Pfeil rechts
9

Moin, meine Frau hat mich quasi rausgeschmissen nach 10 Jahren Beziehung inkl 3 Jahren Ehe, undsas obwohl wir eine kleine Tochter haben.
Nach 2 Tagen bei meinem Bruder denke ich immer mehr, dass alles mein Schuld ist und dass ich versagt habe.
Meine Panik und AngsStörungen hat mich eingeschränkt, aber ich konnte bis vor kurzem meinem Job nachgehen und habe sonst auch zb viel Zuhause geholfen.
Ich habe aber Probleme andere im Auro mitzunehmen,irgendwo zu sein wo ich nicht schnell rauskomme und zB auch Flugangst, was aber viel mit Verlustangst zutun hat. Verlust ist generell wohl das GroßeThema bei mir.
Ach, ich weiß auch nicht. So negativ habe ich noch nie über meine Krankheit und mich gedacht.
Es fühlt sich einfach nur mies an.
Ach ja, bin in Therapie und nehme auch Antidepressiva.
Lg und guten Start in den neuen Tag

14.04.2020 05:52 • 14.04.2020 #1


12 Antworten ↓


Gorilla
Guten Morgen,

fühl dich erstmal gedrückt.

Gab es denn irgendwie Probleme in eurer Beziehung ? So von heute auf morgen kommt ja nicht unbedingt eine Trennung. Hast du versucht mit ihr zu sprechen ?

14.04.2020 06:13 • x 1 #2



Beziehungsaus nach 10 Jahren - fühle mich schuldig

x 3


Sie hat sich mit der Zeit emotional entfernt. Dadurch blieb natürlich vieles auf der Strecke. Das hat mich noch mehr verunsichert und ich habe mir dann in einem Streit Luft gemacht. Da habe ich zu gemeine Sachen gesagt. Seit dem ging es steil bergab

Danke fürs drücken.,,,kann ich gebrauchen

14.04.2020 06:46 • #3


Am schlimmsten sind die Gedanken an meine kleine Tochter, die jetzt schon leidet, dass Papa beim Onkel schläft. Wie wird das erst wenn sie hört dass ich für immer ausziehe.
Ich habe das alles nicht gewollt, und bin nun so kopflos

14.04.2020 09:21 • #4


Gorilla
Warum hat sie sich denn emotional entfernt ? Hier kann es natürlich mehrere Gründe geben. Das sie dich nicht mehr liebt oder auch mit der Erkrankung nicht zurecht kommt.

Das gibt es leider oft und dann kommen oft so Sprüche die der Erkrankte nicht wirklich gebrauchen kann.

14.04.2020 17:10 • #5


Calima
Zitat von Thejustice1977:
Sie hat sich mit der Zeit emotional entfernt. Dadurch blieb natürlich vieles auf der Strecke. Das hat mich noch mehr verunsichert und ich habe mir dann in einem Streit Luft gemacht. Da habe ich zu gemeine Sachen gesagt. Seit dem ging es steil bergab


Hier könnte schon ein Teil der Antwort liegen.

Für mich stellen sich in diesem Zusammenhang spontan folgende Fragen: Was macht denn eine Liebe aus? Was nährt sie? Was sorgt dafür, dass Menschen zusammen bleiben wollen?

Mögliche Antworten, die mir dazu einfallen und die beispielsweise für mich wesentlich sind: Respektvoller, freundlicher, liebevoller Umgang miteinander. Auch und vor allem, wenn man sich streitet oder mit Problemen ringt. Auch wenn man sauer ist, steht es einem nach meiner Überzeugung nicht zu, den anderen zu beleidigen und zu beschimpfen.

Was hält eine Beziehung lebendig? Gemeinsame Interessen und Aktivitäten. Auch wenn das nicht bedeutet, 24/7 miteinander zu verbringen und durchaus Aktivitäten ohne den Partner mit einschließt: Wenn es keine schönen Erlebnisse mehr gibt, die man miteinander teilen kann, entfremdet das einander auf Dauer.

Das ist schon schwierig, wenn man selbst viele Dinge meidet, den anderen aber ermutigt, auf eigene Faust und mit anderen Leuten etwas zu unternehmen. Ganz problematisch wird es, wenn man vom anderen erwartet, dass er die selbst gewählte Isolation teilt und sich quasi ebenfalls zum Gefangenen der Ängste macht, die einen selbst daran hindern, aktiv zu sein.

Wenn man sich sehr viel Mühe gibt und behutsam miteinander umgeht, kann man möglicherweise dennoch ausreichend gute gemeinsame Momente finden. Einfach ist das nicht - vor allem, wenn viel Frustration im Raum ist.

Als Kranker vom gesunden Partner erwarten, dass er gefälligst für einen da zu sein und das eigene Gefängnis mitzubewohnen hat, ist ein Anspruch, dem kaum jemand gerecht werden kann. Liebe bedeutet nicht, mit dem anderen unterzugehen und sich und die eigenen Interessen und Bedürfnisse der Krankheit und den Launen des anderen unterzuordnen.

Es braucht liebevolle Zuwendung von beiden Seiten füreinander, sonst geht es nicht. Die Krankheit darf keine Entschuldigung dafür werden, sie möglichst ungehindert auszuleben.

