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Hoffnungsblick
@Nora

Hm. Dann musst du es eben erleiden.

14.12.2021 17:49 • x 1 #181


Nora5
Zitat von Hoffnungsblick:
Dann musst du es eben erleiden.

Das hoffe ich nicht. Ich erlebe mich auch nicht als passiv. Aber vielleicht ein bisschen anders formuliert, durch die Gefühle durchgehen, gesund trauern, es durchleben, es auf meine Art bewältigen. Es gibt immer mehr Varianten als schwarz-weiß.

15.12.2021 00:37 • x 2 #182



Verarbeiten von Lügen und Täuschung

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Luna70
Zitat von Nora5:
Weil ich ihn so lieb habe immer noch und mir auhc klar ist, wie sehr er emotional blockiert ist

Zitat von Nora5:
Er hat mich so angegriffen, erpresst mich, bedroht mit der Polizei,


Erkennst du den Widerspruch? Selbst wenn es der Fall sein sollte, dass er dich eigentlich liebt und dies aufgrund seiner Vergangenheit nicht spüren kann, dann bleibt es ja trotzdem so, dass du mit ihm keine Beziehung führen kannst.

15.12.2021 09:09 • x 1 #183


Nora5
Zitat von Luna70:
Erkennst du den Widerspruch? Selbst wenn es der Fall sein sollte, dass er dich eigentlich liebt und dies aufgrund seiner Vergangenheit nicht spüren kann, dann bleibt es ja trotzdem so, dass du mit ihm keine Beziehung führen kannst.

Ich denke, auch Du hast zahlreiche Ambivalenzen in Deinem Leben. Es gibt dieses absolut nicht, von dem Du da sprichst. Du bist ja nicht Gott und kannst nicht die Wertung über richtig und falsch aussprechen. Es gibt vielleicht mehr, als Du in Deinem Umfeld wahrnimmst. Ich frage mich, ob Du etwas ermutigendes, hilfreiches beitragen wolltest oder empathisch sein kannst oder ob Du eher ....keine Ahnung. Danke und ist nicht hilfreich. Ich glaube, Du bist nict die richtige, um die Situation zu beurteilen.

15.12.2021 11:05 • #184


Nora5
Ich habe drei Nächte fast gar nicht geschlafen und die Situation setzt mir super schlimm zu im Moment

15.12.2021 23:16 • x 1 #185


2506
@Nora5 Ich kann Dich und die Situation sehr gut nachempfinden. Seit etwa der gleichen Zeit bin ich emotional in einem ähnlichen Zustand. Es scheint so, daß wir da durch müssen, uns der Traurigkeit stellen müssen und darauf hoffen, daß diese irgendwann nachlässt. Ich weiß wie schwer das ist, bin auch noch lange nicht da durch.

16.12.2021 09:15 • x 1 #186


Nora5
Zitat von 2506:
Ich kann Dich und die Situation sehr gut nachempfinden. Seit etwa der gleichen Zeit bin ich emotional in einem ähnlichen Zustand. Es scheint so, daß wir da durch müssen, uns der Traurigkeit stellen müssen und darauf hoffen, daß diese irgendwann nachlässt. Ich weiß wie schwer das ist, bin auch noch lange nicht da durch.

Danke Vielleicht können wir uns gegenseitig Mut zu sprechen

16.12.2021 22:07 • #187


2506
Da s wäre sehr schön.....ich kann es definitiv gebrauchen!

16.12.2021 22:08 • x 1 #188


Nora5
Es ist eine Wohltat, sagen zu können, mir geht es gerade wirklich schlecht, ich bin mit meinem Latein am Ende, ohne dass jemand anders kommt und sagt Du musst....! oder bewertet. Denn ohne überheblich sein zu wollen, ihr seid nicht in meinen Schuhen gelaufen.

16.12.2021 22:11 • #189


2506
@Nora5 genau das ist das entscheidene und lässt sich so einfach in einem Chat nicht erklären oder nachvollziehen!

16.12.2021 22:13 • x 1 #190


2506
....im übrigen, wenn ich nur drei Nächte nicht geschlafen hätte, dann würde ich mich freuen

16.12.2021 22:48 • #191


Spaceman
Hallo, liebe Nora

Zitat von Nora5:
Denn ohne überheblich sein zu wollen, ihr seid nicht in meinen Schuhen gelaufen.




