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ich bekam einen fragebogen zugeschickt der eine begutachtung durch den ärztlichen dienst vereinfachen sollte, welchen ich ordnungsgemäß ausfüllte und zurück schickte.
ein paar tage später bekam ich das schreiben mit dem termin zur untersuchung. er ist mitte dezember.

heute bekam ich eine einladung von meiner sachbearbeiterin zur klärung meines nichterscheinens beim ärztlichen dienst.

was soll das?

Als ich das letzte Mal dort war, sagte meine Sachbearbeiterin zu mir "Sie sind ja so unruhig und eine Fahne haben Sie auch"

ich trinke äußerst selten Alk. und schon gar nicht, wenn ich irgendeinen termin habe

wie viel muss ich mir von der gefallen lassen? mir fehlt leider der mut um dort mal "auf den tisch zu hauen"

vielleicht weiß jemand hilfe

27.11.2008 01:19 • 28.05.2018 #1


16 Antworten ↓


Sowas finde ich auch völlig daneben.
Manche Ämter, und gerade dieses, stehen ja auch im Ruf, dass die Menschen, die auf sie angewiesen sind, dort oft derartig behandelt werden. Wobei ich nicht alle über einen Kamm scheren will, es gibt sicher auch bessere Mitarbeiter.
Ich schätze, mit ein bisschen auf den Tisch hauen würdest du allerdings wirklich besser fahren. Manchen Leuten muss man auch gelegentlich mal die Grenzen aufzeigen, sonst kommen immer mehr Unverschämtheiten.
Ich verstehe allerdings, dass dir das schwer fällt. Aber auch wenn du keinen Brüller loslassen willst und lieber höflich bleibst, einschüchtern lassen musst du dich auch nicht. Du bist im Recht! Du hast das Schreiben mit dem Termin im Dezember vorliegen und kannst es ihr selbstsicher vor die Nase halten. Wenn deine Sachbearbeiterin vergisst, wem sie wann, welches Schreiben schickt, dann ist sie diejenige, die etwas erklären sollte und nicht du.

27.11.2008 20:29 • #2



Jobcenter

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meine waffe ist die feder (leider nicht die stimme sonst hätte ich dieses problem nicht denke ich)

in meiner letzten ausbildung musste ich 2 jahre gesetze auswendig lernen obwohl müssen der falsche ausdruck ist, ich habe es gern gemacht, weil es spaß gemacht hat (und anforderung für die prüfung war, welche ich auch mit erfolg bestanden habe)

daher habe ich eine dienstaufsichsbeschwerde geschrieben

nur noch für die die es interessiert:
immer wenn ich eine einladung bekomme, erscheine ich angemessen gekleidet alles andere möchte ich jetzt nicht definieren, da sich das in meinen augen von selbst versteht

ich sitze da der/die sachbearbeiter/in schaut mich böse an - und ich kann seine/ihre gedanken lesen obwohl ich das eigentlich nicht kann
seine/ihre gedanken sind "ich könnte hier wirklich mehr spaß haben, wenn du nicht so faul sein würdest"

danke für das kompliment wir können gern mal eine woche tauschen, wenn sie dann noch leben, können wir auch zurück tauschen

30.11.2008 22:23 • #3


ich hatte darauf hin eine dienstaufsichtsbeschwerde geschrieben

heute war mein nächster termin
ich hatte sehr große angst, ich habe die nacht nicht geschlafen aber es kam alles ganz anders - die gleiche bösartige sachbearbeiterin von damals empfang mich freundlich, ob es mir gut ginge, ob ich etwas trinken möchte


...

12.12.2008 01:15 • #4


Hallo, ich bin neu und es geht um folgendes Anliegen,

das Jobcenter hat mir über die Jahre hinweg nur 1-Euro-Jobs angeboten, obwohl ich einen Studienabschluss habe. Man hat mich sozusagen immer aufs Abstellgleis geschickt, bis ich jemanden mitnahm und diese als Protokolantin ausgab. Ich habe darauf hin eine EBA bekommen, anschließend sollte mich SALO & Partner in eine reguläre Stelle bringen. Es entpuppte sich als ganztägige Ergotherapie bzw. Kurse, die einen nur verwalteten. Die Stelle, die man mir fand war ein 3-Mann Verlag in einer Marzahner Wohnung, die generell nur unbezahlte Kräfte nahmen. Über die Zustände habe ich mich beim Sozialreferat beschwert, wer jedoch das Maul aufreisst, den versucht man mundtod zu machen, indem men seine Schwachstellen abklopft, indem Fall war es meine nicht angegebene Betriebskostenabrechnung.
Da ich jetzt völlig aufs Abstellgleis geschoben wurde und ich keinen Rechtsanwalt mir leisten kann, suche ich jemanden, der mich zum Jobcenter Wilmersdorf (Goßlarer Ufer) begleitet, um Bewegung in den festgefahrenen Prozess zu bringen, schließlich könnte ich im Büro unterkommen.
Da man zu zweit mehr Druck aufs Jobcenter ausüben kann, entscheidet es bei mir sozusagen über Leben und Tod.
Für jegliche Hilfe wäre ich sehr dankbar.

