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Mein Mann hängt an der DDR

201723.11




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Sowohl der Kommunismus, als auch der Nationalsozialismus hatten schon ihre Vorzüge! Aber es gab eben auch die Schattenseiten und ich bin selber keiner aus Dunkeldeutschland, aber ich kenne sehr viele , die unter diesem Regime lebten. Wer sich die DDR zurückwünscht wird legitimiert, wer sich den NS zurückwünscht kommt in den Knast. Tolle Doppelmoral :D

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  23.11.2017 10:56  
DunkelDeutschland ist schlichtweg falsch ! Im Osten geht die Sonne auf ! :mrgreen:

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  23.11.2017 11:33  
Carcass hat geschrieben:
Wer sich die DDR zurückwünscht wird legitimiert, wer sich den NS zurückwünscht kommt in den Knast. Tolle Doppelmoral :D
Ich denke, der nostalgische Ehemann hat seinen eigenen Bewältigungsprozeß noch nicht abgeschlossen und sieht sich durch den Tod der Mutter mit den offenen Fragen seines eigenen Lebens konfrontiert. Ich weiß somit nicht, wie man da auf "tolle Doppelmoral" kommt. Er hat in der DDR gelebt und keiner weiß, was in ihm wirklich vorgeht.

@Flame hat dein Mann denn Kontakt zu Leuten von früher oder sitzt er damit etwa alleine.

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  23.11.2017 14:03  
Reenchen hat geschrieben:
hat dein Mann denn Kontakt zu Leuten von früher oder sitzt er damit etwa alleine.


Mein Mann hat ausser zu seiner Familie keinen Kontakt.
Er ist auch kein verkappter Nazi und die unmenschlichen Machenschaften der Stasi findet er natürlich auch nicht gut.
Seiner Familie hat halt einfach nichts gefehlt,sie hatten nichts auszustehen und auch mit der Stasi nichts am Hut.
Dass sie nicht ausreisen konnten,hat sie nicht weiter gestört.

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  23.11.2017 16:17  
Ich hatte vor zehn Jahren einen Kollegen, der sich auch die positiven Seiten der DDR zurückwünschte. Und ich konnte ihn voll verstehen. Als geselliger Mensch, der gerne viel Kontakt hat, in eine völlig fremde Welt geworfen zu werden, wo man ab 30 nur noch ganz schwer neue Kontakte findet und überall nur abgelehnt wird, war ihm in dieser Form völlig fremd. Manche Menschen werden sofort krank dadurch. Ich sehe es ja selber, weil ich viel rumgereist bin. Wie wir uns hier in unserer Kultur versingeln und vereinsamen, geschieht in einem atemberaubenden Tempo, und bleibt nicht folgenlos.

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RGB
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  23.11.2017 18:34  
Persikka04 hat geschrieben:

Was heißt denn für dich Manipulation von Kindern?
Ich meine, was ist denn das Ziel der Manipulation von Kindern? Dass sie zu dogmatisch handelnden Erwachsenen werden.
Ich kenne allerdings größtenteils kritische, selbst denkende und hinterfragende Ostdeutsche, anders als viele, viele Westdeutsche. Und anders als die Generation, die gerade hier heranwächst.
War die Manipulation dann einfach... zu schlecht und unfruchtbar? War die Elterngeneration (die, die den WK II teilweise miterleben mussten) aufgrund des Erlebten zu vorsichtig und hat das weitergegeben?
Ich weiß ja durch meine Eltern, wie die schulischen Inhalte etwa aussahen, wie "der Russe" glorifiziert wurde... Aber Manipulation? Jeder wusste, dass es keine Wahlen gab. Auch anders als heute.


Gehorsam, nichts hinterfragen, den bösen Westen als Feindbild und damit einhergehend eine paranoid-ängstliche Bedrohungsgehirnwäsche, Wehrunterricht, Pioniere, FDJ. Alles Ideologie und Indoktrination pur, die einem von Kind auf so beigebracht wurde. Wie bei der Hitlerjugend. Du kannst mir beim besten Willen nicht erzählen, das wir das in so krasser Form hier in DE noch haben. Auch nicht durch "Schuldkult", USA/Israel über alles, Gutmenschen usw. Wir sind definitiv freier als *beep* und Sozis damals.

Es gibt immer solche und solche. Wie "gut" die Gehirnwäsche funktionierte, sah man als die Molis geworfen wurden, das sind alles Spätfolgen der sozialistischen Sülze (und auch der Wessis, denn perfekt lief die Wende auch nicht ab).

Carcass hat völlig recht. Mauertote interessieren niemanden, auch nicht, das der Väterchen Stalin und seine Helfer noch weit mehr Millionen Tote auf dem Konto haben.

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4688
Sachen-Anhalt
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  23.11.2017 18:39  
Veritas hat geschrieben:
Gehorsam, nichts hinterfragen, den bösen Westen als Feindbild und damit einhergehend eine paranoid-ängstliche Bedrohungsgehirnwäsche, Wehrunterricht, Pioniere, FDJ. Alles Ideologie und Indoktrination pur, die einem von Kind auf so beigebracht wurde. Wie bei der Hitlerjugend. Du kannst mir beim besten Willen nicht erzählen, das wir das in so krasser Form hier in DE noch haben. Auch nicht durch "Schuldkult", USA/Israel über alles, Gutmenschen usw. Wir sind definitiv freier als *beep* und Sozis damals.

Es gibt immer solche und solche. Wie "gut" die Gehirnwäsche funktionierte, sah man als die Molis geworfen wurden, das sind alles Spätfolgen der sozialistischen Sülze (und auch der Wessis, denn perfekt lief die Wende auch nicht ab).



Genau so ist es. :daumen:



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RGB
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  23.11.2017 18:51  
Reenchen hat geschrieben:
Ich finde es sehr interessant, wie Menschen, die nicht in dem anderen System leben mußten, heute Menschen aufklären, die in dem anderen System leben mußten.

@Veritas Nationalsozialismus hat nur den letzten Wortteil mit Sozialismus gleich. So sehr beides für die Menschheit nicht erstrebenswert ist, unterscheiden sie sich in der Definition doch erheblich. Ich werde mich auch sehr davor hüten, Ostdeutsche schlechthin als Nationalsozialisten zu bezeichnen.

Man kann darüber sehr streiten, warum jemand heute sagt, daß er rückblickend findet, daß die DDR für ihn positiver war, als die BRD, in der er heute lebt. Aber man wird diesen Menschen nicht ändern und wieso sollte man ihn beschimpfen und nach Asien schicken? Man vergißt über den Unrechtsstaat, daß die Menschen darin auch ein Leben hatten und das Beste daraus machten.


Ich sage lediglich meine Meinung, das hat mit aufklären nichts zu tun. Ich finde es - als Wessi - auch nicht anmaßend, darüber zu urteilen. Schließlich kann Ich mir anhand anderer Quellen (Bücher, Dokus etc.) eine Meinung bilden. Ich muss auch nicht in den USA gewesen zu sein, um mir ein Urteil über deren ekelhaftes System bilden zu können, oder?

Das weiß Ich. Der andere Teil des Totalitarismus (gut, manche streiten sich, ob die DDR nicht eher "nur" autoritär war, aber das tut an dieser Stelle nichts zur Sache), den es DE in den letzten Jahrzehnten gab, war nun mal der NS (der uns auf ewig verfolgt). Daher der Vergleich. Ich habe keine Ossis als Nazi.s bezeichnet!(!)

Positiv für ihn alleine, das kann ja so sein, aber gesamt auf die Gesellschaft bezogen war es im Leben keine positives System. Man kann sich auch was vormachen, nur an sich denken und alles schlechte (böse) ignorieren. Legitim natürlich, Ich finde es bescheuert. So wie US-amerikanische Vietnamveteranen.

Müsst ihr alle selbst wissen. ;) Ich wollte eigentlich nur das Buch empfehlen, denn das fand Ich sehr spannend und lehrreich.



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  23.11.2017 20:08  
Veritas hat geschrieben:
Gehorsam, nichts hinterfragen, den bösen Westen als Feindbild und damit einhergehend eine paranoid-ängstliche Bedrohungsgehirnwäsche, Wehrunterricht, Pioniere, FDJ. Alles Ideologie und Indoktrination pur, die einem von Kind auf so beigebracht wurde. Wie bei der Hitlerjugend. Du kannst mir beim besten Willen nicht erzählen, das wir das in so krasser Form hier in DE noch haben.


Naja, es gehören immer zwei Parteien zu Manipulation. Wie man heute auch bestens sieht, gibt es einige, bei denen es funktioniert. Und die anderen sind Systemfeinde (heute gerne stumpf "rechts" :D). Deine Signatur fasst das doch wunderbar zusammen...
Trotzdem sind die meisten Leute aus meiner Vorgängergeneration hier weder gehirngewaschen noch manipuliert aus der Geschichte rausgegangen. Die meisten wollten einfach nur ihre Ruhe, ihre Familie, Sicherheit und etwas mehr Bewegungsfreiheit.

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  23.11.2017 21:00  
@Persikka04

Genau so! Heute funktioniert das Politisch- Korrekte - System noch viel besser als in der DDR. Überwachung und Bevormundung und wer dagegen
ist - N a z i und recccchts.

Ich lebe seit 10 Jahren in einer Ossi.Wessi Beziehung . Also genug Redestoff.

Aber Bücher lesen und behaupten man kann ernsthaft über das Land Urteilen - nein.
Kaufe ich mir ein paar Bücher und sage den Frankreich Urlaub ab.
Weiß ja dann wie es da so zugeht.

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