliefert ist man ganz schnell


Oh, ja, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Mit der Polizei!

#4


K
Zitat von wernereiskalt:
Krok hat Recht. Die Aufregung vor einem Vorstellungsgespräch stellt keine Indikation für ein Benzodiazepin dar.

Vor allem, wenn man eh schon Psychopillen schluckt.
Ich befürchte, Manuel hat, sollte er doch noch jemanden finden der ihm Benzos verschreibt, bald noch ein ganz anderes Problem an der Backe

#5


K
Zitat von Schlaflose:
Zitat von krok:
Und mit der Äußerung beim Doc du würdest kurz vor einem Selbstmord stehen, wäre ich persönlich sehr sehr vorsichtig.
Eingeliefert ist man ganz schnell


Oh, ja, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Mit der Polizei!


Stimmt, die Ärzte und Therapeuten verlieren in so einem Fall ganz schnell den Spass an uns Patienten und die Polizei richtet das dann schon.

#6


W
Leider gibt es in der Ärzteschaft genug Pappnasen, die Benzos locker verschreiben...

#7


K
Zitat von wernereiskalt:
Leider gibt es in der Ärzteschaft genug Pappnasen, die Benzos locker verschreiben...

Mal ein Beispiel dafür:
22 jähriges Mädel, nimmt seit vier Jahren täglich Tavor. Rezept wird per Post geschickt, Anruf in der Praxis genügt, teilweise reicht es, wenn sie auf den AB den Wunsch eines neuen Rezeptes spricht.
Sie hat den Arzt seit 3,5 Jahren nicht mehr gesehen!

Noch ignoranter geht´s doch kaum, oder?

#8


W
Leicht verdientes geld. approbation entziehen !

#9


B
Mir hat ja auch der Bereitschaftsarzt am Wochenende, der mich überhaupt nicht kannte, Tavor verschrieben, weil ich sagte, ich müsste nach 3 Tagen ohne Schlaf endlich wieder schlafen. Er hat mir zu den Nebenwirkungen etc. nichts gesagt. Das ist ein tolles Mittel, nur jetzt wirkt die geringe Dosis bei mir nicht mehr stark. Ich will sowieso weg davon, aber es ist schwer, da ja alle Symptome noch da sind. Opipram hat nicht wirklich gut geholfen.
Aber ich wünschte, der Arzt hätte mich damals besser aufgeklärt!

#10


Schlaflose
Zitat von krok:
Stimmt, die Ärzte und Therapeuten verlieren in so einem Fall ganz schnell den Spass an uns Patienten und die Polizei richtet das dann schon


Das war in der Augenklinik, wo ich eine Vitrektomie wegen meinen starken Glaskörpertrübungen haben wollte und die sich geweigert haben, es zu machen.

#11


R
Zitat von Schlaflose:
Zitat von krok:
Und mit der Äußerung beim Doc du würdest kurz vor einem Selbstmord stehen, wäre ich persönlich sehr sehr vorsichtig.
Eingeliefert ist man ganz schnell


Oh, ja, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Mit der Polizei!



Was sind das für Erfahrungen, wenn ich dich mal fragen darf?

#12


R
Zitat von krok:
Zitat von wernereiskalt:
Leider gibt es in der Ärzteschaft genug Pappnasen, die Benzos locker verschreiben...

Mal ein Beispiel dafür:
22 jähriges Mädel, nimmt seit vier Jahren täglich Tavor. Rezept wird per Post geschickt, Anruf in der Praxis genügt, teilweise reicht es, wenn sie auf den AB den Wunsch eines neuen Rezeptes spricht.
Sie hat den Arzt seit 3,5 Jahren nicht mehr gesehen!

Noch ignoranter geht´s doch kaum, oder?



Ist das real so passiert ?

x 1 #13


R
Zitat von manuel23:
Wie erklärt man dem Psychiater am besten, dass man gerne im Notfall Benzos nehmen möchte?

Ich bin derzeit auf Arbeitssuche und habe vor Vorstellungsgesprächen immer eine Riesenangst kombiniert mit diversen Symptomen wie Übelkeit, Schlaflosigkeit, Zittern und starker Nervosität.

Aber immer wenn ich sowas wie Tavor erwähnt habe, hat er einen Rückzug gemacht und wollte es mir nicht verschreiben. Obwohl ich immer gesagt habe das ich es nur im Notfall nehmen würde und nicht mehrmals wöchentlich.

Mein Hausarzt wollte es mir erst Recht nicht verschreiben, aber das sich der Psychiater auch so dagegenstellt hätte ich nicht erwartet. Was muss man denn sagen das es einem verschrieben wird? Das man kurz vor dem Selbstmord steht oder was?



Mit der Äußerung, dass du kurz vor einem Selbstmord stehst, wäre ich sehr vorsichtig. Kennt dich der Arzt nicht genau, geht die Einweisung ganz schnell.
Das man vor einem Vorstellungsgespräch o.ä. aufgeregt ist, ist normal. Was hättest du davon, wenn du durch Benzo eventuell so müde wirst, dass du kein vernünftiges Wort mehr sagen kannst? Dann nimmt man dich auch net.

#14


K
Zitat von Renate25:
Zitat von krok:
Zitat von wernereiskalt:
Leider gibt es in der Ärzteschaft genug Pappnasen, die Benzos locker verschreiben...

Mal ein Beispiel dafür:
22 jähriges Mädel, nimmt seit vier Jahren täglich Tavor. Rezept wird per Post geschickt, Anruf in der Praxis genügt, teilweise reicht es, wenn sie auf den AB den Wunsch eines neuen Rezeptes spricht.
Sie hat den Arzt seit 3,5 Jahren nicht mehr gesehen!

Noch ignoranter geht´s doch kaum, oder?



Ist das real so passiert ?


Ja leider Renate ist das real passiert und es passiert immer noch. Ich kenne die junge Frau persönlich. Sie weigert sich, mir den Namen des Arztes zu sagen.
Ich halte ihn für einen Verbrecher der allerübelsten Art und frag nicht, was für Fantasien diese Geschichte in mir hervorbringt.
Rache in der Form, dem Arzt ne kleine aber schreckliche Tavorsucht angedeihen zu lassen, damit er mal selbst erfahren darf, dass ein Tavorentzug schlimmer ist, als ein Entzug von Dro..
In einschlägigen Kreisen ist meine letzte Aussage wohl bekannt.

Außerdem wundere ich mich nicht, dass "Manuel" sich hier nicht mehr einklinkt. Seine Intension, Tavor verschrieben zu bekommen ist seinen behandelnden Ärzten offensichtlich klar. Es geht anscheinend nicht um ein Vorstellungsgespräch durchzuhalten, sondern Manuel hat offensichtlich schon eine größere Baustelle am Hals.

LG krok, und sollte Manuel das hier lesen, wünsche ich ihm, dass er aus seinem persönlichen Film möglichst bald mit heiler Haut rauskommt, ich möchte nicht mit ihm tauschen.

#15


Poellchen
Nehme auch Benzos. Ist besser man nimmt sie nicht länger als 3 Monate. Habe meinen Arzt einfach gefragt und habe auf Hilfe bestanden. Ist natürlich nicht die beste Lösung. Für einen kurzen Zeitraum helfen sie mir gut.

Gruß Poellchen

#16


W
Ich nehme sie auch. Weil alle anderen Maßnahmen nicht geholfen haben. Die Dosis halte ich aber so gering wie möglich. Verschrieben hat sie mit kein Allgemeinarzt, sondern ein Neurologe.

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

K
Zitat von Poellchen:
Nehme auch Benzos. Ist besser man nimmt sie nicht länger als 3 Monate. Habe meinen Arzt einfach gefragt und habe auf Hilfe bestanden. Ist natürlich nicht die beste Lösung. Für einen kurzen Zeitraum helfen sie mir gut.

Gruß Poellchen

@Poellchen
Ich verdamme nicht grundsätzlich Benzos, vor einer OP EINE! Tavor zu bekommen kann denke ich sinnvoll sein.

Wenn ich aber erfahre, dass JEDEM aus egal welchem Grund einfach mal so, weil´s für den Arzt und den Patienten so easy ist, ein ganz schnell süchtigmachendes Medikament wie Tavor verpasst wird, dann schwillt mir der Kamm.

Und ich behaupte, dass nur die wenigsten Angstler diese Art Medis im Griff haben.

Genauso geht es mir auch mit Therapeuten die ihre Patienten quasi zerlegen und dann einfach fallen lassen wenn´s unbequem wird.

Glücklich der, der noch nicht solche Erfahrungen machen mußte.
Ich gehöre nicht dazu.

#18


W
Mein Neurologe hatte schon seine Gründe, mir sie zu verschreiben. Und ich habe meine Gründe, sie zu nehmen.

#19


K
Zitat von wernereiskalt:
Mein Neurologe hatte schon seine Gründe, mir sie zu verschreiben. Und ich habe meine Gründe, sie zu nehmen.

Werner, fühl dich bitte durch meine Texte nicht persönlich angegriffen, sie gehen nicht an einzelne User, sollte das so rübergekommen sein, dann verzeih mir bitte, das war so nicht gewollt.

Ich habe ja nicht geschrieben, dass sich ALLE ohne Grund mit Tavor vollpumpen. Leider habe ich eben gerade im Bekanntenkreis ein paar Fälle, die damit nicht umgehen können/konnten.
Teilweise müssen sie es jetzt auch nicht mehr, Tavor hat es erledigt.

Meine Einstellung zu Psychopharmakas ist extrem, aber ich arbeite dran . Ich habe selber mehr als die Hälfte meines Lebens mit und bei Ärzten gearbeitet, viel gesehen und viel erlebt diesbezüglich.
Also wundere dich bitte nicht über meine extreme Haltung, von nix kommt nix.
Lieben Gruß
Krok

#20


A


x 4


Pfeil rechts




Dr. med. Andreas Schöpf
App im Playstore