14.04.2020 17:32 • x 1 #6


Ich habe die Krankheit ganz selten als Entschuldigung genutzt, und alles andere als ungehindert ausgelebt. Gerade in der Beziehung mich in unangenehme Situationen geschubst etc. um gegen die Krankheit auch aktiv zu kämpfen.
Ehrlich gesagt bin ich auch über die lange Antwort überrascht, die ja doch in die Richtung geht, dass es nur an mir lag

14.04.2020 19:55 • x 1 #7


Zitat von Thejustice1977:
Sie hat sich mit der Zeit emotional entfernt. Dadurch blieb natürlich vieles auf der Strecke. Das hat mich noch mehr verunsichert und ich habe mir dann in einem Streit Luft gemacht. Da habe ich zu gemeine Sachen gesagt. Seit dem ging es steil bergabDanke fürs drücken.,,,kann ich gebrauchen

Hallo,
ihr beide habt euch emotional voneinander entfernt,jeder durch eigene Gruende.
Wie waere es mal mit einer Eheberatung?
Das gibt euch eine Chance miteinander in einer neutralen Umgebung das Gespraech aufzunehmen.

Fuer eure Tochter solltet ihr natuerlich eine gute elterliche Gespraechskultur lernen,um ihr in dieser schweren Zeit ein sicheres Leben zu ermoeglichen.

Wie kann deine Frau dich einfach rausschmeissen,stehst du nicht auf dem Mietvertrag?

14.04.2020 20:03 • x 2 #8


Darcyless
Wenn eine Beziehung - insbesondere eine so lange - in die Brüche geht, ist niemals nur EINER Schuld. So eine Beziehung ist ein Konstrukt aus zwei Menschen, und beide entwickeln sich im Laufe der Beziehung weiter und oft auch auseinander.
Deine Frau war nun 10 Jahre lang mit dir zusammen und hatte wohl ihre Gründe dafür, und allein schon daran siehst du, dass sie auch positive Seiten an dir geschätzt hat. Doch irgendwann kommt oft der Punkt, an dem einer von beiden merkt, dass er weitergehen muss - dass es einfach nicht mehr das Richtige ist für die Lebensphase, die jetzt kommt. Jedenfalls bist du gut und richtig so wie du bist, du hast selbst schon genug mit deinen Ängsten zu kämpfen und das als Grund zu nennen für die Trennung... Naja. Sie wird auch ihre psychischen Probleme haben und die Gründe für einen CUT sind wesentlich vielschichtiger und entwickeln sich über Jahre. Da kann man nicht eine Sache als Ursache nennen, mit dem Finger auf den anderen zeigen und sagen "du bist doof - und du bist schuld!"

Du musst dich also für nichts schuldig fühlen, sofern du uns hier nichts verschweigst und ein guter Vater für deine Kleine warst.
Wenn sie dich jetzt schon vermisst, dann zeigt es dass du auf jeden Fall kein schlechter Dad bist. Als mein Vater (der ein A**** war) damals ausgezogen ist, haben meine Schwester und ich (damals 4 und 6 Jahre alt) erstmal aufgeatmet und waren gottfroh.

Also erstmal musst du das alles sacken lassen und mit der Trauer umgehen. Sie ebenso. Lass die Dinge einfach mal geschehen und warte ab, wie es weitergeht. Egal was passiert, es wird schon richtig so sein und du wirst Wege finden, deine Tochter sehen und mit ihr Zeit verbringen zu können. Und glaub mir: Auch wenn es grade nicht so auf dich wirkt, sie leidet ebenfalls darunter. Eine Trennung ist eine riesige Veränderung im Leben von euch beiden und das ist hart. Doch oft geht aus so einer großen Krise eine neue und bessere Lebenspahse hervor.

14.04.2020 20:09 • x 1 #9


cube_melon
Zitat von Thejustice1977:
Ehrlich gesagt bin ich auch über die lange Antwort überrascht, die ja doch in die Richtung geht, dass es nur an mir lag

Ich empfinde die Antwort von Calima anders als Du.

Etwas läuft schief / ist schief gelaufen. Also ist spätestens jetzt der Moment der Reflektion gekommen. Und da stellt man eben reflektierende Fragen.

Kommunikation ist nun das A und O. So wie das Aussprechen der Gefühle beider Parteien. Und da ist der Vorschlag mit einer Eheberatung eine gute Sache, da Gespräche von einer neutralen Person moderiert werden.

14.04.2020 20:16 • x 1 #10


Auch die Fragen,ob Trennungsunterhalt,Zuweisung der ehelichen Whg/weitere finanzielle Dinge etc sollten unbedingt geklaert werden.

14.04.2020 20:19 • #11


Wie kann deine Frau dich einfach rausschmeissen,stehst du nicht auf dem Mietvertrag?

Sie hat gesagt, entweder ich oder sie mit der Kleinen.
Letzteres aber keine Option für mich, da ich sie nicht aus der gewohnten Umgebung rausreissen möchte.

Danke nochmal für die Antworten. Hilft mir

14.04.2020 20:28 • x 1 #12


Zitat von Thejustice1977:
Wie kann deine Frau dich einfach rausschmeissen,stehst du nicht auf dem Mietvertrag?Sie hat gesagt, entweder ich oder sie mit der Kleinen.Letzteres aber keine Option für mich, da ich sie nicht aus der gewohnten Umgebung rausreissen möchte.Danke nochmal für die Antworten. Hilft mir
Mir war nocht nicht ganz klar,wie verfahren eure momentane Situation ist....
Ist es so prekaer im Moment,dass ihr nicht mehr unter einem Dach leben koennt?
Du bist ja erst ein paar Tage bei jemand anderem untergekommen,ggfs beruhigt ihr euch auch wieder etwas ,um wieder vernuenftig miteinander zu reden.
Um die Trennungsmodalitaeten im Einzelnen zu besprechen,solltest du dir einen Termin bei einem Fachanwalt machen.

14.04.2020 21:05 • x 1 #13



x 4




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag