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renasia
Beinhaltet eine verhaltenstherapie eigentlich immer Konfrontationen, ich meine manche Dinge kann man ja gar nciht nachstellen oder so, als Bsp, wenn ich Angst vor einem Flugzeugabsturz , einer Ternnung oder ähnlichem habe.

Geht es auch ohne Konfrontation?

01.07.2014 12:17 • 01.07.2014 #1


8 Antworten ↓


Schlaflose
Ich würde mal sagen, Konfrontation ist eine Möglichkeit der Verhaltenstherapie. Bei Angst vor einem Flugzeugabsturz wird natürlich nicht der Absturz selbst simuliert, sondern man muss sich der Situation stellen, sich so oft wie möglich in ein Flugzeug zu setzen, um zu erleben, dass es keinen Absturz gibt und dann wird die Angst immer weniger.
Bei Angst vor einer Trennung wird eher die Möglichkeit in Gedanken durchgespielt, was passieren würde, wenn man tatsächlich eine Trennung erlebt, wie man sich verhalten kann, wenn es soweit kommt, wie man sein Verhalten ändern kann, damit es nicht soweit kommt usw.
Verhaltenstherapie hat immer etwas damit zu tun, sein eigenes Verhalten in den angstmachenden Situationen zu analysieren und und sich neue Denk- und Verhaltensweise anzueignen. Das kann in bestimmten Fällen durch Konfrontation erreicht werden, in anderen Fällen durch andere Mittel.

01.07.2014 12:27 • x 2 #2



Verhaltenstherapie- immer konfrontation?

x 3


Konfrontation im Sinne von Auseinandersetzung mit dem Angstmacher und dann Desensibilisierung im Sinne von "Üben" den Angstmacher auszuhalten.

Bei eher unrealistischen Ängsten, wie Flugzeugabsturz, Erdbeben etc. würdest du in einem ersten Schritt mit deinem Therapeuten Entspannungstechniken einüben, um deine Panik auszuhalten. Dann würdest du mit ihm im zweiten Schritt das Angstszenario sehr detailliert besprechen und quasi bis zum (tragischen) Ende denken. Das macht man ja meist eher nicht, man steigt schon vorher durch die Panik aus der Fantasie aus. Da heißt es dann mal durchzuhalten. Manchmal löst sich da schon was, es entsteht so ein Aha!-Effekt "ist ja bizarr!"

Oft wird von dem Gespräch ein Band/Audio-Mitschnitt angefertigt, das das angstauslösenden Fantasie-Szenario enthält und du bekommst als dritten Schritt die Hausaufgabe, dir dieses Band täglich anzuhören, um dich sozusagen in die Fantasie zu begeben. Dabei sollst du die Entspannungstechniken üben und dich so allmählich gegen deine Angstfantasie desensibilisieren.
Es geht dabei weniger darum, dir klar zu werden, dass die Fantasien total unrealistisch und idiotisch sind, sondern du sollst sie aushalten und letztlich übergehen lernen. "Aha, da ist wieder dieser blöde Gedanke, nunja..., dann räumen wir den mal aus dem Weg...". Irgendwann denkt man dann gar nicht mehr dran.

01.07.2014 13:07 • #3


Hallo, wenn du den Wunsch bei deiner Therapeutin/Therapeuten äusserst eine Konfrontationsübung durchzuführen dann wird dieser durchgeführt.
Die Therapie stärkt dein Selbstbewusstsein. Du musst entscheiden ,nicht die Therapeutin und auch kein Medikament.

Keiner wird gezwungen. Manchmal reicht eine Konfrontationsübung und du befreist dich aus den Fängen der Angst.
Alles Gute

01.07.2014 14:25 • #4


renasia
Ich möchte eigentlich wneiger konfromtationsübungen, osychotherapuen dürfewn auhc keine Medis verschrieben.

01.07.2014 14:33 • #5


Vielleicht kann ich dir mit einem Bild weiter helfen.

