19.07.:
Zitat von PQhope: Wegen der Hitze: heute kein Jogging.
Dafür 22 km (hin und zurück) mit dem Rad zum Freibad. Das mag ich ja. Wobei es auf dem Hinweg brutal heiß war, nachmittags um halb 6 losgefahren. - - -
Ich möchte hier nicht zu viel herumlabern; die Kernfrage ist ja, hilft mir der Sport gegen depressive Verstimmungen (oder Liebeskummer); das eher nicht. Trotzdem würde ich behaupten, in Form zu kommen fühlt sich nicht bloß körperlich gut an. Selbst wenn ich KEINE Radtour mache, machen würde; das Gefühl ist angenehm, dazu in der Lage zu sein. - - -
Daraus kann ich direkt ableiten bzw. begründen, warum ich relativ heiß auf das Training bin: Es ist nicht nur eine Auszeit. Mein Leben ist so eng und klein. Daher tut es mir durchaus gut, sportlich fähig zu sein zu "Ausflügen", Tennispartien oder vier Stunden Wandern. Das hatte nämlich schon enorm "gebröckelt".
17.07.:
Zitat von PQhope: Heute zehn Kilometer mit der Familie wandern gegangen. War ganz schön. Danach war ich abends zwar müde, bin aber trotzdem noch gejoggt. Auch, um etwas Ruhe zu haben.
Kann sein, dass ich es übertreibe. Dass es zu sehr zu einer "Manie" oder einem Projekt wird, das ich unbedingt durchziehen will; während andere Dinge im Leben bei mir eher zurückstehen. - - - Also gewichte die anderen Dinge stärker; deshalb muss ich ja nicht aufs Joggen verzichten; doch besser ist es, das dann möglichst locker und in 30 Minuten abzuhandeln. So, dass es mich nicht zu sehr einnimmt.
Jetzt war ich/bin ich so "aufgeputscht", dass ich nicht schlafen kann oder mag.
13.07.:
Zitat von PQhope: Bin gestern doch noch gelaufen. Habe mich unterwegs mit dem Auto absetzen lassen, und dann ein bisschen wie beim Orientierungslauf 6, 7 km den Weg nach Hause gesucht. Langsames Tempo, zwei, drei Pausen unterwegs gemacht. Abends war alles ok, aber heute wieder Kreislaufprobleme. Habe mich geschont.
Mich ärgert ein bisschen, dass ich mit dem Abnehmen nicht vorankomme. Ich muss das nicht kritisch nehmen - wichtig ist die Bilanz nach 6 Monaten oder so - - - und ich mag nicht groß auf was verzichten - außer Süßigkeiten natürlich. Aber ich nehme nur ab, wenn ich abends Sport mache und danach nichts mehr esse.
Dieses "Projekt" mache ich weiter. Ich hatte mehrere Motivationen, die sollte ich im Blick behalten:
1. Ausschließen, dass mein Übergewicht ein Verstärker meiner Depressivität ist. Kurz gesagt: die verbesserte Physis hilft ein bisschen. Beim Laufen bin ich weit weg von Grübelei und Selbstzweifeln. Das ist sehr cool, sehr angenehm. Ich bin jetzt nicht so aktiviert, dass ich groß aus dem Quark komme, aber ich bilde mir ein, manche Situation etwas "fitter" anzugehen bzw. zu überstehen. Dass ich mich selbst etwas mehr ertrage, im schlankeren Zustand, ist auch nicht verkehrt.
2. Äußerliche Attraktivität. Wenn das einen Beitrag bringt, dass meine Frau mich weniger abstoßend findet, ist das ein guter Nebeneffekt. (Mir ist schon klar: Das sollte nicht wesentlich sein.)
3. Fußballspielen. Endlich nicht mehr dreistellig wiegen und nicht nach jedem kurzen Sprint in den Seilen hängen - das wäre wirklich toll. Ich liebe Fußball und will endlich mal wieder halbwegs gut kicken. Das wäre jedenfalls echt schön.
4. Vor Verliebtheiten "davonlaufen" ... - na, das das eine hat mit dem anderen wenig zu tun. Was vielleicht daran positiv sein kann: Wenn ich mich auf ein Hobby konzentriere, mache ich was für mich, mache etwas Reales, statt zu viel zu träumen und darauf zu hoffen, dass etwas VON AUSSEN mir hilft. Ich glaube auch an solche Klischees wie: wenn man etwas loslässt, wirklich "gehen lässt" - wie etwa eine unerwiderte Verliebtheit -, es "einfach" akzeptiert und nach vorne schaut, gehen wieder neue Türen auf.
18.06.
Zitat von PQhope: Tja, ich habe mich gestern Abend wohl übernommen, es war zu schwül und ich bin trotzdem die längere Strecke (knapp 6 Kilometer) gelaufen. Ziemliche Magen-/Darm-Probleme und etwas Übelkeit. - - - Das ist ja hier mein Lauf-Blog geworden ... Eigentlich ging es doch um Liebeskummer. ... Also, von heute abgesehen, es geht mir körperlich besser mit dem Laufen, definitiv. Ich könnte jetzt zwanzig Details aufzählen. Aber das wird ein bisschen zu sehr zur Manie, bei mir. Der Punkt ist, dass ich mich mindestens körperlich besser fühle, insgesamt, und dass ich vom Liebeskummer ein wenig Ablenkung und auch Distanzierung habe. Das ist glaube ich die Selbstwirksamkeit. Wenn man etwas macht, darin halbwegs aufgeht und spürt, dass man etwas ändern kann, färbt das auf die Stimmung im Ganzen ab. Und beim Laufen selbst ... ich könnte fast davon schwärmen. Zumal die Natur draußen auch ganz schön ist. Anstrengend ist es in Wahrheit trotzdem oft noch. Doch man bewältigt die Strecke viel besser, ist mehr im Fluss. Mag ich. - Mein Fernziel ist, so in Form zu kommen, dass ich a) zweistellig wiege und vor allem b) wieder mitkicken kann beim Fußball. Also genug Puste dafür habe. (Mir ist klar, dafür brauche ich auch Sprintübungen; doch zunächst eine Grundkondition.) Das motiviert mich ziemlich gut.
10.06.
Zitat von PQhope: Ich habe weitergemacht damit, und JETZT bin ich endlich in einer ziemlich guten Form, dass ich 6 Kilometer an einem Stück laufen kann. Und 11 Kilo habe ich auch abgenommen. Das Ganze habe ich in einer psychiatrischen Klinik 3 Wochen lang weitergemacht, war zumindest körperlich gut. Dummerweise habe ich mich in der Klinik erneut verguckt, in eine Mitpatientin, die sich nicht im Geringsten für mich interessierte oder: interessieren konnte. - - - Danke für die vorigen Kommentare.