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Hallo zusammen,

ich weiß nicht, ob dieses Thema überhaupt hierher gehört, doch ich versuche es einfach mal, vielleicht bekomme ich ja die ein oder andere Hilfe bzw Meinung.

Ich, 26, bin im 9 Monat schwanger und wohne in einer 1-Zimmer Wohnung, die Wohnung hat nur 28 Quadratmeter. Ich finde diese Wohnung echt toll und gemütlich, allerdings wird es mit Kind hier definitiv zu eng.
Ich habe schon jetzt Schwierigkeiten, ich weiß nicht, wo ich die Wickelkommode und das Babybett hinstellen soll. Hinzu all das, was das Baby eben braucht, von Hygieneartikeln bis Kleidung etc, nichts hat hier Platz.
Dinge wie zB die Babywanne müssen in den Keller, so muss ich dann eben immer hoch und runter, wenn ich etwas benötige. Ich besitze eine kleine Dusche und das Badezimmer ist auch so klein, dass ich mich darin lediglich einmal umdrehen kann, es wäre also auch schwierig, das Baby in der Dusche zu baden.
Für mich alleine ist diese Wohnung in Ordnung, ich fand sie immer ausreichend und schön, aber mit Kind geht es einfach nicht.

Ich bin schon lange auf der Suche nach einer anderen Wohnung, finde jedoch keine.
Ich erhalte Geld bzw bekomme momentan noch Unterstützung vom Jobcenter (psychisch ging es mir längere Zeit nicht gut, dazu mag ich hier noch schreiben), somit muss ich natürlich nach einer Wohnung schauen, die von der Größe und der Miete her angemessen ist und genau das ist extrem schwierig. Alle Wohnungen sind hier deutlich teurer, ich bin am verzweifeln.

Nun hätte ich endlich eine Wohnung in Aussicht und zwar im selben Haus!
Die Wohnung befindet sich über meiner jetzigen, ist nur leider 7 Quadratmeter zu groß und 90 Euro teurer.
Ich würde so gerne hier wohnen bleiben, ich fühle mich hier super wohl, ich komme mit den Nachbarn toll zurecht, wir verstehen uns alle prima. Die Lage ist echt schön und wäre auch für das Kind toll, hier ist es sehr ruhig, es gibt viele Spielplätze und ein Kindergarten ist direkt gegenüber vom Haus, wo ich auch einen Platz bekommen habe.
Zum Haus gehört ein großer Garten, den hier jeder Mieter nutzen darf, für Kinder natürlich gut. lnsgesamt ist es hier einfach total perfekt.
Ich hätte auch keine Umzugskosten.

Meine Vermieterin würde mir diese Wohnung gerne geben, das Problem wird wahrscheinlich nur das Jobcenter sein.

Ich würde die 90 Euro selbst zahlen. Ich weiß nur nicht, ob das Jobcenter dennoch ablehnen, mir diese Wohnung quasi verbieten darf und wird?
Vor allem ja auch, weil sie auch noch größer als erlaubt ist.
Vielleicht kennt sich hier jemand aus?
Wenn ich die 90 Euro selbst bezahlen mag, ich dann erstmal mit noch weniger Geld leben muss, was mir natürlich bewusst ist, sollte es doch meine Entscheidung sein? Mir ist einfach nur wichtig, dass ich endlich mehr Platz habe, das Kind soll es ja auch schön und gut haben.

Es wäre auch nicht für ewig, wenn das Kind ein Jahr alt ist, kommt es wahrscheinlich schon in den Kindergarten und gehe endlich wieder arbeiten, wenn denn alles gut läuft, aber davon gehe ich aus und das möchte ich auch definitiv! Dann wäre ich sowieso nicht mehr auf das Jobcenter angewiesen. Ich finde meine jetzige Situation echt unangenehm und mag nicht mehr lange so leben.

Die Wohnung wäre zudem auch noch relativ günstig, alle anderen hier in der Stadt und Umgebung sind deutlich teurer, ich finde es unmöglich, überhaupt etwas zu finden.