Ich liebe diesen Song! Mein Bruder mag ihn nicht. Er sagt, niemand läuft in den Schuhen eines anderen und das diese Schuh-Analogie eine bequeme Methode ist, Kritik von sich zu weisen. Ich denke wir beide (er und ich) haben recht. So wichtig, wie es ist, die Grenzen der Wahrnehmung und (Nach-)Empfindungsfähigkeit zu kennen, so können wir niemals die Situation eines anderen Menschen vollständig verstehen, erfassen, (nach)empfinden. Anderseits kennen wir ähnliche Situationen. Wir können uns also in vergleichbare Situationen einfühlen und unsere - naturgemäß immer persönliche - Meinung zu dem Thema äußern.

Wir alle hier im Forum bewerten und urteilen. Wir lesen von den Situationen und Schicksalen anderer Menschen und versuchen sie zu verstehen und hilfreiche Ratschläge zu geben. Dabei müssen wir notgedrungen interpretieren und bewerten - wie könnte es anders sein?

Tut mir leid, wenn das jetzt hart wird (es ist mit besten Ansichten gemeint ): Du bist mit Deinem Latein am Ende, Du leidest, Du brauchst Therapien, Du schläfst nicht mehr richtig, Du weißt nicht, wie es weitergehen soll, Du hast Angst. Aber wenn jemand das offensichtliche ausspricht, gehst Du auf diese Person los.

So wie ich das sehe, leidest unter Deinem (Ex-)Freund, er schadet Dir ganz offensichtlich. Darf ich das sagen? Darf ich den Vorschlag machen, dass es möglicherweise genug ist? Dass Du nur dann Frieden finden wirst, wenn Du die Sache endgültig beendest?

Darf ich das sagen, fragen, vermuten?

Zitat von Nora5:
und sagt Du musst....!

Dann lass uns fragen: Was möchtest Du? Was willst Du? Was kannst Du? Wie soll es weitergehen? Wie lange hältst Du noch aus? Was wird passieren? Wann wirst Du zerbrechen? Was dann?

19.12.2021 02:00 • x 1 #192


Nora5
Zitat von Spaceman:
Darf ich den Vorschlag machen, dass es möglicherweise genug ist?

Hey Spaceman,
es mag sein, dass es für Dich so ist, einen Schlussstrich ziehen und dann wird es besser. Bei mir ist es nicht so. Es geht aber auch nicht darum, dass es die Wahrheit oder die Lösung gibt und man muss sie nur erkennen, um dann zu dem richtigen Weg zu finden. Es geht darum, einen Umgang mit den Gefühlen zu finden. Das ist nicht schwarz und weiß, dass ist ein Ausbalancieren, Probieren. Wenn es diese von Dir vorgeschlagene Lösung und den Weg gäbe, und es so schön einfach wäre, würde ich den Weg gehen. Es ist nicht so. Tatsächlich ist es so, dass ich einen mehr als guten Weg gefunden habe, diese Katatstrophensituation zu bewältigen. Und ja, Du kannst es nicht beurteilen. Und genau darum geht es eben auch gar nicht. Um Beurteilung anderer Menschen, oder jemand auf den richtigen Weg bringen.
Sieh, Du hast Probleme mit sozialer Isolation, richtig? Ich bin sozial total eingebunden. Jede Woche, jeden Samtag kommen Freunde und sind den überwiegenden Tag hier. Es ist sehr familiär. Jeden Mittwoch Abend. Jeden Freitag abend treffe ich die gleiche Gruppe. Alle paar Wochen Samstags kommen Freunde zum Film gucken und jeder bringt Tapas mit. Es sind so viele super enge Freunde, die jetzt in dieser Zeit auch da waren und mit denen Austausch da ist. Ich muss zur Zeit ein wirklich immenses berufliches Umzugsproblem meistern. Auch da profitiere ich von dem sehr großen sozialen Netzwerk und habe es gut geschafft, zahlreiche Hilfen zu organisieren. Soll ich mich jetzt hinstellen und sagen, warum gelingt es Dir nicht, mehr auf andere Menschen zuzugehen? Sagen wir mal so, Du würdest das Ganze vielleicht nicht so als Problem formulieren, denn sonst müsstest Du Dich auch mehr mit dem Defizit auseinander setzen.
Also, der soziale Austausch, Freunde, Freundschaften pflegen, sind ein wichtiger Bestandteil psychischer Gesundheit, und einer der enorm Stabilität geben kann. Der ist bei mir mehr als vorhanden und da ist eine Säule, die so gut ist und bedeutet, ich bewältige da etwas.
Die Arbeitsfähigkeit ist wieder hergestellt, das war einige Monate nicht so, ich leite ein Team von sechs Mitarbeitern. Auch da ist wieder eine Stabilitätssäule im Alltag. Das sind Ziele nach einem Klinikaufenthalt, die die Alltagsbewältigung definieren.
Bewältigung einer schweren chronischen Erkrankung. Einer mehr als heftigen Krise durch einen notwendigen Standortwechsel. Auch das stemme ich gerade. Das alles ist mehr als stark.
Ich musste nicht in eine Klinik. Ich ziehe mich da selbst wieder raus. Das ist eine riesen positive Entwicklung. Ich war mal für 2,5 Wochen in einer Traumaklinik deshalb und es ist so dermaßen schlimm geworden, dass dann gar nichts mehr ging. Ich bin raus und habe mich aus mir selbst heraus stabilisiert.
Um es kurz zu sagen, ich mache alles. Therapie, Freunde, Ablenkung, Sport, Trauer durchleben, Arbeit aufrecht erhalten, Selbstsorge. Das ist Krisenbewältigung.