Sofia

22.05.2018 23:10 • #5


Larry67
Gruss die Betriebskostenabrechnung kannst du nachreichen. Das Jc muss beweisen, dass sie diese angefordert hat. Geht nur per Einschreiben von denen. Wenn du ohne Geld arbeiten sollst, rufe den Zoll an und erklärt es denen, die warten nur drauf. Und was ist dein Hauptproblem?

22.05.2018 23:46 • #6


YesItsMe0
Ich wäre an deiner Stelle bei der Anschuldigung Alk. getrunken zu haben aufgestanden und hätte einen lauten Streit mit dem Sachbearbeiter angefangen. Die Leute müssen sofort wissen dass sie sich nicht alles erlauben können sonst hören sie nie mit ihrer Schikanierung auf. Meiner Meinung nach lassen wir Deutschen uns viel zu viel gefallen.
Das traf auch sehr lange Zeit auf mich zu aber mittlerweile nicht mehr. Ein Motorradfahrer hat beispielsweise gestern einen dummen Spruch losgelassen über Radfahrer und anstatt die Sache auf sich beruhen zu lassen habe ich mich verbal gewehrt. Das gleiche war als sich neulich jemand im Supermarkt vordrängeln wollte und niemand in der Schlange den Mund aufgemacht hat außer mir. Es fühlt sich wirklich gut an sich zu wehren anstatt alles runter zu schlucken.

24.05.2018 09:43 • x 2 #7


petrus57
Ich habe mich früher immer beim Beschwerdemanagement des Jobcenters und oft auch beim Arbeitsministerium beschwert. Hatte dann meistens Ruhe vor denen.

24.05.2018 10:50 • x 1 #8


kalina
Zitat von Sofia70:
Hallo, ich bin neu und es geht um folgendes Anliegen,

das Jobcenter hat mir über die Jahre hinweg nur 1-Euro-Jobs angeboten, obwohl ich einen Studienabschluss habe.


Sofia,

ich glaube ich kenne keinen einzigen Menschen, der wirklich über das Jobcenter eine richtige Arbeit bekam.

Man muss sich immer SELBST bewerben und das passende für sich suchen, sonst hat man eh kaum Chancen. Arbeitgeber wollen Leute, die Eigeninitiative zeigen. Also, bis zu Hundert Bewerbungen schreiben und selbst aktiv werden, dann findet sich am schnellsten was. Flexibilität ist auch von Vorteil. Über Zeitarbeit bekommt man auch eher was (auch wenn ich persönlich Zeitarbeit nicht besonders mag). Besser als Ein-Euro-Job ist es auf jeden Fall. Viel Glück!

24.05.2018 15:15 • #9


Schlaflose
Zitat von Sofia70:
das Jobcenter hat mir über die Jahre hinweg nur 1-Euro-Jobs angeboten, obwohl ich einen Studienabschluss habe


Es kommt auch auf den Abschluss an. Wenn es in einem Bereich ist, wo es keine Jobs gibt, kann das Jobcenter dir auch keine adäquate Stelle vermitteln.

24.05.2018 16:01 • #10


YesItsMe0
Etwas offtopic da mir dieses Thema am Herzen liegt.

Zitat von Schlaflose:
Es kommt auch auf den Abschluss an. Wenn es in einem Bereich ist, wo es keine Jobs gibt, kann das Jobcenter dir auch keine adäquate Stelle vermitteln.


Ich gebe dir recht aber dann sollte dies auch so von der Politik, Wirtschaft, Medien und den Einführungsveranstaltungen in der Uni kommuniziert. Man hört von allen Seiten nur dass Fachkräfte fehlen aber keine Warnung falls der Bedarf in einem Feld kleiner ist als die Nachfrage. Dies zerstört die Zukunft von jungen Menschen da sie sich darauf verlassen. Ich bin selbst Student und habe in Einführungsverstaltungen erlebt Professoren ihre Studiengänge die sie betreuen nur im positiven Licht darstellen und die beruflichen Perspektiven schönreden.

