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Strand

Strand
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Hallo ihr Lieben,

Habe das Cita ca. 1 1/2 Jahre genommen, dann seit Januar von 20mg langsam in 5mg-Schritten abgesetzt.
Seit Freitag letzter Woche nehm ich nix mehr. Seit Montag hab ich jetzt wie so kurze Schwindelanfälle, wie wenn mein Kopf und Hirn aus Gummi wäre. So richtige Zaps sind es keine, aber ein komisches "wackeliges" Gefühl im Kopf.
Es macht mir keine Angst, nicht wirklich, aber ist recht unangenehm.

Hat jemand Erfahrungen mit Absetzerscheinungen? Wie lange dauert das so an?
Ich hoffe das hört bald auf

LG
Strand

16.12.2012 #1


28 Antworten ↓
W

Welle
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Das mit dem abgeschrieben habe ich anders gemeint. Ich meinte damit, dass die Umgebung, insbesondere der eigene Partner es oftmals gar nicht so toll findet, wenn es einem plötzlich besser geht, wie z.B. die überwundene Alk.. Glaubst du, die freuen sich dann uneingeschränkt? Für Manche bleibt man immer das Opfer, was nicht stark genug war, egal, wie man jetzt ist. Einmal in die Falle gelaufen, immer blöde, denn es kann ja wieder passieren. Egal, was ich selber darüber denke.

Ich war "nur" elf Jahre in der falschen Hierarchie, aber wenigstens im richtigen Beruf. Ich war Vorgesetzte, konnte aber nie meine Mitarbeiter/innen führen oder gar begeistern. Ich habe das erst dieses Jahr herausgefunden. Ich habe immer gedacht, Fakten würden für sich sprechen, bis ich dann herausfand, dass vermutlich meine Stimme und Körperhaltung nicht zu dem passt, was ich sage. Ich habe weder Zeit noch Lust, jetzt eine Therapie anzutreten, sondern habe mich für eine neue Stelle entschieden. Und da kann ich wohl kaum stundenweise fehlen, um zur Therapie zu gehen. Ich werde versuchen, alles zu tun, um nirgends ungewollt anzuecken. Vielleicht war meine fehlende Ausstrahlung auch teilweise meiner Müdigkeit und Lustlosigkeit geschuldet, die durch den Alk. kam. Auch das Ausschleichen des Citalopram könnte zu wiederholter Schlaflosigkeit geführt haben und der Angst, unausgeschlafen nicht richtig arbeiten zu können. Natürlich wäre es mir auch lieber, erst eine Therapie zu machen, aber ich darf auf keinen Fall den Eindruck erwecken, regelmäßig irgendwo hin gehen zu müssen. Wenn ich schon jahrelang eine Stelle hätte, wäre es mir egal, aber ich fange morgen erst dort an. Andererseits gibt es keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Aber ich bin ja kein Unmensch.

Und um noch mal auf die realen Ängste zurückzukommen: Eine schlechte finanzielle Lage kann man nicht wegtherapieren. Da müssen erstmal reale Einnahmen und Ausgaben ins Lot gebracht werden. Da dass jetzt der Fall ist, habe ich deswegen auch keine Angst mehr.

16.12.2012 12:23 • #28


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Absetzerscheinungen Citalopram?

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Schlaflose

Schlaflose
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Zitat von Welle:
Meine Angst hätte man nicht wegtherapieren können. Das einzige, was mir hilft, ist Zeit, eine Arbeit, die 100%ig zu mir passt inkl. der Kollegen und keine finanziellen Niederlagen. Ich habe nicht unter irrationalen Ängsten gelitten, sondern unter durchaus real erwartbaren Unglücken


Viele Leute, die in Therapie sind, leiden nicht unter irrationalen Ängsten, sondern in der Folge von oder in der Erwartung realen Unglücken. Denk doch nur mal an Vergewaltigungsopfer, Opfer von Verbrechen, Kinder, die misshandelt wurden etc. In der Therapie geht es darum, zu lernen, diese Ereignisse zu bewältigen und trotz ihrer Existenz die Ängste abzubauen, denn ungeschehen lässt sich das alles nicht mehr machen. Schon allein dein Alk. würde eine begleitende Therapie erfrodern.