Und mal anders gefragt, was machst denn Du? Was ist Dein Problem? Wovor hast Du Angst? Was macht Dir zu schaffen? Wo trittst Du auf der Stelle? Setzt Du Dich dem aus, wenn andere Dir etwas dazu sagen? Inwiefern? Was setzt Du davon um? Was sagt Dein Bauchgefühl? Hörst Du auf Dein Bauchgefühl, oder mehr auf andere? Wieweit gibst Du Deine Ängste, Deine Probleme, mit denen Du auf der Stelle trittst, hier preis?

19.12.2021 13:34 • x 2 #193


Spaceman
Hey liebe Nora

Zunächst einmal: Ich wollte ich nicht angreifen. Möglicherweise ist mir mein Tonfall etwas verrutscht, meine Kommunikationsfähigkeiten lassen im Moment eh etwas zu Wünschen übrig.

Natürlich können wir die Situation nicht richtig beurteilen - wir sind ja nicht dran beteiligt. Wir können nur die Beschreibungen und Erklärungen der Betroffenen lesen und unsere Meinung dazu schreiben. Manche Meinung helfen uns mehr, andere weniger. Manchmal erscheint eine Meinung auf den ersten Blick auch wenig hilfreich. Aber ich persönlich würde bei den meisten Äußerungen erst einmal einen gut gemeinten Versuch der Hilfe annehmen. Und meine Meinung zu den Thema ist: Du leidest und findest keinen Ausweg. Deshalb ist es sinnvoll alle möglichen Optionen in Betracht zu ziehen - zumindest aber, sich alle Meinungen anzuhören und dann überlegen, was für einen das Beste wäre.

Die Fragen waren eher für Dich zum Nachdenken gemeint.

Liebe Grüße
Spacy

20.12.2021 10:28 • #194


Nora5
Danke an Spaceman und an alle anderen natürlich auch. Ich habe im Moment deutlich mehr Abstand.
Mein Freund oder auch Exfreund trinkt wieder, ich denke auch, mehr. Er war 6.5 Jahre abstinent. Ich glaube, er ist ziemlich nah an einem sehr tiefen Punkt, er hat sich ganz zurück gezogen jetzt in seinen Ferien, verlässt quasi nicht mehr das Haus.

30.12.2021 23:53 • x 1 #195


Nora5
die Angst ist wieder sehr schlimm, auch wenn ich insgesamt viel mehr Abstand habe

02.01.2022 22:45 • x 1 #196


Nora5
Mein Freund meldet sich weiter nicht und die Situation ist nun seit exakt 7 Monaten so, dass er woanders wohnt. Es kommen immer wieder Gefühle hoch, bei denen ich meine, ich ertrage es einfach nicht mehr und alles erscheint so komplett sinnlos. Nach 6.5 Jahren Abstinenz trinkt er nun auch wieder. Stellt sich tot. Es ist ein furchtbares Gefühl

12.01.2022 00:57 • x 1 #197

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Nora5
Zitat von Hoffnungsblick:
Um, sagen wir mal einem Schuft zu vergeben, braucht man eine Art Überlegenheit. Du musst seine Motivation und seine Bedürfnisse durchschauen - und dann loslassen, vergeben.
Du hast bestenfalls ein Stück Menschenkenntnis gewonnen, auch Kenntnis deiner selbst.

Das habe ich, glaube ich, geschafft, immerhin viel viel mehr als am Anfang. Und ich gehe sehr gut mit mir selber um und kümmere mich sehr um mich

Heute 01:37 • x 2 #198


Nora5
Ich habe noch sehr viel Verlustangst und Traurigkeit in mir. Abends ist es meist ziemlich doof.

Vor 8 Minuten • #199



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