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Hallo Zusammen,

dies ist mein erster Post und ich bitte um Nachsicht falls ich nicht gleich das richtige Forum erwischt habe.

Ich leide seid ich denken kann an Angstzuständen und Panikattacken. Medikamente habe ich bisher immer abgelehnt.
Leider hat in den letzten 2 Jahren die Angst vor ernsthafte Erkrankungen zugenommen. Ich muss dazu sagen das aber auch tatsächlich einiges gefunden wurde was die Angst natürlich weiter schürt. ( Angst vor unentdeckten Krankheiten wie Krebs, Tumor, MS etc. ) Ich habe eine vergrößerte Schilddrüse und bekomme L-Thyroxin 75. Zusätzlich leide ich an Reflux und nehme nun schon seid paar Jahren Säureblocker wie Pantoprazol.

Nun war ich vor 1,5 Wochen bei einem Psychiater aufgrund von Tremor und Unterzuckerungserscheinungen. Er hat keine großen Untersuchung gemacht sondern nur mich angehört. Er sagte mir das er glaubt das ich durchaus von einem Medikament profitieren kann. Er verschrieb mir Paroxetin.

Was soll ich sagen. Die Dinger liegen jetzt hier rum und ich traue mich nicht die Teile zu nehmen. Aus Angst vor körperlichen Veränderungen ( die bei mir zu Panikattacken führen ) und aus Angst vor den Nebenwirkungen.

Das ich nach dem Medikament gegoogelt habe, hat es nicht gerade verbessert. Im Gegenteil: man liest regelrechte Horrorgeschichten über Paroxetin.

Was kann ich nur tun? Ich möchte ja meine Angst los werden, nur was ist wenn ich Angst davor habe das Medikament zu nehmen was mir die Angst nehmen soll?
Ein Teufelskreis.

Kann man grundsätzlich denn sagen das Paroxetin hilft?
Ich habe auch Angst das sich mein Tic verstärkt, der bei positiven und negativen Stress verstärkt wird.

Wie gerne würde ich sagen: Ach komm, probiere es einfach aus ..... und liest im gleichen Moment von krassen Absetzerscheinungen...

Kann jemand das wirre Zeug verstehen was ich geschrieben habe?

17.12.2015 11:49 • 25.12.2015 x 1 #1


17 Antworten ↓


Erdbeerchen
Zitat von Witzbold:
Nun war ich vor 1,5 Wochen bei einem Psychiater aufgrund von Tremor und Unterzuckerungserscheinungen. Er hat keine großen Untersuchung gemacht sondern nur mich angehört. Er sagte mir das er glaubt das ich durchaus von einem Medikament profitieren kann. Er verschrieb mir Paroxetin


Leider hört man öfters davon, dass Psychiater sehr leicht mit den Medikamenten rausrücken. Ich kann deine Angst sehr gut verstehen immerhin sind das ja keine TicTacs. (Ich selbst nehme nicht mal gern Aspirin...)
Andererseits hat der Mann sicher jede Menge Erfahrung und wird dir nicht irgendetwas einfach so verschreiben.
Ich selbst stehe immer zwischen Vertrauen in die Fähigkeit des Arztes und dem Misstrauen bezüglich der Nebenwirkungen.

Zitat von Witzbold:
Was soll ich sagen. Die Dinger liegen jetzt hier rum und ich traue mich nicht die Teile zu nehmen. Aus Angst vor körperlichen Veränderungen ( die bei mir zu Panikattacken führen ) und aus Angst vor den Nebenwirkungen.


Wohnst du alleine?
Wie oft musst musst du die Medikamente nehmen? Und zu welchem Zeitpunkt? Morgens, mittags, abends, nach oder vor dem Essen?
Vielleicht würde es dir helfen wenn du sie nehmen würdest, wenn eine andere Person bei dir ist? Jemand der ein bisschen ein Auge auf dich werfen kann?

Und Finger weg von Google. Natürlich findest du da nur die negativen Erfahrungen, da sich niemand die Mühe hat irgendwo hinzuschreiben Oh hey, ich habe das Medikament X super gut vertragen, ciao , sondern nur die schlimmen Erfahrungen gepostet werden.

17.12.2015 12:19 • #2



Angst vor Paroxetin/Nebenwirkung

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evivanvalence
Ich würde dem Arzt erstmal vetrauen.
Und wegen der Angst.. Im Internet über ein Medikament zu recherchieren usw is ganz falsch.
Leider schreiben viel viel mehr Menschen Berichte ins Netz, die schlechte Erfahrungen mit einem Medikament hatten als gute.
Die Leute, denen es dadurch wieder gut\besser geht denken garnicht daran das meinetwegen auf sanego.de zu schreiben..
Also, nicht nach Erfahrungen googeln!