Bei mir ging es auch in erster Linie um meinen Beruf, der meine Schlafstörungen und Depressionen verursacht hat. Ich war 20 Jahre Lehrerin, was der völlig falsche Beruf für mich war. Ich hatte zusätzlich die totale Panik davor, aufgrund der Schlafstörungen nicht mehr arbeiten zu können und zum Sozialfall zu werden (bin alleinstehend und finanziell völlig auf mich gestellt). Ich habe trotzdem anderthalb Jahre lang eine ambulante Therapie gemacht, in der mein völlig auf dem Boden liegendes Selbstbewusstsein wieder gestärkt wurde und ich dadurch den Mut gefunden habe, meinen Beruf aufzugeben und einen Job in der Verwaltung anzufangen. Da geht es mir insgesamt sehr viel besser, aber da gibt es auch Dinge zu tun, die unangenehm sind. Eine Arbeit zu finden, die 100% zu einem passt und wo auch alle Begleitumstände, wie Kollegen und Finanzen optimal sind, ist absolute Illusion. Wichtig ist, zu lernen, auch mit negativen Erfahrungen umzugehen, ohne dass sie einen umhauen. Gerade dein letzter Satz: "Einmal abgeschreieben, immer abgeschrieben" zeigt deutlich, dass du dringend eine Therapie bräuchtest, um dein Selbstvertrauen wieder herzustellen.

16.12.2012 10:05 • #27


Zum Beitrag im Thema ↓


M
wier schnell bis du runter mit der dosierung?
am besten pro runtergehen eine woche nehmen jeweils auf der dosierung

#2


Strand
Hallo,

ich hab es soooo langsam gemacht! 5mg jede vierte Woche, und nach zwei Wochen 5mg aufgehört und jetzt dieses dusselige halbschwindelige Gefühl im Kopf.
Das macht mir schon Sorgen

Hat da jemand Erfahrungen??

LG
Strand

#3


HeikoEN
Ich hatte genau das mit dem kurzen Schwindel. So ganz kurze "Flashs" waren das.

Haben bei mir ca. 14 Tage angedauert. Danach wurde es deutlich weniger und ich glaube, nach ca. 1 Monat war es das dann...

#4


Strand
Ja genau, das sind wie so kurze Flashs! Fühl mich bissle neben der Kappe, aber wenn du sagst du kennst das auch und es ging wieder weg, dann bin ich beruhigt und warte einfach ab danke!

Gruß Strand

#5


M
ja das geht wieder weg die medikamente brauchen immer bisschen bis sie komplett aus dem körper sind und der körper muss sich wieder neu gewöhnen.

#6


Kaninchen
Ich nehme seit 2006 Citalopram und bin inzwischen von 40mg tägl. auf ne halbe Tablette (10mg- Morgens)

Ne Zeitlang war ich sogar auf eine viertel Tablette (5mg) runter dosiert. Aber als es mir dann wieder etwas schlechter ging, habe ich die Dosis wieder auf 10mg erhöht.

Am liebsten möchte ich das Medikament komplett absetzen. Ich vertrage es zwar sehr sehr gut (keinerlei Nebenwirkungen) aber die Angst, dass es mir wieder so schlecht gehen würde wie damals ist einfach zu groß

#7


N
Ich war auch schon auf 5mg runter, damit ging es mir 1 Monat gut, dann habe ich sie ein paar Tage ganz abgesetzt, leider fing das Grübeln und die innere Unruhe wieder an. Außerdem kamen ein paar Problemchen dazu, nun bin ich wieder bei 20 mg.

Mir ist klargeworden, dass ich erst noch einige Dinge in meinem Leben ändern muss und mit den Tabletten habe ich mehr Energie dazu, bevor ich einen neuen Absetzversuch starte.

#8


Kaninchen
Zitat von ängstlicheKatze:
Ich war auch schon auf 5mg runter, damit ging es mir 1 Monat gut, dann habe ich sie ein paar Tage ganz abgesetzt, leider fing das Grübeln und die innere Unruhe wieder an. Außerdem kamen ein paar Problemchen dazu, nun bin ich wieder bei 20 mg.

Mir ist klargeworden, dass ich erst noch einige Dinge in meinem Leben ändern muss und mit den Tabletten habe ich mehr Energie dazu, bevor ich einen neuen Absetzversuch starte.



ähnlich wie bei mir. Ein paar Tage hatte ich das Medi ganz abgesetzt. Dann aber begann die grübelei wieder und ich habe wieder angefangen das Medi zu nehmen. etl. liegt es wirklich daran, dass ich ein paar Dinge erstmal änder muss ..... aber was ?

#9


HeikoEN
Zitat von Kaninchen:
liegt es wirklich daran, dass ich ein paar Dinge erstmal änder muss ..... aber was ?


Na, was hast Du denn bislang wegen deiner Probleme unternommen?

#10


Strand
Hallo,

ich kann hier mal einen positiven Zwischenstand berichten: seit Mitte April nehm ich kein Cita mehr, und mir geht es gut! Habe keinerlei Beschwerden, bin gut drauf und wieder ganz ich selbst Trotz aller zweifel geht es mir gut ohne medi!

LG
Strand

#11


P
Das ist es immer, wenn man nur Medis nimmt, dann kommt halt alles wieder wenn man aufhört. Ich wollte für mich keine dauermedikation da ich dann nicht sicher Gen kann, ob es mir besser geht wegen der Medis oder weil ich wirklich auf dem richtigen weg bin

#12


Kaninchen
Ich nehme es (Citalopram) jetzt seit ca 4 Wochen nicht mehr. Und meine Gefühlslage ist wie eine Fieberkurve -- mal toll ,mal ganz schlecht.
Ist es wirklich so, dass dem Körper oder der Psyche das Medikament fehlt und es mir deswegen so schlecht geht oder ist das nur pure Einbildung ?

#13


O
Ich hab 1,5 Jahre Citalopram genommen und bin jetzt endlich (!!!) davon runter... Und es war ein totaler Kampf. Ich hatte immer so ein "innerliches Zucken". Weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll. Das wurde immer schlimmer, bis ich es so im 2 Minuten Takt hatte. Hab aus lauter Verzweiflung, wenns zu schlimm wurde, wieder 10 mg eingeworfen und nach ein paar Stunden war dieses Zucken komplett verschwunden... ich weiß, dass das nicht die richtige Methode ist, Tabletten abzusetzen, aber ich will nur damit sagen, dass ich die Erscheinungen beim Absetzen bestens kenne... Ich hab es 2 mal erfolglos probiert und beim dritten Versuch hats dann endlich geklappt. Ich nehme seit 2,5 Monaten keine Tabletten mehr....

Man darf beim Absetzen nicht vergessen, dass es dauert, bis der Wirkstoff komplett abgebaut ist und es sein kann, dass es einem plötzlich erst mal tierisch dreckig geht.... Aber da muss man dann leider einfach mal durch. Wenn sich alles wieder geordnet und eingependelt hat, dann geht es meist auch ohne Tabletten.

#14


Kaninchen
Zitat von Omnia85:
Ich hab 1,5 Jahre Citalopram genommen und bin jetzt endlich (!!!) davon runter... Und es war ein totaler Kampf. Ich hatte immer so ein "innerliches Zucken". Weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll. Das wurde immer schlimmer, bis ich es so im 2 Minuten Takt hatte. Hab aus lauter Verzweiflung, wenns zu schlimm wurde, wieder 10 mg eingeworfen und nach ein paar Stunden war dieses Zucken komplett verschwunden... ich weiß, dass das nicht die richtige Methode ist, Tabletten abzusetzen, aber ich will nur damit sagen, dass ich die Erscheinungen beim Absetzen bestens kenne... Ich hab es 2 mal erfolglos probiert und beim dritten Versuch hats dann endlich geklappt. Ich nehme seit 2,5 Monaten keine Tabletten mehr....