Vielleicht haben hier ein paar Mitglieder Ahnung, ich wäre auch für jeden Tipp sehr dankbar!

26.05.2023 15:32 • 13.06.2023 #1


9 Antworten ↓


H
Du kannst bei deinem Sachbearbeiter nachfragen, bis zu welcher Kostengrenze du eine Wohnung anmieten darfst. Dabei erwähnen, dass du bald zu zweit dort wohnst. Was über die Grenze hinaus geht, kann man aus eigener Tasche bezahlen, meine ich gelesen zu haben.

Bevor du ein Mietvertrag unterschreiben darfst, musst du eine schriftliche Zusage vom JC für die Wohnung einholen.

26.05.2023 16:24 • x 1 #2


A


Wohnung endlich in Aussicht, aber zu teuer? Jobcenter!

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O
Zitat von Celin96e:
Ich würde die 90 Euro selbst zahlen. Ich weiß nur nicht, ob das Jobcenter dennoch ablehnen, mir diese Wohnung quasi verbieten darf und wird?

Also, erstmal herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft, auch wenn sie schon fast vorbei ist

Ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass es zumindest bei uns kein Problem war, die fehlenden Euro selbst zu übernehmen. Wir hatten der Sachbearbeiterin damals erklärt, dass wir den Anteil selbst übernehmen würden, weil uns die Wohnung gefällt und es auf dem Markt auch keine Alternativen gab

Wenn du allerdings bald zu zweit bist, könntest du allgemein Anspruch auf einen größere Wohnung haben. Das würde ich im gleichen Atemzug erfragen.

26.05.2023 16:32 • x 1 #3


Moelli80
Es gibt eine Möglichkeit, dass die Sachbearbeiter dir bis zu 20 Prozent mehr für eine Wohnung geben können.
Kommt drauf an, wie gut du mit den kannst.
Erkläre den das und das es dringend wäre, wegen Schwangerschaft usw.

Ansonsten kann man es auch mit selber zuzahlen machen.
Den übernehmen sie aber, nicht immer die heizkostenabbrechnung und Nebenkostenabrechnung. Falls da nachgezahlt werden muss.

26.05.2023 16:40 • #4


Feuerschale
Ich würde das auch mit dem Sachbearbeiter klären und schonmal das Wohnungsangebot (Vordruck) ausfüllen.
Ich glaube schon dass das so klappen kann wie von dir gedacht, denn der Wohnungsmarkt gerade für kleine Wohnungen ist SOOO eng. Bei dir pressiert es ja auch wegen der Schwangerschaft. Auch das muss das JC berücksichtigen.

Der Sachbearbeiter muss aber vor Mietvertrag unterschreiben zustimmen. Und wenn er sich wirklich quer stellen sollte
(nicht wegen der Sache, sondern weil er wenig Ahnung hat, ich denke nicht, dass es Grund zum querstellen gibt), dann den Teamleiter verlangen.

Und das, was du gesucht hast ist ja nicht so extrem darüber von den Kosten her.
Das müsstest du dann vereinbaren mit selber zahlen.
Es gibt ja dann auch Mehrbedarf Alleinerziehende, das kannst du bei der Geburt beantragen.

Wäre wirklich ein Sechser im Lotto wenn die Wohnung so greifbar in der Nähe ist, das Umfeld bekannt, und der Umzug gespart ist.

26.05.2023 17:50 • #5


E
Herzlichen Glückwunsch


Also die neue Wohnung ist definitiv nicht zu groß und das Amt „müsste“ diese problemlos bezahlen. In NRW sind mit zwei Personen 65 qm erlaubt . Ich musste mich da nämlich auch mal schlau machen, weil ich ausziehen wollte.

26.05.2023 17:54 • #6


Christian17
Normalerweise kann das Jobcenter nichts dagegen haben, wenn du die 90 Euro selber bezahlst.
Kann aber auch sein, das die komplette Miete übernommen wird.
Auf jeden Fall vorher mit dem Sachbearbeiter reden und schriftlich bestätigen lassen.