Alles gute dir,

17.12.2015 12:28 • #3


Erst einmal vielen Dank für Eure Antworten.
Ich wohne nicht alleine. Habe hier meine Frau und meinen Sohn. Ich soll die ersten zwei Wochen morgens 1x 10 mg nehmen und nach 2 Wochen morgens dann 2 x 10 mg nehmen.

Interessant ist die Tatsache das ich ewig keine Panikattacke mehr hatte. Kaum schreibe ich hier in das Forum und beschäftige mich damit, wird mir schwindelig, herzrasen, zittern etc.
Dachte gerade ich kippe um, falle in Ohnmacht oder sonst was. Nun ist dieses typische Erleichterungsgefühl eingetreten das nach einer Panikattacke folgt. Es war keine sehr heftige.

Ich sollte tatsächlich das Medikament probieren. Was hat des denn mit dieser Erstverschlimmerung auf sich von der man immer wieder liest und hört?

17.12.2015 12:47 • #4


evivanvalence
Vielen ist gerade in den ersten 2 Wochen nicht gut. ( Übelkeit,Unruhe verstärkt..etc) das is ganz normal. Zwar kann es sehr unangenehm sein aber man sollte es wirklich durchstehen da es einem dann sehr viel besser gehen wird.
Übrigens hatte auch ich diese tolle erstverschlimmerung.. Es war auch richtig arg bei mir muss ich sagen... Mir war dauerschlecht!
Ich hab durchgehalten - gott sei dank! Mir geht es jetzt sehr viel besser als vor dem Medikament.

Du kannst ja mit deinem Arzt darüber sprechen.. Oder guck doch mal hier im Forum rum.. Wirklich viele hatten diese tolle Zeit am Anfang der Medikation.

17.12.2015 12:57 • #5


Dann muss ich da wohl durch. Werde morgen meine erste Pille dann wohl mal schlucken.
Wie ist das mit der Arbeitsfähigkeit? ich schiebe die Einnahme extrem, weil ich immer was anderes als Ausrede hinstelle. ( morgen körperliche Arbeit, Samstag Besuch etc. )
Sind diese Ängste begründet? Ich kann mir als Selbstständiger nicht erlauben bei 2 Wochen Eingewöhnung zu Hause dahin zu vegetieren.

17.12.2015 13:06 • #6


evivanvalence
Du musst halt wirklich die zähne zusammen beißen.. Ich war auch arbeiten.. Allerdings war es hart.

Solche Ängste wie du sie hast, hatte ich auch! Trotzdem..wenn du willst das es dir wieder besser geht musst du da durch!

17.12.2015 13:34 • x 1 #7


arrrgh, ich danke dir evivanvalence ich werde berichten wenn ich dazu in der Lage bin

17.12.2015 13:40 • x 1 #8


evivanvalence
Na klar...berichte ruhig!
Ich drück dir die Daumen das die ersten Tage nicht ganz so doll werden

Wichtig ist, positiv zu denken! Denn wenn du dir quasi einredest das es dir jetz sicher schlecht gehen wird,wird das auch viel wahrscheinlicher passieren als wie wenn du locker an die Sache ran gehst!

Lass deine Ängste einfach links liegen..

17.12.2015 20:05 • #9


Ein kleines Update:

Habe heute meine vierte Tablette Paroxetin 10 mg genommen. Ich merke nichts bis auf schubweise etwas Müdigkeit. Wenn es dabei bleibt wäre ich zufrieden. Mal abwarten was noch kommt.

23.12.2015 10:20 • #10


marcelo
Zitat von Witzbold:
Ein kleines Update:

Habe heute meine vierte Tablette Paroxetin 10 mg genommen. Ich merke nichts bis auf schubweise etwas Müdigkeit. Wenn es dabei bleibt wäre ich zufrieden. Mal abwarten was noch kommt.


Hallo,
ich habe das Thema jetzt erst entdeckt. Also ich nehme Paroxetin schon ein paar Jahre und zwar mittlerweile 40 mg. Und naja ich kann nicht sagen das diese Tabletten irgendwelche Nebenwirkungen haben, soweit ich mich erinnern kann ist es auch so das das Medikament eben für geringe Nebenwirkungen bekannt ist.
Was ich auch noch sagen wollte was ich auch nicht gut finde ist die Tatsache das Psychiater immer nur eins im Sinn haben Medikamente zu verschreiben.
Und zum Schluss noch ich merke durch dieses Mediakemt wie auch bei den zahlreichen davor keine Verbesserung, also bei mir wirken die alle nicht. Ich könnte genauso gut Smarties nehmen.

23.12.2015 11:03 • #11


Hallo,
Antidepressiva wirken bei jedem anders. Ich habe Paroxetin ca ein Jahr genommen. Bei mir zeigte es sehr viel Wirkung, aber auch Nebenwirkung. Man muss es ausprobieren. Schlimm, nicht wahr. Den Abend bevor ich es nahm, war ich sehr traurig, bin nachts bei Regen durch die Straßen gelaufen. Ich wollte es auch nicht, habe aber keine andere Möglichkeit gesehen und es dann doch genommen. Rückblickend gesehen war es dann doch nicht ganz so schlimm. Aber ich würde es nicht mehr nehmen, weil es für mich nicht die Lösung des Kernproblem war.

