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Hallo,

ich bin seit kurzem in diesem Forum und hab schon viele interessante dinge gelesen.

Ich leide seit etwas über 3 Jahren an Agoraphobie und bin seit 2 1/2 Monaten in einer Psychatrischen Tagesklinik die echt super ist.

Durch die tagesklinik hab ich es schon geschafft Bus zu fahren, innerhalb meines Ortes, worauf ich auch super stolz bin.

Nun soll ich morgen ALLEINE Zug fahren... bin dementsprechend aufgeregt. Hab meinen Heimatort seit der Krankheit keinen km verlassen, auch nicht mit auto..

Ich bin für jeden Tip oder guten Zuspruch dankbar

Gruß

Mel

17.10.2007 18:14 • 23.10.2007 #1


22 Antworten ↓


na das hört sich doch gut an. wie weit wirst du fahren?
Ich müsste das auch mal ausprobieren. weiss gar nicht ob ich da ne attacke kriegen würde

17.10.2007 18:29 • #2



Agoraphobie - morgen Konfrontation

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wie weit. ich frage mich im moment noch ob ich das überhaupt schaffe ^^

Ich seh mich im moment vor dem Zug stehen und steif in den Beinen werden. Aber wieoft dachte ich schon ich schaff eine situation nicht und es ging doch.

Zum Bahnhof geh ich aufjedenfall und ich hoffe ich geh in den zug.
Ich "soll" bis zur nächst größeren stadt fahren, das wären dann ca. 20 min. Zugfahrt...

17.10.2007 18:49 • #3


na das ist doch schon mal ein anfang. wenigstens gehst du hin. so was mache ich mit einem feldweg. soll eigentlich einsame feldwege ohne handy etc entlang laufen, doch kann ich das nicht. also gehe ich jetzt jeden tag ohne alles 200 meter diesen feldweg. hab keine richtige angst da lang zu gehen. doch überfordert mich die situation. heute kam mir zb in der frene ein ehepaar entgegen, eigentlich waren sie noch meilen entfernt und ich konnte trotzem nicht anders als umkehren.
das ist bei mir im moment das einzige was ich selbst steuern kann.
meine panikattacken kommen meist dann, wann sie durch äussere umstände beendet werden oder ich nicht in der situation bleiben kann da andere mit dabei sind etc. vor denen will man eben sich nicht preis geben. oder wenns mir auf der autobahn nicht gut geht und wir aber abfahren müssen, kann ich nicht sagen" ey schatz fahr noch 200 km weiter
Finde es toll,das du überhaupt den mut hast, und dann auch noch allein

17.10.2007 18:56 • #4


Was ist denn deine sogenannte Katastrophen befürchtung ? Warum hat Dich das Paar am weiter gehen gehindert ?

Also ich kenne das wenn ich mit anderen menschen in einem raum bin, dann hab ich angst panik zu bekommen und mich seltsam zu verhalten ohne das zu merken, wobei ich eigentlich weiss das man mir eine attacke nicht ansieht.
Ich brauch das Gefühl jederzeit jede Situation verlassen zu können wenn ich es will ! Deswegen sind so sachen wie bus , zug oder im auto mitfahren schrecklich für mich. Alleine Auto fahren ist wieder anders, da kann ich wenn ich will umdrehen Sprich vermeiden :/

Naja und dann ist es halt die Entfernung von meiner Wohnung, bzw. meinem Ort. Der Gedanken ist dann "wenn ich jetzt panik bekomme muss ich schnell nachhause da wird s mir gut gehn"

Meine Katastrophenvorstellung ist das ich meinen Verstand ganz verliere und/oder nie wieder aus diesem Panikgefühl und dem Entfremdungsgefühlen in dem moment (komm mir dann z.b. vor als würde ich mich wie eine kamera aus dem geschehen rauszoomen und nur noch zuschauer sein - wie ein film schaun) herauskomme. Quasi eine ewig währende Panik - wobei ich andererseits EIGENTLICHweiss das dass nicht geht... ja ja diese "eigentlich´s " ...

17.10.2007 19:06 • #5


also ich denke immer, mir wird was passieren, egal was. obs der tot ist, nen unfall, ohnmacht, das sich jemand an mir vergreift, herzrhythmusstörrungen. brauche irgendwie sicherheit. will auch nicht unangenehm auffallen und irgendwie hab ich scheinbar angst mich selbst zu verlieren.
bei meiner heftigsten panikattacke dachte ich ich hätte nen herzinfarkt und würde sterben, da dachte ich auch ich würde echt verrückt werden. dann wurde ich ja mal verfolgt oder habs mir eingebildet, das weiss ich nicht so genau. und seit dem denke ich ich könnte nicht flüchten.....
schn komisch, das man angst hat sich selbst zu verlieren. was mir das wohl sagen will

17.10.2007 19:27 • #6


Hm, hast Du denn speziell Panik wenn Du weiter weg gehst ? oder an was für Orten meist ? Eine Panikattacke muss ja nicht heissen das man auch eine Agoraphobie hat.. deswegen frag ich

17.10.2007 19:44 • #7


hallo mel mahl als frage wie ging es dir wo du nicht mehr raus gegangen bist da ist man doch voll im .......... der körper geht kaputt oder war das nicht bei dir

17.10.2007 20:03 • #8


doch absolut. Also ich bin ja ca. 3 Monate nicht vor die Tür gegangen. Das war eine absolutes dahin vegetieren. Damals mußte ein Freund zu mir kommen der hat mich dann an seine seite genommen wie ein kleines Kind.. hat mir gesagt ich soll aufstehen, was essen, mal duschen gehen...

