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Flousen
Hallo ihr Lieben.
Am 23.12.2017 verstarb meine Mutter.
Ganz plötzlich. Sie lag zwar schon Tage lang im Krankenhaus aber nicht weil es zum Ende hin zeigte. Ich habe mich dann um alles alleine gekümmert was danach so getan werden muss.
Die ersten Tage ging es ziemlich gut.
Doch momentan geht es wohl bergab.
Ich lebe noch in der Wohnung aber alleine und habe momentan immer Schlaflose Nächte und Starke Anspannung und Unruhe.

30.03.2018 19:27 • 31.03.2018 x 1 #1


4 Antworten ↓


S
Lieber Flousen,

bei mir war es so, dass ich nach dem Ableben meines Vaters zunächst nicht trauern konnte. Es war so viel zu erledigen, zudem musste ich auch gleich wieder bei der Arbeit das Beste geben.

Erst ein halbes Jahr später merkte ich, wie sich Müdigkeit und Erschöpfung in mir ausbreiteten, wie sie sich wie ein dunkler Mantel um meine Seele legten. Nein, keine depressive Verstimmung, aber die notwendige Trauer.
Zudem wird einem die Endlichkeit des Lebens bewusst.
All das ist schmerzhaft und braucht Zeit, um zu heilen, damit sich die Trauer wieder in Hoffnung wandeln kann.
Auch bei mir sind Ängste wieder verstärkt aufgetreten, obwohl mich der Verlust nicht ganz unvorbereitet traf.
Ich sehe, du bist noch sehr jung , da ist es wohl noch schwerer, diesen Verlust zu verkraften. Hast du Freunde, mit denen du sprechen kannst? Familie? Gibt es eine Selbsthilfegruppe für Trauernde?

Ich fühle mit dir! Alles Liebe für dich

30.03.2018 19:49 • x 1 #2


A


Wie kommt ihr mit dem Eltern Verlust klar?

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MutigerMäuserich
uff. Mein aufrichtiges Beidleid!
Wenn der Vater geht ist es hart, aber die Mutter ist nochmal eine andere Sache. Zumindest empfinde ich es so.
Da mein Vater nach einem Schlaganfall 2 Jahre stumm und gegungslos in einem Pflegeheim vor sich hin starb, habe ich nach seiner Erlösung aber die Haltung angenommen, das es ein Segen ist wenn es schnell geht - so es denn sein muss.
Das hört sich für dich bestimmt nicht nach einem Glücksgriff an, aber aus meiner Perspektive...
Was die Frage mit dem klarkommen angeht: Naja, wir waren eine sehr nahe Familie und es gab eine starke Bindung.
Keine Woche wo ich nicht in meinem Inneren die Stimme meiner Ma oder meines Dads höre. Ich trage sie wohl für immer in mir.
Ich träume manchmal, und sie sind gelegentlich ein lebendiger Teil dabei.

Ich wünsche dir viel Kraft. Achte auf dich, und trauere. Aber ziehe eine Grenze! Gib dich nicht auf vor Trauer, wie das manch einer tut.
Gruß
Rene'

30.03.2018 20:00 • x 3 #3


Schlaflose
Zitat von Flousen:
Hallo ihr Lieben.
Am 23.12.2017 verstarb meine Mutter.
Ganz plötzlich. Sie lag zwar schon Tage lang im Krankenhaus aber nicht weil es zum Ende hin zeigte. Ich habe mich dann um alles alleine gekümmert was danach so getan werden muss.
Die ersten Tage ging es ziemlich gut.
Doch momentan geht es wohl bergab.
Ich lebe noch in der Wohnung aber alleine und habe momentan immer Schlaflose Nächte und Starke Anspannung und Unruhe.


So ähnlich war es bei mir auch. Meine Mutter starb auch unerwartet nach ein paar Tagen in KH am 06.01.2016. Da mein Vater schon 1983 gestorben war und meine Oma 2002, war ich völlig auf mich allein gestellt, da ich weder Geschwister noch eine eigene Familie habe. Am Anfang habe ich funktioniert und alles geregelt, erst später kam dann die Trauer. Um schlafen zu können, habe ich die ersten Monate mein AD (Doxepin) wieder erhöht und zusätzlich öfters Schlaftabletten genommen. Ich bin aber sofort wieder zur Arbeit gegangen, habe nur die zwei freien Tage, die mir gesetzlich zustehen, in Anspruch genommen. So war ich die meiste Zeit abgelenkt. Es hat ca. ein Jahr gedauert, dass der Verlust nicht mehr schmerzte. Es kommt nur noch selten und nur für Sekunden, dass es einen Stich ins Herz gibt. Man kommt mit der Zeit darüber hinweg.

31.03.2018 09:45 • #4


Abendschein
Zitat von Flousen:
Hallo ihr Lieben.
Am 23.12.2017 verstarb meine Mutter.
Ganz plötzlich. Sie lag zwar schon Tage lang im Krankenhaus aber nicht weil es zum Ende hin zeigte. Ich habe mich dann um alles alleine gekümmert was danach so getan werden muss.
Die ersten Tage ging es ziemlich gut.
Doch momentan geht es wohl bergab.
Ich lebe noch in der Wohnung aber alleine und habe momentan immer Schlaflose Nächte und Starke Anspannung und Unruhe.


Hallo @flousen, das ist alles noch viel zu frisch, um auf Abstand zu gehen. Das mit Deiner Mutti tut mir leid.
Mein Papa ist schon 2004 gestorben, das war schon heftig, aber da war dann immer noch die Mama, um die
ich und auch mein Bruder uns gekümmert haben. Letztes Jahr im Februar ist dann meine Mama gestorben und das war und
ist für mich nloch immer so schlimm, das ich viel weine und die Trauer zulasse. Am Anfang konnte ich es gar nicht glauben,
das sie nicht mehr da ist. Aber auch jetzt ist es noch sehr schlimm. Ich finde mein Leben ohne meine Eltern, irgendwie leer.,
Da fehlt etwas sehr wichtiges., Der Grundstein fehlt. Über die Nabelschnur waren wir verbunden und das Band der ewigen
Liebe bleibbt bestehen, für immer und ewig.
Es ist schwer mit dem Verlust zu leben. Sehr schwer und das schlimmste finde ich ist, das man sich nie wieder sieht.
Nie wieder in den Arm nehmen, nie wieder beieinander sitzen, nie wieder besuchen, nie wieder telefonieren.,
Manchmal möchte ich meine Mama einfach anrufen, aber es geht nicht mehr, manchmal wenn ich morgens wach werde,
denke ich, es ist alles in Ordnung, aber das wird es nie mehr sein, denn die Eltern sind nicht mehr da., Wenn ich drüber nachdenke
weine ich, sowie jetzt, die Tränen laufen. Es ist gut zu weinen, das erleichtert zwar, aber es ist schwer darüber wegzukommen
und ich glaube das ich es nie schaffen werde, darüber hinwegzukommen, denn fehlen werden sie mir immer.
Meine liebe Mama und mein lieber Papa.

31.03.2018 13:29 • x 1 #5





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