23.12.2015 11:35 • #12


Danke für Eure Antworten.

Ob und wie weit es bei mir wirkt und mir helfen wird, wird sich noch zeigen wenn ich auf die 20 mg erhöhe und dies paar Wochen ausprobiere. Mein Psychiater hat aber direkt gesagt das man bei Medikamenten ein wenig ausprobieren muss und das es sein kann das Paroxetin auch nicht das richtige ist. Bei mir soll es tatsächlich rein gegen meine Ängste wirken. Depressiv bin ich nämlich nicht. Also ich bin gespannt ob es mir zumindest in Sachen Krankheitsangst weiterhelfen kann.

Wenn es das Medikament nicht ist, ist es auch nicht sooo schlimm. Bei mir besteht ja auch der Verdacht auf Erwachsenen-ADHS sodass es auch sein kann, dass ich mit MPH besser aufgehoben bin. Aber das passiert erst in zweiter Instanz.

Ich muss dazu sagen, dass ich mit der Angst ( mal mehr und mal weniger ausgeprägt ) nun schon sehr lange Zeit lebe. Über 10 Jahre. In dieser Zeit habe ich mich immer und immer wieder gegen Medikamente gewehrt weil ich es auch ohne hinbekommen möchte. Man wird mit dem Alter allerdings auch reifer und ich gebe dem Ganzen jetzt einfach mal eine Chance.

Lieben Gruß

Witzbold

23.12.2015 11:43 • #13


marcelo
Zitat von Witzbold:
Danke für Eure Antworten.

Ob und wie weit es bei mir wirkt und mir helfen wird, wird sich noch zeigen wenn ich auf die 20 mg erhöhe und dies paar Wochen ausprobiere. Mein Psychiater hat aber direkt gesagt das man bei Medikamenten ein wenig ausprobieren muss und das es sein kann das Paroxetin auch nicht das richtige ist. Bei mir soll es tatsächlich rein gegen meine Ängste wirken. Depressiv bin ich nämlich nicht. Also ich bin gespannt ob es mir zumindest in Sachen Krankheitsangst weiterhelfen kann.

Wenn es das Medikament nicht ist, ist es auch nicht sooo schlimm. Bei mir besteht ja auch der Verdacht auf Erwachsenen-ADHS sodass es auch sein kann, dass ich mit MPH besser aufgehoben bin. Aber das passiert erst in zweiter Instanz.

Ich muss dazu sagen, dass ich mit der Angst ( mal mehr und mal weniger ausgeprägt ) nun schon sehr lange Zeit lebe. Über 10 Jahre. In dieser Zeit habe ich mich immer und immer wieder gegen Medikamente gewehrt weil ich es auch ohne hinbekommen möchte. Man wird mit dem Alter allerdings auch reifer und ich gebe dem Ganzen jetzt einfach mal eine Chance.

Lieben Gruß

Witzbold


achso das habe ich noch vergessen zu sagen ich nehme es auch hauptsächlich wegen angst.

23.12.2015 11:51 • #14


Ich finde deine Einstellung gut. Weißt du, mit schlimm meinte ich, daß ich es blöd an ADs finde, sie ausprobieren zu müssen. Aber das ist ja oft im Leben so.
Es kann einen positiven Effekt haben und eine Chance sein, an das muss man erstmal glauben.

23.12.2015 11:57 • #15


Hallo
Ich nehme seit Ca 2 Jahren 20 mg Paroxetin. Anfangs hatte ich viele gähnattacken und einen sehr trockenen Mund. Das verschwand aber nach kurzer Zeit und irgendwann merkte ich das ich viel relaxter bin und meine Ängste immer mehr weg waren. Ich würde sogar sagen die Dinger haben mich selbstbewusster Gemacht. Es gibt halt Zeiten wenn man psychisch angeschlagen ist da geht mal nicht ohne, da
Würde ich mir aber nicht so sehr Gedanken machen.
Allen Gute Besserung und liebe Grüße

23.12.2015 12:15 • #16


Es schrecken einen natürlich diverse Berichte über Paroxetin ab. Ich mache mir tatsächlich am meisten Sorgen zuzunehmen. Was man da teilweise liest von 20 - 40 Kg Zunahme... das ist schon nicht mehr feierlich. Ich habe die Hoffnung das ich auch davon verschont bleibe..

23.12.2015 12:29 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Es würde sich auch sertralin anbieten. Das hat weniger Nebenwirkungen. Weniger Gewichtszunahme und wirkt zum teil auch wie methylphenidat da leichte dopamin Hemmung.

Paroxetin ist ja schon alt und für viele Nebenwirkungen bekannt.

25.12.2015 15:25 • #18



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Dr. med. Andreas Schöpf