Für mich war das sinnlos, am anfang dachte ich sowas wie " ich wirklichkeit bist du verrüct geworden und liegst irgendwo in der Psychatrie und alles was hier passiert träumst Du nur oder bildest es Dir ein" - hatte halt den sinn oder bezug zur realität verloren ( bei mir gibt es allerdings diese Dro. vorgeschichte, die zu vielen gedanken beigetragen hat was die realitätszweifel betrifft)

17.10.2007 20:18 • #9


kriege die attacken wenn ich weiter weg von zu hause bin, oder auch beim einkaufen und festen eigentlich überall.
agoraphobie heist ja nicht das man gar nicht mehr vor die tür geht.
auf jeden fall hab ich diese erwartungsangst , deswegen kann ich nur wichtige dinge tun. kann auch mit ner freundin und dessen sohn auf den spielplatz gehen, aber bitte schön in meiner umgebung und es ist tagesform abhängig.
du musst auch wissen, bevor ich keine medis genommen hab, ging kaum noch was, konnte auch nicht arbeiten gehen. das war schon hart.
agoraphobie mit panikstörung lautet diagnose meiner psychaterin.
ich weiss bei mir ist es nicht so stark ausgeprägt, wie bei manchen. stell mir das echt krass vor wenn man gar nicht vor die tür gehen kann. noch nicht mal zum mülleimer.
versuche mich schon nicht unterkriegen zu lassen doch bestimmte dinge kann ich einfach gar nicht

17.10.2007 20:20 • #10


wie war deine bahnfahrt..............
wie weit konntest du gehn?
bin gespannt...........
seit wann gehst du wieder vor die tür?..........
bin jetzt seit einem jahr zuhause.............
hört sich doch alles schonmal seht gut an.......ich denke du bist genau auf dem richtigen weg.......
gratuliere dir weiter so........
gruss mara

18.10.2007 14:25 • #11


döni
habe an dich gedacht. mich würde auch interessieren wie die bahnfahrt war. hast du es geschafft?

18.10.2007 15:55 • #12


ich bin auch schon ganz gespannt, wie es dir heute wohl ergangen ist!

18.10.2007 16:10 • #13


Hallo Ihr !

Also gleich zur Zugfahrt - hab es nicht geschafft :/

Hab mir den ganzen Vormittag den Kopf zerbrochen und als es los gehen sollte hab ich gekniffen. Die nächste Station an der ich hätte aussteigen können wäre 8 Minunten infernt gewesen - und das war für mich eindeutig VIEL zu lange... sowas blödes...

Nächste Woche steht ein Ausflug mit der Psychatrischen Tagesklinik an. D.h. eine Ganz-tags-Ausflug. Ich wurde drum gebeten diesmal! mal mit zukommen. Hab mit der Gruppe geredet dass ich es versuchen will, aber mir nicht vorstellen kann aus meinem Ort zu fahren.

Wir haben uns auf einen Tierpark besuch geeinigt, das hiesse 40 min. mit bus und ca. 10 min. mit dem Zug. Wieviel kilometer das sind will ich garnicht wissen. Aber ich will da mit ! Und schaff das auch !

Zu der frage von Mara; ich glaub es waren 3-4 Monate in der Wohnung.. und dann immer mal ein paar schritte raus, der park in der nähe, usw. Hab haufenweise Notizen gemacht in der zeit was die fortschritte betraf, war mir sehr wichtig.

18.10.2007 18:12 • #14


hi,
es ist nicht schlimm, das es heute nicht geklappt hat.
Immerhin wolltest du es versuchen und hast e sauch getan. setz dich nicht selbst unter druck. irgendwann schafst du es.
weisst du genau was dich vom einsteigen abgehalten hat?

18.10.2007 18:23 • #15

Sponsor-Mitgliedschaft

döni
du hast es versucht und beim nächsten mal wirds dir bestimmt ein bisschen leichter fallen

kopf hoch!

18.10.2007 18:30 • #16


hi,
es ist nicht schlimm, das es heute nicht geklappt hat.
Immerhin wolltest du es versuchen und hast e sauch getan. setz dich nicht selbst unter druck. irgendwann schafst du es.
weisst du genau was dich vom einsteigen abgehalten hat?

18.10.2007 19:01 • #17


Ja - der gedanke wenn ich panik bekommen würde nicht aussteigen zu können, erst wieder nach 8 minuten...

18.10.2007 19:34 • #18


hm, also quasi nicht die sicherheit eines fluchtweges.
hauptsache du machst dich jetzt nicht selbst nicht fertig. lass den kopf nicht hängen. irgendwann wirds klappen

18.10.2007 19:39 • #19


Maribel
hi mel,

du kannst trotzdem stolz auf dich sein! immerhin versuchst dus!
hab vor ein paar monaten zug konfrontiert (kann harrklein nachvollziehn wies dir dabei geht) und als es plötzlich los ging musste ich einfach raus und bin blind bei der nächsten station ausgestiegen. der fahrdienstleiter war dort ganz lieb zu mir, hat mich in sbüro geholt und mir wasser gegebn, obwohl ich gar nix gesagt hab, nur blass auf der bank saß bis der nächste zug kam...
so wie du, hab ich aber nicht aufgegebn, un dmittlerweile schaff ich es sogar fast jedesmal in die straßenbahn einzusteigen!
das gute am zug ist, dass es eine toilette gibt wo man sich für ein paar minuten verstecken kann oder den raum vor der tür, das hilft mir immer, bei der straßenbahn ist es etwas schwieriger...

toitoitoi!

lg
maribel

18.10.2007 20:20 • #20



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