Zitat von Roman87:Dann spricht doch einiges dafür, dass du keine Wirkung in dem Sinne erleben konntest, wie man es von dem Medikament erwartet hätte, weil du von den Nebenwirkungen in der Kürze der Zeit überrannt wurdest, dadurch auch Ängste und Depression stärker wurden. Kannst du mit dieser Erkenntnis zu deinem Psychiater gehen und abklären ob du eine langsame Medikation über einen längeren Zeitraum versuchen könntest - falls gründlich überlegt? Bei deinem Leidensdruck könntest du immerhin minimal Dosieren, bis deine akuten Beschwerden verschwinden. So ein Rauf und Runter, wie du es erlebt hast, ist für ein chemisches Milieu wie das der Neurotransmitter eine üble Herausforderung und ich werde in Zukunft nicht mehr der Lehrbuchpatient sein, der so etwas tagein tagaus geändert hinnehmen muss. Entweder gibst du dem Medikament noch eine Chance, und das würde ich gut überlegen, denn es ist eigentlich das aktuell verträglichste und modernste SSRI (Wissenstand von vor 3 Jahren), oder du wartest ab und versuchst eine andere Stoffgruppe? Überlege wenigstens die Minimaldosierung wegen deiner aktuellen Beschwerden.Meine erste Venlafaxinerfahrung war auch von Kurzer dauer, weil mich die Stimmungsschwankungen und die körperlichen Beschwerden mit einer Schnelle getroffen hatten, dass ich regelrecht Panikattacken entwickelte und nach dem Schlucken die ganze Zeit Spannnugs- und Angstzustände hatte. Ich lies es sein und 2 jahre später habe ich es nach längerer Recherche doch noch einmal versucht, da war ich in der Psychiatrie und konnte 2 Monate später wieder alleine mit der Bahn nachhause fahren.
Ja, ich muss sagen, dass es während der stationären Behandlung hoch herging, man hatte innerhalb von 3 Wochen, 3 verschiedene AD angesetzt und ausgeschlichen, darüber hinaus hatte ich in den ersten 3 Wochen 4 Medikamente als Bedarf, die auch nicht halfen. Aber bei dem Durcheinander war das irgendwo auch keine Überraschung... Ich wusste ja gar nicht mehr was hier irgendwelchen NW hervorruft.. Die Oberärzte meinten alle, wenn man innerhalb der ersten Woche nichts merkt, dann lohnt es sich auch nicht weiter die AD auszuprobieren und stellen wieder um und blieben dann zum Schluss auf Venlafaxin und erhöhten nur noch bis 300mg und damit die NW..Habe nicht aufgehört zu schwitzen, war derealisiert und habe nicht mehr schlafen können zu guter Letzt.. So wurde ich dann entlassen
Von Absetzsymptomen war nie die Rede, es wurde einfach nur gegeben und durch meine Unerfahrenheit habe ich natürlich auch erst mal alles genommenen, weil es nicht besser wurde. Werde mit meiner ambulanten Psychiaterin bzgl der Mediaktion reden, habe bald nen Termin, wobei ich in dem heutigen Zustand gar nicht in der Lage bin, überhaupt dort hinzukommen wegen der Übelkeit, des Erbrechens und des Schwindels.. Das Zittern ist seit Februar permanent da und schränkt sehr ein, sowohl psychisch als auch körperlich.. Hatte gehofft, dass sich das mit dem Herunterfahren des Venlafaxins ändert, aber dem war und ist leider nicht so..
Warst du bereits schon mal stationär? Hatte mir viel mehr versprochen von dem Aufenthalt, aber an sich wird man da ja behandelt wie ein Versuchskaninchen