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Vielleicht kann, darf und sollte ich erwähnen, dass ich jetzt ein Beziehungsgespräch mit meiner Frau geführt habe. Es war durchwachsen, nicht besonders weitführend, und doch von der Atmosphäre her gut.
Wir haben jetzt vereinbart, immerhin einen festen Abend in der Woche für gemeinsames Kuscheln vorzusehen, und dann zu schauen, wie wir das weiterentwickeln. Klingt vielleicht a) ein bisschen wenig und b) sehr "verordnet", doch ich glaube, das ist zumindest eine Annäherung.
Sie hat davon gesprochen, dass sie Angst hat, ich könnte mich trennen wollen; dass sie das nicht möchte, und mich einerseits recht gut versteht, andererseits ihr Verhalten nicht so schnell wesentlich ändern könnte. Es kam auch zur Sprache, ob und wieso ich ein bisschen im Internet flirte, inwiefern ihr das missfällt und was sie noch okay findet. Es ging noch gar nicht um konkrete Bedürfnisse, um das, was ich mir wünsche oder was sie sich wünscht, sondern eher die Absichtserklärung, dass wir uns ein wenig annähern wollen.
Ist ja vielleicht kein schlechter Umgang damit und zum jetzigen Zeitpunkt ein realistischer Schritt.
Dann haben wir uns sogar geküsst, ein einziges Mal, wir wollen ja nicht übertreiben ... Es schmeckte so süß und "nach mehr", dass ich die losgaloppierende Bisonherde in mir wieder bremsen musste; Hormone, sofern ausgeschwärmt, wurden in ihre Abflughalle zurückgeschickt; und mein beschleunigter Puls stolperte, als hätte ich mir selbst ein Bein gestellt. Doch immerhin: ein zärtlicher Kuss.