Ich finde das einen Skandal, da alleine in meinem Semester mehrere Personen mit einem Bachelor und einer sogar mit einem Master sind die sich nun beruflich umorientieren und ein weiteres Studium angefangen haben. Es sind auch keine Orchideenfächer sondern Fächer wie Biologie (mehrmals), Wirtschaftsmathe, BWL...

25.05.2018 08:59 • #11


Schlaflose
Berufsinformation ist Bestandteil der Oberstufe. Es gibt regelmäßig Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit den Jobcentern und anderen Institutionen, in denen die Schüler über die Chancen informiert werden, in den diversen Bereichen einen Job zu finden.
Als ich in der Oberstufe war, wurden wir gewarnt, ein Lehramtsstudium anzufangen. Wir bekamen sogar mit unserem Abiturzeugnis ein Schreiben vom damaligen Kultusminister mit dem dringenden Appell bloß kein Lehramt zu studieren.

25.05.2018 10:42 • #12


kalina
Zitat von YesItsMe0:
Es sind auch keine Orchideenfächer sondern Fächer wie Biologie (mehrmals), Wirtschaftsmathe, BWL...


Und gerade konnte man wieder in den Nachrichten lesen, dass angeblich Mathematiker händeringend gesucht sind. Ja was denn nun? Gesucht oder nicht?

Ich glaub das mit dem Fachkräftemangel sowieso nicht mehr.
In meinen Augen ist das nur eine Ausrede um möglichst viele Fachkräfte aus dem Ausland zu holen (auch EU!) um dadurch die Personalkosten möglichst niedrig zu halten.
Niedrige Personalkosten, um günstig produzieren zu können um so wiederum mit der Konkurrenz aus dem Ausland mithalten zu können. Die Lebenshaltungskosten sind dagegen für den Normalbürger im Ausland oft sehr viel geringer durch geringere Mieten etc.
Das sind die negativen Auswirkungen der Globalisierung.

25.05.2018 16:43 • x 2 #13


Schlaflose
Zitat von kalina:
Ich glaub das mit dem Fachkräftemangel sowieso nicht mehr.


Mit diesen Fachkräften sind in erster Linie Berufe gemeint, die man mit einer Ausbildung lernt und nicht durch ein Studium.

25.05.2018 17:27 • x 1 #14


Gerade Frauen sind die Benachteiligten, denn wenn psychische Probleme auftreten, wird man in den klassischen Bürobereich abgeschoben. Ich war lange in einer Selbsthilfegruppe und habe das so erlebt. Männer mit psychischen Problemen haben eine Umschulung im IT-Bereich bekommen, Frauen fristeten ein berufliches Dasein als Bürohilfen. Um ein Zweitstudium anzufangen fehlt mir und vielen anderen das Geld.
Um aus meiner ausweglosen Situation sowie Depression zu kommen, wäre ich jetzt froh eine Erweiterte Berufsarbeitsfindung (EBA) oder eine Bürotätigkeit im geschützten Rahmen zu bekommen. Deshalb suche jemanden, der/die mich zum Jobcenter begleitet und mich bei der Durchsetzung meiner Interessen unterstützt. Er/Sie müsste nicht viel sagen, nur eventuell protokollieren. Schließlich können sie, wenn man in Begleitung kommt, nicht alles mit einem machen.

Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich jemand dazu bereit erklärt.

Schönen Abend und liebe Grüße
Sofia

27.05.2018 23:06 • #15

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Idefix13
Fachkräftemangel - Die Doku erklärt sich selbst!

28.05.2018 00:47 • x 1 #16


Sofia, kann dich verstehen. Jobcenter geht garnicht. Bin auch ab und an mit Beistand hin. Letzter Sachbearbeiter war sau cool, der hat sich wirklich für Leute interessiert!

Glaub das ist hier aber bisschen regional speziell. Ich würde im Elo (Erwerbslosen Online Forum) nachfragen oder in ner Stadtteilgruppe auf Facebook. Hier sind die Chancen doch eher gering genau ne Begleitung aus deinem Ort zu finden.

Bzw erstelle mal im Kontakt Forum hier ne Anfrage mit dem Ortsnamen im Thread-Titel, da findest sicher mehr.

28.05.2018 01:09 • #17



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