Du bist auf einer Wanderung durchs Leben. Bislang ging das auch einigermaßen glatt, du bist gut vorangekommen, hast schon ein großes Stück erfolgreich zurückgelegt. Am Anfang waren dazu Menschen an deiner Seite, die dir gezeigt haben wo's lang geht und auf was du alles achten musst. Jetzt, als Erwachsene, bist du streckenweise alleine unterwegs, bekommst auch das gut hin. Nur eben gerade ist es dummerweise so, dass du auf deinem Weg durch einen dunklen Tannenwald musst. Durch einen finsteren Wald, durch den nur ein ganz schmaler, unebener Trampelpfad führt, der sogar aussieht, als endete er mitten im Wald. Wer gruselt sich vor sowas nicht?

Momentan weißt du nicht, ob du noch auf dem richtigen Weg bist und ob du überhaupt weiter gehen solltest. Am liebsten würdest du umkehren. Und dunkel wird es außerdem. Du siehst kaum noch den Weg, die dummen Schatten hinter den Bäumen, die gruseln dich, die Geräusche der Tiere irritieren dich, so dass du dich gerade kaum noch traust einen Schritt voran zu tun. Und dann kommt dir auch noch der Gedanke an Säbelzahntiger, du weißt zwar, die sind lange ausgestorben, aber man weiß ja nie...

Weil du aber auch keine Lust hast, die Nacht in diesem Wald zu verbringen, hast du dir eine Rangerin/Therapeutin herbeigerufen, die dir weiter helfen soll. Sie sieht, wie ratlos du bist und hat dir versprochen, an deiner Seite zu bleiben, bis du wieder auf sicherem Weg gehst. Wohin dein Weg dich führen wird, weiß sie nicht, dein Ziel ist für sie auch gar nicht so wichtig, wichtiger ist das Stück Weg, das ihr jetzt erst einmal bewältigen müsst.
Auch sie ist diesen Pfad noch nie gegangen. Aber weil sie eine gute Ausbildung hat, kennt sie sich im Wald aus und weiß, dass es zumindest hier KEINE Säbelzahntiger mehr gibt und vor allem was einem helfen könnte, aus dem finsteren Wald herauszukommen. Sie kennt Punkte, an denen man sich orientieren kann, so dass man voran kommt und nicht etwa im Kreis läuft, sie erkennt an den Sternen wo Norden ist. Das gibt dir schon etwas Sicherheit. Du fühlst dich nicht mehr alleine und nicht mehr so hilflos.

Die Rangerin hilft dir, selbst zu erkennen, dass hinter den gruseligen Monstern in Wahrheit nur große Farne und Büsche stecken, die vom Mond beschienen werden. Sie führt dich immer näher an den Farn heran, so weit, dass du ihn berühren und fühlen kannst und damit deine Furcht bewältigen. Sie akzeptiert es auch, wenn du manchmal zögerst und nicht schon wieder Farne berühren willst. Dann hilft sie dir einen anderen Weg zu bahnen, ohne dass du den Trampelfad aus den Augen verlierst. Du bestimmst den Weg auf dem ihr geht, denn nur du weißt ja, wohin du willst. Du bestimmst das Tempo in dem ihr ihn geht. Aber je mehr du bereit bist ihr und ihrer Efahrung zu trauen, desto leichter wird der Weg für euch und desto schneller gelingt es er Rangerin, dich auf die breite, beleuchtete Straße zurückzuführen.

Ich hoffe das war jetzt nicht zu blumig. Was ich damit nur sagen will, es ist DEIN Problem und DEIN Weg seiner Bewältigung, DU allein weißt wohin es führen soll, DU bestimmst wo's lang geht, in welchem Abstand und in welchem Tempo! Die Therapeutin passt sich deinen Bedürfnissen an.

01.07.2014 16:10 • #6


renasia
Danke sehr, das hast du sehrschön beschrieben, naja ich möchte eigentlicxh möglichst schnelld as die Ängste wieder aufhören, denn die Angst macht mich krank.

01.07.2014 16:18 • #7


renasia
Wäre der Säbelzahntiger in dem Fall eine Wahnvorstellung oder Hätte ich eine Sänbelzahntigerphobie?

01.07.2014 16:53 • #8


Natürlich ne Säbelzahntigerphobie Denn wer weiß...

01.07.2014 17:31 • #9




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