26.05.2023 18:15 • x 1 #7


klaus-willi
Zitat von Celin96e:
Meine Vermieterin würde mir diese Wohnung gerne geben, das Problem wird wahrscheinlich nur das Jobcenter sein.

Das müsste eigentlich gehen ,wenn du selber etwas dazu bezahlst.
Vielleicht kommt dir deine Vermieterin auch noch ein paar Euro entgegen.

26.05.2023 18:50 • #8


T
Du bist schwanger, somit gilt bei dir der Härtefall, da darf eine Wohnung bis zu 10 % mehr als angemessen kosten. Das wissen leider nur wenige.

Wie sieht es mit dem Vater aus? Wirst du alleinerziehend sein? Wenn ja, ist auch das ein Härtefall, auch da sind diese 10 % gültig! Das heißt, du müsstest weniger als 90 Euro aus eigener Tasche zahlen!

Die Quadratmeter sind übrigens völlig egal, solange die Miete passt bzw zu bezahlen ist. 65 Quadratmeter für 2 Personen gelten als angemessen, die Wohnung hat 7 Quadratmeter mehr, richtig? Also hat sie 72 Quadratmeter? Ohnehin völlig ok und im Rahmen.

Natürlich darf das Jobcenter sagen Zu teuer, genehmigen wir nicht, sobald du aber mitteilst, dass du das restliche Geld selbst zahlen wirst und möchtest, müssen sie einverstanden sein.

Leider gibt es aber auch ziemlich fiese Sachbearbeiter, ich spreche aus Erfahrung, lass dir da nichts falsches einreden, lass dich nicht verunsichern oder gar abwimmeln, manchmal kann es echt anstrengend werden, bleibe dran. Du bist in einer nicht einfachen Situation und brauchst diese Wohnung, du brauchst mehr Platz, dein Kind braucht diesen Platz, das ist ja wohl offensichtlich. Du bist nicht jemand, der einfach mal Lust auf eine neue Wohnung hat, weil ihm die alte Wohnung zu langweilig und klein geworden ist.
Auch sind 90 Euro nicht die Welt und du verlangst jetzt keine Bestätigung für eine Wohnung, die hunderte Euros und Quadratmeter mehr als angemessen kostet/hat.

Ich hoffe und drücke dir die Daumen, dass du ohne Stress an einen Sachbearbeiter kommst, der deine Situation genauso nachempfinden und nachvollziehen kann.

Ich muss noch hinzufügen, dass du auch erwähnen solltest, dass keine Umzugskosten entstehen werden, wenn sie dir diese Wohnung genehmigen, du musst ja nur eine Etage höher.
Denn die Umzugskosten übernimmt normalerweise auch das Jobcenter, somit wären Kosten gespart.

26.05.2023 19:19 • x 1 #9


E
Funktioniert ohne Probleme. Mache ich seit Jahren.
Streng genommen brauchst du das Jobcenter nichtmal fragen ob du darfst oder nicht.
Die müssen dir eine Wohnung zahlen ob die wollen oder nicht dabei spielt es keine Rolle wie der Deal zustande kommt und ob du die Wohnung bezahlen kannst oder nicht. Im Falle eines Falles geben dir den Höchstbetrag und dann sieh zu.

Vermieter:
Du kannst den Vermieter fragen ein Zimmer abzusperren um auf die entsprechenden qm und Preise zu kommen.
Du kannst mit den Vermieter auch nen Deal machen. Du beziehst die neue Wohnung zahlst allerdings nur 45Euro. Wenn er damit nicht einverstanden wäre, dann müsstest du dir eine anderen Wohnung außerhalb seines Einzugsbereiches suchen.
Sag ihn das für dich klar ist das du in der jetzigen Wohnung nicht bleiben wirst. Vielleicht klappts.

13.06.2023 12:18 • #10


A


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