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@Gaulin
Was ich an ihr vermisse? Da du nach Details fragst, plaudere ich sie einfach aus (und bereue das bestimmt noch):
Im Wesentlichen, wie toll sie sich anfühlt. Die Leichtigkeit, mit der sie sich "dazusetzte". Ihr Vertrauen in mich. Ihren Humor. Wir konnten herumalbern. Ihre lässige Art, wenn ich nicht gerade supersauber bei ihr erschien. (Alle meine anderen Beziehungen waren ein wenig ... penibel.) Ihre korkenzieherähnlich lockigen langen Haare auf meiner Brust zu spüren. Ihre leichte Appetitlosigkeit manchmal beim Essen. Ihr Oberkörper ist nicht von dieser Welt, so schön erschien er mir. Oder wie sie ihren Tee kochte. Die Art, wie sie in meine Notizhefte etwas hineinkritzelte. Sie hat, nebenbei bemerkt, die schönste Handschrift, die ich je gesehen habe, und ich könnte das seitenlang begründen.
Sie hatte auch manchmal pikierte, etwas schwierigere Seiten. Aber die schmelzen in der Erinnerung zu einem kleinen Schneeball zusammen, den ich gegen ihre Fensterscheibe werfe, um sie nach draußen zu locken. Es war
easy going mit ihr. Wir haben manchmal einfach NICHTS gemacht. Sind mit dem Fahrrad irgendwo herumgefahren, ohne Ziel und ohne dass etwas daraus werden musste. Ich konnte sie auf meinem Gepäckträger mitnehmen. Wie praktisch ist das, bitte schön? Sie kannte sich mit technischen Geräten aus und war eine hinreißend aufmerksame Beifahrerin; was Frauen oft eher selten hinkriegen, fiel ihr leicht. Man konnte mit ihr über alles reden. Ich hätte theoretisch mit ihr ein naturwissenschaftliches Fach studieren, wildcampen und die Sterne zählen können, die am Nachthimmel leuchten; wenn wir uns nur nicht so früh verkracht hätten. Was für eine unkomplizierte Frau. Auf der physischen Seite ein absoluter Albtraum, weil sie mir zu sehr gefiel.