Man darf beim Absetzen nicht vergessen, dass es dauert, bis der Wirkstoff komplett abgebaut ist und es sein kann, dass es einem plötzlich erst mal tierisch dreckig geht.... Aber da muss man dann leider einfach mal durch. Wenn sich alles wieder geordnet und eingependelt hat, dann geht es meist auch ohne Tabletten.



Ich beneide dich , dass du das so Super geschafft hast

heute aber war ein Tag, an dem ich die Tablettenschachtel schon wieder in der Hand hatte. Habe es aber nicht genommen. Es war einfach schlimm.

Ich hätte auch nie gedacht, dass das absetzen sooo dermaßen schlimm wird. Dabei habe ich in den letzten Monaten lediglich nur 1/4 Tablette morgens (5mg) genommen...mehr nicht.
Es sind inzwischen knappe 4 Wochen das ich das Medikament nicht mehr nehme ....und es ist echt hart !

#15


A
Mir steht das ganze auch noch bevor, ich nehme 30 mg.

Mir geht es aber mit den Tabletten auch nicht immer gut, habe auch meine Tiefpunkte. Frage mich nur dann, wie es ohne wird. Naja, werd ich ja in 2-3 Monaten ,wenn ich absetzen soll, erfahren... Mit dem absetzen vorheriger Tabletten hatte ich keinerlei Probleme ..

#16


spielkind79
Alle Absetzerscheinungen legen sich nach einer gewissen Zeit. Manche merken er mehr manche weniger. Egal wie langsam man das Medi absetzt. Wenn das Medikament ganz ausgeschlichen ist aus dem Körper wirst du bestimmt nicht mehr davon merken. Dauert ungefähr Wochen dann sollte des Medikament nicht mehr im Körper sein.

#17

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Kaninchen
Tja ..... ich hab nicht geschafft
Der heutige Tag war so schlimm (Schwindel und Angst), dass ich heute wieder eine halbe Tablette (10mg) genommen habe.
Glücklich bin ich mit dieser "Entscheidung" absolut nicht.Habs aber einfach nicht mehr ausgehalten

#18


O
Kaninchen, was meinst du, wie es mir manchmal geht? Seit ich die Tabletten nicht mehr nehme, hab ich definitiv öfter Unruhe usw... Aber ich habe mittlerweile gelernt damit umzugehen. Ich sag mal in 80 % der Fälle, kriege ich meine Panik gut in den Griff, teilweise läuft das bei mir so ab, dass andere nicht mal merken, wenn ich gerade wieder ne Attacke hab... Aber es gibt auch Tage, an denen ich völlig zusammenbreche innerlich, wo ich mich zurückziehe und weine....

Mein Therapeut hat gesagt, dass ich immer viel größere Stimmungsschwankungen haben werde als gesunde Menschen, vor allem ohne Tabletten. Man kann aber lernen damit umzugehen...

Wichtig ist, dass man selbst soweit ist und nicht einfach die Tabletten absetzt, weil man die einfach absetzen will. Ich finde so lange man sich nicht bereit dazu fühlt und so lange man nicht die Kraft aufbringen kann durch die schwere Zeit des Absetzens zu gehen, sollte man es lassen... Es ist halt einfach unglaublich hart....

#19


S
Omnia85 hat recht, wenn man bereit ist, kann man es auch ohne Medis schaffen.
Ich hab am Anfang alle Nebenwirkungen von Cita (30 mg),die es gab. Hab es ca. 2 Jahre genommen.
Irgndwann hab ich gedacht, da es auch mit Medis sehr schlechte Tage gab, dass ich es einfach ohne versuch.
Man muss versuchen nicht daran zu denken, Mensch ich nehm jetzt keine Medis mehr, denn dann ist klar, dass es wieder schlechter wird. Ich muss sagen, dass ich kaum einen Unterschied gemerkt habe.
Aber das ist halt immer unterschiedlich, deshalb sollte man selbst bereit sein, die Medis abzusetzen.
Ich drück auf jedenfall die Daumen, dass der ein oder andere die Kraft dazu hat.

LG

#20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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